Im Februar und März beschäftigt sich das Kulturjournal auf Bayern 2 in mehreren Folgen mit Fragen der Gerechtigkeit, beziehungsweise der Ungleichheit in unserer Gesellschaft. Am 20. Februar widmen sich die Diskutierenden den Lebensbedingungen der Künstlerinnen und Künstler in Deutschland. So verdienen hauptberuflich im Bereich der Bildenden Kunst Tätige gerade einmal 37 000 Euro pro Jahr, obwohl die Medien doch immer wieder über Rekordpreise bei Kunstauktionen berichten. Aber die Erfolge Einzelner überdecken hier das Elend der Mehrheit. Textdichter von Musiktheaterstücken landen zum Beispiel bei durchschnittlich gerade einmal 21 000 Euro pro Jahr. Viele leben von den Einkünften ihrer Lebenspartner. Oder sie brauchen selbst einen Brotberuf. Wie viel Kraft bleibt aber dann noch für die Kunst? Eine Diskussion mit Dagmar Schmidt vom Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Deutschland (BBK) und dem Soziologen Michael Hirsch von der Uni Siegen.
Die Villa Massimo in Rom bietet dagegen den Idealtypus einer generellen Kulturförderung. Hier lädt die Bundesrepublik Deutschland jeweils für zehn Monate Kreative aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Musik und Literatur ein, um dort im Rahmen eines Stipendiums und ohne Leistungsdruck frei arbeiten zu können. Natürlich sollen sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten von der ewigen Stadt anregen lassen und sich auch gegenseitig befruchten. Flora Roenneberg machte vor Ort einen Praxistest.