Neubauten sind nicht immer schöner als ihre Vorgänger. Jahre später wird dann deutlich, wie sehr die Bevölkerung von Städten die alten Häuser den neuen vorgezogen hatte. Daraus versuchte das französische Architektenpaar Anna Lacaton und Jean-Philippe Vassal seit ihrem Studium zu lernen: Sie bevorzugen immer den Umbau des Alten. Und sie schaffen nach ihrem Motto "Weniger ist mehr" besonders schöne Wohnräume für einkommensschwächere Schichten. Dafür bekamen die Architekten 2021 den Pritzkerpreis, den "Nobelpreis für Architektur". Das Kulturjournal stellt die Preisträger vor. Manchmal reicht ein wenig bunte Farbe, um aus einer grauen Umgebung eine spannendere zu machen. In den späten 70er, frühen 80er Jahren galten in Deutschland die Graffiti-Künstler allerdings noch als "Schmierer", ihre Werke als Sachbeschädigung. Seither hat keine Kunstform eine so rasante Entwicklung genommen wie die Street Art. Die Szene brachte Weltstars wie Keith Haring, Jean-Michel Basquiat oder Banksy hervor. Heute werden Sprayer offiziell bestellt, um graue Stadtviertel bunter und freundlicher zu machen. Das Kulturjournal spricht mit Loomit, dem bekanntesten deutschen Street Artist.
Venedig machte in den vergangenen 18 Monaten einen fundamentalen Wandel durch. Durch die Pandemie wurde aus einem Kulturort, der von "Overtourism" bedroht war, eine stille Oase der Einheimischen. Das Kulturjournal besucht die in der Lagunenstadt lebenden deutschen Autoren Hanns-Josef Ortheil und Petra Reski. Und erzählt dabei die Kulturgeschichte Venedigs.