LebensUnterhalt. Wovon Menschen leben — und wofür.

LebensUnterhalt. Wovon Menschen leben — und wofür.

By Dorothee Dahinden & Silvia JanzenSociety & CultureBusinessHealth & FitnessMental Health
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LebensUnterhalt. Wovon Menschen leben — und wofür. episodes

  • Immer funktionieren. Bis nichts mehr geht?
    Wenn der Job zu viel wird: Was gibt uns Halt?
    Wenn Arbeit krank macht: Wie lange halten wir durch?

    Nach unserem Gespräch mit Yasemin Dikmen über ihren Burnout und beruflichen Neuanfang haben wir weiter über das Thema nachgedacht und gesprochen. 

    Jede*r von uns hat sicher schon mal solche Phasen erlebt - selbst wenn man eigentlich ein optimistischer Typ ist. 

    Warum merken wir oft erst spät, wie sehr uns die Arbeit belastet? Weshalb fällt es uns so schwer, rechtzeitig Grenzen zu setzen? Und wo finden wir Halt, wenn der Job und die Welt um uns herum immer mehr Kraft kosten?

    Wir haben ein paar Zahlen recherchiert und Informationen zusammengestellt, die unser Gespräch ergänzen.

    1. Arbeit und Erschöpfung – was sagen die Zahlen?

    Eine aktuelle Untersuchung der Techniker Krankenkasse zeigt, wie sehr viele Menschen ihren Berufsalltag als Belastung empfinden.

    Laut TK-Stressreport 2025, veröffentlicht im Januar 2026:

    • 42 Prozent der Beschäftigten fühlen sich durch ihre Arbeit häufig abgearbeitet und verbraucht.

    • 33 Prozent können abends oder am Wochenende nicht richtig von der Arbeit abschalten.

    • 24 Prozent gelingt das selbst im Urlaub nicht.

    • 29 Prozent sagen, dass Freunde und Familie durch ihre beruflichen Verpflichtungen häufig zu kurz kommen.

    Als besonders belastend werden zu viel Arbeit, Termindruck, Unterbrechungen und Informationsflut genannt.

    Wichtig: Diese Werte beschreiben subjektiv erlebte Belastungen – nicht die Anzahl der Menschen mit Burnout oder einer psychischen Erkrankung.

    Quelle: Techniker Krankenkasse – Stressreport 2025 und Ergebnisse zur Arbeitsbelastung

    Wichtig: Menschen, die schwer erschöpft oder psychisch erkrankt sind, können sich nicht immer einfach aufraffen, Sport treiben oder neue Routinen beginnen. Ebenso ist nicht jeder Arbeitsplatz durch persönliches Zeitmanagement zu ertragen. Diese Unterscheidung ist uns wichtig - dies gibt unsere Meinung wieder, die aber auch nicht auf jede*n passt.


    2. Burnout – was bedeutet das eigentlich?

    Der Begriff Burnout wird häufig für einen Zustand tiefer Erschöpfung verwendet.

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Burnout in der ICD-11 als ein Phänomen im beruflichen Kontext, das aus chronischem, nicht erfolgreich bewältigtem Arbeitsstress entsteht.

    Drei Merkmale stehen dabei im Mittelpunkt:

    • Starke Erschöpfung und Energieverlust.

    • Wachsende innere Distanz zum Beruf oder eine zunehmend negative Haltung zur Arbeit.

    • Das Gefühl, beruflich weniger wirksam oder leistungsfähig zu sein.

    Wichtig: Burnout wird von der WHO nicht als eigenständige medizinische Erkrankung klassifiziert.

    Ähnliche Beschwerden können allerdings auch bei Depressionen, Angststörungen oder körperlichen Erkrankungen auftreten. Deshalb ist eine fachliche Abklärung wichtig, wenn Beschwerden länger anhalten oder den Alltag erheblich beeinträchtigen.

    Quelle: Weltgesundheitsorganisation – Burn-out als berufliches Phänomen (englisch)

    3. Psychische Erkrankungen: Warum dauern Krankschreibungen so lange?

    Im Gespräch sprechen wir über die Dauer krankheitsbedingter Ausfälle.

    Hier lohnt ein genauer Blick auf die Statistik.

    Laut dem DAK-Psychreport 2026, der die Arbeitsunfähigkeitsdaten von 2025 auswertet, dauerte eine Krankschreibung aufgrund einer psychischen Erkrankung durchschnittlich 34,2 Tage.

    Im Vorjahr waren es 32,9 Tage.

    Psychische Erkrankungen verursachten 2025 insgesamt 18,7 Prozent aller krankheitsbedingten Fehltage unter den untersuchten DAK-versicherten Beschäftigten. Besonders viele Fehltage entfielen auf Depressionen.

    Diese Zahlen beziehen sich auf psychische Erkrankungen insgesamt. Sie sind keine Burnout-Statistik und beschreiben auch nicht automatisch die Situation aller Beschäftigten in Deutschland.

    Quelle: DAK-Gesundheit – Psychreport 2026

    4. Frauen, Beruf und Belastung: Gibt es Unterschiede?

    Wir sprechen darüber, dass gerade Frauen häufig lange durchhalten, obwohl sie sich schon erschöpft fühlen.

    Die DAK-Daten zeigen tatsächlich einen Unterschied bei den psychisch bedingten Fehlzeiten.

    Im Jahr 2025 entfielen auf 100 weibliche Versicherte 456 Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen, bei Männern waren es 288.

    Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass Frauen generell häufiger einen Burnout haben oder Belastungen grundsätzlich länger aushalten. Für solche Schlussfolgerungen müssten unter anderem Diagnosen, Tätigkeiten, Arbeitsbedingungen und weitere Einflussfaktoren berücksichtigt werden.

    Quelle: DAK-Gesundheit – Psychreport 2026

    5. Ist Erschöpfung nur ein persönliches Problem?

    Nein. Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz hängt nicht allein davon ab, wie belastbar ein einzelner Mensch ist.

    Die WHO nennt unter anderem folgende Risiken:

    • Dauerhaft überhöhte Arbeitsbelastung und Personalmangel.

    • Geringen Einfluss auf Arbeitsabläufe und Entscheidungen.

    • Fehlende Unterstützung und problematisches Führungsverhalten.

    • Unsicherheit über den eigenen Arbeitsplatz.

    • Konflikte zwischen beruflichen und privaten Anforderungen.

    Deshalb empfiehlt die WHO nicht nur individuelle Maßnahmen zur Stressbewältigung, sondern ausdrücklich auch Veränderungen der Arbeitsbedingungen.

    Unser Gedanke dazu: Es kann helfen, Grenzen zu setzen und gut für sich zu sorgen. Niemand sollte schlechte Arbeitsbedingungen allein durch noch mehr persönliche Disziplin ausgleichen müssen.

    Quelle: WHO – Mental Health at Work (englisch)

    6. Was kann uns außerhalb der Arbeit Halt geben?

    Im Gespräch erzählen wir, welche Bedeutung Freundschaften, Familie, Bewegung, Hobbys und gemeinsame Unternehmungen für uns haben.

    Ein Spaziergang im Wald, ein Treffen mit Freunden, Malen, Musik oder einfach einmal nichts tun: Oft sind es ganz unterschiedliche Dinge, die Menschen als wohltuend erleben.

    Auch viele Krankenkassen, Ärzte nennen unter anderem soziale Unterstützung sowie geeignete Bewegungs- und Freizeitangebote als mögliche Bausteine zur Förderung psychischer Gesundheit.

    Dabei gibt es kein allgemeingültiges Rezept. Was dem einen guttut, kann für andere unpassend oder in einer akuten Erschöpfungsphase kaum zu bewältigen sein.

    Und, ganz wichtig: Bewegung, Hobbys und Gespräche sind keine Ersatzbehandlung für eine psychische Erkrankung.

    Quelle: WHO – Leitlinien zur psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz

    7. Wenn es nicht mehr geht: Wo bekomme ich Unterstützung?

    Wir möchten Mut machen, über Belastungen zu sprechen. Gleichzeitig wissen wir, dass Gespräche mit Freunden allein nicht immer ausreichen.

    Wer sich über längere Zeit erschöpft, niedergeschlagen, überfordert oder psychisch belastet fühlt, kann sich an die Hausarztpraxis oder direkt an eine psychotherapeutische Praxis wenden.

    Professionelle Hilfe in Deutschland:

    116117 – Patientenservice

    Unter der Telefonnummer 116117 oder über www.116117.de können gesetzlich Versicherte Unterstützung bei der Suche nach einer psychotherapeutischen Sprechstunde erhalten. Für ein solches Erstgespräch ist keine Überweisung notwendig.

    TelefonSeelsorge – ein offenes Ohr, auch anonym

    Telefon: 116 123

    Alternativ: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.

    Die TelefonSeelsorge ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar.

    www.telefonseelsorge.de

    Bei unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben gilt die Notrufnummer 112.

    Wir können und wollen keine professionellen Tipps geben - sucht Euch professionelle Hilfe.

    Und was nehmen wir selbst aus diesem Gespräch mit?

    Vielleicht müssen wir nicht immer alles perfekt machen, alles aushalten und immer funktionieren.

    Vielleicht dürfen wir öfter sagen, dass uns etwas zu viel wird. Uns Zeit nehmen für Menschen und Dinge, die uns guttun. Und früher hinschauen, wenn unser Leben aus dem Gleichgewicht gerät. Mal nicht perfekt sein - ist auch langweilig, findet Silvia. 

    Das bedeutet nicht, dass jede schwierige berufliche Phase gleich eine Krise ist. Aber es lohnt sich, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen.

    Denn LebensUnterhalt ist nicht nur das Geld, das wir verdienen. Sondern auch das, was uns im Leben trägt.

    Danke, dass ihr uns zuhört! Wir freuen uns über Euer Feedback. 

    Doro & Silvia

    LebensUnterhalt – dein Podcast für Perspektiven, Mut und Inspiration.

    11 min
  • Promis. Karriere, Burnout. Neustart. - Yasemin Dikmen über ein Leben als Reporterin und den Weg zurück zu sich selbst.
    Und wenn der Traumjob dich krank macht? Mit Ex-Promi-Reporterin Yasemin Dikmen über Burnout, Veränderung, Neuanfang.

    Zu Gast: Yasemin Dikmen - Vom roten Teppich zum eigenen Weg

    Yasemin erzählt von ihrer langjährigen Arbeit im Prominentenjournalismus, ihrem Aufstieg zur Redaktionsleiterin und ihrer Entscheidung, die RTL-Sendergruppe zu verlassen. Ohne Groll und um viele Erfahrungen reicher. Heute baut sie mit Yamïn ein eigenes Teppichprojekt auf. Weiterhin möchte sie einen Job, der nicht mehr aufregend ist und einen Sinn macht - für ihren Lebensunterhalt.
    Ihre Erfahrungen mit Arbeitsbelastung, Burnout und Neuorientierung schildert sie aus persönlicher Perspektive. Angaben zu ihrer beruflichen und finanziellen Situation beziehen sich auf den Zeitpunkt der Aufnahme.

    Wieder ein paar weiterführende Links und Infos:

    Warum interessieren uns Prominente so sehr?

