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Wer bezahlt den Preis für unseren Wohlstand?
Stephan Lessenich beschrieb in seinem gleichnamigen Buch eindrucksvoll, dass es uns im Westen deshalb gut geht, weil es den meisten Menschen anderswo in unserer Welt schlecht geht. Wir lagern systematisch Armut und Ungerechtigkeit aus, im kleinen wie im großen Maßstab; und wir alle verdrängen unseren Anteil an dieser Praxis. Er bietet damit eine brillante politisch brisante Analyse der Abhängigkeits- und Ausbeutungsverhältnisse der globalisierten Wirtschaft und veranschaulicht das soziale Versagen unserer Weltordnung. Horst Peter Groß präsentiert und kommentiert Auszüge aus dem Vortrag von Lessenich, den er im Rahmen einer Vortragsreihe des Wissenschaftsverein Kärnten gehalten hat.
Stephan Lessenich ist ein deutscher Soziologe. Er war von 2013 bis 2017 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und ist seit 2021 Direktor des Frankfurter Instituts für Sozialforschung.
Moderation: Horst Peter Groß
Dieser Frage gehen die Philosophen Horst Peter Groß und Peter Heintel angesichts der zunehmenden prekären Situation, in der sich die Welt aufgrund zunehmender machtpolitischer Entgrenzungen befindet, nach. Um der gesellschaftlichen Spaltung entgegenzuwirken und die Weltgesellschaft vor weiterem Rückfall in chaotisch-kriegsähnliche Situationen zu schützen, braucht es 4 Grundkonsense: Den Minimalkonsens, Glückskonsens und einen Gewaltkonsens.
Peter Heintel (* 13. November 1940 in Wien/† 12. Juli 2018) war ein österreichischer Philosoph und emeritierter Hochschullehrer an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt für Philosophie und Gruppendynamik.
Moderation: Horst Peter Groß
Als „Maß aller Dinge“, wie es der griechische Philosoph Protagoras postulierte, ist der Mensch zu einer der dominantesten geologischen und ökologischen Kräfte unseres Planeten geworden. Doch die Polykrise unserer heutigen Weltgesellschaft kann auch als Folge dieses anthropozentrischen Weltbildes gesehen werden. Daher fordert Martin Grassberger, Mediziner, Biologe, landwirtschaftlicher Facharbeiter und Autor, einen grundlegenden Wandel unseres Verständnisses und Umgangs mit der Natur. Nur durch eine regenerative Herangehensweise können wir langfristig die Gesundheit des Planeten und der Menschen sichern. Dafür bedarf es nach Horst Peter Groß, Philosoph und Interventionsforscher, einer „zweiten Aufklärung“, die in die notwendige tiefgreifende Erneuerung des wissenschaftlichen und philosophischen Diskurses auch die Zyklen und Prozesse der Natur mit einbezieht.
Martin Grassberger ist Mediziner, Biologe und Autor mit Interessenschwerpunkten in Human- und Gesundheitsökologie, Umwelt- und Ernährungsmedizin sowie Evolutionärer Medizin.
Moderation: Horst Peter Groß
Was sind die tragenden Faktoren, die unsere Gesellschaft zusammenhalten? Das war das zentrale Thema des Symposiums 2017 des Wissenschaftsverein Kärnten, denn schon damals zeichneten sich Entwicklungen ab, welche die Gesellschaft spalten und den Frieden gefährden. Perspektiven für eine (Re-)Zivilisierung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zeigte Björn ENGHOLM, ehemaliger Kanzlerkandidat 1994 der SPD, in seiner zeithistorisch interessanten Analyse des Verlusts verantwortungsbewusster politischer Kultur auf.
Björn Engholm ist ehem. deutscher Politiker (SPD), Bundesminister a.D., ehem. Ministerpräsident.
Moderation: Horst Peter Groß
Horst Peter Groß und Joachim Bauer beleuchten den Einfluss der digitalen Kommunikationstechnologien auf Menschen und die Gesellschaft aus anthropologischer und neurowissenschaftlicher Sicht. Sie zeigen auf, wie virtuelle Welten und KI von uns und unseren Kindern zunehmend Besitz ergreifen und die Menschlichkeit bedrohen, bieten aber auch Wege an, wie diesem „Realitätsverlust im digitalen Universum“ begegnet werden kann.
