Kulturplatz

Kulturplatz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kulturplatz episodes

  • Klimaveränderung – Wie gelingt der nötige Kulturwandel?
    Nebst Corona stellt sich der Menschheit eine zweite globale Herausforderung: die Klimaerwärmung. Nun präsentiert Bill Gates in einem Buch Lösungen. Können sie einen Kulturwandel herbeiführen? Nina Mavis Brunner trifft einen weltweit renommierten Klimaforscher: den Schweizer Thomas Stocker.
    Thomas Stocker ist Präsident des Oeschger-Zentrums an der Universität Bern. Das Institut, das nach dem hiesigen Klimaforschungspionier Hans Oeschger benannt ist, untersucht interdisziplinär die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels. Dabei habe sich gezeigt, so der Professor der Klima- und Umweltphysik, dass es «zwei vor zwölf» sei.
    Bill Gates teilt diese Einschätzung. Das Buch des Microsoft-Gründers will deshalb eine Art Rettungsplan bieten und adressiert sich an Politik, Wirtschaft und Forschung, aber auch an das Individuum, also an uns alle.
    «Kulturplatz» arbeitet die wichtigsten Erkenntnisse heraus – aus der Warte seines jüngsten Redaktionsmitglieds. Es ist Mitte Zwanzig und gehört damit zu einer Generation, die besonders von der Klimaerwärmung betroffen sein wird. Wie stehen junge Menschen zu Gates’ Leitfaden? Und was sagt Thomas Stocker zu den Lösungsvorschlägen?
    Mit dem Klima-Experten, der regelmässig an Expeditionen in eisige Regionen teilnimmt, blickt Moderatorin Nina Mavis Brunner anschliessend ins norwegische Spitzbergen. Dort zeitigen die erhöhten Temperaturen bereits gravierende Folgen, wie Line Nagell Ylvisåker in ihrem Buch «Meine Welt schmilzt» berichtet.
    Aber auch in der Schweiz gilt es, der Natur Sorge zu tragen. Dies tut der Klangkünstler Jul Dillier auf eigentümliche Weise. Er erachtet die Natur als Inspirationsquelle für sein Schaffen, mit dem er wiederum sein Publikum inspirieren möchte – nicht zuletzt in pandemischen Zeiten. Wie der Obwaldner dies bewerkstelligt, zeigt die letzte Folge der Porträtserie «Kultur-Kick», in der Kulturschaffende Projekte vorstellen, die wegen des coronabedingten Shutdowns nicht die ihnen gebührende Öffentlichkeit erhalten.
    Dies alles ergibt einen «Kulturplatz», der in garstige Gefilde eintaucht. Nina Mavis Brunner folgt Thomas Stocker in ein Labor, das zu Forschungszwecken eine Raumtemperatur von minus 24 Grad aufweist.
    32 min
  • Stigma Einsamkeit
    Ein Drittel der Schweizerinnen und Schweizer fühlt sich einsam. Doch fast niemand redet darüber. Denn Einsamkeit bedeutet auch Scham. Sie isoliert und Corona verstärkt diese Isolation noch. Wie sieht Einsamkeit heute aus und wie können wir damit umgehen? «Kulturplatz» über ein Tabu unserer Zeit.
    Einsamkeit – Ein Fluch unserer Zeit
    In Zeiten, in denen «soziale Distanz» ein Solidaritätszeichen ist, hat die Einsamkeit Hochkonjunktur. Doch schon vor der Pandemie war sie weit verbreitet. 2017 sagte mehr als jede dritte Person in der Schweiz über sich selbst, sie fühle sich einsam. Die Briten schufen 2018 ein Ministerium für Einsamkeit. Die britische Professorin und Ökonomin Noreena Hertz ist davon überzeugt, dass wir in einem Zeitalter der Einsamkeit leben. Auch in der Kunst ist das Thema angekommen: Die deutsche Autorin Thea Dorn liefert dazu den Roman der Stunde, «Trost», eine Geschichte von Abschied und Einsamkeit. «Kulturplatz» zeigt, wo die Einsamkeit besonders stark verbreitet ist und welche Initiativen und Projekte es gibt, um zu helfen.
    Chopin – Briefe an seinen Geliebten
    Auch er war wohl ziemlich einsam, denn vieles deutet darauf hin, dass die grosse Liebe von Polens «Nationalheiligem» Frédéric Chopin ein Mann war. Radio SRF 2 Kultur Musikredaktor Moritz Weber stiess während des ersten Corona-Shutdowns auf zahlreiche Ungereimtheiten in einer Chopin-Briefesammlung. Seine Recherchen lösten weltweite Reaktionen aus. Und das Chopin-Institut in Warschau gab sich empört.