    Manche Stars begleiten uns über Jahrzehnte. Durch wiederkehrende Auftritte, Interviews und persönliche Einblicke kann das Gefühl entstehen, sie zu kennen. Die Medienpsychologie spricht dabei von „parasozialen Beziehungen“: emotionalen Bindungen an Medienpersonen, die überwiegend einseitig bleiben.
    Solche Bindungen können Identifikation und ein Gefühl von Verbundenheit ermöglichen. Sie sind nicht automatisch Ausdruck von Einsamkeit: Eine Metaanalyse von 120 Studien fand keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Defiziten in sozialen Beziehungen und parasozialen Bindungen. (academic.oup.com⁠)
    Zum Weiterlesen: Tukachinsky, Walter und Saucier: „Antecedents and Effects of Parasocial Relationships: A Meta-Analysis“⁠, 2020. Englischsprachige wissenschaftliche Zusammenfassung frei zugänglich; der Volltext kann zugangsbeschränkt sein.
    Oder: Warum uns Promis so faszinieren

    „Exclusiv“, „Prominent!“ und Fernsehen im Wandel

    Zur Einordnung der Sender: „Exclusiv“ ist ein RTL-Format; „Prominent!“ wurde bei VOX ausgestrahlt. VOX gehört zur RTL-Gruppe. „Prominent!“ wurde Anfang 2026 eingestellt. Yasemins Ausstieg und die spätere Einstellung der Sendung sind unterschiedliche Ereignisse. (rtl.de⁠, reuters.com⁠)

    Yasemin beschreibt steigende Anforderungen bei knapperen Ressourcen. Der wirtschaftliche Wandel lässt sich auch in Unternehmensberichten nachvollziehen: Im Geschäftsbericht für 2025 berichtet die RTL Group über rückläufige TV-Werbung, eine stärkere Verlagerung zum Streaming und umfassende Kostensenkungen. Das beschreibt die Unternehmensentwicklung; Yasemins persönliche Arbeitsbedingungen lassen sich daraus nicht im Einzelnen ableiten. (company.rtl.com⁠)

    Gleichzeitig bleibt klassisches Fernsehen relevant: Laut ARD/ZDF-Medienstudie 2026 sehen 71 Prozent der Bevölkerung mindestens wöchentlich lineares Fernsehen. Unter 50-Jährige verbringen allerdings bereits den überwiegenden Teil ihrer Videozeit mit nichtlinearen Angeboten. (zdf-werbefernsehen.de⁠)

    Quellen: RTL: Hintergrund zu „Prominent!“⁠ · RTL Group: Jahresergebnisse 2025, PDF⁠ · ARD/ZDF-Medienstudie 2026: Zusammenfassung⁠

    Burnout: Was bedeutet das eigentlich?

    Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt Burnout in der ICD-11 als Folge chronischen, nicht erfolgreich bewältigten Stresses am Arbeitsplatz.
    Genannt werden drei Dimensionen: starke Erschöpfung, wachsende innere Distanz oder Zynismus gegenüber der Arbeit und verringerte berufliche Leistungsfähigkeit. Burnout wird dort als berufsbezogenes Phänomen eingeordnet, nicht als eigenständige Krankheit. Die Beschwerden können dennoch erheblich und behandlungsbedürftig sein. (who.int⁠)
    Wichtig zur Aussage im Gespräch: Der Gedanke „Ich habe nicht genug gearbeitet, um einen Burnout zu haben“ ist für sich allein kein eindeutiges diagnostisches Zeichen. Ob eine behandlungsbedürftige Erschöpfung oder eine andere Erkrankung vorliegt, muss fachlich abgeklärt werden.
    Quellen: WHO: Burnout als berufsbezogenes Phänomen⁠
    oder: https://dearemployee.de/icd-11-burnout/

    Welche Beschwerden und Folgen können auftreten?

    Anhaltende Erschöpfung kann mit Konzentrationsproblemen, fehlender Motivation, emotionalem Rückzug und körperlichen Beschwerden wie Schmerzen oder Magen-Darm-Problemen einhergehen. Arbeit und Alltag können dadurch erheblich beeinträchtigt werden. (gesund.bund.de⁠)
    Burnout und Depression sind nicht gleichzusetzen.
    Beschwerden überschneiden sich jedoch; hinter vermeintlichem Burnout können auch Depressionen, Angststörungen oder körperliche Erkrankungen stehen. Burnout-Beschwerden können zudem das Risiko einer Depression erhöhen. Eine Auszeit oder ein Jobwechsel allein ist deshalb nicht für alle Betroffenen die passende Hilfe. (gesundheitsinformation.de⁠)
    Zum Weiterlesen: gesund.bund.de: Burn-out-Syndrom⁠ · IQWiG: Was ist ein Burnout?⁠
    Für Mütter und Väter:
    https://www.muettergenesungswerk.de/reif-fuer-die-kur/kurtest/burn-out/

    Hilfe finden und den nächsten Schritt klären

    Bei anhaltender Erschöpfung ist die Hausarztpraxis eine erste Anlaufstelle, um Beschwerden und mögliche körperliche Ursachen abzuklären. Eine psychotherapeutische Sprechstunde hilft dabei, den weiteren Unterstützungsbedarf einzuschätzen.
    Termine vermittelt der Patientenservice unter 116117 oder online. Für das Erstgespräch ist keine Überweisung erforderlich. (gesund.bund.de⁠, 116117.de⁠, kbv.de⁠)

    Yasemin berichtet, dass ihr Psychiater ihr riet, mit ihrer beruflichen Entscheidung zu warten, bis es ihr besser ging. Das war eine_ individuelle_ Empfehlung in ihrer Situation. Ob Entlastung, eine veränderte Tätigkeit oder ein Berufswechsel sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.

    Informationen und Terminvermittlung: 116117 – Psychotherapie⁠
    Thema auch hier:
    https://aerztestellen.aerzteblatt.de/de/redaktion/bewerbung-im-burnout-ist-das-sinnvoll

    Yamïn: Teppiche, Familiengeschichte und weibliche Handwerkskunst

    Mit Yamïn verbindet Yasemin ihre Freude an Einrichtung und Gestaltung mit ihren familiären Wurzeln. Sie erzählt von ihrer Großmutter, die in Uşak in der Türkei Teppiche knüpfte, und von ihrem Vater, der in den 1990er-Jahren Teppiche im Nebenerwerb verkaufte. Außerdem stellt sie die Frauen und Kooperationen hinter ihren Kollektionen vor. Auch hier nachzulesen https://www.yamin-interior.de
    Ein Begriff aus dem Gespräch: Kelims sind gewebte Flachgewebe. Sie unterscheiden sich von Knüpfteppichen, deren Flor durch zusätzlich eingeknüpfte Knoten entsteht. Weben und Knüpfen sind unterschiedliche Herstellungstechniken. (islamic-art.smb.museum⁠)

    Mehr erfahren: Yamïn – Teppiche und Kollektionen⁠ · Yasemins Geschichte und die Menschen hinter Yamïn⁠ · https://www.yamin-interior.de

    Instagram: https://www.instagram.com/yamin.interior

    Neuanfang und finanzielle Sicherheit

    Yasemin spricht offen darüber, dass ihr Herzensprojekt zum Zeitpunkt der Aufnahme ihren Lebensunterhalt noch nicht sichert. Im Gespräch erwähnt sie den Gründungszuschuss. Dieser kann unter bestimmten Voraussetzungen den Start aus der Arbeitslosigkeit in eine hauptberufliche Selbstständigkeit unterstützen. Die Förderung ist zeitlich begrenzt und eine Ermessensleistung der Agentur für Arbeit. (arbeitsagentur.de⁠)
    Informationen: Bundesagentur für Arbeit – Gründungszuschuss⁠

    Was gibt euch Halt?

    Habt ihr einen Beruf verlassen, den ihr einmal geliebt habt?
    Oder merkt ihr gerade, dass sich eure Vorstellungen von einem guten Arbeitsleben verändern?
    Schreibt uns über die Kanäle von LebensUnterhalt.
    Wenn euch diese Folge berührt, teilt sie mit einem Menschen, dem sie guttun könnte, und abonniert unseren Podcast.

    Diese Folge enthält persönliche Erfahrungen. Die ergänzenden Gesundheitsinformationen dienen der Orientierung und ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung. Recherche und Linkprüfung: 21. Oktober 2026.

    Wir danken:** Olli Ujc für Schnitt, Teaser und deine tollen Ideen. (https://ujc.de/))

    Cynthia Melcer und Daniel Wehrend sowie dem gesamten Team für die Betreuung im Media Hub des Offenen Kanals Kiel (https://www.oksh.de/ki/)), den wir als Studio nutzen dürfen! Und natürlich ein herzlicher Dank an unsere Gäste!

    Wer wir sind? Dorothee Dahinden und Silvia Janzen aka "Die Botschafterinnen". Ab jetzt hören wir uns jede Woche Donnerstag. Wir freuen uns auf dich!

    Weiteres über uns: www.die-botschafterinnen.de

    Wollt Ihr dabei sein? Dann schreibt uns eine Mail an: [email protected]

    Impressum: https://www.die-botschafterinnen.de/impressum

    36 min
  • Zuversicht in Krisenzeiten: Trau dich, sei zukunftsmutig!
    Was uns Mut macht.
    Zuversicht – Trau dich, zukunftsmutig zu sein!

    Mit Doro und Silvia | LebensUnterhalt

    86 Prozent der befragten Wahlberechtigten in Deutschland sehen derzeit eher Anlass zur Beunruhigung. Nur 12 Prozent sind zuversichtlich. Das zeigt der ARD-DeutschlandTrend vom Oktober 2026.

    Ganz schön ernüchternd, oder?

    Doro und Silvia wollen sich von diesen Zahlen nicht entmutigen lassen. Denn Zuversicht bedeutet nicht, dass alles gut ist. Sondern, dass wir auch dann etwas bewegen können, wenn wir nicht wissen, was morgen kommt.

    In dieser Folge sprechen wir über die vielen Unsicherheiten unserer Zeit: Kriege, wirtschaftliche Sorgen, politische Entwicklungen, Künstliche Intelligenz und eine Nachrichtenflut, die manchmal kaum auszuhalten ist.

    Doch vor allem geht es darum, was uns im Leben Halt gibt.

    Vielleicht fängt Zuversicht viel kleiner an, als wir denken.

    Mit einem ehrlichen Gespräch. Einer Einladung zum gemeinsamen Kochen. Dem Mut, um Hilfe zu bitten. Einem Ehrenamt, bei dem wir gebraucht werden. Oder einfach mit der Entscheidung, heute selbst etwas zu verändern.

    Darüber sprechen wir

    Warum Zuversicht gerade so schwerfällt: Die aktuellen Ergebnisse des ARD-DeutschlandTrends.

    KI und Zukunftsängste: Wie unterscheiden wir reale Risiken von Spekulationen und angstmachenden Schlagzeilen?

    Weniger Nachrichten, mehr Leben: Warum wir selbst entscheiden dürfen, wie viele Informationen wir täglich aufnehmen.

    Selbstwirksamkeit: Wie kleine Entscheidungen helfen können, wieder mehr Handlungsspielraum zu erleben.

    Finanzielle Sorgen: Warum es sinnvoll sein kann, Einnahmen, Ausgaben und eigene Bedürfnisse ehrlich zu überprüfen.

    Ehrenamt und Perspektivwechsel: Was wir lernen können, wenn wir unsere gewohnte Umgebung verlassen und anderen Menschen begegnen.

