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Nach unserem Gespräch mit Yasemin Dikmen über ihren Burnout und beruflichen Neuanfang haben wir weiter über das Thema nachgedacht und gesprochen.
Jede*r von uns hat sicher schon mal solche Phasen erlebt - selbst wenn man eigentlich ein optimistischer Typ ist.
Warum merken wir oft erst spät, wie sehr uns die Arbeit belastet? Weshalb fällt es uns so schwer, rechtzeitig Grenzen zu setzen? Und wo finden wir Halt, wenn der Job und die Welt um uns herum immer mehr Kraft kosten?
Wir haben ein paar Zahlen recherchiert und Informationen zusammengestellt, die unser Gespräch ergänzen.
1. Arbeit und Erschöpfung – was sagen die Zahlen?Eine aktuelle Untersuchung der Techniker Krankenkasse zeigt, wie sehr viele Menschen ihren Berufsalltag als Belastung empfinden.
Laut TK-Stressreport 2025, veröffentlicht im Januar 2026:
42 Prozent der Beschäftigten fühlen sich durch ihre Arbeit häufig abgearbeitet und verbraucht.
33 Prozent können abends oder am Wochenende nicht richtig von der Arbeit abschalten.
24 Prozent gelingt das selbst im Urlaub nicht.
29 Prozent sagen, dass Freunde und Familie durch ihre beruflichen Verpflichtungen häufig zu kurz kommen.
Als besonders belastend werden zu viel Arbeit, Termindruck, Unterbrechungen und Informationsflut genannt.
Wichtig: Diese Werte beschreiben subjektiv erlebte Belastungen – nicht die Anzahl der Menschen mit Burnout oder einer psychischen Erkrankung.
Quelle: Techniker Krankenkasse – Stressreport 2025 und Ergebnisse zur Arbeitsbelastung
Wichtig: Menschen, die schwer erschöpft oder psychisch erkrankt sind, können sich nicht immer einfach aufraffen, Sport treiben oder neue Routinen beginnen. Ebenso ist nicht jeder Arbeitsplatz durch persönliches Zeitmanagement zu ertragen. Diese Unterscheidung ist uns wichtig - dies gibt unsere Meinung wieder, die aber auch nicht auf jede*n passt.
Der Begriff Burnout wird häufig für einen Zustand tiefer Erschöpfung verwendet.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Burnout in der ICD-11 als ein Phänomen im beruflichen Kontext, das aus chronischem, nicht erfolgreich bewältigtem Arbeitsstress entsteht.
Drei Merkmale stehen dabei im Mittelpunkt:
Starke Erschöpfung und Energieverlust.
Wachsende innere Distanz zum Beruf oder eine zunehmend negative Haltung zur Arbeit.
Das Gefühl, beruflich weniger wirksam oder leistungsfähig zu sein.
Wichtig: Burnout wird von der WHO nicht als eigenständige medizinische Erkrankung klassifiziert.
Ähnliche Beschwerden können allerdings auch bei Depressionen, Angststörungen oder körperlichen Erkrankungen auftreten. Deshalb ist eine fachliche Abklärung wichtig, wenn Beschwerden länger anhalten oder den Alltag erheblich beeinträchtigen.
Quelle: Weltgesundheitsorganisation – Burn-out als berufliches Phänomen (englisch)
3. Psychische Erkrankungen: Warum dauern Krankschreibungen so lange?Im Gespräch sprechen wir über die Dauer krankheitsbedingter Ausfälle.
Hier lohnt ein genauer Blick auf die Statistik.
Laut dem DAK-Psychreport 2026, der die Arbeitsunfähigkeitsdaten von 2025 auswertet, dauerte eine Krankschreibung aufgrund einer psychischen Erkrankung durchschnittlich 34,2 Tage.
Im Vorjahr waren es 32,9 Tage.
Psychische Erkrankungen verursachten 2025 insgesamt 18,7 Prozent aller krankheitsbedingten Fehltage unter den untersuchten DAK-versicherten Beschäftigten. Besonders viele Fehltage entfielen auf Depressionen.
Diese Zahlen beziehen sich auf psychische Erkrankungen insgesamt. Sie sind keine Burnout-Statistik und beschreiben auch nicht automatisch die Situation aller Beschäftigten in Deutschland.
Quelle: DAK-Gesundheit – Psychreport 2026
4. Frauen, Beruf und Belastung: Gibt es Unterschiede?Wir sprechen darüber, dass gerade Frauen häufig lange durchhalten, obwohl sie sich schon erschöpft fühlen.
Die DAK-Daten zeigen tatsächlich einen Unterschied bei den psychisch bedingten Fehlzeiten.
Im Jahr 2025 entfielen auf 100 weibliche Versicherte 456 Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen, bei Männern waren es 288.
Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass Frauen generell häufiger einen Burnout haben oder Belastungen grundsätzlich länger aushalten. Für solche Schlussfolgerungen müssten unter anderem Diagnosen, Tätigkeiten, Arbeitsbedingungen und weitere Einflussfaktoren berücksichtigt werden.
Quelle: DAK-Gesundheit – Psychreport 2026
5. Ist Erschöpfung nur ein persönliches Problem?Nein. Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz hängt nicht allein davon ab, wie belastbar ein einzelner Mensch ist.
Die WHO nennt unter anderem folgende Risiken:
Dauerhaft überhöhte Arbeitsbelastung und Personalmangel.
Geringen Einfluss auf Arbeitsabläufe und Entscheidungen.
Fehlende Unterstützung und problematisches Führungsverhalten.
Unsicherheit über den eigenen Arbeitsplatz.
Konflikte zwischen beruflichen und privaten Anforderungen.
Deshalb empfiehlt die WHO nicht nur individuelle Maßnahmen zur Stressbewältigung, sondern ausdrücklich auch Veränderungen der Arbeitsbedingungen.
Unser Gedanke dazu: Es kann helfen, Grenzen zu setzen und gut für sich zu sorgen. Niemand sollte schlechte Arbeitsbedingungen allein durch noch mehr persönliche Disziplin ausgleichen müssen.
Quelle: WHO – Mental Health at Work (englisch)
6. Was kann uns außerhalb der Arbeit Halt geben?Im Gespräch erzählen wir, welche Bedeutung Freundschaften, Familie, Bewegung, Hobbys und gemeinsame Unternehmungen für uns haben.
Ein Spaziergang im Wald, ein Treffen mit Freunden, Malen, Musik oder einfach einmal nichts tun: Oft sind es ganz unterschiedliche Dinge, die Menschen als wohltuend erleben.
Auch viele Krankenkassen, Ärzte nennen unter anderem soziale Unterstützung sowie geeignete Bewegungs- und Freizeitangebote als mögliche Bausteine zur Förderung psychischer Gesundheit.
Dabei gibt es kein allgemeingültiges Rezept. Was dem einen guttut, kann für andere unpassend oder in einer akuten Erschöpfungsphase kaum zu bewältigen sein.
Und, ganz wichtig: Bewegung, Hobbys und Gespräche sind keine Ersatzbehandlung für eine psychische Erkrankung.
Quelle: WHO – Leitlinien zur psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz
7. Wenn es nicht mehr geht: Wo bekomme ich Unterstützung?Wir möchten Mut machen, über Belastungen zu sprechen. Gleichzeitig wissen wir, dass Gespräche mit Freunden allein nicht immer ausreichen.
Wer sich über längere Zeit erschöpft, niedergeschlagen, überfordert oder psychisch belastet fühlt, kann sich an die Hausarztpraxis oder direkt an eine psychotherapeutische Praxis wenden.
