Diese neue Folge "Laber Laber Frage" ist mehr als nur gesprochene Worte – er ist ein performativer Akt, eine Inszenierung, die sich als Dialog tarnt. Doch was geschieht, wenn diese Inszenierung sich selbst entblößt? Wenn der Vorhang nicht nur gelüftet, sondern zerrissen wird? In dieser Episode wagen wir genau das: die bewusste Demontage der vierten Wand.
Während wir von unseren Ehrenämtern und kirchlichen Tätigkeiten berichten, entsteht eine Atmosphäre des Vertrauens, der nahbaren Sympathie. Doch dann, am Ende der Episode, reißt die Fassade ein. Ein vierminütiger Disput darüber, was sagbar bleibt und was in den Orkus der digitalen Selbstzensur verschwinden sollte, bleibt ungeschnitten bestehen – nicht als bloße Redundanz, sondern als künstlerischer Mehrwert. Die Narrative des Mediums Podcast wird nicht nur durchbrochen, sondern reflektiert. Hier wird nicht nur erzählt, sondern das Erzählen selbst zum Objekt der Betrachtung gemacht. Wir dekonstruieren den Produktionsprozess und laden euch ein, nicht nur Zuhörer, sondern Zeugen eines Prozesses zu sein, in dem sich Medium und Inhalt ineinander spiegeln. Walter Benjamins „Auseinanderbrechen der Aura“ wird im Podcast erfahrbar: Die Künstlichkeit des Mediums tritt hervor, doch gerade in dieser radikalen Offenlegung entsteht neue Authentizität.
Ist dies Transparenz oder Kontrollverlust? Ästhetik oder Chaos? Die Entscheidung liegt bei euch.