    Denn in Polen wettert momentan die nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit PiS gegen Abtreibungen, Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender.
    Frag Nicht – Die Basler Band feiert ihre neue Platte im «Kulturplatz»
    Die Basler Band «Frag Nicht» musste zweimal ihren Auftritt zur Taufe der neuen Platte absagen. Dabei hätten sie mit dem Song «Eisberg» einen spielerischen, witzigen Kommentar zur Klimaveränderung parat. Gepaart mit einem Sound, der an Bands der Neuen Deutschen Welle erinnert. Nun zeigen sie im «Kulturplatz», was eigentlich für die Clubs geplant war.
    28 min
  • Von Pionierinnen und Role Models: 50 Jahre Frauenstimmrecht
    «Kulturplatz» besucht mit Schauspielerin und Parodistin Birgit Steinegger die Ausstellung «Frauen ins Bundeshaus!» im Historischen Museum Bern und blickt mit Politaktivistin Flavia Kleiner zurück auf den Kampf ums Frauenstimmrecht. Weiter: Die Symbolkraft von Kamala Harris für Frauen in der Politik.
    Schneckentempo: 100 Jahre Kampf für das Frauenstimmrecht
    Am 7. Februar 2021 feiert die Schweiz einen Meilenstein in ihrer Geschichte: Zum 50. Mal jährt sich die Einführung des Frauenstimm- und Wahlrechts. Bis es soweit war, kämpften die Schweizer Frauen über 100 Jahre. Ein Blick in die jüngere Geschichte mit der Historikerin und Co-Initiantin von «Helvetia ruft!» Flavia Kleiner.
    Das Männerstimmrecht hinterfragt: Spoken-Word-Literatin Stefanie Grob
    Sie ist die schnellste Bernerin der Welt: Autorin Stefanie Grob lässt sich witzig und bissig über das Land aus, das als eines der letzten demokratischen Länder der Welt das Frauenstimmrecht eingeführt hat. Und sie ist, gemeinsam mit ihrer Tochter, SRF Kultur-Kick Gewinnerin: Hannah-Lynn Grob ist Jungautorin und hat als 12-Jährige ihr erstes Buch publiziert.
    Symbolkraft für Frauen in der Politik: Kamala Harris
    Kamala Harris hat das Zeug zum strahlenden Rollenvorbild für kommende Generationen von Frauen. Die erste Vize-Präsidentin der USA, Tochter indischer und jamaikanischer Einwanderer, ist selbstbewusst, stark, intelligent und hat sich bis ganz oben durchgesetzt. Fast ganz. Wird sie die erste Präsidentin der USA werden? Eine soeben erschienene Biografie folgt Harris’ Aufstieg zum Ruhm.
    31 min
  • Solothurner Filmtage Corona-Edition
    Die traditionsreiche Werkschau des Schweizer Films findet 2021 online statt. Was bedeutet das für die Macher und das Publikum? Eva Wannenmacher ist in die ungewohnt menschenleere Aarestadt gepilgert, um mit Direktorin Anita Hugi die brennendsten Fragen zu klären.
    «Die Solothurner Filmtage kommen zu Ihnen nach Hause!» Klingt nicht schlecht, was das Programmheft der 56. Ausgabe verspricht: «Täglich startet eine Auswahl von rund 20 neuen Schweizer Filmen auf unserer Website. Dazu finden Live-Gespräche und Begegnungen mit Filmschaffenden statt – dieses Jahr direkt in Ihrem Wohnzimmer.»
    Doch funktioniert das wirklich reibungslos? Was davon ist zukunftsweisend? Und was vermisst das Stammpublikum? «Kulturplatz»-Redaktorin Sandra Steffan unterzieht als langjährige Solothurn-Besucherin die erste digitale Edition der Filmtage von zuhause aus dem Härtetest.
    36 Premieren sind in der aktuellen Werkschau des Schweizer Films zu sehen. Darunter befinden sich auffällig viele Erstlingswerke, die auf den Hauptpreis der neugeschaffenen Sektion «Opera Prima» hoffen dürfen. Zum Beispiel «Amazonen einer Grossstadt» von Thaïs Odermatt. Die Stanser Regisseurin porträtiert darin drei Frauen, die für ihr eigenes Bild von Weiblichkeit kämpfen. Ohne falsche Rechtfertigungen und ohne faule Kompromisse.