Professionelle Hilfe in Deutschland:
116117 – Patientenservice
Unter der Telefonnummer 116117 oder über www.116117.de können gesetzlich Versicherte Unterstützung bei der Suche nach einer psychotherapeutischen Sprechstunde erhalten. Für ein solches Erstgespräch ist keine Überweisung notwendig.
TelefonSeelsorge – ein offenes Ohr, auch anonym
Telefon: 116 123
Alternativ: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.
Die TelefonSeelsorge ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar.
www.telefonseelsorge.de
Bei unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben gilt die Notrufnummer 112.
Wir können und wollen keine professionellen Tipps geben - sucht Euch professionelle Hilfe.
Und was nehmen wir selbst aus diesem Gespräch mit?Vielleicht müssen wir nicht immer alles perfekt machen, alles aushalten und immer funktionieren.
Vielleicht dürfen wir öfter sagen, dass uns etwas zu viel wird. Uns Zeit nehmen für Menschen und Dinge, die uns guttun. Und früher hinschauen, wenn unser Leben aus dem Gleichgewicht gerät. Mal nicht perfekt sein - ist auch langweilig, findet Silvia.
Das bedeutet nicht, dass jede schwierige berufliche Phase gleich eine Krise ist. Aber es lohnt sich, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen.
Denn LebensUnterhalt ist nicht nur das Geld, das wir verdienen. Sondern auch das, was uns im Leben trägt.
Danke, dass ihr uns zuhört! Wir freuen uns über Euer Feedback.
Doro & Silvia
LebensUnterhalt – dein Podcast für Perspektiven, Mut und Inspiration.
Zu Gast: Yasemin Dikmen - Vom roten Teppich zum eigenen Weg
Wieder ein paar weiterführende Links und Infos:
Warum interessieren uns Prominente so sehr?
„Exclusiv“, „Prominent!“ und Fernsehen im Wandel
Yasemin beschreibt steigende Anforderungen bei knapperen Ressourcen. Der wirtschaftliche Wandel lässt sich auch in Unternehmensberichten nachvollziehen: Im Geschäftsbericht für 2025 berichtet die RTL Group über rückläufige TV-Werbung, eine stärkere Verlagerung zum Streaming und umfassende Kostensenkungen. Das beschreibt die Unternehmensentwicklung; Yasemins persönliche Arbeitsbedingungen lassen sich daraus nicht im Einzelnen ableiten. (company.rtl.com)
Gleichzeitig bleibt klassisches Fernsehen relevant: Laut ARD/ZDF-Medienstudie 2026 sehen 71 Prozent der Bevölkerung mindestens wöchentlich lineares Fernsehen. Unter 50-Jährige verbringen allerdings bereits den überwiegenden Teil ihrer Videozeit mit nichtlinearen Angeboten. (zdf-werbefernsehen.de)
Burnout: Was bedeutet das eigentlich?
Welche Beschwerden und Folgen können auftreten?
Hilfe finden und den nächsten Schritt klären
Yasemin berichtet, dass ihr Psychiater ihr riet, mit ihrer beruflichen Entscheidung zu warten, bis es ihr besser ging. Das war eine_ individuelle_ Empfehlung in ihrer Situation. Ob Entlastung, eine veränderte Tätigkeit oder ein Berufswechsel sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.
Yamïn: Teppiche, Familiengeschichte und weibliche Handwerkskunst
Mehr erfahren: Yamïn – Teppiche und Kollektionen · Yasemins Geschichte und die Menschen hinter Yamïn · https://www.yamin-interior.de
Neuanfang und finanzielle Sicherheit
Was gibt euch Halt?
Diese Folge enthält persönliche Erfahrungen. Die ergänzenden Gesundheitsinformationen dienen der Orientierung und ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung. Recherche und Linkprüfung: 21. Oktober 2026.
Wir danken:** Olli Ujc für Schnitt, Teaser und deine tollen Ideen. (https://ujc.de/))
Wer wir sind? Dorothee Dahinden und Silvia Janzen aka "Die Botschafterinnen". Ab jetzt hören wir uns jede Woche Donnerstag. Wir freuen uns auf dich!
Weiteres über uns: www.die-botschafterinnen.de
Impressum: https://www.die-botschafterinnen.de/impressum
Mit Doro und Silvia | LebensUnterhalt
86 Prozent der befragten Wahlberechtigten in Deutschland sehen derzeit eher Anlass zur Beunruhigung. Nur 12 Prozent sind zuversichtlich. Das zeigt der ARD-DeutschlandTrend vom Oktober 2026.
Ganz schön ernüchternd, oder?
Doro und Silvia wollen sich von diesen Zahlen nicht entmutigen lassen. Denn Zuversicht bedeutet nicht, dass alles gut ist. Sondern, dass wir auch dann etwas bewegen können, wenn wir nicht wissen, was morgen kommt.
In dieser Folge sprechen wir über die vielen Unsicherheiten unserer Zeit: Kriege, wirtschaftliche Sorgen, politische Entwicklungen, Künstliche Intelligenz und eine Nachrichtenflut, die manchmal kaum auszuhalten ist.
Doch vor allem geht es darum, was uns im Leben Halt gibt.
Vielleicht fängt Zuversicht viel kleiner an, als wir denken.
Mit einem ehrlichen Gespräch. Einer Einladung zum gemeinsamen Kochen. Dem Mut, um Hilfe zu bitten. Einem Ehrenamt, bei dem wir gebraucht werden. Oder einfach mit der Entscheidung, heute selbst etwas zu verändern.
Darüber sprechen wirWarum Zuversicht gerade so schwerfällt: Die aktuellen Ergebnisse des ARD-DeutschlandTrends.
KI und Zukunftsängste: Wie unterscheiden wir reale Risiken von Spekulationen und angstmachenden Schlagzeilen?
Weniger Nachrichten, mehr Leben: Warum wir selbst entscheiden dürfen, wie viele Informationen wir täglich aufnehmen.
Selbstwirksamkeit: Wie kleine Entscheidungen helfen können, wieder mehr Handlungsspielraum zu erleben.
Finanzielle Sorgen: Warum es sinnvoll sein kann, Einnahmen, Ausgaben und eigene Bedürfnisse ehrlich zu überprüfen.
Ehrenamt und Perspektivwechsel: Was wir lernen können, wenn wir unsere gewohnte Umgebung verlassen und anderen Menschen begegnen.
Freundschaft und Gemeinschaft: Warum ein gemeinsames Essen und ein ehrliches „Wie geht es dir wirklich?“ manchmal mehr bewirken als hundert Nachrichten auf dem Smartphone.
Bewegung und Lebensfreude: Warum körperliche Aktivität und soziale Kontakte unser Wohlbefinden unterstützen können.
Zahlen, Fakten und weiterführende QuellenDie folgenden Informationen ergänzen unser Gespräch. Wir unterscheiden dabei zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen, statistischen Ergebnissen und unseren persönlichen Einschätzungen.
1. ARD-DeutschlandTrend Oktober 2026 – Warum sind so viele Menschen beunruhigt?
Die repräsentative Umfrage von infratest dimap unter 1.303 Wahlberechtigten in Deutschland (28.–30. September 2026) zeigt:
86 % sehen in den aktuellen Verhältnissen eher Anlass zur Beunruhigung.
12 % sehen eher Anlass zur Zuversicht.
84 % sorgen sich, dass die politischen Parteien auf drängende Fragen keine gemeinsamen Antworten finden.
66 % fürchten, dass Menschen die Kontrolle über Künstliche Intelligenz verlieren könnten.
51 % befürchten, ihren bisherigen Lebensstandard künftig nicht mehr halten zu können.
Die Zahlen beschreiben die Sorgen und Einschätzungen der Befragten – nicht die Wahrscheinlichkeit, dass diese Befürchtungen tatsächlich eintreten.
