Unternehmensgruppen können durch die sogenannte umsatzsteuerliche Organschaft Verwaltungsaufwand reduzieren. Mehrere rechtlich selbstständige Gesellschaften werden dabei für die Umsatzsteuer wie ein einziges Unternehmen behandelt. Wird eine Organschaft jedoch falsch beurteilt, können erhebliche Steuernachforderungen, Rückabwicklungen und Haftungsfragen entstehen.
Kathrin Feil, Head of Indirect Tax bei KPMG, und Rainer Weymüller, ehemaliger Vorsitzender Richter am Finanzgericht München und externer Berater bei KPMG, erklären, wann eine umsatzsteuerliche Organschaft vorliegt, welche Entwicklungen die Rechtsprechung geprägt haben und welche Änderungen das Jahressteuergesetz 2026 vorsieht.
Im Mittelpunkt steht das geplante Erklärungsverfahren: Künftig soll eine Organschaft nur noch auf ausdrückliche Erklärung gegenüber dem Finanzamt entstehen. Ob das tatsächlich mehr Rechtssicherheit ermöglicht, diskutieren Feil und Weymüller in dieser Folge.
Themen der Folge
• Wann liegt eine umsatzsteuerliche Organschaft vor?
• Welche Rolle spielen finanzielle, wirtschaftliche und organisatorische Eingliederung?
• Was sagen aktuelle Urteile des Bundesfinanzhofs?
• Welche Folgen haben Innenleistungen zwischen verbundenen Unternehmen?
• Was ändert das neue Erklärungsverfahren nach § 2c UStG?
• Welche Haftungs- und Rückabwicklungsrisiken bleiben bestehen?