    Freundschaft und Gemeinschaft: Warum ein gemeinsames Essen und ein ehrliches „Wie geht es dir wirklich?“ manchmal mehr bewirken als hundert Nachrichten auf dem Smartphone.

    Bewegung und Lebensfreude: Warum körperliche Aktivität und soziale Kontakte unser Wohlbefinden unterstützen können.

    Zahlen, Fakten und weiterführende Quellen

    Die folgenden Informationen ergänzen unser Gespräch. Wir unterscheiden dabei zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen, statistischen Ergebnissen und unseren persönlichen Einschätzungen.

    1. ARD-DeutschlandTrend Oktober 2026 – Warum sind so viele Menschen beunruhigt?

    Die repräsentative Umfrage von infratest dimap unter 1.303 Wahlberechtigten in Deutschland (28.–30. September 2026) zeigt:

    86 % sehen in den aktuellen Verhältnissen eher Anlass zur Beunruhigung.

    12 % sehen eher Anlass zur Zuversicht.

    84 % sorgen sich, dass die politischen Parteien auf drängende Fragen keine gemeinsamen Antworten finden.

    66 % fürchten, dass Menschen die Kontrolle über Künstliche Intelligenz verlieren könnten.

    51 % befürchten, ihren bisherigen Lebensstandard künftig nicht mehr halten zu können.

    Die Zahlen beschreiben die Sorgen und Einschätzungen der Befragten – nicht die Wahrscheinlichkeit, dass diese Befürchtungen tatsächlich eintreten.

    Quelle: ARD-DeutschlandTrend, Oktober 2026, infratest dimap.

    Originalstudie mit Grafiken und Ergebnissen (PDF)

    Zusammenfassung bei infratest dimap

    2. Künstliche Intelligenz – wie berechtigt sind die Sorgen?

    KI entwickelt sich schnell und wirft wichtige Fragen zu Sicherheit, Arbeitsplätzen und menschlicher Kontrolle auf.

    Das KI-Unternehmen Anthropic warnte im Oktober 2026 vor der Möglichkeit, dass sich leistungsfähige KI-Systeme künftig eigenständig über Netzwerke verbreiten und Cyberangriffe unterstützen könnten.

    Die beschriebenen Entwicklungen beruhen auf technischen Untersuchungen und Zukunftsszenarien. Ein tatsächlicher allgemeiner Kontrollverlust über KI ist damit nicht nachgewiesen. Auch Fachleute bewerten die Wahrscheinlichkeit solcher Szenarien unterschiedlich.

    Quelle: Reuters, 13./14. Oktober 2026.

    Reuters: Anthropic warnt vor Risiken sich selbst verbreitender KI

    3. Nachrichtenkonsum – warum weniger manchmal mehr ist

    Laut dem Digital News Report 2026 des Reuters Institute vermeiden 40 % der in Deutschland online befragten Menschen zumindest gelegentlich Nachrichten.

    Weltweit liegt dieser Anteil über die untersuchten Märkte hinweg bei 42 %.

    Viele Menschen fühlen sich von der Menge und Intensität der Berichterstattung überfordert. Sich bewusste Nachrichtenpausen zu nehmen oder gezielt seriöse Informationsquellen auszuwählen, kann ein sinnvoller persönlicher Umgang damit sein.

    Quelle: Reuters Institute for the Study of Journalism, Digital News Report 2026, veröffentlicht im Juni 2026.

    Digital News Report 2026 – Deutschland

    4. Gemeinschaft – warum wir andere Menschen brauchen

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtete 2025, dass weltweit etwa jeder sechste Mensch von Einsamkeit betroffen ist.

    Soziale Beziehungen und das Gefühl, dazuzugehören, spielen eine wichtige Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden.

    Auch das Robert Koch-Institut bestätigt, dass soziale Unterstützung psychische Belastungen abmildern und helfen kann, schwierige Lebenssituationen besser zu bewältigen.

    Quellen: WHO, Commission on Social Connection, Juni 2025; Robert Koch-Institut, Soziale Unterstützung, Mai 2026.WHO: Social Connection und Einsamkeit

    RKI: Soziale Unterstützung und Gesundheit

    5. Ehrenamt – etwas bewegen und neue Menschen kennenlernen

    Bei den Tafeln in Deutschland engagieren sich nach Angaben des Dachverbands rund 77.000 Menschen. Etwa 94 % von ihnen arbeiten ehrenamtlich.

    Sie sammeln und sortieren Lebensmittel, organisieren Transporte, übernehmen Verwaltungsaufgaben und unterstützen die Lebensmittelausgabe.

    Die Tafeln helfen Menschen mit geringem Einkommen. Dazu zählen nicht nur Bürgergeldbeziehende, sondern beispielsweise auch Menschen mit kleinen Renten oder anderen geringen Einkünften. Die einzelnen Tafeln prüfen die Bedürftigkeit nach ihren jeweiligen Kriterien.

    Wer sich engagieren möchte, findet zahlreiche Möglichkeiten – bei Tafeln, Freiwilligen Feuerwehren, Vereinen oder anderen gemeinnützigen Organisationen.

    Quelle: Tafel Deutschland, Informationen zu Ehrenamt und Anspruchsberechtigung.

    Ehrenamt bei den Tafeln

    Wer kann Lebensmittel von der Tafel erhalten?

    6. Finanzielle Sorgen – was ein Kassensturz bringen kann

    Manchmal hilft es, die eigene finanzielle Situation möglichst sachlich zu betrachten.

    Die Verbraucherzentrale empfiehlt, regelmäßige Einnahmen, feste Kosten und veränderliche Ausgaben zu erfassen. Ein Haushaltsbuch kann zeigen, wofür Geld ausgegeben wird und ob Einsparmöglichkeiten bestehen.

    Wichtig: Nicht jede finanzielle Notlage lässt sich durch Sparen lösen. Bei ernsthaften Schwierigkeiten können unabhängige Beratungsangebote helfen.

    Quelle: Verbraucherzentrale, „Haushaltsbuch führen: Überblick über Ihre Finanzen“, aktualisiert am 6. August 2026.

    Verbraucherzentrale: Haushaltsbuch und Budgetplanung

    7. Bewegung – ein guter Schritt für Körper und Seele

    Regelmäßige körperliche Aktivität fördert nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern kann auch Symptome von Angst und Depression reduzieren.

    Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen grundsätzlich 150 bis 300 Minuten Bewegung mit mittlerer Intensität pro Woche. Aber auch kleinere Bewegungseinheiten können bereits gesundheitliche Vorteile bringen.

    Bewegung ist kein Ersatz für professionelle Hilfe bei psychischen Erkrankungen.

    Quelle: WHO, Factsheet „Physical Activity“, Juni 2024.

    WHO: Bewegung und Gesundheit


    Und jetzt seid ihr dran!Was macht euch zuversichtlich? Wer gibt euch Halt? Und was hilft euch, wenn die Welt mal wieder besonders kompliziert erscheint?

    Schreibt uns eure Gedanken und Erfahrungen.

    Denn vielleicht können wir die großen Krisen nicht allein lösen. Aber wir können füreinander da sein, einander zuhören und gemeinsam neue Ideen entwickeln.

    Unser Wunsch an euch: Bleibt zukunftsmutig!

    Eure Doro & Silvia

    LebensUnterhalt – Der Podcast für Mut, Inspiration und Lebensläufe.

    www.die-botschafterinnen.de

    Überall, wo es Podcasts gibt.
    Ein herzliches Danke an Olli Ujc für Schnitt, Beratung und Stimme. Und an den Offenen Kanal Media Hub Kiel!

    Recherche und Faktencheck: Stand 15. Oktober 2026. Die persönlichen Einschätzungen im Gespräch spiegeln die Sichtweisen der Moderatorinnen wider.

    14 min
  • Kein Chef von gestern: Stefan Wolters über gutes Handwerk und Führung auf Augenhöhe.
    Der Tischlermeister über faire Ausbildung, ein junges Team und einen Arbeitsplatz, an dem niemand eine Rolle spielen muss.

    Kein Chef von gestern: Stefan Wolters über gutes Handwerk und Arbeit auf Augenhöhe

    Eine 30-Stunden-Woche, faire Bezahlung und ein Chef, der sagt: „Seid einfach, wie ihr seid.“ Tischlermeister Stefan Wolters erzählt, wie er seine Tischlerei Prototyp in Kiel führt – und warum er nach eigener Aussage keine Schwierigkeiten hat, Menschen für sein Team zu gewinnen.

    Mit Doro und Silvia spricht Stefan über Erfahrungen aus seiner eigenen Ausbildung, Respekt im Handwerk und die Frage, warum Azubis Unterstützung brauchen statt blöder Sprüche. Für ihn gehört dazu auch, Mitarbeitende bei ihrer Meisterausbildung zu unterstützen.

    Außerdem geht es um Möbel mit Persönlichkeit, Qualität statt kurzlebiger Trends und den Wert guter handwerklicher Arbeit. Welche Rolle spielt KI bereits beim Entwerfen? Warum kostet ein individuelles Möbelstück mehr als Material und Arbeitszeit? Und was hat Meister Eder mit Stefans Berufswahl zu tun?

    Darüber sprechen wir:

    • Führung auf Augenhöhe und Zusammenhalt im Team

    • Die 30-Stunden-Woche in Stefans Betrieb

    • Ausbildungsbedingungen, Bezahlung und Wertschätzung

    • Weiterbildung ermöglichen und Nachwuchs halten

    • Individueller Möbelbau und langlebige Einrichtung

    • KI-Entwürfe und die Grenzen digitaler Planung

    • Frauen im Tischlerhandwerk und überholte Rollenbilder

    Unser Gast

    Stefan Wolters ist Tischlermeister und Inhaber der Tischlerei Prototyp in Kiel. Sein Betrieb gestaltet individuelle Möbel und Einrichtungslösungen – von der ersten Idee bis zur Umsetzung.

    Tischlerei Prototyp – mehr über Stefan und seinen Betrieb

    Zum Weiterlesen: acht Quellen zu den Themen der Folge

    1. Wie zufrieden sind Auszubildende wirklich?
    Der DGB-Ausbildungsreport 2026, veröffentlicht am 20. August 2026, untersucht Ausbildungsqualität und mentale Gesundheit. 65,7 Prozent der Befragten sind mit ihrer Ausbildung zufrieden oder sehr zufrieden; 50,6 Prozent fühlen sich psychisch belastet. Bei den befragten Tischler-Azubis geben nur 36,7 Prozent an, einen betrieblichen Ausbildungsplan erhalten zu haben. Der Report macht deutlich, wie wichtig verlässliche Betreuung und gute Ausbildungsbedingungen sind. Die Ergebnisse betreffen die untersuchten Ausbildungsberufe, nicht ausschließlich das Handwerk.

    DGB-Ausbildungsreport 2026 – vollständiger Bericht

    2. Viel Berufsstolz – aber zu wenig Anerkennung
    Die am 13. März 2026 veröffentlichte Forsa-Umfrage im Auftrag der IKK classic zeigt: 84 Prozent der befragten Handwerkerinnen sind stolz auf ihren Beruf, 77 Prozent macht ihre Arbeit glücklich. Gleichzeitig erleben nur 61 Prozent ausreichend Wertschätzung in ihrem Umfeld. Befragt wurden 504 Erwerbstätige in Handwerksberufen im November 2025. Die Ergebnisse beziehen sich auf das Handwerk insgesamt, nicht speziell auf Tischlerinnen.