Quelle: ARD-DeutschlandTrend, Oktober 2026, infratest dimap.
Originalstudie mit Grafiken und Ergebnissen (PDF)
Zusammenfassung bei infratest dimap
2. Künstliche Intelligenz – wie berechtigt sind die Sorgen?
KI entwickelt sich schnell und wirft wichtige Fragen zu Sicherheit, Arbeitsplätzen und menschlicher Kontrolle auf.
Das KI-Unternehmen Anthropic warnte im Oktober 2026 vor der Möglichkeit, dass sich leistungsfähige KI-Systeme künftig eigenständig über Netzwerke verbreiten und Cyberangriffe unterstützen könnten.
Die beschriebenen Entwicklungen beruhen auf technischen Untersuchungen und Zukunftsszenarien. Ein tatsächlicher allgemeiner Kontrollverlust über KI ist damit nicht nachgewiesen. Auch Fachleute bewerten die Wahrscheinlichkeit solcher Szenarien unterschiedlich.
Quelle: Reuters, 13./14. Oktober 2026.
Reuters: Anthropic warnt vor Risiken sich selbst verbreitender KI
3. Nachrichtenkonsum – warum weniger manchmal mehr ist
Laut dem Digital News Report 2026 des Reuters Institute vermeiden 40 % der in Deutschland online befragten Menschen zumindest gelegentlich Nachrichten.
Weltweit liegt dieser Anteil über die untersuchten Märkte hinweg bei 42 %.
Viele Menschen fühlen sich von der Menge und Intensität der Berichterstattung überfordert. Sich bewusste Nachrichtenpausen zu nehmen oder gezielt seriöse Informationsquellen auszuwählen, kann ein sinnvoller persönlicher Umgang damit sein.
Quelle: Reuters Institute for the Study of Journalism, Digital News Report 2026, veröffentlicht im Juni 2026.
Digital News Report 2026 – Deutschland
4. Gemeinschaft – warum wir andere Menschen brauchen
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtete 2025, dass weltweit etwa jeder sechste Mensch von Einsamkeit betroffen ist.
Soziale Beziehungen und das Gefühl, dazuzugehören, spielen eine wichtige Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden.
Auch das Robert Koch-Institut bestätigt, dass soziale Unterstützung psychische Belastungen abmildern und helfen kann, schwierige Lebenssituationen besser zu bewältigen.
Quellen: WHO, Commission on Social Connection, Juni 2025; Robert Koch-Institut, Soziale Unterstützung, Mai 2026.WHO: Social Connection und Einsamkeit
RKI: Soziale Unterstützung und Gesundheit
5. Ehrenamt – etwas bewegen und neue Menschen kennenlernen
Bei den Tafeln in Deutschland engagieren sich nach Angaben des Dachverbands rund 77.000 Menschen. Etwa 94 % von ihnen arbeiten ehrenamtlich.
Sie sammeln und sortieren Lebensmittel, organisieren Transporte, übernehmen Verwaltungsaufgaben und unterstützen die Lebensmittelausgabe.
Die Tafeln helfen Menschen mit geringem Einkommen. Dazu zählen nicht nur Bürgergeldbeziehende, sondern beispielsweise auch Menschen mit kleinen Renten oder anderen geringen Einkünften. Die einzelnen Tafeln prüfen die Bedürftigkeit nach ihren jeweiligen Kriterien.
Wer sich engagieren möchte, findet zahlreiche Möglichkeiten – bei Tafeln, Freiwilligen Feuerwehren, Vereinen oder anderen gemeinnützigen Organisationen.
Quelle: Tafel Deutschland, Informationen zu Ehrenamt und Anspruchsberechtigung.
Ehrenamt bei den Tafeln
Wer kann Lebensmittel von der Tafel erhalten?
6. Finanzielle Sorgen – was ein Kassensturz bringen kann
Manchmal hilft es, die eigene finanzielle Situation möglichst sachlich zu betrachten.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, regelmäßige Einnahmen, feste Kosten und veränderliche Ausgaben zu erfassen. Ein Haushaltsbuch kann zeigen, wofür Geld ausgegeben wird und ob Einsparmöglichkeiten bestehen.
Wichtig: Nicht jede finanzielle Notlage lässt sich durch Sparen lösen. Bei ernsthaften Schwierigkeiten können unabhängige Beratungsangebote helfen.
Quelle: Verbraucherzentrale, „Haushaltsbuch führen: Überblick über Ihre Finanzen“, aktualisiert am 6. August 2026.
Verbraucherzentrale: Haushaltsbuch und Budgetplanung
7. Bewegung – ein guter Schritt für Körper und Seele
Regelmäßige körperliche Aktivität fördert nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern kann auch Symptome von Angst und Depression reduzieren.
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen grundsätzlich 150 bis 300 Minuten Bewegung mit mittlerer Intensität pro Woche. Aber auch kleinere Bewegungseinheiten können bereits gesundheitliche Vorteile bringen.
Bewegung ist kein Ersatz für professionelle Hilfe bei psychischen Erkrankungen.
Quelle: WHO, Factsheet „Physical Activity“, Juni 2024.
WHO: Bewegung und Gesundheit
Schreibt uns eure Gedanken und Erfahrungen.
Denn vielleicht können wir die großen Krisen nicht allein lösen. Aber wir können füreinander da sein, einander zuhören und gemeinsam neue Ideen entwickeln.
Unser Wunsch an euch: Bleibt zukunftsmutig!Eure Doro & Silvia
LebensUnterhalt – Der Podcast für Mut, Inspiration und Lebensläufe.
www.die-botschafterinnen.de
Überall, wo es Podcasts gibt.
Ein herzliches Danke an Olli Ujc für Schnitt, Beratung und Stimme. Und an den Offenen Kanal Media Hub Kiel!
Recherche und Faktencheck: Stand 15. Oktober 2026. Die persönlichen Einschätzungen im Gespräch spiegeln die Sichtweisen der Moderatorinnen wider.
Kein Chef von gestern: Stefan Wolters über gutes Handwerk und Arbeit auf Augenhöhe
Eine 30-Stunden-Woche, faire Bezahlung und ein Chef, der sagt: „Seid einfach, wie ihr seid.“ Tischlermeister Stefan Wolters erzählt, wie er seine Tischlerei Prototyp in Kiel führt – und warum er nach eigener Aussage keine Schwierigkeiten hat, Menschen für sein Team zu gewinnen.
Mit Doro und Silvia spricht Stefan über Erfahrungen aus seiner eigenen Ausbildung, Respekt im Handwerk und die Frage, warum Azubis Unterstützung brauchen statt blöder Sprüche. Für ihn gehört dazu auch, Mitarbeitende bei ihrer Meisterausbildung zu unterstützen.
Außerdem geht es um Möbel mit Persönlichkeit, Qualität statt kurzlebiger Trends und den Wert guter handwerklicher Arbeit. Welche Rolle spielt KI bereits beim Entwerfen? Warum kostet ein individuelles Möbelstück mehr als Material und Arbeitszeit? Und was hat Meister Eder mit Stefans Berufswahl zu tun?
Darüber sprechen wir:
Führung auf Augenhöhe und Zusammenhalt im Team
Die 30-Stunden-Woche in Stefans Betrieb
Ausbildungsbedingungen, Bezahlung und Wertschätzung
Weiterbildung ermöglichen und Nachwuchs halten
Individueller Möbelbau und langlebige Einrichtung
KI-Entwürfe und die Grenzen digitaler Planung
Frauen im Tischlerhandwerk und überholte Rollenbilder
Unser Gast
Stefan Wolters ist Tischlermeister und Inhaber der Tischlerei Prototyp in Kiel. Sein Betrieb gestaltet individuelle Möbel und Einrichtungslösungen – von der ersten Idee bis zur Umsetzung.