    Ebenfalls um eine selbstbestimmte Identität ringt die blutjunge Titelheldin von «Ale», einer packenden Wrestling-Doku, die mit vollem Körpereinsatz um den Publikumspreis gerungen hat. «Kulturplatz» erklärt, wieso sogar Sportmuffel von diesem Kinofilm über eine 19-jährige Fighterin begeistert waren. Und fasst zusammen, wer in Solothurn schlussendlich welche Trophäe mit nach Hause nehmen durfte.
    Auch ausserhalb des Wettbewerbs prägten Kämpferinnen die diesjährigen Filmtage massgeblich. Zum Beispiel all diejenigen, die dafür sorgten, dass das Frauenstimmrecht – nach langem hin und her – 1971 endlich hierzulande eingeführt wurde.
    Pünktlich zum 50-Jahr-Jubiläum ehrte Solothurn sieben Regisseurinnen, die nach dem politischen Durchbruch Schweizer Filmgeschichte schrieben. In der Sparte «Panorama» sorgten zudem zwei neue Dokus für Gesprächsstoff: «Das katholische Korsett – oder der mühevolle Weg zum Frauenstimmrecht» und «De la cuisine au parlament: Edition 2021». Wohl bekomm’s!
    31 min
  • Pia Zanetti – Ein Leben in Bildern
    Sie war eine der ersten Fotoreporterinnen der Schweiz – eine engagierte und mutige Pionierin, die Kriegs- und Krisengebiete bereiste. Heute ist Pia Zanetti 77 Jahre alt und kein bisschen müde. Mit Eva Wannenmacher blickt sie in der Fotostiftung in Winterthur auf ihre Bilder und ihr Leben zurück.
    Ausserdem in der Sendung:
    10 Jahre Arabischer Frühling: Vor zehn Jahren wurde der Tahrir-Platz in Kairo zum Epizentrum einer Freiheitsbewegung. Die Rebellion wich jedoch bald der Repression. Aber nicht alle Stimmen von damals sind verstummt: «Kulturplatz» trifft Aktivistinnen und Aktivisten, die heute der Gefahr widerstehen und Verhaftung und Zensur trotzen.
    Farbenblindheit im Film: In der auch in der Schweiz überaus populären Netflix-Serie Bridgerton spielen schwarze Darsteller weisse Figuren. Das «colorblind casting» soll verhindern, dass die Rasse zu einem Kriterium bei der Rollenbesetzung wird. Die Praxis ist nicht unumstritten, aber sie stellt die berechtigte Frage, wie bewusst man auf der Leinwand mit der Diversität umgeht – auch in der Schweiz.
    Kultur-Kick mit Schertenlaib & Jegerlehner. Das Kabarettisten-Duo ist seit Jahren bekannt für seine wortwitzigen, multi-instrumentalen Bühnenprogramme. Auch in Zeiten von Corona räumen die beiden die Bühne nicht, sondern teilen sie gar noch: mit diversen Kulturschaffenden, die sie zu Live-Streams einladen.
    32 min
  • Helden des Alltags
    Was, wenn der Alltag nicht aus Selbstverständlichkeiten besteht, sondern aus Barrieren? Wenn man um seinen Platz in der Gesellschaft kämpfen muss? Menschen wie Christoph Keller erleben das tagtäglich. Eine Sendung mit dem preisgekrönten Schriftsteller, der sich selbst als Superheld bezeichnet. Helden auf ihre Art sind auch die Menschen, die in Beirut leben. Dreimal wurden sie in der jüngsten Vergangenheit vom Schicksal getroffen: erst die heftigen Proteste gegen die korrupte Regierung, dann die Coronakrise, die sich im verarmten Land besonders desaströs auswirkte, und schliesslich die Explosion im Hafen von Beirut, die nicht nur ganze Stadtteile zerstörte, sondern auch das Kulturleben Beiruts mitten ins Herz traf. Gerade Beirut ist eine Stadt, in der Kultur ein Überlebenselixier ist. Eine Reportage über das Leben zwischen den Trümmern, in dem sich Hoffnung und Verzweiflung die Waage halten.