    IKK classic – Handwerkerstolz und Wertschätzung

    3. Sind Fachkräfte im Holz- und Möbelbereich gefragt?
    Die KOFA-Analyse vom 28. Juli 2026 beschreibt anhaltende Fachkräfteengpässe im Handwerk. Für 2025 konnten rechnerisch knapp 100.000 offene Stellen in Handwerksberufen nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden. Auch der Holz-, Möbel- und Innenausbau weist laut Analyse weiterhin Fachkräftemangel auf – bei gleichzeitig rückläufigen Ausbildungsmarktkennzahlen. Gute Chancen hängen dennoch von Region, Spezialisierung und Betrieb ab.

    KOFA – Handwerk: Ausbildung zwischen Krise und Renaissance

    4. Mehr neue Ausbildungsverträge im Handwerk
    Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Handwerks vom 20. Juli 2026 wurden zwischen Januar und Juni knapp 67.800 neue Ausbildungsverträge eingetragen: 4,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das ist ein Zwischenstand für das gesamte Handwerk, keine gesonderte Tischlerstatistik. Die Veröffentlichung behandelt außerdem die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung.

    ZDH – Ausbildungszahlen und Gleichwertigkeit beruflicher Bildung

    5. Tischler*in werden: Tätigkeiten, Ausbildung und Vergütung
    Der BERUFENET-Steckbrief der Bundesagentur für Arbeit, Stand 1. Oktober 2026, erklärt die dreijährige duale Ausbildung. Zum Beruf gehören Kundenberatung, Entwurf, Fertigung, Montage und Reparatur. Einsatzmöglichkeiten bestehen unter anderem im Möbelbau, Innenausbau, Messebau und in Theaterwerkstätten. Der Steckbrief nennt auch beispielhafte Ausbildungsvergütungen nach Ausbildungsjahr und Bundesland.

    Bundesagentur für Arbeit – Beruf Tischler*in

    6. Nach der Gesellenprüfung ist noch lange nicht Schluss
    Der Bundesverband Tischler Schreiner Deutschland stellt auf seiner aktuell abrufbaren Berufsseite verschiedene Karrierewege vor: Meisterausbildung, Holztechnik, Gestaltung und weitere Fortbildungen. Eine hilfreiche Orientierung für alle, die mehr Verantwortung übernehmen oder sich fachlich weiterentwickeln möchten.

    Tischler Schreiner Deutschland – Karriere nach der Ausbildung

    7. Meisterschule und Aufstieg finanzieren
    Das offizielle Aufstiegs-BAföG-Portal des Bundes erläutert die Förderung von Fortbildungen, etwa zum Meister oder zur Technikerin. Förderfähig sind unter bestimmten Voraussetzungen Angebote in Vollzeit und Teilzeit. Wichtig: Kurs und persönliche Förderbedingungen vor der Anmeldung prüfen.

    Aufstiegs-BAföG – welche Fortbildungen gefördert werden

    8. Unterstützung für Weiterbildung und Umschulung
    Die Bundesagentur für Arbeit erklärt die Voraussetzungen für einen Bildungsgutschein und weitere Fördermöglichkeiten. Auch Beschäftigte können unter bestimmten Bedingungen Unterstützung erhalten. Ob eine Förderung möglich ist, wird individuell geprüft; sie gilt nicht automatisch für jeden Kurs.

    Bundesagentur für Arbeit – Bildungsgutschein und Weiterbildungsförderung

    Weiterbildungstipps für Tischler*innen und das Handwerk

    • Meisterausbildung: Für alle, die ausbilden, einen Betrieb führen oder mehr Verantwortung übernehmen möchten.

    • Staatlich geprüfte Holztechnik: Für Aufgaben in Konstruktion, Fertigungsplanung und Arbeitsvorbereitung. Die konkreten Zugangsvoraussetzungen bei der jeweiligen Fachschule prüfen.

    • CAD und CNC: Sinnvolle Ergänzungen für digitale Planung und Fertigung. Am besten einen Kurs wählen, der zu den eingesetzten Programmen und Maschinen passt.

    • Gestaltung oder Restaurierung: Für Menschen, die sich auf Entwurf, besondere Materialien oder den Erhalt bestehender Möbel spezialisieren möchten.

    • Kaufmännische Weiterbildung: Kalkulation, Projektsteuerung und Betriebsführung helfen, gute Arbeit wirtschaftlich tragfähig anzubieten.

    Unser Tipp: Erst das berufliche Ziel klären, dann Kurse vergleichen. Die Ausbildungs- und Weiterbildungsberatung der Handwerkskammer oder Innung kann bei der Auswahl helfen. Finanzierung und Freistellung frühzeitig mit dem Betrieb besprechen.

    Einordnung zu einer Zahl im Gespräch

    In der Folge fällt die Aussage, 56 Prozent der Azubis seien unzufrieden. Der DGB-Ausbildungsreport 2026 weist hingegen 65,7 Prozent zufriedene oder sehr zufriedene Befragte aus. Die übrigen Befragten sind nicht automatisch unzufrieden; dazu gehören auch teilweise Zufriedene. Ausbildungszufriedenheit und psychische Belastung sind unterschiedliche Kennzahlen.

    LebensUnterhalt – mit Dorothee Dahinden und Silvia Janzen 
    Über das, wovon wir leben, und das, was uns im Leben trägt.

    Ein herzliches Danke an Olli Ujc für deine Geduld, deine Schnelligkeit, den Schnitt und die Beratung. Und ein ebenso herzliches Dankeschön an den OKSH Mediahub Kiel, ihr seid ein wundervolles Team! Hier dürfen wir den Podcast produzieren. 

    Die verlinkten Quellen ergänzen das Gespräch. Sie wurden am Zeitpunkt der Veröffentlichung überprüft auf Richtigkeit. Für spätere Änderungen etc. sind die jeweiligen Organisationen verantwortlich. Wir übernehmen keine Haftung, Verantwortung für Links.

    Persönliche Erfahrungen unseres Gastes sind keine repräsentativen Aussagen über die gesamte Branche.

    Recherche-Stand: 7. Oktober 2026.

    37 min
  • Ausgelernt? Gibt´s nicht! - Warum Lernen Kopf und Karriere bewegt.
    Fertig gelernt? NIE. – Warum Neugier uns im Kopf und im Job weiterbringt.

    Man lernt nie aus. Zum Glück! – Lebenslanges Lernen und Weiterbildung

    Was möchtest du noch lernen – für deinen Beruf, für dich selbst oder einfach, weil es dich interessiert? Lebenslanges Lernen beginnt oft mit genau dieser Frage.

    In dieser Folge von LebensUnterhalt sprechen wir, Dorothee „Doro“ Dahinden und Silvia Janzen, über berufliche Weiterbildung, persönliche Entwicklung und die Freude daran, Neues auszuprobieren. Welche Fortbildung passt zu mir? Wie kann aus einem Interesse ein neues berufliches Standbein werden? Und wie entwickeln wir unser Wissen weiter, wenn künstliche Intelligenz die Arbeitswelt verändert?

    Silvia erzählt, wie ihre Ausbildung zur Naturführerin ihren Alltag und ihre Arbeit beim Naturgenussfestival bereichert. Außerdem geht es um ihren Weg vom ehrenamtlichen Engagement zur Weiterbildung im Fundraising – und darum, wie neue Fähigkeiten berufliche Perspektiven eröffnen können.

    Wir sprechen auch über die Voraussetzungen: Weiterbildung braucht Zeit, Finanzierung und Unterstützung. Gerade dann, wenn Beruf, Familie und persönliche Belastungen ohnehin viel verlangen.

    Darüber sprechen wir

    • Lebenslanges Lernen: Was Neugier, persönliche Interessen und berufliche Anforderungen miteinander zu tun haben.

    • Die passende Weiterbildung finden: Welche Inhalte und Lernformate zur eigenen Lebenssituation passen.

    • Führung und Personalentwicklung: Warum es sich lohnt, nachzufragen, wenn Mitarbeitende eine Fortbildung ablehnen.

    • KI und Arbeitswelt: Wie wir unsere Expertise weiterentwickeln und neue Kompetenzen aufbauen können.

    • Fortbildung in Medizin und Pflege: Fachwissen, psychische Belastungen und die nötigen Rahmenbedingungen.

    • Bildungsurlaub und Lernen im Alltag: Neue Themen entdecken, im Ehrenamt dazulernen und Fähigkeiten auch ohne Zertifikat entwickeln.

    Kapitel

    00:00 – Lebenslanges Lernen: Was wollen wir noch lernen?
    01:18 – Naturführerausbildung: Gewinn für Beruf und Alltag
    03:31 – Weiterbildung zwischen Interesse und beruflichem Bedarf
    04:34 – Wenn Mitarbeitende eine Fortbildung ablehnen
    06:08 – Kompetenzen weiterentwickeln in Zeiten von KI
    07:03 – Fundraising: Vom Ehrenamt zum beruflichen Standbein
    08:31 – Fortbildung in Pflege und mentaler Gesundheit
    09:46 – Bildungsurlaub für neue Lernwege nutzen
    10:19 – Lernen ohne Zertifikat: Alltag, Ehrenamt und neue Aufgaben

    Weiterlesen und selbst loslegen: zehn Quellen und Anlaufstellen

    Hier findet ihr ergänzende Informationen zu lebenslangem Lernen, Gehirnforschung, finanzieller Förderung und Bildungsangeboten.

    1. Lebenslanges Lernen – Deutsche UNESCO-Kommission
      Lernen begleitet uns durch alle Lebensphasen: im Beruf, in Bildungseinrichtungen und in der Freizeit. Ein Überblick über Bildung und Erwachsenenbildung.
      Lebenslanges Lernen bei der UNESCO https://www.unesco.de/themen/bildung/lebenslanges-lernen/

    2. Gehirnforschung: Wie Lernen möglich bleibt – Max-Planck-Institut
      Die Forschungsgruppe „Kognition und Plastizität“ untersucht, wie sich neuronale Netzwerke im Erwachsenenalter anpassen. Diese Neuroplastizität bildet eine Grundlage für lebenslanges Lernen.
      Kognition und Plastizität https://www.cbs.mpg.de/selbststaendige-forschungsgruppen/kognition-und-plastizitaet

    3. Anpassungsfähigkeit des Gehirns im Alter – Hertie-Institut und DZNE
      Eine Forschungsarbeit von 2025 liefert Hinweise auf erhaltene Anpassungsfähigkeit bis ins hohe Alter – untersucht am Hirnbereich, der Signale des Tastsinns verarbeitet.
      Neuroplastizität bis ins hohe Alter https://www.hih-tuebingen.de/presse/pressemitteilungen/artikel/hinweise-auf-neuroplastizitaet-bis-ins-hohe-alter-sprechen-fuer-die-lebenslange-anpassungsfaehigkeit-des-menschlichen-gehirns

    4. Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein – Investitionsbank Schleswig-Holstein
      Für Beschäftigte mit Arbeitsstelle in Schleswig-Holstein: Unter den Förderbedingungen werden aktuell 60 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten, höchstens 5.000 Euro pro Weiterbildung, bezuschusst. Der Antrag muss spätestens vier Wochen vor Weiterbildungsbeginn eingehen.Noch bis Ende 2028 gültig, bitte lest die Bedingungen genau! 
      Förderbedingungen und Antrag zum Weiterbildungsbonus https://www.ib-sh.de/produkt/a3-weiterbildungsbonus-schleswig-holstein/