Tischlerei Prototyp – mehr über Stefan und seinen Betrieb
Zum Weiterlesen: acht Quellen zu den Themen der Folge
1. Wie zufrieden sind Auszubildende wirklich?
Der DGB-Ausbildungsreport 2026, veröffentlicht am 20. August 2026, untersucht Ausbildungsqualität und mentale Gesundheit. 65,7 Prozent der Befragten sind mit ihrer Ausbildung zufrieden oder sehr zufrieden; 50,6 Prozent fühlen sich psychisch belastet. Bei den befragten Tischler-Azubis geben nur 36,7 Prozent an, einen betrieblichen Ausbildungsplan erhalten zu haben. Der Report macht deutlich, wie wichtig verlässliche Betreuung und gute Ausbildungsbedingungen sind. Die Ergebnisse betreffen die untersuchten Ausbildungsberufe, nicht ausschließlich das Handwerk.
DGB-Ausbildungsreport 2026 – vollständiger Bericht
2. Viel Berufsstolz – aber zu wenig Anerkennung
Die am 13. März 2026 veröffentlichte Forsa-Umfrage im Auftrag der IKK classic zeigt: 84 Prozent der befragten Handwerkerinnen sind stolz auf ihren Beruf, 77 Prozent macht ihre Arbeit glücklich. Gleichzeitig erleben nur 61 Prozent ausreichend Wertschätzung in ihrem Umfeld. Befragt wurden 504 Erwerbstätige in Handwerksberufen im November 2025. Die Ergebnisse beziehen sich auf das Handwerk insgesamt, nicht speziell auf Tischlerinnen.
IKK classic – Handwerkerstolz und Wertschätzung
3. Sind Fachkräfte im Holz- und Möbelbereich gefragt?
Die KOFA-Analyse vom 28. Juli 2026 beschreibt anhaltende Fachkräfteengpässe im Handwerk. Für 2025 konnten rechnerisch knapp 100.000 offene Stellen in Handwerksberufen nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden. Auch der Holz-, Möbel- und Innenausbau weist laut Analyse weiterhin Fachkräftemangel auf – bei gleichzeitig rückläufigen Ausbildungsmarktkennzahlen. Gute Chancen hängen dennoch von Region, Spezialisierung und Betrieb ab.
KOFA – Handwerk: Ausbildung zwischen Krise und Renaissance
4. Mehr neue Ausbildungsverträge im Handwerk
Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Handwerks vom 20. Juli 2026 wurden zwischen Januar und Juni knapp 67.800 neue Ausbildungsverträge eingetragen: 4,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das ist ein Zwischenstand für das gesamte Handwerk, keine gesonderte Tischlerstatistik. Die Veröffentlichung behandelt außerdem die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung.
ZDH – Ausbildungszahlen und Gleichwertigkeit beruflicher Bildung
5. Tischler*in werden: Tätigkeiten, Ausbildung und Vergütung
Der BERUFENET-Steckbrief der Bundesagentur für Arbeit, Stand 1. Oktober 2026, erklärt die dreijährige duale Ausbildung. Zum Beruf gehören Kundenberatung, Entwurf, Fertigung, Montage und Reparatur. Einsatzmöglichkeiten bestehen unter anderem im Möbelbau, Innenausbau, Messebau und in Theaterwerkstätten. Der Steckbrief nennt auch beispielhafte Ausbildungsvergütungen nach Ausbildungsjahr und Bundesland.
Bundesagentur für Arbeit – Beruf Tischler*in
6. Nach der Gesellenprüfung ist noch lange nicht Schluss
Der Bundesverband Tischler Schreiner Deutschland stellt auf seiner aktuell abrufbaren Berufsseite verschiedene Karrierewege vor: Meisterausbildung, Holztechnik, Gestaltung und weitere Fortbildungen. Eine hilfreiche Orientierung für alle, die mehr Verantwortung übernehmen oder sich fachlich weiterentwickeln möchten.
Tischler Schreiner Deutschland – Karriere nach der Ausbildung
7. Meisterschule und Aufstieg finanzieren
Das offizielle Aufstiegs-BAföG-Portal des Bundes erläutert die Förderung von Fortbildungen, etwa zum Meister oder zur Technikerin. Förderfähig sind unter bestimmten Voraussetzungen Angebote in Vollzeit und Teilzeit. Wichtig: Kurs und persönliche Förderbedingungen vor der Anmeldung prüfen.
Aufstiegs-BAföG – welche Fortbildungen gefördert werden
8. Unterstützung für Weiterbildung und Umschulung
Die Bundesagentur für Arbeit erklärt die Voraussetzungen für einen Bildungsgutschein und weitere Fördermöglichkeiten. Auch Beschäftigte können unter bestimmten Bedingungen Unterstützung erhalten. Ob eine Förderung möglich ist, wird individuell geprüft; sie gilt nicht automatisch für jeden Kurs.
Bundesagentur für Arbeit – Bildungsgutschein und Weiterbildungsförderung
Weiterbildungstipps für Tischler*innen und das Handwerk
Meisterausbildung: Für alle, die ausbilden, einen Betrieb führen oder mehr Verantwortung übernehmen möchten.
Staatlich geprüfte Holztechnik: Für Aufgaben in Konstruktion, Fertigungsplanung und Arbeitsvorbereitung. Die konkreten Zugangsvoraussetzungen bei der jeweiligen Fachschule prüfen.
CAD und CNC: Sinnvolle Ergänzungen für digitale Planung und Fertigung. Am besten einen Kurs wählen, der zu den eingesetzten Programmen und Maschinen passt.
Gestaltung oder Restaurierung: Für Menschen, die sich auf Entwurf, besondere Materialien oder den Erhalt bestehender Möbel spezialisieren möchten.
Kaufmännische Weiterbildung: Kalkulation, Projektsteuerung und Betriebsführung helfen, gute Arbeit wirtschaftlich tragfähig anzubieten.
Unser Tipp: Erst das berufliche Ziel klären, dann Kurse vergleichen. Die Ausbildungs- und Weiterbildungsberatung der Handwerkskammer oder Innung kann bei der Auswahl helfen. Finanzierung und Freistellung frühzeitig mit dem Betrieb besprechen.
Einordnung zu einer Zahl im Gespräch
In der Folge fällt die Aussage, 56 Prozent der Azubis seien unzufrieden. Der DGB-Ausbildungsreport 2026 weist hingegen 65,7 Prozent zufriedene oder sehr zufriedene Befragte aus. Die übrigen Befragten sind nicht automatisch unzufrieden; dazu gehören auch teilweise Zufriedene. Ausbildungszufriedenheit und psychische Belastung sind unterschiedliche Kennzahlen.
LebensUnterhalt – mit Dorothee Dahinden und Silvia Janzen
Über das, wovon wir leben, und das, was uns im Leben trägt.
Ein herzliches Danke an Olli Ujc für deine Geduld, deine Schnelligkeit, den Schnitt und die Beratung. Und ein ebenso herzliches Dankeschön an den OKSH Mediahub Kiel, ihr seid ein wundervolles Team! Hier dürfen wir den Podcast produzieren.
Die verlinkten Quellen ergänzen das Gespräch. Sie wurden am Zeitpunkt der Veröffentlichung überprüft auf Richtigkeit. Für spätere Änderungen etc. sind die jeweiligen Organisationen verantwortlich. Wir übernehmen keine Haftung, Verantwortung für Links.
Persönliche Erfahrungen unseres Gastes sind keine repräsentativen Aussagen über die gesamte Branche.
Recherche-Stand: 7. Oktober 2026.