    Seit Corona hat sich das Leben merklich verkompliziert: Barrieren und Hindernisse überall. Homeoffice, Online-Unterricht, Social Distancing, und der daraus wachsende, grosse Wunsch nach Gemeinschaft – all das stellt unsere gebaute Umwelt auf den Prüfstand. Pandemien haben auch eine Auswirkung auf den Städtebau. Architektinnen und Stadtplaner fragen sich: Wie muss eine Stadt gestaltet sein, damit man darin den nächsten Shutdown gut übersteht? Was tun mit den Bürogebäuden, wenn sie durch permanentes Homeoffice nicht mehr gebraucht werden?
    Und schliesslich: Eine musikalische Heldin, die endlich ihre verdiente Anerkennung bekommt. Erika Stucky spannt in ihrem Leben und in ihrer Musik einen weiten Bogen: von Kalifornien bis ins Oberwallis, von Avantgarde bis zum traditionellen Jodel. Jetzt hat sie den Schweizer Musikpreis gewonnen.
    28 min
  • mit Patent Ochsner am Openair Blausee
    Während die Schweiz rätselt, wie in Coronazeiten Grossanlässe sicher durchzuführen wären, startet die Kultband Patent Ochsner Openair-Konzerte beim Blausee. Ein Rockact mit Masken und Abstandsregeln? Eva Wannenmacher sondiert die Herausforderungen und Massnahmen. Während die Schweiz noch rätselt, wie künftig kulturelle Grossanlässe sicher durchzuführen wären, startet die Kultband Patent Ochsner Openair-Konzerte für jeweils 1000 Fans am Blausee im Berner Oberland. Wird dieser grosse Freiluft-Act eine Maskenparty mit Fiebercheck und Abstandsregeln? Wie gestaltet sich ein Openair unter Corona-Schutzbedingungen konkret? Eva Wannenmacher spricht mit Bandleader Büne Huber, sondiert die Herausforderungen und lotet die Stimmung unter freiem Himmel aus.
    Digitalmultis wie Amazon, Google & Co sind die grossen Gewinner der Coronakrise, ihre Umsätze und Gewinne steigen fulminant. Dies während viele andere Geschäfte schliessen, Menschen ihre Arbeit verlieren und die Staaten sich enorm verschulden. Der Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Zucman nennt es den «Triumph der Ungerechtigkeit».
    Corona verschärft den Disput um die Steuergerechtigkeit zusätzlich. Doch die EU ist zerstritten, erst vereinzelt führen Staaten wie Frankreich und Österreich im Alleingang Digitalsteuern ein. Nötig wäre jedoch internationale Koordination. Wie positioniert sich die Schweiz in dieser Gemengelage?
    Trotz coronabedingter Touristenflaute: Wie alle zwei Jahre eröffnet in Vevey VD das internationale Festival Images, mit hochkarätigen Fotografieausstellungen, verstreut über die halbe Stadt. Gelingt es den Organisatoren, unter dem etwas schwammigen Motto «Unexpected. Le hasard des choses» (zu Deutsch: «Unerwartet. Wie es der Zufall will») ein breites Publikum anzulocken, wie dies bei den letzten Ausgaben jeweils gelang?
    Nachdem Cannes und Locarno wegen der Pandemierestriktionen kleine Brötchen backen mussten, versucht nun Venedig als erstes der grossen Filmfestivals, mit einem Vollprogramm nahtlos an die glamouröse Vergangenheit anzuknüpfen. Doch der Restart gestaltet sich harzig, das Programm und die Gästeliste erreichen bei Weitem nicht die gewohnte Qualität. Am meisten Interesse dürfte «I Am Greta» wecken, der Dokumentarfilm über die schwedische Vorkämpferin der globalen Klimaaktivisten.
    29 min
  • 50 Jahre Schweizer Frauenfussball
    1970 wurde die erste Schweizer Frauenfussball-Liga gegründet. Seitdem ist einiges ins Rollen gekommen – und die Forderungen nach mehr finanziellen Mitteln und stärkerer medialer Präsenz sind gewachsen. «Kulturplatz» am Ball mit starken Frauen. Heute ist das kaum mehr vorstellbar, aber im Jahr 1970 war es eine Revolution: Junge Frauen rebellierten dagegen, dass nur Knaben und Männer Klubfussball spielen durften, und gründeten eine eigene Liga. Seit 50 Jahren ist einiges geschehen, der Frauenfussball spielt heute eine ganz andere Rolle. Der Weg aber war steinig und geprägt von Verachtung, Sexualisierung und Skandalisierung.
