Konzerteinführung digital

Konzerteinführung digital

Download on the App Store

Konzerteinführung digital episodes

  • Kent Nagano | Konzerteinführung Digital
    María Dueñas war gerade 13, als unser Konzertmeister Wolfgang Hentrich sie als Solistin zum Philharmonischen Kammerorchester Dresden einlud. Das war ihr Karrierestart - kurz darauf wurde die charismatische Spanierin, die ein Jahr zuvor mit ihrer Familie nach Deutschland gezogen war, von Dirigenten wie Marek Janowski und Paavo Järvi entdeckt und gefördert, gewann einen internationalen Wettbewerb nach dem anderen und kehrt nun mit Bruchs Violinkonzert nach Dresden zurück. Auch Kent Nagano kehrt als Gast wieder - nach seinen umjubelten Konzerten mit Mahler und Bruckner nun mit Schuberts früher Dritter Sinfonie und dem "Bürger als Edelmann" von Richard Strauss. Die Suite zum gleichnamigen Schauspiel ist ein Paradestück für Orchestermusiker:innen, sind doch fast alle Instrumente solistisch besetzt. Und es ist ein Paradestück fürs Publikum, das darin zahlreiche Zitate aus anderen Werken von Strauss finden kann.
    11 min
  • Julia Fischer spielt Elgar
    Man spricht schnell von "Ausnahmekünstlern", wenn man meint, dass jemand sein Instrument außerordentlich gut beherrscht. Bei Julia Fischer ist das keine Worthülse, denn eine Ausnahme ist die Geigerin, die seit über zwanzig Jahren auf allen großen Konzertbühnen der Welt gastiert und übrigens genauso gut Klavier wie Violine spielt, auf jeden Fall. Künstlerisch genau so wie mit ihrem enormen Engagement für die Förderung junger Geiger:innen. Für unser Konzert bringt sie Elgars Meisterwerk mit, das bis heute zu den meist gespielten und beliebtesten Violinkonzerten überhaupt gehört. Ähnliches kann man über Brahms' vierte und letzte Sinfonie sagen, ist sie doch mit ihrem Melodienreichtum ein Höhepunkt unter den Werken der Spätromantik. Besonders ihr Beginn hat sich in die Musikgeschichte eingeschrieben: keine Einleitung, keine musikalische Eröffnung - die Musik legt einfach los, als wäre sie immer schon da. Und schon ist man als Zuhörer in ihrem Bann
    15 min
  • Sibelius 2 | Konzerteinführung digital
    Die Junge Deutsche Philharmonie mit John Storgårds und Leila Josefowicz zu Gast im Kulturpalast.
    Die kanadische Geigerin Leila Josefowicz wurde in frühester Jugend auf Promi-Partys und Galas in Hollywood und Beverly Hills als Wunderkind herumgereicht - kurz nach ihrer Geburt waren ihre Eltern nach Los Angeles gezogen. "Ihr wird die Welt zu Füßen liegen", prophezeite der amerikanische Star-Pianist Van Cliburn, als er sie gehört hatte. Und er sollte recht behalten. Mit 17 debütierte Leila Josefowicz in der New Yorker Carnegie Hall und begann eine höchst erfolgreiche Solo-Karriere. Längst hat sich Leila Josefowicz vom glamourösen Leben ihrer Anfangszeit emanzipiert - auch durch den Kontakt zu zeitgenössischen Komponisten. Dass sie deren Klangwelt auf faszinierende Weise in den Konzertsaal übertragen kann, beweist sie bei uns mit Matthias Pintschers Violinkonzert.
    Dazu erklingt die Zweite Sinfonie des finnischen Nationalkomponisten Jean Sibelius. Durch ihre neuartige, individuelle Tonsprache ist sie bis heute außerordentlich populär - nicht zuletzt wegen des überwältigenden letzten Satzes, die der Komponist Mathias Husmann so beschreibt: "Die letzten, hymnisch strahlenden Takte sind kaum auszuhalten. Nach dem Schlussakkord dieser traumartigen Sinfonie des Glücks muss man erst erwachen."
    10 min
  • Haydns Schöpfung | Konzerteinführung Digital
    Gewandhausorchester und Thomanerchor zu Gast im Dresdner Kulturpalast
