Konzerteinführung digital

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Konzerteinführung digital episodes

  • Mahler 5 | Konzerteinführung digital
    Mahlers berühmte Fünfte und ein Violinkonzert von Mozart
    "Die Fünfte ist ein verfluchtes Werk. Niemand capiert sie", schrieb Gustav Mahler in sein Tagebuch. Heute gehört sie zu seinen beliebtesten und bekanntesten Sinfonien. Das liegt sicher auch daran, dass Visconti ihren langsamen Satz in seinem Film "Tod in Venedig" verwendete. Und spätestens, seitdem die Dresdner Philharmonie mit Cate Blanchett diese Musik für den Film TÁR eingespielt hat, gehört sie für viele zu den Klassikern der spätromantischen Sinfonik.
    Bei manchen Werken dauert es Jahrzehnte, bis das Publikum sie schätzen und lieben lernt. Bei Mozarts Violinkonzert G-Dur war das anders, da brachen die Hörer schon bei den ersten Aufführungen in wahre Begeisterungsstürme aus. Heute gehört das Werk im besten Sinne zu den "Ohrwürmern" seiner Gattung. Bei uns spielt es Josef Špaček, der für den kurzfristig erkrankten Pekka Kuusisto eingesprungen ist.
    18 min
  • Saxophon! | Konzerteinführung Digital
    Sie spielt Bach und Bowie, Schostakowitsch und Kate Bush und moderiert auf BBC Radio 3 ihre eigene Wochenshow zu klassischer Musik: Jess Gilliam beherrscht das Saxophon nicht nur enorm virtuos, sie ist eine leidenschaftliche Botschafterin ihres Instruments. Das Saxophonkonzert von Barbara Thompson gehört zu ihren Lieblingsstücken, ist es doch stark vom Jazz inspiriert. Thompson komponierte leidenschaftlich für ihr eigenes Instrument, auch sie spielte Saxophon, und arbeitete u. a. eng mit Andrew Lloyd Webber an Musicals wie Cats und Starlight Express zusammen.
    Schostakowitschs Oper "Lady Macbeth von Mzensk" hatte es dagegen schwer. Vom Publikum euphorisch gefeiert, wurde das Werk aus fadenscheinigen Gründen bald von Stalin verboten und verschwand für Jahrzehnte in der Schublade. Ein Glück, dass es den Weg zurück in die Musikwelt gefunden hat, denn Witz, Tempo und eine schier unglaubliche Vielfalt musikalischer Mittel machen diese Musik bis heute zu einem Erlebnis.
    14 min
  • Mendelssohns "Schottische" | Konzerteinführung digital
    Sie ist vier, als sie anfängt zu komponieren. Mit zwölf schreibt sie ihre erste Oper. Unsere Gastkomponistin Lera Auerbach begann früh, ihr Leben und ihre Kunst als eins zu begreifen. Dabei war und ist Musik nur ein Teil ihres Schaffens. Bekannt ist sie auch als Lyrikerin, bildende Künstlerin und Performerin. Ihre Sechste Sinfonie zeigt zudem ihr Engagement: Dieses bewegende, groß angelegte symphonische Werk wurde von Chiune Sugihara, dem japanischen Vizekonsul in Litauen, inspiriert, der während des Zweiten Weltkriegs Tausende Jüdinnen und Juden rettete. Das Stück ist ihm und all jenen gewidmet, die während des Holocaust ihr Leben riskierten, um jüdischen Menschen zu helfen. Lera Auerbach wurde von der renommierten japanisch-amerikanisch-israelischen Cellistin Kristina Reiko Cooper gebeten, das Werk zu schreiben. Ihr Schwiegervater, Irving Rosen, war einer der Tausenden jüdischen Flüchtlinge, denen Sugihara mit einem Visum die Ausreise ermöglichte. Im Auftrag von Yad Vashem, der Internationalen Holocaust Gedenkstätte in Jerusalem, und der American Society for Yad Vashem ist so eine ganz eigene Klangwelt entstanden, die den Zuhörer auf vielen Ebenen aufrüttelt und bewegt.