    Und der Kampf der Fussballerinnen um Chancengleichheit ist längst nicht zu Ende: Die Frauen fristen weiterhin ein Dasein im mächtigen Schatten der Männer. Das Ringen der Fussballerinnen um öffentliche Anerkennung, sportlichen Erfolg und ein minimales finanzielles Auskommen ist auch 50 Jahre nach der Gründung der Schweizer Frauenfussball-Liga in vollem Gang. Und auch beim Schweizer Fernsehen geht etwas: Neu werden ausgewählte Spiele der Women’s Super League gezeigt.
    Ausserdem:
    – Sarah Akanji – Ein Gespräch mit der wohl bekanntesten Schweizer Fussballspielerin.
    – Big Zis – Die Zürcher Rapperin ist zurück mit einer ordentlichen Portion Feminismus.
    – Rebecca Solnit – Die grosse amerikanische Intellektuelle blickt auf 40 Jahre Emanzipation zurück.
    – Florentina Holzinger – Die österreichische Choreographin tanzt Anti-Ballett.
    28 min
  • Ursus & Nadeschkin testen im Circus Knie: Humor in Corona-Zeiten
    Das Clownduo Ursus & Nadeschkin ist zurück in der Manege: 2002 sorgten die beiden Kleinkünstler im Circus Knie für wahre Lachsalven. Doch dieses Jahr ist ihr Engagement ein veritabler Ritt. Wegen Covid-19 sind maximal 1000 Menschen im Zelt. Das Publikum trägt Masken. Kann das gut gehen? Zwei Tage vor der Premiere wurde der Lockdown ausgerufen. Jetzt endlich, mit fünfeinhalb Monaten Verspätung, startet der Schweizer Nationalcircus Knie am 4. September in Bern doch noch seine Tournee – wenn auch eine verkürzte. So etwas gab es noch nie. Was die Krise für die Familie Knie und ihre über 200 Mitarbeitenden bedeutet, fragt «Kulturplatz» den Patron Fredy Knie jun.
    Maskenpflicht herrschte auch bei der feierlichen Eröffnung des renovierten und erweiterten Stadtcasinos Basel, dessen Musiksaal zu den zehn besten der Welt gehört. Damit die exzellente Akustik erhalten bleibt, arbeiteten die Architekten Herzog & de Meuron und der Akustikspezialist Karlheinz Müller arbeiteten Hand in Hand. Ein Weltnovum: die neue Fairtrade-Orgel.
    Und: Während des Lockdowns wurde Kochen in vielen Haushalten wieder zur Tradition. Umso mehr ins Gewicht fiel der Verzicht, gemeinsam mit Freunden und Bekannten das Gekochte zu geniessen. Dass Kochen und Essen eine gesellschaftliche, aber auch politische Dimension haben, wissen besonders auch die Baselbieter Kunstköchin Sandra Knecht und die Filmemacherin und Autorin Doris Dörrie, die in ihrem neuen Buch die Welt auf den Teller bringt – und das nicht erst seit Corona.
    29 min
  • Digitale Schule – Segen oder Fluch?
    Der Lockdown hat es gezeigt: Die Digitalisierung der Schulen schreitet voran. Doch auch der Widerstand wächst: Der Klassenraum würde zum Büro und die Schule sei das neue Mekka der Überwachungspädagogik, so die Gegnerinnen und Gegner. Zündstoff pur. Nach den Sommerferien ist nun wieder im ganzen Land Schule im Klassenzimmer angesagt. Viel wurde vor dem Start diskutiert, ob mit oder ohne Maske. Dabei ging eine zentrale Frage beinahe vergessen: Was hat die Schule nach dem Corona-Lockdown in Sachen Digitalisierung gelernt? Die Wochen im Fernunterricht waren eine Herausforderung für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für das Lehrpersonal. Alle mussten sich innert kürzester Zeit in neue digitale Kommunikations- und Lehrmittel einarbeiten. Wie gut ist das gelungen und wohin soll der digitale Weg noch führen? Wie steht es um die Datensicherheit?
    In «Kulturplatz» kommen sowohl eine Befürworterin als auch ein Skeptiker der Digitalisierung in der Schule zu Wort, und die Erziehungswissenschafterin Margrit Stamm zieht Bilanz und drängt auf eine wirkliche Transformation.
    Weitere Themen der Sendung sind: «Unterwegs im bezaubernden Safiental – Digitales in der Natur»; «Unterwegs beim Theaterspektakel – Wie sich das Zürcher Sommerspektakel neu erfunden hat», und «Unterwegs in der Zeit – Ein neues Handbuch für Zeitreisen».
    29 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Kultur durchdringt unser Leben.…