    Wie der Kreuzchor gehört der Thomanerchor Leipzig zu den weltweit renommiertesten Knabenchören. Im neuen Konzertsaal ist er erstmals zu Gast und bringt zusammen mit dem Gewandhausorchester ein Werk mit, das zu den Höhepunkten der Klassik zählt. Schon seine Uraufführung war ein einzigartiger Publikumserfolg. Kein Wunder, wenn man allein an die Schilderung des Chaos zu Beginn denkt, die in der Bibel der Erschaffung des Lichts vorausgeht. Und daran, wie effektvoll es ist, wenn mitten in düsterem, leisen Grollen der Musik zu den Worten "Es werde Licht!" das Orchester urplötzlich in volle Lautstärke und strahlendes C-Dur ausbricht. Manchmal gehen noch heute genau an dieser Stelle die Lichter im Saal an! An Effekten mangelt es dem Werk nicht, aber es beeindruckt vor allem durch seine musikalische Sprache, mit der Haydn Die Entstehung der Welt erzählt. Da wird keine Minute zu lang
    11 min
  • Dvořák 6 | Konzerteinführung
    Mit Cristian Măcelaru am Pult und Klavier-Jungstar Colin Pütz
    Manchmal beginnt die Karriere eines Musikers mit einem Film. Bei Colin Pütz war das so, als ihn eine große Öffentlichkeit als den achtjährigen Beethoven im gleichnamigen Film der ARD zum Beethovenjahr 2020 kennen lernte. Heute ist er sechzehn und begeistert das Publikum immer noch mit seiner fast kindhaften Frische und vor allem seiner enormen Musikalität. Mittlerweile hat er zahlreiche Preise gewonnen und Cristian Macelaru hat ihn eingeladen, in unserem Konzert zu spielen - diesmal nicht Beethoven, sondern das wunderbare Klavierkonzert Nr. 24 von Mozart. Dvoráks Sinfonien sind nicht zuletzt wegen ihres typisch böhmischen "Sounds" so beliebt. In seiner Sechsten zieht er in dieser Hinsicht alle Register und bringt den Klang seiner böhmischen Heimat in den Konzertsaal.
    15 min
  • Debussy und Ravel | Konzerteinführung digital
    Sir Donald Runnicles dirigiert ein klangfarbenreiches Programm.
    Da hat die Musikwelt Glück gehabt: Wenn das große musikalische Talent von Claude Debussy nicht rechtzeitig erkannt worden wäre, wäre aus ihm ein Seemann geworden und nicht einer der bedeutendsten französischen Komponisten. Zum Meer ist er dennoch immer wieder zurückgekehrt - am eindrucksvollsten ist seine Liebe zur See in "La Mer" zu hören. Skrjabin war Synästhetiker, das heißt er sah Farben, wenn er Töne hörte. Bei seinem Klavierkonzert "Prometheus" wollte er sogar, dass während des Konzerts Farben auf eine Leinwand projiziert werden. Auch Ravel gilt als Meister der Farben, und zwar der Klangfarben. Seine Suite "Daphnis und Chloé" zaubert besonders Holzbläser:innen ein Leuchten in die Augen, können sie hier doch mit der ganzen Klangpalette ihrer Instrumente brillieren.
    15 min
  • Mahler 1 | Konzerteinführung digital
    In gerade mal sechs Wochen schreibt Mahler 1888 seine erste Symphonie, dabei ist er als Komponist bisher ein unbeschriebenes Blatt. Doch er ist frisch verliebt und komponiert wie im Rausch ein monumentales Werk, das bereits alle seine typischen Stilmerkmale aufweist: die abrupten Stimmungswechsel, die Anspielungen auf andere Komponisten und Stile und den elegischen Grundton.
    "Tapkaara" bedeutet "im Stehen tanzen" und wird von einer bestimmten Volksgruppe in Japan verwendet, um ein Ritual zu bezeichnen: Wenn es ihnen besonders gut oder schlecht geht, kommen sie zusammen, singen improvisierte Lieder und tanzen dabei. Akira Ifukube hat das oft miterlebt und zum Anlass seiner gleichnamigen Sinfonia werden lassen. Für unseren Focus Artist Kahchun Wong gehört sie zu den bedeutendsten neueren Werken japanischer Komponisten und ist ihm ganz besonders nah.