    5. Bildungsgutschein – Bundesagentur für Arbeit
      Informationen zur finanziellen Unterstützung beruflicher Weiterbildung und Umschulung. Welche Förderung möglich ist, hängt von den persönlichen Voraussetzungen ab und wird im Beratungsgespräch geklärt.
      Weiterbildung mit Bildungsgutschein https://www.arbeitsagentur.de/karriere-und-weiterbildung/bildungsgutschein

    6. KOMPASS – Förderung für Solo-Selbstständige
      Das Bundesprogramm ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen Weiterbildungszuschüsse von bis zu 4.500 Euro. Vor der Kursanmeldung ist eine Beratung erforderlich. Die monatliche Ausgabe der Qualifizierungsschecks ist derzeit begrenzt.
      KOMPASS: Voraussetzungen und Anlaufstellen https://www.esf.de/portal/DE/ESF-Plus-2021-2027/Foerderprogramme/bmas/kompass.html

    7. Frauenförderung: Frau & Beruf Schleswig-Holstein
      Kostenfreie und vertrauliche Beratung für Frauen zu beruflicher Orientierung, Wiedereinstieg und Weiterentwicklung. Die Beratungsstellen helfen dabei, passende nächste Schritte zu finden. Wirklich sehr engagierte Frauen beraten, Gibt es in jedem Bundesland. 
      Frau & Beruf – Beratung in deiner Region  https://frau-und-beruf-sh.de/

    8. Lernen an der VHS – Volkshochschulen in Schleswig-Holstein
      Ob Sprachen, digitale Kompetenzen, Kreativität oder berufliche Bildung: Über den Landesverband findet ihr Volkshochschulen vor Ort und verschiedene Portale zur Kurssuche. Denkt nicht, die VHS ist nichts für mich! Es gibt so viele interessante und auch anspruchsvolle Kurse! Vor allem zu erschwinglichen Preisen. 
      VHS-Kurse und Bildungsangebote finden https://www.vhs-sh.de/kurssuche/

    9. Bildungsurlaub in Schleswig-Holstein – offizielle Informationen des Landes
      Wer kann Bildungsfreistellung nutzen? Welche Veranstaltungen sind anerkannt? Hier findet ihr Informationen zu Voraussetzungen, Umfang und Beantragung.
      Bildungsurlaub: Was muss ich wissen? https://www.schleswig-holstein.de/DE/fachinhalte/B/bildungsfreistellung_bildungsurlaub/Bildungsurlaub_was_wissen

    10. Ausbildung für Naturführungen in Schleswig-Holstein – BNUR
      Das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume informiert über Lehrgänge zur zertifizierten Natur- und Landschaftsführerin beziehungsweise zum zertifizierten Natur- und Landschaftsführer nach BANU-Standard. Inhalte sind unter anderem Naturwissen, Kommunikation und die Gestaltung von Naturerlebnissen.
      Naturführerausbildung und weitere Qualifizierungen https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/BNUR/Projekte/_documents/projekte_weiterbildungen

    Und was möchtest du noch lernen?

    Welche Weiterbildung hat dich weitergebracht? Was würdest du gern ausprobieren, traust dich aber noch nicht? Oder hast du eine Fortbildung erlebt, die dich enttäuscht hat?

    Schreib uns an [email protected]. Wir freuen uns auf deine Erfahrungen, Fragen und Tipps.

    Abonniere LebensUnterhalt und teile diese Folge mit jemandem, der gerade Lust auf neue Perspektiven hat.

    LebensUnterhalt – dein Podcast für Perspektiven, Mut und Inspiration.

    Wir danken herzlich Olli Ujc für Schnitt, Ton, und Beratung. Ein Dankeschön auch an den Offenen Kanal Schleswig-Holstein Media Hub. Hier dürfen wir den Podcast aufnehmen. 

    Links und Informationen geprüft am 6. Oktober 2026. Förderbedingungen, Fristen und Kursangebote können sich ändern. Bitte prüft vor einer Anmeldung die aktuellen Angaben der jeweiligen Anbieter und Förderstellen. Wir übernehmen keine Haftung. 

    12 min
  • Schafft sich die gute Werbung ab? - Mit Marketing-Consultant Holger Hennschen über KI, bedrohte Jobs und den Neustart.
    Eine Folge über Werbung – und eigentlich über viel mehr: KI, Arbeit, Alter, Veränderung, Geld, Kreativität und die Frage, wie wir uns immer wieder neu erfinden können.

    Was bleibt von Werbung, wenn KI Texte schreibt, Bilder erzeugt, Strategien vorbereitet und irgendwann vielleicht ganze Werbefilme produziert?

    Unser Gast Holger Hennschen kennt die Werbewelt seit Jahrzehnten. Er hat für große Agenturen und bekannte Marken gearbeitet – darunter Unternehmen aus der Automobilbranche – und erlebt gerade sehr unmittelbar, wie sich sein Beruf verändert.
    Früher wurde recherchiert, diskutiert, konzipiert und mit ganzen Teams wochenlang an Strategien gearbeitet. Heute kann KI innerhalb weniger Sekunden analysieren, strukturieren und erste Konzepte liefern. Holger arbeitet selbst intensiv mit KI – sieht aber auch ihre Grenzen. Denn Werbung lebt nicht nur vom Durchschnitt, sondern von Ideen, die überraschen, irritieren und aus einer anderen Ecke kommen.
    Gleichzeitig hat sich unsere Aufmerksamkeit verändert. Fernsehen, Streaming, Social Media, Influencer, unzählige Plattformen und immer neue Inhalte konkurrieren um wenige Sekunden Aufmerksamkeit. Zielgruppenkenntnis, Aussteuerung und Daten werden deshalb wichtiger – während die große emotionale Kampagne es immer schwerer hat, überhaupt wahrgenommen zu werden.
    Und die Agenturwelt selbst? Auch sie steckt mitten in einem massiven Umbau. Agenturen fusionieren, Marken verschwinden, Leistungen werden ins Unternehmen zurückgeholt und KI übernimmt Aufgaben, für die früher ganze Teams gebraucht wurden. Holger beschreibt eine Branche, in der Text, Grafik, Strategie und Produktion längst von KI beeinflusst werden – der Mensch aber weiterhin beurteilen, verfeinern und entscheiden muss.
    Dabei wird die Folge sehr persönlich. Denn wenn sich eine Branche verändert, geht es nicht nur um Technologie. Es geht um Lebensunterhalt: Was mache ich mit 50 oder 60, wenn mein bisheriger Beruf so nicht mehr funktioniert? Muss ich finanziell zurückstecken? Welche meiner Fähigkeiten werden noch gebraucht? Und kann ein beruflicher Umbruch auch die Chance sein, etwas völlig Neues anzufangen? Holger erzählt, warum er heute bewusst nach neuen Tätigkeitsfeldern sucht und seinen weiteren Berufsweg anders denkt als früher.
    Am Ende landen wir bei einer Frage, die weit über Werbung hinausgeht:
    Wenn KI uns immer mehr Arbeit abnehmen kann – welche Arbeit wollen wir Menschen eigentlich noch selbst machen?
    Denn Lebensunterhalt ist mehr als Geld verdienen. Es geht auch um Aufgaben, die uns fordern, um Selbstwirksamkeit, Begegnung, Widerspruch und das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.
    Eine Folge über Werbung – und eigentlich über viel mehr: KI, Arbeit, Alter, Veränderung, Geld, Kreativität und die Frage, wie wir uns immer wieder neu erfinden können.
    Lebensunterhalt – über das, wovon wir leben und was uns im Leben trägt.

    Aktuelle Fakten & Quellen zur Folge:

    1. GWA KI Whitepaper 2026 – „Der neue Wert“, veröffentlicht am 9. September 2026.

    2. Befragt wurden 170 CEOs/CMOs und 78 Geschäftsführer von GWA-Agenturen. 80 % der Unternehmen wollen künftig mehr Marketingleistungen inhouse erledigen; bei Kreation sind es 50 %, bei Werbemittelproduktion 44 %. Gleichzeitig erwarten nur 8 %, dass die Rolle von Agenturen generell kleiner wird.
      Besonders interessant für Holgers Aussagen: Nur 13 % der Agenturen planen aufgrund von KI Personalkürzungen, während 47 % neue Stellen oder Rollen erwarten.
      Der GWA warnt zugleich davor, dass klassische Einstiegsaufgaben wie Recherche, Variantenarbeit und Reporting zunehmend von KI übernommen werden – und damit neue Wege der Nachwuchsausbildung nötig werden. GWA - Wir sind der GWA GWA – KI Whitepaper 2026

    3. GWA Frühjahrsmonitor 2026 – Wie geht es deutschen Agenturen wirtschaftlich? Die Honorarumsätze der befragten GWA-Agenturen gingen 2025 durchschnittlich um 2,7 % zurück; 50,7 % der Agenturen meldeten sinkende Umsätze. Für 2026 planen rund 27 % einen Stellenabbau.

    4. 49 % sehen inzwischen den Ersatz von Agenturleistungen durch KI als Wachstumshemmnis. Allerdings nennt fast die gesamte Branche die schwache Konjunktur als noch größeren Faktor. KI allein erklärt die Krise der Agenturen also nicht. GWA - Wir sind der GWA GWA – Frühjahrsmonitor 2026

    5. BVDW Trendmonitor der Mediaagenturen 2026, veröffentlicht am 23. September 2026. Sehr aktuell. Bei 63 % der befragten Mediaagenturen ist KI bereits fest im Arbeitsalltag verankert und automatisiert manuelle sowie wiederkehrende Aufgaben. 90 % halten KI-Kompetenzen heute bereits für selbstverständlich. Gleichzeitig verschiebt sich die Rolle von Agenturen stärker in Richtung Strategie, Beratung, Kreativität und Wirkungsnachweis. Das passt zu Holgers These, dass reine Produktion zunehmend weniger wertvoll wird. BVDW BVDW – Trendmonitor der Mediaagenturen 2026

    6. GWA: KI verändert Wertschöpfung – aber Marketing wird dadurch nicht automatisch billiger. Eine interessante Korrektur zu der Vorstellung „KI macht alles günstiger“: Der aktuelle GWA-Report weist darauf hin, dass zwar einzelne Produktionsschritte billiger und schneller werden können, dafür aber neue Kosten für Modelle, Lizenzen, technische Integration, Governance und Qualitätssicherung entstehen. GWA - Wir sind der GWA GWA – CMOs wollen mehr inhouse umsetzen

    7. Bitkom – „Marketing im digitalen Wandel 2026“. 84 % der befragten Unternehmen sehen KI als wichtigsten Einflussfaktor auf das Marketing in Deutschland. Zugleich nennen jeweils 54 % Kostendruck und die Automatisierung von Marketingprozessen als große interne Herausforderungen. Interessant: Die Marketingbudgets liegen im Durchschnitt relativ stabil bei 4,1 % des Umsatzes – das Geld verschwindet also nicht zwangsläufig, sondern wird anders eingesetzt. Bitkom e. V. Bitkom – Marketing im digitalen Wandel 2026

