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Was wir Einzelne und die Politik strukturell jetzt tun müssen
Angesichts der immer deutlicher spürbaren, durch Menschen verursachten ökologischen Veränderungen scheint die Zeit der »Wenden« gekommen zu sein: Begriffe wie Klima- oder Energiewende, Ernährungs- und Agrarwende, demografische Wende oder Verkehrswende bevölkern vermehrt die öffentliche Debatte. Sarah Wiener ist Köchin, Grüne EU-Abgeordnete, Unternehmerin, Stiftungs-Gründerin, Imkerin und Bio-Landwirtin und setzt sich in besonderem Maße für eine Ernährungs- und Argarwende ein. Ihr ganzes Leben dreht sich um die Qualität von Lebensmitteln und wie sie hergestellt werden. Im neuen Körber-Kurzpodcast »Gesellschaft besser machen« verrät sie was eine gesunde und nachhaltige Ernährung ausmacht, warum Fleischersatzprodukte nicht die nachhaltigste Wahl sind und ob wir als Individuen überhaupt einen Einfluss auf die großen politischen Wenden unserer Zeit haben.
Das Gespräch entstand anlässlich der Konferenzreihe »Hamburger Horizonte« zum Thema »Bitte wenden!« mit Diskussionen über gegenwärtige und zukünftige politische und gesellschaftliche Wenden.
www.hamburger-horizonte.de
Über musikalische Allianzen in einer globalisierten Welt
Sven Kacirek ist ein Wanderer zwischen unterschiedlichsten musikalischen Welten. Besonderen Einfluss auf seine Musik hat seine tiefe Verbundenheit mit Ostafrika. Der Hamburger reflektiert in dem Podcast »Gesellschaft besser machen« mit Diana Huth aber auch nachdenklich über seine Rolle in den Projekten auf dem afrikanischen Kontinent und erläutert, warum er an erster Stelle seine Rolle als Zuhörer und Ermöglicher versteht und sich nicht in den Vordergrund drängt.
Als Solokünstler wiederum gestaltet er am liebsten alles selbst und gewährt im Gespräch Einblicke in sein vielseitiges Schaffen als Musiker. In seiner Arbeit stehen seine kindliche Neugier und sein unermüdlicher Forschergeist im Mittelpunkt.
Gesellschaftliche Prozesse begeistern ihn dabei gleichermaßen wie die Musik. In seinem Projekt »Colonialism – a Musical Oral History Performance for Children« widmet er sich gemeinsam mit der Geschichtenerzählerin Wangari Grace der Entwicklung einer neuen Narrative für die Geschichte des Kolonialismus in einer postkolonialen Welt und spricht dabei besonders die Lücken und Defizite in unserem Bildungssystem an.
»Ich finde, dass sich durch die digitale Vernetzung kulturelle Allianzen bilden, die mit dem Ort nicht mehr so viel zu tun haben«, erläutert Sven Kacirek. Er ist der Meinung, dass Musikkulturen nicht mehr nur aufgrund ihrer lokalen Herkunft stilisiert und definiert werden können, sondern maßgeblich durch globale Einflüsse geprägt sind. Aufgrund dessen ermutigt er dazu, unser »Ohr zur Welt« entdeckerisch und neugierig zu öffnen.
Konzertmitschnitt »Ohr zur Welt: Sven Kacirek & Fhunyue Gao« vom 12.11.2021 im KörberForum
Wer an unserer Gesellschaft teilhaben und sie mitgestalten möchte, braucht digitale Kompetenzen, in Zukunft gilt das noch einmal mehr als heute. Wer programmieren kann, hat dabei quasi Superkräfte – außerdem natürlich großartige Berufsaussichten. Deswegen ist es so wichtig, Kinder und Jugendliche an das Thema heranzuführen und sie zum Ausprobieren zu ermutigen. Das macht die EU Code Week, die in ganz Europa Kinder und Jugendliche zum tüfteln, hacken und coden motiviert. In Hamburg bieten während der Code Week mittlerweile über 50 Organisationen Programm an. Eine davon ist die Bildungsinitiative App Camps, schon seit mehreren Jahren dabei. Diana Knodel, Gründerin von App Camps, erzählt von ihrem Engagement und wie es gehen kann, Begeisterung fürs Programmieren zu wecken.
