Dr. Johannes Hartl, Augsburg.
Hören Sie, was Dr. Hartl der Referent des Vortrages, den wir in dieser Sendung ausstrahlen, selbst dazu zu sagen hat und der den Titel trägt "Gönn dir! Wie du gut mit dir selbst umgehst." Dr. Hartl sagt dazu: "Gut mit sich selbst umgehen. Das klingt so einfach, hat es aber in sich. Doch was ist gesunde Selbstliebe und was ist nur ein Egotrip? Die gute Nachricht ist: das kann man unterscheiden lernen. Und es hat so richtig viel mit Gottes Liebe zu tun."
Kernelemente aus der Sendung:
Wenn man andere fragt, wie es ihnen (wirklich) geht (d.h. nicht i. S. einer Redewendung), signalisiert man der Person, dass man will, dass sie existiert. Das sei bereits Ausdruck von Liebe. So solle man auch sich selbst lieben, aber man frage sich selbst selten nach dem wahren inneren Befinden und höre zu selten in sich hinein und achte zu wenig auf seine Grundbedürfnisse.
Diese seien:
1) Bonding (Bindung im Sinne körperlicher und emotionaler Nähe) 2) Autonomie 3) Anerkennung und Selbstwert 4) Identität 5) Wohlbehagen und körperliche Lust 6) Sinn und Spiritualität. Man solle sich fragen, ob eine Aktion oder ein Suchtverhalten eines der Grundbedürfnisse wirklich stillt oder nicht nur ein Ersatz dafür ist. So sei Pornosucht oft ein Verhalten, das aus Überarbeitung oder Einsamkeit entstehe und das einen Ersatz für direkte Nähe oder für fehlendes körperliches Wohlbehagen sei.
12 Punkte, wie man Selbstliebe lernen könne:
1) Einen Tag in der Woche nichts arbeiten, sich Freizeit gönnen.
2) Ein oder zwei Wochen mal offline gehen.
3) Fasten
4) In die Natur gehen
5) Einsamkeit
6) Kontemplation
7) Austausch mit jemandem über Herzensangelegenheiten, die einen bewegen.
8) Sport
9) Schlaf
10) Umarmungen
11) Kunst / Literatur (Schönes)
12) Herzensfreuden
Letztlich solle man sich aber nicht denken, die Erfüllung aller Bedürfnisse etc läge nur bei einem selbst, sondern man solle Gott vertrauen und seine Bedürfnisse auch ihm anvertrauen.