Man lernt nie aus. Zum Glück! – Lebenslanges Lernen und Weiterbildung
Was möchtest du noch lernen – für deinen Beruf, für dich selbst oder einfach, weil es dich interessiert? Lebenslanges Lernen beginnt oft mit genau dieser Frage.
In dieser Folge von LebensUnterhalt sprechen wir, Dorothee „Doro“ Dahinden und Silvia Janzen, über berufliche Weiterbildung, persönliche Entwicklung und die Freude daran, Neues auszuprobieren. Welche Fortbildung passt zu mir? Wie kann aus einem Interesse ein neues berufliches Standbein werden? Und wie entwickeln wir unser Wissen weiter, wenn künstliche Intelligenz die Arbeitswelt verändert?
Silvia erzählt, wie ihre Ausbildung zur Naturführerin ihren Alltag und ihre Arbeit beim Naturgenussfestival bereichert. Außerdem geht es um ihren Weg vom ehrenamtlichen Engagement zur Weiterbildung im Fundraising – und darum, wie neue Fähigkeiten berufliche Perspektiven eröffnen können.
Wir sprechen auch über die Voraussetzungen: Weiterbildung braucht Zeit, Finanzierung und Unterstützung. Gerade dann, wenn Beruf, Familie und persönliche Belastungen ohnehin viel verlangen.
Darüber sprechen wir
Lebenslanges Lernen: Was Neugier, persönliche Interessen und berufliche Anforderungen miteinander zu tun haben.
Die passende Weiterbildung finden: Welche Inhalte und Lernformate zur eigenen Lebenssituation passen.
Führung und Personalentwicklung: Warum es sich lohnt, nachzufragen, wenn Mitarbeitende eine Fortbildung ablehnen.
KI und Arbeitswelt: Wie wir unsere Expertise weiterentwickeln und neue Kompetenzen aufbauen können.
Fortbildung in Medizin und Pflege: Fachwissen, psychische Belastungen und die nötigen Rahmenbedingungen.
Bildungsurlaub und Lernen im Alltag: Neue Themen entdecken, im Ehrenamt dazulernen und Fähigkeiten auch ohne Zertifikat entwickeln.
Kapitel
00:00 – Lebenslanges Lernen: Was wollen wir noch lernen?
01:18 – Naturführerausbildung: Gewinn für Beruf und Alltag
03:31 – Weiterbildung zwischen Interesse und beruflichem Bedarf
04:34 – Wenn Mitarbeitende eine Fortbildung ablehnen
06:08 – Kompetenzen weiterentwickeln in Zeiten von KI
07:03 – Fundraising: Vom Ehrenamt zum beruflichen Standbein
08:31 – Fortbildung in Pflege und mentaler Gesundheit
09:46 – Bildungsurlaub für neue Lernwege nutzen
10:19 – Lernen ohne Zertifikat: Alltag, Ehrenamt und neue Aufgaben
Weiterlesen und selbst loslegen: zehn Quellen und Anlaufstellen
Hier findet ihr ergänzende Informationen zu lebenslangem Lernen, Gehirnforschung, finanzieller Förderung und Bildungsangeboten.
Lebenslanges Lernen – Deutsche UNESCO-Kommission
Lernen begleitet uns durch alle Lebensphasen: im Beruf, in Bildungseinrichtungen und in der Freizeit. Ein Überblick über Bildung und Erwachsenenbildung.
Lebenslanges Lernen bei der UNESCO https://www.unesco.de/themen/bildung/lebenslanges-lernen/
Gehirnforschung: Wie Lernen möglich bleibt – Max-Planck-Institut
Die Forschungsgruppe „Kognition und Plastizität“ untersucht, wie sich neuronale Netzwerke im Erwachsenenalter anpassen. Diese Neuroplastizität bildet eine Grundlage für lebenslanges Lernen.
Kognition und Plastizität https://www.cbs.mpg.de/selbststaendige-forschungsgruppen/kognition-und-plastizitaet
Anpassungsfähigkeit des Gehirns im Alter – Hertie-Institut und DZNE
Eine Forschungsarbeit von 2025 liefert Hinweise auf erhaltene Anpassungsfähigkeit bis ins hohe Alter – untersucht am Hirnbereich, der Signale des Tastsinns verarbeitet.
Neuroplastizität bis ins hohe Alter https://www.hih-tuebingen.de/presse/pressemitteilungen/artikel/hinweise-auf-neuroplastizitaet-bis-ins-hohe-alter-sprechen-fuer-die-lebenslange-anpassungsfaehigkeit-des-menschlichen-gehirns
Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein – Investitionsbank Schleswig-Holstein
Für Beschäftigte mit Arbeitsstelle in Schleswig-Holstein: Unter den Förderbedingungen werden aktuell 60 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten, höchstens 5.000 Euro pro Weiterbildung, bezuschusst. Der Antrag muss spätestens vier Wochen vor Weiterbildungsbeginn eingehen.Noch bis Ende 2028 gültig, bitte lest die Bedingungen genau!
Förderbedingungen und Antrag zum Weiterbildungsbonus https://www.ib-sh.de/produkt/a3-weiterbildungsbonus-schleswig-holstein/
Bildungsgutschein – Bundesagentur für Arbeit
Informationen zur finanziellen Unterstützung beruflicher Weiterbildung und Umschulung. Welche Förderung möglich ist, hängt von den persönlichen Voraussetzungen ab und wird im Beratungsgespräch geklärt.
Weiterbildung mit Bildungsgutschein https://www.arbeitsagentur.de/karriere-und-weiterbildung/bildungsgutschein
KOMPASS – Förderung für Solo-Selbstständige
Das Bundesprogramm ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen Weiterbildungszuschüsse von bis zu 4.500 Euro. Vor der Kursanmeldung ist eine Beratung erforderlich. Die monatliche Ausgabe der Qualifizierungsschecks ist derzeit begrenzt.
KOMPASS: Voraussetzungen und Anlaufstellen https://www.esf.de/portal/DE/ESF-Plus-2021-2027/Foerderprogramme/bmas/kompass.html
Frauenförderung: Frau & Beruf Schleswig-Holstein
Kostenfreie und vertrauliche Beratung für Frauen zu beruflicher Orientierung, Wiedereinstieg und Weiterentwicklung. Die Beratungsstellen helfen dabei, passende nächste Schritte zu finden. Wirklich sehr engagierte Frauen beraten, Gibt es in jedem Bundesland.
Frau & Beruf – Beratung in deiner Region https://frau-und-beruf-sh.de/
Lernen an der VHS – Volkshochschulen in Schleswig-Holstein
Ob Sprachen, digitale Kompetenzen, Kreativität oder berufliche Bildung: Über den Landesverband findet ihr Volkshochschulen vor Ort und verschiedene Portale zur Kurssuche. Denkt nicht, die VHS ist nichts für mich! Es gibt so viele interessante und auch anspruchsvolle Kurse! Vor allem zu erschwinglichen Preisen.
VHS-Kurse und Bildungsangebote finden https://www.vhs-sh.de/kurssuche/
Bildungsurlaub in Schleswig-Holstein – offizielle Informationen des Landes
Wer kann Bildungsfreistellung nutzen? Welche Veranstaltungen sind anerkannt? Hier findet ihr Informationen zu Voraussetzungen, Umfang und Beantragung.
Bildungsurlaub: Was muss ich wissen? https://www.schleswig-holstein.de/DE/fachinhalte/B/bildungsfreistellung_bildungsurlaub/Bildungsurlaub_was_wissen
Ausbildung für Naturführungen in Schleswig-Holstein – BNUR
Das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume informiert über Lehrgänge zur zertifizierten Natur- und Landschaftsführerin beziehungsweise zum zertifizierten Natur- und Landschaftsführer nach BANU-Standard. Inhalte sind unter anderem Naturwissen, Kommunikation und die Gestaltung von Naturerlebnissen.