    12 min
  • Dvořák und Schostakowitsch | Konzerteinführung Digital
    Die Augen jedes Oboisten beginnen zu leuchten, wenn man von Martinůs Oboenkonzert spricht. Gehört es doch zu den anspruchsvollsten, aber auch schönsten Solokonzerten für die Königin der Holzblasinstrumente. Unser Solo-Oboist Johannes Pfeiffer wird das sonnig-heitere Werk auf die Bühne im Kulturpalast bringen. Fröhlich sollte auch die 15. Sinfonie von Schostakowitsch werden, jedenfalls war das die Absicht des Komponisten. Sie beginnt auch mit einer Art Scherzo voller humoristischer Anklänge. Aber ab dem zweiten Satz schlägt die Stimmung um: Trauer, Feierlichkeit, Zweifel, Sarkasmus und Todessehnsucht gewinnen die Oberhand. Wahrscheinlich ahnte Schostakowitsch, dass es sein letztes Werk sein würde. Umso ergreifender sind die letzten Töne, die klingen, als hörte ein Herz auf zu schlagen.
    12 min
  • Rachmaninow Strauss | Konzerteinführung Digital
    Der "Teufelsgeiger" Paganini hat mit seinen höchst virtuosen Capricen immer wieder andere Komponisten inspiriert, auch Rachmaninow, der das Thema zum Ausgangspunkt für seine eigenen Variationen machte. Eigentlich gedacht für Klavier und Orchester, spielt sie bei uns Cameron Carpenter auf der Konzertsaalorgel und fügt der Solostimme damit noch etliche musikalische Farben hinzu. Musikalisch farbig geht es auch in Strauss' Tondichtungen zu. Don Juan ist der Inbegriff des Macho: testosterongesteuert, egoistisch und skrupellos und hat Strauss zu einer kraftstrotzenden sinfonischen Dichtung inspiriert. Till Eulenspiegel dagegen zog als weiser Narr durch die Lande und hielt den Herrschenden einen Spiegel vor. Die humorvolle Musik, die Strauss entlang von Tills Eulenspiegeleien komponiert hat, liebt die Musikwelt bis heute. Auch wenn die Geschichte kein Happy End hat.
    15 min
  • Alpensinfonie | Konzerteinführung Digital
    Die sinfonischen Werke von Richard Strauss ("Tondichtungen", wie er sie selbst nannte), sind berühmt für ihre Anschaulichkeit. Die monumentale Alpensinfonie ist da keine Ausnahme. Sicher auch, weil er sozusagen live erlebt hatte, was er dann komponierte: Im August 1879 hatte der 15-jährige Strauss von Murnau aus eine Bergtour auf den 1800 m hohen Heimgarten unternommen. Bereits in der Nacht war er aufgebrochen, um den Sonnenaufgang auf dem Gipfel erleben zu können. Beim Abstieg geriet er in ein Gewitter und erreichte erst am Abend einen Bauernhof, in dem er übernachten konnte. Wie beeindruckend die Tour samt Gewitter für ihn war, ist in der Musik sozusagen mit den Ohren greifbar.
    15 min
  • Schostakowitsch 10 | Konzerteinführung Digital
    Das Cellokonzert von Camille Saint-Saens zählt zu den Paradestücken für dieses Instrument. Auch für Julia Hagen ist es ein Paradestück, wobei eigentlich alles, was sie auf dem Cello spielt, zu einem intensiven Hörerlebnis für ihr Publikum macht. Kein Wunder, wenn man aus einer Musikerfamilie stammt wie sie, oder? Nein, meint sie selbst, als Kind waren ihr ihre Freunde und Sport mindestens genau so wichtig. Nun aber gehört sie zurecht zu den „Shooting stars“ der Branche und wird im Kulturpalast alle Facetten des französischen Werkes zum Leuchten bringen.