Univ.-Prof. Dr. Joachim Bauerist Neurowissenschaftler, Arzt (mit Fachausbildungen in Innerer Medizin und Psychiatrie) und Sachbuchautor.
Moderation: Horst Peter Groß
In memoriam Peter Heintel (1940-2018)
Der ehemalige Rektor und Senatsvorsitzende der Alpen Adria-Universität Univ. Prof. Dr. Peter Heintel war einer der herausragendsten Philosophen unserer Zeit. Er verstarb am 12. Juli 2018. Anlässlich seines Geburtstages am 13. November erinnert dieser Beitrag an ihn und sein Engagement für eine Wissenschaft der Praxis, welche die Ausrichtung und Philosophie des Wissenschaftsverein Kärnten maßgeblich geprägt hat.
Um sich in ihrem Umfeld aktiv zu relevanten Problemstellungen der nachhaltigen regionalen Entwicklung des Landes einzubringen, bedarf es ergänzend dazu geeignete Kommunikations- und Reflexionsprozesse. Beispiele aus der Lehrpraxis von Katrin Feldermann (FH Kärnten) und Horst Peter Groß zeigen, wie der Blickwinkel interdisziplinär erweitert und dabei insbesondere die Resonanz mit der Natur hilfreich sein kann.
Mit der Veranstaltungsreihe „Wage zu denken“ stellt der Wissenschaftsverein Kärnten seit 2013 eine Plattform am Weissensee zur Verfügung, durch die kritische Menschen Möglichkeiten eröffnet werden, gesellschaftliche Mitverantwortung zu übernehmen.
Eingriffe in die Meinungs– und Wissenschaftsfreiheit
Im Zuge der „Carinthischen Dialoge 2024“ im Rahmen der Landschaft des Wissens hat em. Univ.-Prof.in Barbara Zehnpfennig einen Vortrag gehalten, in dem sie einige „heikle“ Themen anspricht, welche im öffentlichen Diskurs in unserer sogenannten liberalen Demokratie offenbar nicht mehr offen und vernunftbezogen diskutierbar sind, sondern verdrängt, vermieden und sogar gesellschaftlich geächtet werden. Dieser mutige Vortrag wird von Horst Peter Groß eingebettet in die Frage nach der Zivilcourage in unserer westlich-offenen Gesellschaft, in der die notwendige Toleranz oftmals mit Beliebigkeit verwechselt wird, aber auch populistischer Politik in die Karten spielt.
Moderation: Horst Peter Groß
Bezugnehmend auf die 15. UN-Biodiversitätskonferenz (COP 15) in Montreal geht es im Gespräch mit Christine von Weizsäcker um die Möglichkeiten und Grenzen der Konventionen, die in den UN-Biodiversitätskonferenzen verhandelt werden. Dabei werden die Rollen der Zivilgesellschaft, der globalen Wirtschaft, der Politik, aber auch des Wissenschaftssystems beleuchtet. Zur Sprache kommt u.a. die systemische Benachteiligung inter- und transdiziplinärer Forschung, das notwendige Zusammenspiel von global verhandelten Regelungen mit dem konkreten lokalen Engagement bis hin zur wichtigen Rolle von couragierten Individuen, die auch im Kleinen entscheidende Initiativen setzen und so maßgeblich zur sozio-ökologischen Transformation beitragen können.
Interview mit Christine von Weizsäcker (Biologin und Umwelt-Aktivistin)
Moderation: Horst Peter Groß
Die ökonomische und digitale Isolierung der Menschen hat dramatische Folgen für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Wo liegen Ansatzpunkte der gesellschaftlichen Spaltung entgegenzuwirken? Die Verfechter der „Offenen Gesellschaft“ sind gefordert!
Mit Beiträgen von: Diana Kinnert (Politikberaterin), Harald Welzer (Philosoph)
Moderation: Horst Peter Groß
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