Naturführerausbildung und weitere Qualifizierungen https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/BNUR/Projekte/_documents/projekte_weiterbildungen
Und was möchtest du noch lernen?
Welche Weiterbildung hat dich weitergebracht? Was würdest du gern ausprobieren, traust dich aber noch nicht? Oder hast du eine Fortbildung erlebt, die dich enttäuscht hat?
Schreib uns an [email protected]. Wir freuen uns auf deine Erfahrungen, Fragen und Tipps.
Abonniere LebensUnterhalt und teile diese Folge mit jemandem, der gerade Lust auf neue Perspektiven hat.
LebensUnterhalt – dein Podcast für Perspektiven, Mut und Inspiration.
Wir danken herzlich Olli Ujc für Schnitt, Ton, und Beratung. Ein Dankeschön auch an den Offenen Kanal Schleswig-Holstein Media Hub. Hier dürfen wir den Podcast aufnehmen.
Links und Informationen geprüft am 6. Oktober 2026. Förderbedingungen, Fristen und Kursangebote können sich ändern. Bitte prüft vor einer Anmeldung die aktuellen Angaben der jeweiligen Anbieter und Förderstellen. Wir übernehmen keine Haftung.
Was bleibt von Werbung, wenn KI Texte schreibt, Bilder erzeugt, Strategien vorbereitet und irgendwann vielleicht ganze Werbefilme produziert?
Aktuelle Fakten & Quellen zur Folge:
GWA KI Whitepaper 2026 – „Der neue Wert“, veröffentlicht am 9. September 2026.
GWA Frühjahrsmonitor 2026 – Wie geht es deutschen Agenturen wirtschaftlich? Die Honorarumsätze der befragten GWA-Agenturen gingen 2025 durchschnittlich um 2,7 % zurück; 50,7 % der Agenturen meldeten sinkende Umsätze. Für 2026 planen rund 27 % einen Stellenabbau.
BVDW Trendmonitor der Mediaagenturen 2026, veröffentlicht am 23. September 2026. Sehr aktuell. Bei 63 % der befragten Mediaagenturen ist KI bereits fest im Arbeitsalltag verankert und automatisiert manuelle sowie wiederkehrende Aufgaben. 90 % halten KI-Kompetenzen heute bereits für selbstverständlich. Gleichzeitig verschiebt sich die Rolle von Agenturen stärker in Richtung Strategie, Beratung, Kreativität und Wirkungsnachweis. Das passt zu Holgers These, dass reine Produktion zunehmend weniger wertvoll wird. BVDW BVDW – Trendmonitor der Mediaagenturen 2026
GWA: KI verändert Wertschöpfung – aber Marketing wird dadurch nicht automatisch billiger. Eine interessante Korrektur zu der Vorstellung „KI macht alles günstiger“: Der aktuelle GWA-Report weist darauf hin, dass zwar einzelne Produktionsschritte billiger und schneller werden können, dafür aber neue Kosten für Modelle, Lizenzen, technische Integration, Governance und Qualitätssicherung entstehen. GWA - Wir sind der GWA GWA – CMOs wollen mehr inhouse umsetzen
Bitkom – „Marketing im digitalen Wandel 2026“. 84 % der befragten Unternehmen sehen KI als wichtigsten Einflussfaktor auf das Marketing in Deutschland. Zugleich nennen jeweils 54 % Kostendruck und die Automatisierung von Marketingprozessen als große interne Herausforderungen. Interessant: Die Marketingbudgets liegen im Durchschnitt relativ stabil bei 4,1 % des Umsatzes – das Geld verschwindet also nicht zwangsläufig, sondern wird anders eingesetzt. Bitkom e. V. Bitkom – Marketing im digitalen Wandel 2026
BVDW Agency Happiness Report 2026 – Arbeiten in Agenturen. 80 % der Befragten nutzen KI an mehr als drei Tagen pro Woche. Die Agenturbeschäftigten erwarten, dass in den kommenden drei Jahren rund 47 % der kreativen Arbeit durch KI unterstützt oder übernommen werden könnten. Gleichzeitig rechnen 82 % mit einer wirtschaftlichen Stagnation oder einem Abschwung der Branche. Interessant für den Lebensunterhalt-Aspekt: Nur etwa die Hälfte empfindet die eigene Arbeit als sinnstiftend. BVDW BVDW – Agency Happiness Report 2026
ZAW – Jahresbilanz der deutschen Werbewirtschaft 2025. Wichtig, weil sie einer zu einfachen Aussage „Werbung stirbt“ widerspricht: Der gesamte Markt für kommerzielle Kommunikation wuchs 2025 um rund 2,3 % auf 50,9 Milliarden Euro. Aber das Wachstum kommt nahezu ausschließlich aus digitalen Bereichen; andere Segmente stehen deutlich stärker unter Druck. Die Werbung verschwindet also nicht – sie verschiebt sich. ZAW ZAW – Jahresbilanz Werbewirtschaft 2025
BVDW/OVK – Was Online-Werbung heute noch attraktiv macht. Für die Diskussion über Aufmerksamkeit interessant: In einer Befragung von 3.000 Internetnutzerinnen und -nutzern zeigte sich, dass Relevanz, Personalisierung, Umfeld und die visuelle Gestaltung einen großen Einfluss auf die Wahrnehmung digitaler Werbung haben. Jeder Zweite gab an, über digitale Werbung bereits auf interessante Produkte aufmerksam geworden zu sein. Es ist also zu einfach zu sagen, Menschen wollten Werbung grundsätzlich nicht mehr sehen – relevante Werbung kann weiterhin wirken. BVDW BVDW/OVK – Was Online-Werbung attraktiv macht
W&V – Marketing-Arbeitsmarkt Q2/2026. Die Fachzeitschrift hat Daten von Index Research ausgewertet: Im zweiten Quartal 2026 standen rund 78.343 ausgeschriebene Marketingstellen gut 63.000 Arbeitssuchenden gegenüber. Gegenüber dem ersten Quartal ging die Zahl der ausgeschriebenen Stellen allerdings deutlich zurück. Gleichzeitig werden KI-Kenntnisse in Ausschreibungen immer wichtiger. Das passt sehr gut zu „Welche Fähigkeiten werden künftig noch gebraucht?“. W&V W&V – Weniger Jobs, mehr Jobsuchende, KI bleibt gefragt
Bundesagentur für Arbeit – Nachfrage in Mediengestaltung, Werbung und Marketing. Die BA stellte bereits für 2024 einen deutlichen Rückgang bei neu gemeldeten Stellen für akademische Tätigkeiten in Mediengestaltung, Werbung und Marketing von 18 % gegenüber dem Vorjahr fest. Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Antidiskriminierungsstelle des Bundes – Altersdiskriminierung 2025. Zur Frage „Ist man in der Werbung mit 40 oder 50 schon zu alt?“ gibt es zwar keine belastbare Statistik speziell für Agenturen. Für den gesamten Arbeitsmarkt ist das Thema aber real: Unter den Menschen ab 45 Jahren, die Altersdiskriminierung wahrnehmen, wird das Arbeitsleben besonders häufig genannt; die Beratungsstelle berichtet insbesondere von Schwierigkeiten älterer Menschen bei Bewerbung und beruflicher Entwicklung. Antidiskriminierungsstelle – Studie Altersdiskriminierung
Bundesagentur für Arbeit – ältere Beschäftigte. Gleichzeitig sollte man beim Alter nicht zu pessimistisch formulieren: 2024 waren rund 7,8 Millionen bzw. 23 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 55 und unter 65 Jahre alt – ein Rekordwert. Das Problem liegt stärker beim Wiedereinstieg: Wer in höherem Alter arbeitslos wird, benötigt im Durchschnitt länger, um wieder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufzunehmen. Bundesagentur für Arbeit Bundesagentur für Arbeit – Mehr ältere Beschäftigte denn je
Wir danken:** Olli Ujc für Schnitt, Teaser und deine tollen Ideen. (https://ujc.de/))
Alle Links wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auf ihre Erreichbarkeit und Seriosität geprüft; für die Aktualität, Richtigkeit und Inhalte externer Webseiten übernehmen wir jedoch keine Gewähr oder Haftung, da hierfür ausschließlich die jeweiligen Betreiber verantwortlich sind. Die Links geben zur Zeitpunkt der Veröffentlichung den beschriebenen Inhalt wieder. Dies ist rein subjektiv von uns ausgewählt und kann nur Anregungen geben - sicher gibt es auch noch andere Forschungen zum gleichen Thema oder Fakten. Sendet uns diese gerne, wir sind bei LebensUnterhalt kein Wissenschafts-Podcast oder wollen das Thema in Gänze faktisch abbilden, dies ist uns nicht möglich.