mehr Informationen zur Code Week in Hamburg und Deutschland
Immer mehr junge Menschen wollen sich für politische, soziale und ökologische Ziele einsetzen. Nur welches Engagement kann tatsächlich Veränderungen herbeiführen? Wie radikal muss es sein? Wann wird aus politischem Protest politisches Handeln? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Raúl Krauthausen und Benjamin Schwarz in ihrem gemeinsamen Buch »Wie kann ich was bewegen?« (Edition Körber 2021). Im Gespräch mit Diana Huth erzählt der Inklusionsaktivist Raúl Krauthausen von den Erfahrungen, Erfolgen und Niederlagen von Deutschlands bekanntesten Aktivist:innen, zu denen er selbst seit Jahrzehnten zählt.
Mehr Informationen über »Wie kann ich was bewegen?« von Raúl Krauthausen
Der Sinologe Klaus Mühlhahn spricht in der aktuellen Folge des History & Politics Podcasts über die innere und äußere Zerrissenheit Chinas und die Rolle des Landes in der Entstehung des globalen Kapitalismus.
Welche Bedeutung haben Fremdherrschaft und Demütigungen in der Vergangenheit für China heute? Wie lautet das chinesische Wort für »nationale Scham«, und was hat das unter Umständen mit der neuen Seidenstraße zu tun? Wie lässt sich der Drahtseilakt zwischen Öffnung und Isolation, der China bis heute prägt, historisch verorten?
Diese Folge ist der erste Teil der neuen Podcast-Serie “Das Imperium schlägt zurück”. In diesem Themenschwerpunkt schauen wir auf die Nach- und Nebenwirkungen imperialer Vergangenheiten.
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Die russische Zivilgesellschaft befindet sich seit längerem im Würgegriff ihrer Regierung. Die Bürgerrechtlerin und Historikerin Irina Scherbakowa aus Moskau setzt sich seit Jahrzehnten insbesondere für einen offenen Umgang mit der russischen Geschichte ein. Mit der Nichtregierungsorganisation Memorial unterstützt sie die gesellschaftliche Aufarbeitung der Gewalttaten des 20. Jahrhunderts und des Stalinismus im Land. Mit einem landesweiten Schülerwettbewerb ermutigt Memorial bisher jedes Jahr Schülerinnen und Schüler, Familiengeschichte zu recherchieren und Erinnerungskultur zu gestalten. Im Gespräch mit Diana Huth erzählt sie vom wichtigen, immer schwieriger werdenden Kampf der russischen Zivilgesellschaft ums Überleben.
Das Gespräch entstand anlässlich des 20-Jährigen Jubiläums des Geschichtsnetzwerks EUSTORY der Körber-Stiftung kurz nach der russischen Parlamentswahl im September 2021.
Beinahe unbemerkt sind fünfzig Jahre seit dem Kniefall von Warschau und dreißig Jahre seit der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags vergangen – beide bedeutende Wegmarken einer Versöhnungspolitik, die Deutschland und Polen gestärkte Rollen innerhalb Europas ermöglichte. Der Historiker Krzysztof Ruchniewicz erläutert, wie der Dialog das Verhältnis beider Nachbarn stärken kann: Von einer Überwindung der aktuellen politischen Irritationen bis zu gemeinsamen Zukunftsprojekten wie dem geplanten Polendenkmal in Berlin.
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Dafür erhält die britische Chemikerin von der Universität Cambridge den mit einer Million Euro dotierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2021.