    8. BVDW Agency Happiness Report 2026 – Arbeiten in Agenturen. 80 % der Befragten nutzen KI an mehr als drei Tagen pro Woche. Die Agenturbeschäftigten erwarten, dass in den kommenden drei Jahren rund 47 % der kreativen Arbeit durch KI unterstützt oder übernommen werden könnten. Gleichzeitig rechnen 82 % mit einer wirtschaftlichen Stagnation oder einem Abschwung der Branche. Interessant für den Lebensunterhalt-Aspekt: Nur etwa die Hälfte empfindet die eigene Arbeit als sinnstiftend. BVDW BVDW – Agency Happiness Report 2026

    9. ZAW – Jahresbilanz der deutschen Werbewirtschaft 2025. Wichtig, weil sie einer zu einfachen Aussage „Werbung stirbt“ widerspricht: Der gesamte Markt für kommerzielle Kommunikation wuchs 2025 um rund 2,3 % auf 50,9 Milliarden Euro. Aber das Wachstum kommt nahezu ausschließlich aus digitalen Bereichen; andere Segmente stehen deutlich stärker unter Druck. Die Werbung verschwindet also nicht – sie verschiebt sich. ZAW ZAW – Jahresbilanz Werbewirtschaft 2025

    10. BVDW/OVK – Was Online-Werbung heute noch attraktiv macht. Für die Diskussion über Aufmerksamkeit interessant: In einer Befragung von 3.000 Internetnutzerinnen und -nutzern zeigte sich, dass Relevanz, Personalisierung, Umfeld und die visuelle Gestaltung einen großen Einfluss auf die Wahrnehmung digitaler Werbung haben. Jeder Zweite gab an, über digitale Werbung bereits auf interessante Produkte aufmerksam geworden zu sein. Es ist also zu einfach zu sagen, Menschen wollten Werbung grundsätzlich nicht mehr sehen – relevante Werbung kann weiterhin wirken. BVDW BVDW/OVK – Was Online-Werbung attraktiv macht

    11. W&V – Marketing-Arbeitsmarkt Q2/2026. Die Fachzeitschrift hat Daten von Index Research ausgewertet: Im zweiten Quartal 2026 standen rund 78.343 ausgeschriebene Marketingstellen gut 63.000 Arbeitssuchenden gegenüber. Gegenüber dem ersten Quartal ging die Zahl der ausgeschriebenen Stellen allerdings deutlich zurück. Gleichzeitig werden KI-Kenntnisse in Ausschreibungen immer wichtiger. Das passt sehr gut zu „Welche Fähigkeiten werden künftig noch gebraucht?“. W&V W&V – Weniger Jobs, mehr Jobsuchende, KI bleibt gefragt

    12. Bundesagentur für Arbeit – Nachfrage in Mediengestaltung, Werbung und Marketing. Die BA stellte bereits für 2024 einen deutlichen Rückgang bei neu gemeldeten Stellen für akademische Tätigkeiten in Mediengestaltung, Werbung und Marketing von 18 % gegenüber dem Vorjahr fest. Statistik der Bundesagentur für Arbeit

    13. Antidiskriminierungsstelle des Bundes – Altersdiskriminierung 2025. Zur Frage „Ist man in der Werbung mit 40 oder 50 schon zu alt?“ gibt es zwar keine belastbare Statistik speziell für Agenturen. Für den gesamten Arbeitsmarkt ist das Thema aber real: Unter den Menschen ab 45 Jahren, die Altersdiskriminierung wahrnehmen, wird das Arbeitsleben besonders häufig genannt; die Beratungsstelle berichtet insbesondere von Schwierigkeiten älterer Menschen bei Bewerbung und beruflicher Entwicklung. Antidiskriminierungsstelle – Studie Altersdiskriminierung

    14. Bundesagentur für Arbeit – ältere Beschäftigte. Gleichzeitig sollte man beim Alter nicht zu pessimistisch formulieren: 2024 waren rund 7,8 Millionen bzw. 23 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 55 und unter 65 Jahre alt – ein Rekordwert. Das Problem liegt stärker beim Wiedereinstieg: Wer in höherem Alter arbeitslos wird, benötigt im Durchschnitt länger, um wieder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufzunehmen. Bundesagentur für Arbeit Bundesagentur für Arbeit – Mehr ältere Beschäftigte denn je

    15. Wir danken:** Olli Ujc für Schnitt, Teaser und deine tollen Ideen. (https://ujc.de/))

      Cynthia Melcer und Daniel Wehrend sowie dem gesamten Team für die Betreuung im Media Hub des Offenen Kanals Kiel (oksh.de), den wir als Studio nutzen dürfen! Und natürlich ein herzlicher Dank an unsere Gäste! Heuter Holger Hennschen!

      Alle Links wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auf ihre Erreichbarkeit und Seriosität geprüft; für die Aktualität, Richtigkeit und Inhalte externer Webseiten übernehmen wir jedoch keine Gewähr oder Haftung, da hierfür ausschließlich die jeweiligen Betreiber verantwortlich sind. Die Links geben zur Zeitpunkt der Veröffentlichung den beschriebenen Inhalt wieder. Dies ist rein subjektiv von uns ausgewählt und kann nur Anregungen geben - sicher gibt es auch noch andere Forschungen zum gleichen Thema oder Fakten. Sendet uns diese gerne, wir sind bei LebensUnterhalt kein Wissenschafts-Podcast oder wollen das Thema in Gänze faktisch abbilden, dies ist uns nicht möglich.

      Wer wir sind? Dorothee Dahinden und Silvia Janzen aka "Die Botschafterinnen". Ab jetzt hören wir uns jede Woche Donnerstag. Wir freuen uns auf dich!

      Weiteres über uns: www.die-botschafterinnen.de

      Wollt Ihr dabei sein? Dann schreibt uns eine Mail an: [email protected]

      Impressum: https://www.die-botschafterinnen.de/impressum

      30 min
    16. Hey KI, killst du unsere Jobs? - Über Chancen und die Frage, was der Mensch besser kann.
      Hey KI, was wird eigentlich aus unserem Lebensunterhalt? - Über Jobs, Chancen und die Frage, was der Mensch besser kann.

      KI – Killt sie unsere Jobs?

      Marketingstrategien entwickeln, Texte schreiben, Bilder und Videos erstellen, recherchieren, programmieren, Daten analysieren oder bei medizinischen Diagnosen unterstützen: Künstliche Intelligenz kann heute schon verdammt viel. Und sie wird rasant besser.

      Aber was bedeutet das für uns Menschen – und vor allem für unseren Lebensunterhalt?

      Nimmt KI uns tatsächlich die Jobs weg? Welche Berufe und Tätigkeiten sind besonders betroffen? Entstehen gleichzeitig neue Aufgaben und Berufsbilder? Und was müssen wir künftig können, wenn die KI vieles schneller erledigt als wir?

      In dieser Folge sprechen wir, Doro und Silvia, über die Chancen und die ziemlich großen Fragezeichen dieser Entwicklung.

      Denn KI verändert nicht nur unsere Arbeitswelt. Sie kommt uns auch persönlich immer näher. Menschen erzählen Chatbots von ihren Sorgen, fragen sie um Rat, suchen Bestätigung – und manche betrachten eine KI inzwischen sogar als Freund, Begleiter oder eine Art Therapeuten.

      Das wirft ganz andere Fragen auf: Kann KI einsam machen – oder Einsamkeit sogar lindern? Was passiert, wenn wir einer Maschine mehr erzählen als einem Menschen? Und kann die intensive Beschäftigung mit KI unserer Psyche auch schaden?

      Gleichzeitig warnen ausgerechnet Menschen aus der Tech-Branche vor den möglichen Folgen einer immer leistungsfähigeren KI. Andere halten die Angst vor massenhafter Arbeitslosigkeit dagegen für überzogen.

      Also: Jobkiller, Kollege, Freund – oder einfach das mächtigste Werkzeug, das wir seit Langem erfunden haben?

      Wir haben darauf keine einfache Antwort. Eigentlich überhaupt keine Antwort - wer hat das schon? Aber ziemlich viele Fragen. Und genau darüber reden wir. In einer der nächsten Folgen werden wir einen Gast genau zu diesem Thema haben und senden dann aktuell.

      Zahlen & Fakten zur Folge

      In Deutschland nutzten 2025 bereits 26 Prozent der Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten KI. Bei Großunternehmen ab 250 Beschäftigten waren es 57 Prozent. Besonders häufig werden unter anderem Text Mining, Sprachgenerierung sowie die Erzeugung von Bildern, Videos und Audio eingesetzt

      Noch deutlicher zeigt sich die Entwicklung bei generativer KI: Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung nutzten 2025 bereits knapp 25 Prozent der deutschen Betriebe generative KI – 2023 waren es erst fünf Prozent.[ https://iab.de/presseinfo/jeder-vierte-betrieb-in-deutschland-nutzt-generative-ki/

      ](

      Die Internationale Arbeitsorganisation ILO kommt in ihrer großen Untersuchung von 2025 zu dem Ergebnis, dass weltweit jeder vierte Arbeitsplatz zumindest teilweise generativer KI ausgesetzt ist. Wichtig: Die Forscher erwarten derzeit häufiger eine Veränderung von Tätigkeiten als die komplette Abschaffung von Jobs.

      Wie unterschiedlich die Einschätzungen aus der Tech-Branche sind, zeigt die Diskussion in den USA: [Anthropic-Chef Dario Amodei warnte 2025 davor, dass KI innerhalb weniger Jahre einen (https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/medienpolitik/was-anthropic-chef-amodei-gegen-ki-overkill-tun-koennte-accg-201225032.html) erheblichen Teil der Einstiegsjobs in klassischen Bürotätigkeiten verdrängen könnte. Nvidia-Chef Jensen Huang widersprach dieser sehr pessimistischen Sicht und argumentierte, technischer Fortschritt könne auch neue Arbeit und neue Tätigkeiten schaffen.

      Und KI betrifft längst nicht mehr nur unseren Arbeitsplatz. Die American Psychological Association berichtet 2026, dass Menschen Chatbots zunehmend für emotionale Unterstützung, Selbstdiagnosen, Beziehungen und psychische Probleme nutzen. In einer Befragung von mehr als 1.200 Psychologinnen und Psychologen berichteten 77 Prozent, dass Patientinnen und Patienten KI nutzten. Gleichzeitig warnen Fachleute insbesondere vor Abhängigkeiten, übermäßiger Bestätigung und der möglichen Verstärkung problematischer oder verzerrter Überzeugungen.

      https://www.aerzteblatt.de/themen/kuenstliche-intelligenz/junge-menschen-sprechen-immer-haufiger-mit-ki-uber-probleme-6e5c7dbf-897a-4b20-8015-af60cd24cb4f

      https://www1.wdr.de/nrw/chatbots_chatgpt_claude_fuer_therapie_und_krisengespraeche-100.html

      Das bedeutet nicht: „KI macht psychisch krank.“ Dafür ist die wissenschaftliche Evidenz viel zu differenziert. Es gibt Hinweise auf hilfreiche Anwendungen – aber ebenso wachsende Forschung zu Einsamkeit, emotionaler Abhängigkeit, sozialem Rückzug und möglichen Risiken insbesondere für vulnerable Menschen.

      https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000191189
      https://www.businessinsider.de/leben/ki-gegen-einsamkeit-yale-professor-warnt-vor-dem-preis/

      Vielleicht lautet die entscheidende Frage deshalb gar nicht:

      Was kann KI - irgendwann alles?