Wer wir sind? Dorothee Dahinden und Silvia Janzen aka "Die Botschafterinnen". Ab jetzt hören wir uns jede Woche Donnerstag. Wir freuen uns auf dich!
Weiteres über uns: www.die-botschafterinnen.de
Impressum: https://www.die-botschafterinnen.de/impressum
KI – Killt sie unsere Jobs?
Marketingstrategien entwickeln, Texte schreiben, Bilder und Videos erstellen, recherchieren, programmieren, Daten analysieren oder bei medizinischen Diagnosen unterstützen: Künstliche Intelligenz kann heute schon verdammt viel. Und sie wird rasant besser.
Aber was bedeutet das für uns Menschen – und vor allem für unseren Lebensunterhalt?
Nimmt KI uns tatsächlich die Jobs weg? Welche Berufe und Tätigkeiten sind besonders betroffen? Entstehen gleichzeitig neue Aufgaben und Berufsbilder? Und was müssen wir künftig können, wenn die KI vieles schneller erledigt als wir?
In dieser Folge sprechen wir, Doro und Silvia, über die Chancen und die ziemlich großen Fragezeichen dieser Entwicklung.
Denn KI verändert nicht nur unsere Arbeitswelt. Sie kommt uns auch persönlich immer näher. Menschen erzählen Chatbots von ihren Sorgen, fragen sie um Rat, suchen Bestätigung – und manche betrachten eine KI inzwischen sogar als Freund, Begleiter oder eine Art Therapeuten.
Das wirft ganz andere Fragen auf: Kann KI einsam machen – oder Einsamkeit sogar lindern? Was passiert, wenn wir einer Maschine mehr erzählen als einem Menschen? Und kann die intensive Beschäftigung mit KI unserer Psyche auch schaden?
Gleichzeitig warnen ausgerechnet Menschen aus der Tech-Branche vor den möglichen Folgen einer immer leistungsfähigeren KI. Andere halten die Angst vor massenhafter Arbeitslosigkeit dagegen für überzogen.
Also: Jobkiller, Kollege, Freund – oder einfach das mächtigste Werkzeug, das wir seit Langem erfunden haben?
Wir haben darauf keine einfache Antwort. Eigentlich überhaupt keine Antwort - wer hat das schon? Aber ziemlich viele Fragen. Und genau darüber reden wir. In einer der nächsten Folgen werden wir einen Gast genau zu diesem Thema haben und senden dann aktuell.
Zahlen & Fakten zur Folge
In Deutschland nutzten 2025 bereits 26 Prozent der Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten KI. Bei Großunternehmen ab 250 Beschäftigten waren es 57 Prozent. Besonders häufig werden unter anderem Text Mining, Sprachgenerierung sowie die Erzeugung von Bildern, Videos und Audio eingesetzt
Noch deutlicher zeigt sich die Entwicklung bei generativer KI: Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung nutzten 2025 bereits knapp 25 Prozent der deutschen Betriebe generative KI – 2023 waren es erst fünf Prozent.[ https://iab.de/presseinfo/jeder-vierte-betrieb-in-deutschland-nutzt-generative-ki/
Die Internationale Arbeitsorganisation ILO kommt in ihrer großen Untersuchung von 2025 zu dem Ergebnis, dass weltweit jeder vierte Arbeitsplatz zumindest teilweise generativer KI ausgesetzt ist. Wichtig: Die Forscher erwarten derzeit häufiger eine Veränderung von Tätigkeiten als die komplette Abschaffung von Jobs.
Wie unterschiedlich die Einschätzungen aus der Tech-Branche sind, zeigt die Diskussion in den USA: [Anthropic-Chef Dario Amodei warnte 2025 davor, dass KI innerhalb weniger Jahre einen (https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/medienpolitik/was-anthropic-chef-amodei-gegen-ki-overkill-tun-koennte-accg-201225032.html) erheblichen Teil der Einstiegsjobs in klassischen Bürotätigkeiten verdrängen könnte. Nvidia-Chef Jensen Huang widersprach dieser sehr pessimistischen Sicht und argumentierte, technischer Fortschritt könne auch neue Arbeit und neue Tätigkeiten schaffen.
Und KI betrifft längst nicht mehr nur unseren Arbeitsplatz. Die American Psychological Association berichtet 2026, dass Menschen Chatbots zunehmend für emotionale Unterstützung, Selbstdiagnosen, Beziehungen und psychische Probleme nutzen. In einer Befragung von mehr als 1.200 Psychologinnen und Psychologen berichteten 77 Prozent, dass Patientinnen und Patienten KI nutzten. Gleichzeitig warnen Fachleute insbesondere vor Abhängigkeiten, übermäßiger Bestätigung und der möglichen Verstärkung problematischer oder verzerrter Überzeugungen.
https://www1.wdr.de/nrw/chatbots_chatgpt_claude_fuer_therapie_und_krisengespraeche-100.html
Das bedeutet nicht: „KI macht psychisch krank.“ Dafür ist die wissenschaftliche Evidenz viel zu differenziert. Es gibt Hinweise auf hilfreiche Anwendungen – aber ebenso wachsende Forschung zu Einsamkeit, emotionaler Abhängigkeit, sozialem Rückzug und möglichen Risiken insbesondere für vulnerable Menschen.
Vielleicht lautet die entscheidende Frage deshalb gar nicht:
Was kann KI - irgendwann alles?
Sondern:
Einige Fakten und Quellen als Zugabe:
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Das Thema "Wetter" begleitet ihn seit seiner Kindheit. Schon als kleiner Junge hat Sebastian Wache eine kleine Wetterstation bei sich im Garten aufgebaut - völlig fasziniert von den verschiedenen Wetter-Phänomenen. Und spätestens beim Abi war dann klar: Er will seinen Lebensunterhalt mit der Wettervorhersage verdienen. Heute ist der Diplom-Meteorologe, beschäftigt bei der "WetterWelt GmbH" in Kiel, der Wetter-Experte des NDR Schleswig-Holstein. In dieser Folge sprechen wir mit Sebastian über seine Berufung in Zeiten der Künstlichen Intelligenz und der Klimakrise. Wir wollen wissen: Was unterscheidet deine Vorhersage von unseren Wetter-Apps? Oder: Wie blickst du als Experte auf diesen Hitze-Sommer? Sebastian gibt uns spannende Einblicke in seine Arbeit und erzählt uns, wie es für ihn ist, jeden Tag mit neuen Wetter-Extremen konfrontiert zu sein, was die Politik jetzt leisten sollte und was wir von anderen Ländern lernen können. Fakt ist: Aufgeben ist für den Kieler keine Option!