Clare Grey leistet Pionierarbeit bei der Optimierung von Batterien. Ihre Forschung trägt dazu bei, das von der Europäischen Union erklärte Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Mit Diana Huth unterhält sich die Spitzenwissenschaftlerin darüber, warum es nicht clever ist, seinen Handyakku in der prallen Sonne liegen zu lassen, dass Zitronen-Batterien ein Mythos sind und warum Akkus so wichtig für unsere Zukunft sind.
Das Preisgeld will Grey für den Ausbau ihrer Forschung verwenden – vor allem, um eine neue Methode zu etablieren, die bestimmte Fehler in Batterien erfasst, bevor sie ernsthafte Probleme verursachen. Zudem möchte sie das Geld nutzen, um ihre Arbeit bekannter zu machen.
mehr Infos zu Clare Grey
Der Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft zeichnet jährlich herausragende in Europa tätige Wissenschaftler:innen für den deren zukunftsträchtige Forschungsarbeiten aus. Von den mit Spitzenwissenschaftler:innen aus ganz Europa besetzten Gremien ausgewählt und prämiert werden exzellente und innovative Forschungsansätze mit hohem Anwendungspotenzial.
Spannende Momente und Entwicklungen des Buchmarkts
Mit ihren Sachbüchern will die Edition Körber an den gesellschaftlichen Debatten teilnehmen. Doch wie ist die Rolle von Sachbüchern in einer zunehmend digitalisierten Welt zu bewerten? Der Journalist und Fernsehredakteur Christoph Bungartz ist sich sicher: Ohne Sachbücher könnten wir die leitenden und aktuellen Fragen der Gesellschaft gar nicht führen.
Anlässlich des 25-jährigen Verlagsjubiläum der Edition Körber sprach Diana Huth mit dem Leiter der Abteilung für Kultur- und Wissenschaftsmagazine beim NDR Fernsehen, Christoph Bungartz: »Sachbücher sind zwar langsamer, im guten Sinne nachdenklicher«, legen aber mit ihrer gründlichen Recherche, ihren pointierten Thesen und den nötigen Grundkenntnissen erst die Voraussetzung für jede gesellschaftliche Diskussion. Damit setzen sie einen beruhigenden Gegenpol zur heute üblichen schnellen Meinung, so Bungartz. Mehr über das Verhältnis von Büchern zu anderen Medien, über Lieblingsbücher und die Begegnung mit Autor*innen gibt es in dieser Folge des Podcasts »Gesellschaft besser machen«.
Aeham Ahmad spielt am Klavier mit den Grenzen europäischer und orientalischer Musik und geht darüber hinaus
Über musikalisches Chaos, Brücken bauen und die Bedeutung von Herkunft und Heimat
Aeham Ahmad bewegt sich zwischen musikalischen Welten und fühlt sich genau dort, im Spannungsfeld zwischen westlicher und orientalischer Musik zu Hause. Wo die klassische Klavierausbildung (Ahmad lernte u.a. am Konservatorium in Damaskus und studierte später an der Baath-Universität in Homs) auf seine palästinischen Wurzeln trifft und Bach-Fugen auf orientalische Harmonik treffen, entsteht genau das musikalische Chaos, indem sich Ahmad am wohlsten fühlt. Er, der selbsternannte Brückenbauer zwischen zwei Welten: »I try to create a bridge between the cultures, a bridge between western music and oriental music.«
Der aus Yarmouk geflüchtete Ahmad gewährt uns im Gespräch mit Diana Huth Einblicke in seine neue (deutsche) Gefühlswelt, hält uns Hörerinnen und Hörer so auf charmante Art den Spiegel vor und beschreibt, vor welchen Herausforderungen die in Syrien lebenden Menschen stehen.
Aeham Ahmad nimmt uns mit auf seine Reise zwischen Welten und Zukunftsplänen, in denen er die Gesellschaft besser machen wird.
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