Nett ist die kleine Schwester von … na, ihr wisst schon. - Raus aus der Nettigkeitsfalle!
"Sorry!" ,Entschuldigung!" oder "Ja, ich mach das noch schnell!" - Kommen dir diese Worte bekannt vor? Dann solltest du unbedingt in unsere 3. Folge "Lebensunterhalt" reinhören. Gerade wir Frauen neigen ja gerne dazu, viel zu nett zu sein - und damit über unsere Grenzen zu gehen. Wir sagen im Job JA, obwohl wir NEIN meinen. Wir machen unbezahlte Mehrarbeit oder entschuldigen uns random für Dinge, für die es wirklich nichts zu entschuldigen gibt. Und genau damit verkaufen wir uns oft unter Wert. Nur: Was passiert eigentlich, wenn wir klar unsere Meinung sagen und Forderungen stellen? Ja, dann gelten wir plötzlich als "frech" - genau das hat Silvia immer wieder erlebt. In dieser Folge sprechen wir über Rollenbilder im Job und über mögliche Wege aus der "Nettigkeitsfalle". Dazu gehört für uns: klar sein!
„Sorry!“, „Ich mache das noch schnell“ oder „Ist schon okay“ – obwohl es eigentlich gar nicht okay ist: Viele Frauen haben gelernt, freundlich, hilfsbereit und möglichst unkompliziert aufzutreten. Im Berufsleben kann genau das zur Falle werden.
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Frauen häufiger zusätzliche Aufgaben übernehmen, sich unnötig entschuldigen und ihre eigenen Forderungen zurückstellen. Und wir fragen: Was passiert, wenn Frauen klar Nein sagen, Grenzen setzen oder selbstbewusst über Geld und Verantwortung verhandeln?
Denn freundlich zu sein bedeutet nicht, alles auch hinzunehmen. Und Klarheit ist nicht frech.
Zum Weiterlesen: Studien, Fakten und praktische Hilfen
Warum entschuldigen sich Frauen häufiger?
Eine psychologische Studie zeigt: Frauen entschuldigten sich zwar häufiger als Männer, bewerteten aber auch mehr Situationen als entschuldigungswürdig. Der Unterschied lag weniger in der Bereitschaft zur Entschuldigung als in der Wahrnehmung dessen, was bereits als Fehlverhalten gilt.
Studie im Fachjournal Psychological Science
Frauen übernehmen häufiger Aufgaben, die kaum Anerkennung bringen
Protokolle schreiben, Termine koordinieren oder zusätzliche organisatorische Aufgaben erledigen: Eine Studie im American Economic Review zeigt, dass Frauen häufiger für solche wenig karrierefördernden Tätigkeiten angefragt werden, öfter zustimmen und sich häufiger freiwillig melden.
Studie zu „Low-Promotability Tasks“
Wenn selbstbewusstes Verhandeln bei Frauen anders bewertet wird
Vier Experimente zeigten, dass Frauen, die über eine höhere Vergütung verhandelten, teilweise negativer beurteilt wurden als Männer mit demselben Verhalten. Das erklärt, warum der pauschale Rat „Frauen müssen einfach mehr fordern“ zu kurz greift.
Harvard Gender Action Portal zur Verhandlungsstudie
Verhandlungen gut vorbereiten: die eigene Alternative kennen
Das Harvard Program on Negotiation empfiehlt, vor jedem Gespräch die eigene BATNA zu klären: Was ist meine beste realistische Alternative, wenn keine Einigung zustande kommt? Wer seine Möglichkeiten, Grenzen und sein Mindestziel kennt, verhandelt klarer und weniger aus Angst.
Harvard: Was ist eine BATNA?
Der Gender Pay Gap in Deutschland
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verdienten Frauen 2025 durchschnittlich 16 Prozent weniger pro Stunde als Männer. Destatis erläutert auch den Unterschied zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten Gender Pay Gap.
Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes
Was Beschäftigte über Gehälter erfahren dürfen
Das Entgelttransparenzgesetz soll das Recht auf gleiches Entgelt für Frauen und Männer bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit durchsetzen. Unter bestimmten Voraussetzungen haben Beschäftigte einen individuellen Auskunftsanspruch.
Entgelttransparenzgesetz im offiziellen Gesetzesportal
Frauen im Beruf: Unterstützung beeinflusst Aufstiegschancen
Der Bericht Women in the Workplace 2025 zeigt für die USA, wie stark Förderung, Rückhalt durch Führungskräfte und konkrete Entwicklungsmöglichkeiten die beruflichen Ambitionen von Frauen beeinflussen. Fehlt diese Unterstützung, sinkt auch das Interesse am nächsten Karriereschritt. Ein eigentlich erschreckender Bericht aus den USA!
Women in the Workplace 2025
Frauen in Führungspositionen in Deutschland
Das Bundesfamilienministerium informiert über den Frauenanteil in Führungspositionen, gesetzliche Regelungen und die Entwicklung in Privatwirtschaft, Bundesverwaltung und öffentlichen Unternehmen.
Bundesfamilienministerium: Frauen in Führungspositionen
und noch eine sehr interessante Aussage über Frauen und Macht:
Die Psychotherapeutin Martina Lackner spricht über weibliche Rollenzuschreibungen, Schuldgefühle und die Sorge vor negativen Reaktionen, wenn Frauen mehr Einfluss oder Verantwortung beanspruchen.
https://www.psychologie-heute.de/beruf/artikel-detailansicht/42949-wie-koennen-frauen-lernen-sich-macht-zuzugestehen.html?utm_source=chatgpt.com
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