      Sondern:

      Was wollen wir Menschen ihr überlassen – und was lieber nicht?

      Einige Fakten und Quellen als Zugabe:

      1. Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Mai 2026: „Jeder vierte Betrieb in Deutschland nutzt generative KI“. Neue, repräsentative deutsche Daten: Die Nutzung stieg von 5 % der Betriebe 2023 auf knapp 25 % 2025. IAB Berufsforschung
      2. IAB – Jeder vierte Betrieb nutzt generative KI
      3. Statistisches Bundesamt, Daten 2025: 26 % der deutschen Unternehmen ab zehn Beschäftigten setzen KI ein; bei Unternehmen ab 250 Beschäftigten sind es 57 %. Destatis schlüsselt zudem auf, wofür KI verwendet wird. Statistisches Bundesamt
      4. Destatis – KI-Nutzung in deutschen Unternehmen
      5. International Labour Organization (ILO), 2025: Eine der wichtigsten Quellen gegen die zu einfache These „KI = Jobkiller“. Rund jeder vierte Arbeitsplatz weltweit weist eine gewisse GenAI-Exposition auf; die ILO hält Veränderung von Arbeit für wahrscheinlicher als vollständigen Ersatz. International Labour Organization
      6. ILO – Generative AI and Jobs: 2025 Update
      7. International AI Safety Report 2026: Sehr interessant für „Was kann KI schon – und wo liegen Risiken?“. Der internationale Expertenbericht unterscheidet unter anderem Missbrauch, Fehlfunktionen und systemische Risiken. Er betont zugleich, dass bei einigen zukünftigen Risiken erhebliche Unsicherheit besteht. International AI Safety Report
      8. International AI Safety Report 2026
      9. American Psychological Association, Juni 2026: Aktuelle Befragung von mehr als 1.200 Psychologinnen und Psychologen. 77 % berichten von Patientinnen und Patienten, die KI nutzen; 35 % hatten Patienten, die KI als zusätzliche Form psychologischer Unterstützung verwendeten. Die APA warnt ausdrücklich davor, allgemeine Chatbots als Ersatz für professionelle psychologische Behandlung zu betrachten. American Psychological Association
      10. APA – Patients are bringing AI to therapy
      11. APA – KI, Freundschaft und emotionale Beziehungen, 2026: Sehr passend zur Frage „Nehmen Menschen KI als Freund?“. Die APA beschreibt, wie Menschen zunehmend emotionale Beziehungen zu Chatbots und digitalen Begleitern aufbauen. Intensive Nutzung kann nach bisheriger Forschung mit Risiken für Einsamkeit und soziale Fähigkeiten verbunden sein. American Psychological Association
      12. APA – AI chatbots and digital companions
      13. APA Health Advisory zu GenAI und psychischer Gesundheit: Besonders belastbare Quelle für die Frage „Kann KI auch krank machen?“. Die APA warnt vor ungesunden Abhängigkeiten und davor, dass Chatbots menschliche Beziehungen oder professionelle Behandlung ersetzen. Gleichzeitig verweist sie darauf, dass speziell entwickelte digitale Angebote in bestimmten Situationen auch hilfreich sein können. American Psychological Association
      14. APA – Health Advisory zu KI und Mental Health
        7.a. Und hier noch aktueller vom 19.9.26: Warnung, Therapie- und Wellness Apps:
        https://www.therapycouncil.org/news/apa-health-advisory-ai-chatbots-wellness-apps
      15. APA, September 2026 – „Understanding AI psychosis“: Die APA berichtet über zunehmende Fallberichte, bei denen intensive Chatbot-Nutzung mit psychotischen bzw. wahnhaften Entwicklungen in Verbindung gebracht wird. Wichtig: Ein kausaler Zusammenhang „KI verursacht Psychosen“ ist damit nicht allgemein bewiesen; diskutiert wird insbesondere, ob bestätigendes Verhalten von Chatbots bei vulnerablen Personen bestehende wahnhafte Vorstellungen verstärken kann. American Psychological Association
      16. APA – Understanding AI psychosis, September 2026

        Wir danken:** Olli Ujc für Schnitt, Teaser, Stimme und deine tollen Ideen. (https://ujc.de/))

        Cynthia Melcer und Daniel Wehrend sowie dem gesamten Team für die Betreuung im Media Hub des Offenen Kanals Kiel (oksh.de), den wir als Studio nutzen dürfen! Und natürlich ein herzlicher Dank an unsere Gäste!

        Alle Links wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auf ihre Erreichbarkeit und Seriosität geprüft; für die Aktualität, Richtigkeit und Inhalte externer Webseiten übernehmen wir jedoch keine Gewähr oder Haftung, da hierfür ausschließlich die jeweiligen Betreiber verantwortlich sind. Die Links geben zur Zeitpunkt der Veröffentlichung den beschriebenen Inhalt wieder und spiegeln den Inhalt der Folge. Dies ist rein subjektiv von uns ausgewählt und kann nur Anregungen geben - sicher gibt es auch noch andere Forschungen zum gleichen Thema oder Fakten. Sendet uns diese gerne, wir sind bei LebensUnterhalt kein Wissenschafts- Podcast oder wollen das Thema in Gänze faktisch abbilden, dies ist uns nicht möglich.

        Wer wir sind? Dorothee Dahinden und Silvia Janzen aka "Die Botschafterinnen". Ab jetzt hören wir uns jede Woche Donnerstag und oft auch DIenstag - wie bei deiser Folge. Wir freuen uns auf dich!

        Weiteres über uns: www.die-botschafterinnen.de

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        Impressum: https://www.die-botschafterinnen.de/impressum

        16 min
      17. Zwischen (TV-)Wetterkarte, KI und Klimakrise. – Wie Diplom-Meteorologe Sebastian Wache aufs Morgen blickt.
        Schlechtes Klima, aber gute Aussichten? – Mit Diplom-Meteorologe Sebastian Wache über Wetter, Wandel & Hoffnung.

        Das Thema "Wetter" begleitet ihn seit seiner Kindheit. Schon als kleiner Junge hat Sebastian Wache eine kleine Wetterstation bei sich im Garten aufgebaut - völlig fasziniert von den verschiedenen Wetter-Phänomenen. Und spätestens beim Abi war dann klar: Er will seinen Lebensunterhalt mit der Wettervorhersage verdienen. Heute ist der Diplom-Meteorologe, beschäftigt bei der "WetterWelt GmbH" in Kiel, der Wetter-Experte des NDR Schleswig-Holstein. In dieser Folge sprechen wir mit Sebastian über seine Berufung in Zeiten der Künstlichen Intelligenz und der Klimakrise. Wir wollen wissen: Was unterscheidet deine Vorhersage von unseren Wetter-Apps? Oder: Wie blickst du als Experte auf diesen Hitze-Sommer? Sebastian gibt uns spannende Einblicke in seine Arbeit und erzählt uns, wie es für ihn ist, jeden Tag mit neuen Wetter-Extremen konfrontiert zu sein, was die Politik jetzt leisten sollte und was wir von anderen Ländern lernen können. Fakt ist: Aufgeben ist für den Kieler keine Option!

        Wir haben diese Folge am 13.08.26 aufgenommen und senden sie am 24.09.26. Da wir erstmal viele Sachen testen mussten, Upload etc., und wir unseren Gästen das beste Ergebnis bieten möchten, also knapp 6 Wochen später. Aber nun folgen unsere weiteren, tollen Gäste.

        Weiterführende Quellen

        Robert Koch-Institut – Hitzebedingte Sterblichkeit 2026
        Aktuelle Schätzungen zu hitzebedingten Todesfällen in Deutschland. Stand 17.09.2026)
        Umweltbundesamt – Klimafolgen in Deutschland
        Aktuelle Daten zu steigenden Temperaturen, Hitze, Dürre, Starkregen und weiteren Folgen des Klimawandels. Unser Link hier: Zuletzt aktualisiert 20.05.2026
        Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – Dürremonitor Deutschland
        Aktuelle Informationen zu Bodenfeuchte und Dürreentwicklung in Deutschland. (Stand 04.09.2026)
        ](https://www.ufz.de/index.php?de=37937))
        Thünen-Institut – Landwirtschaft und Wassermangel
        Wie Trockenheit und Wassermangel die Landwirtschaft verändern und welche Anpassungen notwendig werden.
        (Stand 23.07.2026)
        Umweltbundesamt – Hitze in Städten und auf dem Land
        Informationen zum städtischen Wärmeinseleffekt und zu Temperaturunterschieden zwischen Städten und ihrem Umland. (leider letzter Bericht 2023, Bericht vm 28.11.2023)
        https://www.umweltbundesamt.de/monitoring-zur-das/handlungsfelder/bauwesen/bau-i-1_bau-i-2/indikator
        Tagesschau – China: Solarenergie und Kohle
        Zum enormen Ausbau der Solarenergie in China – und zum Spannungsfeld zwischen erneuerbaren Energien und weiterhin hohem Kohleverbrauch. (Stand 01.09.2026)
        VDA – Elektromobilität in China
        Zahlen und Entwicklungen zum chinesischen Automarkt und zum starken Wachstum von Elektro- und New-Energy-Fahrzeugen. (Abruf/Stand: 23.09.2026)
        ](https://www.vda.de/de/themen/Automobil-Insight-2025/2025-Pkw-Markt-Asien))
        VDA – Elektromobilität in Deutschland
        Aktuelle Zahlen zu Elektrofahrzeugen und Neuzulassungen in Deutschland – interessant im Vergleich zur Entwicklung in China.
        (Abruf/Stand: 23.09.2026)
        ](https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/monatszahlen))

        Links wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auf ihre Erreichbarkeit und Seriosität geprüft; für die Aktualität, Richtigkeit und Inhalte externer Webseiten übernehmen wir jedoch keine Gewähr oder Haftung, da hierfür ausschließlich die jeweiligen Betreiber verantwortlich sind.

        Wir danken:** Olli Ujc für Schnitt, Teaser, Stimme und deine tollen Ideen. (https://ujc.de/)) Cynthia Melcer und Daniel Wehrend sowie dem ganzen Team für die Betreuung im Media Hub des Offenen Kanals Kiel, den wir als Studio nutzen dürfen!

        Wer wir sind? Dorothee Dahinden und Silvia Janzen aka "Die Botschafterinnen". Ab jetzt hören wir uns jede Woche Donnerstag - und auch mal zwischendurch, wenn es etwas Aktuelles gibt. Wir freuen uns auf dich!

        Weiteres über uns: www.die-botschafterinnen.de

        Wollt Ihr dabei sein? Dann schreibt uns eine Mail an: [email protected]

        Impressum: https://www.die-botschafterinnen.de/impressum

        38 min
      18. Nett ist die kleine Schwester von … – Sei im Job nicht zu lieb. Sei klar.
        Nett ist die kleine Schwester von … na, ihr wisst schon. - Raus aus der Nettigkeitsfalle!

        "Sorry!" ,Entschuldigung!" oder "Ja, ich mach das noch schnell!" - Kommen dir diese Worte bekannt vor? Dann solltest du unbedingt in unsere 3. Folge "Lebensunterhalt" reinhören. Gerade wir Frauen neigen ja gerne dazu, viel zu nett zu sein - und damit über unsere Grenzen zu gehen. Wir sagen im Job JA, obwohl wir NEIN meinen. Wir machen unbezahlte Mehrarbeit oder entschuldigen uns random für Dinge, für die es wirklich nichts zu entschuldigen gibt. Und genau damit verkaufen wir uns oft unter Wert. Nur: Was passiert eigentlich, wenn wir klar unsere Meinung sagen und Forderungen stellen? Ja, dann gelten wir plötzlich als "frech" - genau das hat Silvia immer wieder erlebt. In dieser Folge sprechen wir über Rollenbilder im Job und über mögliche Wege aus der "Nettigkeitsfalle". Dazu gehört für uns: klar sein!