Wir haben diese Folge am 13.08.26 aufgenommen und senden sie am 24.09.26. Da wir erstmal viele Sachen testen mussten, Upload etc., und wir unseren Gästen das beste Ergebnis bieten möchten, also knapp 6 Wochen später. Aber nun folgen unsere weiteren, tollen Gäste.
Weiterführende Quellen
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Wir danken:** Olli Ujc für Schnitt, Teaser, Stimme und deine tollen Ideen. (https://ujc.de/)) Cynthia Melcer und Daniel Wehrend sowie dem ganzen Team für die Betreuung im Media Hub des Offenen Kanals Kiel, den wir als Studio nutzen dürfen!
Wer wir sind? Dorothee Dahinden und Silvia Janzen aka "Die Botschafterinnen". Ab jetzt hören wir uns jede Woche Donnerstag - und auch mal zwischendurch, wenn es etwas Aktuelles gibt. Wir freuen uns auf dich!
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"Sorry!" ,Entschuldigung!" oder "Ja, ich mach das noch schnell!" - Kommen dir diese Worte bekannt vor? Dann solltest du unbedingt in unsere 3. Folge "Lebensunterhalt" reinhören. Gerade wir Frauen neigen ja gerne dazu, viel zu nett zu sein - und damit über unsere Grenzen zu gehen. Wir sagen im Job JA, obwohl wir NEIN meinen. Wir machen unbezahlte Mehrarbeit oder entschuldigen uns random für Dinge, für die es wirklich nichts zu entschuldigen gibt. Und genau damit verkaufen wir uns oft unter Wert. Nur: Was passiert eigentlich, wenn wir klar unsere Meinung sagen und Forderungen stellen? Ja, dann gelten wir plötzlich als "frech" - genau das hat Silvia immer wieder erlebt. In dieser Folge sprechen wir über Rollenbilder im Job und über mögliche Wege aus der "Nettigkeitsfalle". Dazu gehört für uns: klar sein!
„Sorry!“, „Ich mache das noch schnell“ oder „Ist schon okay“ – obwohl es eigentlich gar nicht okay ist: Viele Frauen haben gelernt, freundlich, hilfsbereit und möglichst unkompliziert aufzutreten. Im Berufsleben kann genau das zur Falle werden.
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Frauen häufiger zusätzliche Aufgaben übernehmen, sich unnötig entschuldigen und ihre eigenen Forderungen zurückstellen. Und wir fragen: Was passiert, wenn Frauen klar Nein sagen, Grenzen setzen oder selbstbewusst über Geld und Verantwortung verhandeln?
Denn freundlich zu sein bedeutet nicht, alles auch hinzunehmen. Und Klarheit ist nicht frech.
Zum Weiterlesen: Studien, Fakten und praktische Hilfen
Warum entschuldigen sich Frauen häufiger?
Frauen übernehmen häufiger Aufgaben, die kaum Anerkennung bringen
Wenn selbstbewusstes Verhandeln bei Frauen anders bewertet wird
Verhandlungen gut vorbereiten: die eigene Alternative kennen
Der Gender Pay Gap in Deutschland
Was Beschäftigte über Gehälter erfahren dürfen
Frauen im Beruf: Unterstützung beeinflusst Aufstiegschancen
Frauen in Führungspositionen in Deutschland
und noch eine sehr interessante Aussage über Frauen und Macht:
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Wir danken: Olli Ujc für Schnitt, Teaser und deine tollen Ideen. Cynthia Melcer für die tollen Fotos und die Betreuung im Media Hub des Offenen Kanals Kiel, den wir als Studio nutzen dürfen!
Ghosting - das kennen viele von uns vom Dating.
Für alle, die nach unserer Diskussion noch ein bisschen tiefer einsteigen möchten, haben wir einige Studien und Artikel zusammengestellt:
Ghosting im Bewerbungsprozess: Stepstone berichtet, dass fast zwei von drei Jobsuchenden schon einmal keine abschließende Rückmeldung eines Unternehmens erhalten haben.
Kündigungen & Arbeitsmarkt: Zahlen und Entwicklungen zum deutschen Arbeitsmarkt liefert die Bundesagentur für Arbeit.
Altersdiskriminierung: Wie verbreitet Altersdiskriminierung ist und warum sie im Erwerbsleben eine besondere Rolle spielt, untersucht die Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
KI & Arbeitsplätze: Das ifo Institut hat Unternehmen gefragt, welche Auswirkungen sie durch KI auf Beschäftigung und Stellenabbau erwarten.
Gute Führung: Der Gallup Engagement Index untersucht regelmäßig Mitarbeiterbindung, Führung und Arbeitskultur in Deutschland.
„Der Fisch stinkt vom Kopf“: Eine lesenswerte Kulturgeschichte der Führung – übrigens bei brand eins, nicht beim manager magazin.
Und jetzt seid ihr dran: Habt ihr Ghosting im Berufsleben schon erlebt? Wurdet ihr nach einer Bewerbung, einem Gespräch oder sogar nach jahrelanger Zusammenarbeit plötzlich mit Schweigen konfrontiert? Oder habt ihr selbst schon einmal nicht mehr geantwortet?
Schreibt uns. Wir wollen eure Geschichten und eure Perspektive hören.
Über uns – Doro & Silvia
Zwei Frauen. Zwei ziemlich unterschiedliche Lebensläufe. Und jede Menge Lust auf echte Gespräche.
Wir sind Dorothee Dahinden und Silvia Janzen – Die Botschafterinnen. Uns verbindet die Neugier auf Menschen, der unbedingte Wille zur Fairness und die Frage, wie wir eigentlich leben und arbeiten wollen. Uns interessieren dabei weniger perfekte Karrieren als das, was unterwegs tatsächlich passiert: Umwege, Entscheidungen, Zweifel, Erfolge, Brüche – und manchmal der Moment, an dem man sagt: So. Jetzt mache ich es anders.
Doro kommt aus dem Journalismus, hat Politikwissenschaften (M.A.) studiert. Als ehemalige TV-Reporterin, Podcasterin, Autorin und Verlegerin ist sie gewohnt, genau hinzuhören, nachzufragen und Geschichten zu entdecken, die hinter der offensichtlichen Geschichte liegen. Audio, Video, Text und gute Fragen sind ihre Welt.
Silvia kommt aus Wirtschaft, Strategie und Kommunikation, hat BWL studiert. Sie war viele Jahre Unternehmerin und Geschäftsführerin einer Werbe- und Strategieagentur, verkaufte mit 50 ihre Agenturanteile und schlug bewusst ein neues berufliches Kapitel auf. Sinnvoll arbeiten, Heute arbeitet sie unter anderem in den Bereichen Strategie, Fundraising, Nachhaltigkeit und Naturschutz – und weiß aus eigener Erfahrung, dass ein Lebenslauf nicht immer geradeaus führen muss.
Und genau deshalb gibt es LebensUnterhalt.
Denn Lebensunterhalt ist für uns viel mehr als das Geld, das am Monatsende auf dem Konto landet. Es geht um Arbeit und Sicherheit, aber auch um Wertschätzung, Familie, Lernen, Mut, Alter, gesellschaftliche Veränderungen – und die Freiheit, irgendwann noch einmal eine andere Richtung einzuschlagen.
Wir diskutieren, widersprechen uns, lachen, erzählen aus unserem eigenen Leben und holen Menschen und Fakten dazu, die neue Perspektiven eröffnen.
Nicht perfekt. Nicht immer einer Meinung. Aber neugierig.
🎙️ LebensUnterhalt – der Podcast für Perspektiven, Mut und Richtungswechsel.
Wer wir sind? Dorothee Dahinden und Silvia Janzen aka "Die Botschafterinnen". Ab jetzt hören wir uns jede Woche Donnerstag. Wir freuen uns auf dich!
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