    16 min
  • Dvorák Stabat Mater | Konzerteinführung digital
    Marek Janowski leitet das traditionelle Konzert zum 13. Februar.
    Erst stirbt die neugeborene Tochter, ein Jahr später zwei weitere Kinder - bei der Entstehung seines "Stabat mater" durchlebt Antonín Dvořák Schicksalsschläge, die seine Frau und ihn schwer treffen. Und auch wenn es kein Eins zu Eins in der Musik gibt, glaubt man doch in den eindringlichen Klängen seiner Vertonung des kirchlichen Hymnus auch den Schmerz Dvořák zu hören. Schmerz begleitet auch die Erinnerung an die Zerstörung Dresdens vor 79 Jahren - es ist sinnfällig, dass Marek Janowski zu diesem Anlass genau dieses Werk ausgewählt hat. Dazu hat er sich so namhafte Solist:innen wie Hanna-Elisabeth Müller und Tareq Nazmi eingeladen und auch wieder den exzellenten MDR-Rundfunkchor, mit dem die Dresdner Philharmonie inzwischen eine vieljährige Partnerschaft verbindet.
    12 min
  • Bruckner 1 | Konzerteinführung digital
    Bruckners Erstling und die Klarinettistin Annelien van Wauwe mit indisch inspirierter Musik.
    Der Atem spielt für Bläser:innen eine ganz zentrale Rolle. Für die Klarinettistin Annelien van Wauwe umso mehr, als sie auch passionierte Yoga- Anhängerin ist. Zu Beginn der Corona-Pandemie kam ihr die Idee, ihre beiden Leidenschaften zu verbinden und eine Komposition für Yoga und Musik zu beauftragen. Herausgekommen sind "Sutren" für Bassettklarinette und Orchester, in denen die für das Yoga typischen Mantras von Orchester und Solistin übernommen werden - eine ungewöhnliche Einladung, sich zu fokussieren und Musik einmal ganz anders wahrzunehmen.
    Etwas ganz Anderes und Neues war auch Bruckners sinfonischer Erstling. Anders als alles, was er bis dahin für den Kirchengebrauch geschrieben hatte. Und so neu wie die die Akkorde in Richard Wagners "Tristan", der auch in dieser Zeit entstand. Unerhört und ungehört, sozusagen. Jedenfalls ein Meilenstein in der Musikgeschichte und schon ganz im Bruckner-"Sound", den seine Fans so lieben.
    14 min
  • Beethoven und Strauss | Konzerteinführung digital
    "Selbstverherrlichung", "schamlose Egozentrik" - Richard Strauss wurde immer wieder vorgeworfen, er hätte sich im "Heldenleben" selbst ein Denkmal gesetzt. Wir können ihn nicht mehr fragen, aber wahrscheinlich hat er es eher ironisch gemeint. In einem Brief an Romain Rolland schrieb er: "Ich bin kein Held. Mir fehlt die nötige Kraft; ich bin nicht für die Schlacht gemacht; ich ziehe es vor, mich zurückzuziehen, Ruhe und Frieden zu genießen …" Wie auch immer - bis heute gilt die klanggewaltige und selbstbewusste Tondichtung des jungen Komponisten als Meisterwerk und als Herausforderung für die Solo-Violine, die darin enorm schwierige Passagen spielt.
    Eine Herausforderung, allerdings für Pianisten, ist auch Beethovens Klavierkonzert Nr. 3. Darin zeigt sich zum ersten Mal der ganz selbstständige Beethoven, frei von den Einflüssen Mozarts und dem Übervater Haydn. So lässt er zum Beispiel Pauke und Klavier in Dialog miteinander treten - das fand das Publikum damals sehr keck, und auch heute ist das noch höchst wirkungsvoll!
    17 min

About Konzerteinführung digital

From the publisher's feed

Sich auf die Werke des anstehenden Programms, ihre kompositorischen Eigenheiten, ihre Einordnung in die Musikgeschichte und das Schaffen der Komponisten vorzubereiten, vertieft das musikalische…

More shows like Konzerteinführung digital

Sticky Notes: The Classical Music Podcast by Joshua Weilerstein

Sticky Notes: The Classical Music Podcast

2,182 Listeners