        „Sorry!“, „Ich mache das noch schnell“ oder „Ist schon okay“ – obwohl es eigentlich gar nicht okay ist: Viele Frauen haben gelernt, freundlich, hilfsbereit und möglichst unkompliziert aufzutreten. Im Berufsleben kann genau das zur Falle werden.

        In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Frauen häufiger zusätzliche Aufgaben übernehmen, sich unnötig entschuldigen und ihre eigenen Forderungen zurückstellen. Und wir fragen: Was passiert, wenn Frauen klar Nein sagen, Grenzen setzen oder selbstbewusst über Geld und Verantwortung verhandeln?

        Denn freundlich zu sein bedeutet nicht, alles auch hinzunehmen. Und Klarheit ist nicht frech.

        Zum Weiterlesen: Studien, Fakten und praktische Hilfen

        1. Warum entschuldigen sich Frauen häufiger?

        2. Eine psychologische Studie zeigt: Frauen entschuldigten sich zwar häufiger als Männer, bewerteten aber auch mehr Situationen als entschuldigungswürdig. Der Unterschied lag weniger in der Bereitschaft zur Entschuldigung als in der Wahrnehmung dessen, was bereits als Fehlverhalten gilt.
          Studie im Fachjournal Psychological Science

        3. Frauen übernehmen häufiger Aufgaben, die kaum Anerkennung bringen

        4. Protokolle schreiben, Termine koordinieren oder zusätzliche organisatorische Aufgaben erledigen: Eine Studie im American Economic Review zeigt, dass Frauen häufiger für solche wenig karrierefördernden Tätigkeiten angefragt werden, öfter zustimmen und sich häufiger freiwillig melden.
          Studie zu „Low-Promotability Tasks“

        5. Wenn selbstbewusstes Verhandeln bei Frauen anders bewertet wird

        6. Vier Experimente zeigten, dass Frauen, die über eine höhere Vergütung verhandelten, teilweise negativer beurteilt wurden als Männer mit demselben Verhalten. Das erklärt, warum der pauschale Rat „Frauen müssen einfach mehr fordern“ zu kurz greift.
          Harvard Gender Action Portal zur Verhandlungsstudie

        7. Verhandlungen gut vorbereiten: die eigene Alternative kennen

        8. Das Harvard Program on Negotiation empfiehlt, vor jedem Gespräch die eigene BATNA zu klären: Was ist meine beste realistische Alternative, wenn keine Einigung zustande kommt? Wer seine Möglichkeiten, Grenzen und sein Mindestziel kennt, verhandelt klarer und weniger aus Angst.
          Harvard: Was ist eine BATNA?

        9. Der Gender Pay Gap in Deutschland

        10. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verdienten Frauen 2025 durchschnittlich 16 Prozent weniger pro Stunde als Männer. Destatis erläutert auch den Unterschied zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten Gender Pay Gap.
          Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes

        11. Was Beschäftigte über Gehälter erfahren dürfen

        12. Das Entgelttransparenzgesetz soll das Recht auf gleiches Entgelt für Frauen und Männer bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit durchsetzen. Unter bestimmten Voraussetzungen haben Beschäftigte einen individuellen Auskunftsanspruch.
          Entgelttransparenzgesetz im offiziellen Gesetzesportal

        13. Frauen im Beruf: Unterstützung beeinflusst Aufstiegschancen

        14. Der Bericht Women in the Workplace 2025 zeigt für die USA, wie stark Förderung, Rückhalt durch Führungskräfte und konkrete Entwicklungsmöglichkeiten die beruflichen Ambitionen von Frauen beeinflussen. Fehlt diese Unterstützung, sinkt auch das Interesse am nächsten Karriereschritt. Ein eigentlich erschreckender Bericht aus den USA!
          Women in the Workplace 2025

        15. Frauen in Führungspositionen in Deutschland

        16. Das Bundesfamilienministerium informiert über den Frauenanteil in Führungspositionen, gesetzliche Regelungen und die Entwicklung in Privatwirtschaft, Bundesverwaltung und öffentlichen Unternehmen.
          Bundesfamilienministerium: Frauen in Führungspositionen

          und noch eine sehr interessante Aussage über Frauen und Macht:

          Die Psychotherapeutin Martina Lackner spricht über weibliche Rollenzuschreibungen, Schuldgefühle und die Sorge vor negativen Reaktionen, wenn Frauen mehr Einfluss oder Verantwortung beanspruchen.
          https://www.psychologie-heute.de/beruf/artikel-detailansicht/42949-wie-koennen-frauen-lernen-sich-macht-zuzugestehen.html?utm_source=chatgpt.com

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          Weiteres über uns: www.die-botschafterinnen.de

          Wollt Ihr dabei sein? Dann schreibt uns eine Mail an: [email protected]

          Impressum: https://www.die-botschafterinnen.de/impressum

          Wir danken: Olli Ujc für Schnitt, Teaser und deine tollen Ideen. Cynthia Melcer für die tollen Fotos und die Betreuung im Media Hub des Offenen Kanals Kiel, den wir als Studio nutzen dürfen!

          11 min
        17. Geghostet. Abserviert. Gekündigt. - Wenn du im Job plötzlich kaltgestellt wirst.
          Doro und Silvia diskutieren wahre Fälle - sozusagen True Ghosting

          Ghosting - das kennen viele von uns vom Dating.

          Gibt es das auch im Job? Leider ja! Vielleicht hast du das auch schon erlebt: Plötzlich bekommst du keine Antworten mehr von deinen Vorgesetzten - deine Aufgaben verschwinden offenbar regelrecht.
          Deine Chefin, dein Chef und sogar deine KollegInnen gehen dir auf einmal aus dem Weg.
          Du fragst dich vielleicht: Bilde ich mir das hier nur ein oder stimmt hier etwas grundsätzlich nicht? Wir sprechen in dieser Folge darüber, welche Formen Ghosting im Job annehmen kann, warum diese Stille einen verdammt mürbe macht und was du tun kannst, wenn du betroffen bist.
          Denn am Ende geht es ja um deinen persönlichen Lebensunterhalt - und nicht um irgendeinen Job.
          Zum Weiterlesen

          Für alle, die nach unserer Diskussion noch ein bisschen tiefer einsteigen möchten, haben wir einige Studien und Artikel zusammengestellt:

          Ghosting im Bewerbungsprozess: Stepstone berichtet, dass fast zwei von drei Jobsuchenden schon einmal keine abschließende Rückmeldung eines Unternehmens erhalten haben.

          Stepstone – Ghosting im Bewerbungsverfahren

          Kündigungen & Arbeitsmarkt: Zahlen und Entwicklungen zum deutschen Arbeitsmarkt liefert die Bundesagentur für Arbeit.

          Bundesagentur für Arbeit – Arbeitsmarktberichte

          Altersdiskriminierung: Wie verbreitet Altersdiskriminierung ist und warum sie im Erwerbsleben eine besondere Rolle spielt, untersucht die Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

          Antidiskriminierungsstelle – Altersdiskriminierung

          KI & Arbeitsplätze: Das ifo Institut hat Unternehmen gefragt, welche Auswirkungen sie durch KI auf Beschäftigung und Stellenabbau erwarten.

          ifo Institut – Stellenabbau durch Künstliche Intelligenz

          Gute Führung: Der Gallup Engagement Index untersucht regelmäßig Mitarbeiterbindung, Führung und Arbeitskultur in Deutschland.

          Gallup – Engagement Index Deutschland

          „Der Fisch stinkt vom Kopf“: Eine lesenswerte Kulturgeschichte der Führung – übrigens bei brand eins, nicht beim manager magazin.

          brand eins – „Der Fisch stinkt vom Kopf“

          Und jetzt seid ihr dran: Habt ihr Ghosting im Berufsleben schon erlebt? Wurdet ihr nach einer Bewerbung, einem Gespräch oder sogar nach jahrelanger Zusammenarbeit plötzlich mit Schweigen konfrontiert? Oder habt ihr selbst schon einmal nicht mehr geantwortet?

          Schreibt uns. Wir wollen eure Geschichten und eure Perspektive hören.

          Über uns – Doro & Silvia

          Zwei Frauen. Zwei ziemlich unterschiedliche Lebensläufe. Und jede Menge Lust auf echte Gespräche.

          Wir sind Dorothee Dahinden und Silvia Janzen – Die Botschafterinnen. Uns verbindet die Neugier auf Menschen, der unbedingte Wille zur Fairness und die Frage, wie wir eigentlich leben und arbeiten wollen. Uns interessieren dabei weniger perfekte Karrieren als das, was unterwegs tatsächlich passiert: Umwege, Entscheidungen, Zweifel, Erfolge, Brüche – und manchmal der Moment, an dem man sagt: So. Jetzt mache ich es anders.

          Doro kommt aus dem Journalismus, hat Politikwissenschaften (M.A.) studiert. Als ehemalige TV-Reporterin, Podcasterin, Autorin und Verlegerin ist sie gewohnt, genau hinzuhören, nachzufragen und Geschichten zu entdecken, die hinter der offensichtlichen Geschichte liegen. Audio, Video, Text und gute Fragen sind ihre Welt.

          Silvia kommt aus Wirtschaft, Strategie und Kommunikation, hat BWL studiert. Sie war viele Jahre Unternehmerin und Geschäftsführerin einer Werbe- und Strategieagentur, verkaufte mit 50 ihre Agenturanteile und schlug bewusst ein neues berufliches Kapitel auf. Sinnvoll arbeiten, Heute arbeitet sie unter anderem in den Bereichen Strategie, Fundraising, Nachhaltigkeit und Naturschutz – und weiß aus eigener Erfahrung, dass ein Lebenslauf nicht immer geradeaus führen muss.

          Und genau deshalb gibt es LebensUnterhalt.

          Denn Lebensunterhalt ist für uns viel mehr als das Geld, das am Monatsende auf dem Konto landet. Es geht um Arbeit und Sicherheit, aber auch um Wertschätzung, Familie, Lernen, Mut, Alter, gesellschaftliche Veränderungen – und die Freiheit, irgendwann noch einmal eine andere Richtung einzuschlagen.

          Wir diskutieren, widersprechen uns, lachen, erzählen aus unserem eigenen Leben und holen Menschen und Fakten dazu, die neue Perspektiven eröffnen.

          Nicht perfekt. Nicht immer einer Meinung. Aber neugierig.

          🎙️ LebensUnterhalt – der Podcast für Perspektiven, Mut und Richtungswechsel.

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          15 min

        About LebensUnterhalt. Wovon Menschen leben — und wofür.

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        LebensUnterhalt ist der Interview-Podcast über Arbeit, Geld und die Wendepunkte dazwischen. Menschen erzählen ehrlich, wovon sie leben — und was sie hält, wenn genau das wegbricht. Oder wie sie gut leben von ihrem LebensUnterhalt und wie sie anderen Menschen Mut machen oder eine Idee mit auf den Weg geben können.