    Schostakowitschs Zehnte dagegen gehört zu den eher düsteren Werken des sowjetrussischen Komponisten. So recht weiß man nicht, ob sie eine energische Kritik am Stalinismus oder eher staatstreu zu deuten ist. Am besten, man lässt die Musik einfach als Musik auf sich wirken. Ihre Energie, Kraft und auch die lyrischen Passagen entwickeln dabei eine ganz eigene Magie.
    16 min
  • Elgar und Strauss | Konzereinführung Digital
    Natur, Verlust und der Erdgeist, wie passt das zusammen? Die drei Werke unserer Saisoneröffnung haben musikalisch in verschiedener Weise mit Abschied und Hoffnung zu tun. Edward Elgars berühmtes Cellokonzert war sein letztes Werk, in ihm hat er Tragik und Schmerz auf berührende Weise Ausdruck gegeben. Bei uns spielt es Gautier Capucon, den wir in diesem Konzert als Artist in Residence begrüßen. Strauss wiederum hatte mit Zarathustra sicher auch das bekannte Werk Nietzsches im Blick, sagte aber selbst, dass ihn vor allem Fausts Beschwörung des Erdgeistes zu dieser sinfonischen Dichtung inspiriert habe. Den meisten ist der Beginn jedoch als Filmmusik zu Kubricks "Odyssee im Weltraum" bekannt. Narong Prangcharoen wiederum gehört zu den erfolgreichsten Komponisten Südostasiens, in seiner neuesten Komposition dreht sich alles um die Wechselwirkung von Licht und Schatten.
    16 min
  • Bruckner 5 | Konzerteinführung Digital
    Die Sinfonien Anton Bruckners ziehen sich wie ein roter Faden durch Marek Janowskis Zeit als Chefdirigent der Dresdner Philharmonie. Mit Bruckners Achter ist er 2003 vom Orchester weggegangen, mit der Achten ist er 2019 wiedergekommen, und die Fünfte hat er ausgewählt, um endgültig als Orchesterchef Abschied zu nehmen. "Äußerst anspruchsvoll für jeden Dirigenten" nennt er sie, und, so muss man hinzufügen, auch für das Orchester ist sie eine Herausforderung. Und da Janowski Kontraste in seinen Programmen liebt, hat er Bruckner die "Illuminations" von Benjamin Britten an die Seite gestellt. Die zehn Vertonungen von Gedichten Arthur Rimbauds singt Hanna-Elisabeth Müller, die das Philharmonie-Publikum zuletzt in Bethovens Missa solemnis erleben konnte.
    20 min
  • Dvořák Cellokonzert | Konzerteinführung Digital
    "Ein Stück Holz, das oben kreischt und unten brummt" - keine sehr schmeichelhafte Beschreibung für ein Violoncello! Sie stammt von Antonín Dvořák selbst, der das Cello eigentlich nicht so sehr mochte. Bis er in New York das Cellokonzert des Amerikaners Victor Herbert hörte.… Es inspirierte ihn zu einem der schönsten Cellokonzerte überhaupt. Bei uns spielt es der Spanier Pablo Ferrandez, der zweifellos zu den arriviertesten Cellisten weltweit gehört und dieses Konzert besonders liebt. Und wir bleiben im Norden - Jean Sibelius war immer auf der Suche nach dem perfekten Klang. So unerbittlich, dass er drei Anläufe brauchte, um seine Fünfte Sinfonie zu vollenden. Ein "Ringen mit Gott" nannte er das selbst. Gelohnt hat es sich allemal, das Werk ist geradezu ein Feuerwerk musikalischer Ideen.
    15 min

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Sich auf die Werke des anstehenden Programms, ihre kompositorischen Eigenheiten, ihre Einordnung in die Musikgeschichte und das Schaffen der Komponisten vorzubereiten, vertieft das musikalische…

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