Legal Tech & Legal KI Talk

Legal Tech & Legal KI Talk

By Legal Tech VerzeichnisTechnology
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Legal Tech & Legal KI Talk episodes

  • Investitionen in Legal Tech Unternehmen
    Interview mit Maximilian Block
    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den Managing Director des Frühphasen-Investors ESB Invest Vorpommern GmbH und Gründer der Legal Tech Firma Advocado Maximilian Block. Folgende Themen wurden dabei besprochen:
    1. Frühe Anfänge und Gründung von Advocado
    Max Block, aus einer Juristenfamilie stammend, gründete 2014 das Legal-Tech-Startup Advocado. Die Idee entstand bereits in seiner Schulzeit, inspiriert von der Digitalisierung des Rechtsmarktes, insbesondere für ländliche Regionen, um den Zugang zu rechtlichen Dienstleistungen zu verbessern.
    2. Kernidee von Advocado
    Advocado begann als Softwarelösung für Anwälte, um Mandate zu verwalten und Beratungen durchzuführen. Später entwickelte sich die Plattform weiter, um kuratierte und transparente Rechtsdienstleistungen anzubieten, einschließlich kostenloser Ersteinschätzungen und schneller Reaktionszeiten, und setzte damit neue Standards im Verbrauchermarkt.
    3. Herausforderungen und Marktentwicklung
    Advocado stieß anfangs auf Widerstand von traditionellen juristischen Organisationen und Skepsis gegenüber Online-Rechtsplattformen. Durch innovative Ansätze und Beharrlichkeit gelang es jedoch, den Zugang zum Recht zu modernisieren und eine breitere Akzeptanz für digitale Lösungen zu schaffen.
    4. Ausstieg und Übergang zu Investitionen
    Max verließ Advocado um 2020/2021 und wechselte in den Bereich Legal-Tech-Investments. Er arbeitet als Managing Director des Frühphasen-Investors ESB Invest Vorpommern GmbH mit Startups und Institutionen wie der Sparkasse Vorpommern zusammen, um Risikokapitalstrukturen für Startups, insbesondere im Bereich Legal Tech, zu schaffen und zu fördern.
    5. Zukunft von Legal Tech und KI-Integration
    Max betonte die wachsende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz im Rechtsbereich. Er riet Kanzleien, sich frühzeitig mit technologischen Veränderungen auseinanderzusetzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und langfristig erfolgreich zu sein, da der Markt zunehmend von digitalen Innovationen geprägt wird.
    40 min
  • Legal KI Software Noxtua im Einsatz bei der Kanzlei CMS
    Interview mit Dr. Markus Kaulartz
    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Video-Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den Buchautoren, Rechtsanwalt und Partner in der Kanzlei CMS Dr. Markus Kaulartz. Folgende Themen wurden dabei besprochen:
    1. KI im Rechtswesen
    Dr. Markus Kaulartz, Rechtsanwalt bei CMS und Experte für Legal Tech, spricht über die Entwicklung und den Einsatz der KI-Software Noxtua. Dieses Tool wurde in Zusammenarbeit mit CMS und Xayn speziell für juristische Anwendungen entwickelt und übernimmt Aufgaben wie Vertragsentwürfe und die Beantwortung juristischer Fragen.
    2. Bedarf an juristischer KI
    Die Einführung generativer KI wie ChatGPT im Jahr 2022 löste Bedenken hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Rechtsbranche aus. Dr. Markus Kaulartz erkannte die Chance, KI gezielt für juristische Arbeiten einzusetzen, und entwickelte ein Modell, das speziell auf deutsche juristische Daten trainiert wurde, um hohe Präzision und Berufsrechtskonformität zu gewährleisten.
    3. Fähigkeiten und Spezialisierung von Noxtua
    Noxtua ist auf spezifische juristische Aufgaben spezialisiert, z.B. die Bearbeitung von Dokumenten, den Vergleich von AGBs und die Unterstützung bei Vertragsentwürfen. Im Gegensatz zu allgemeinen KI-Modellen ist Noxtua speziell auf juristische Anforderungen abgestimmt, was eine höhere Genauigkeit und Relevanz sicherstellt.
    4. Auswirkungen auf juristische Arbeitsprozesse
    KI wie Noxtua erhöht die Effizienz, indem sie repetitive und zeitaufwändige Aufgaben übernimmt, sodass Anwälte sich auf komplexere und strategische Themen konzentrieren können. Dennoch wird KI als unterstützendes Werkzeug gesehen, das menschliche Kontrolle, insbesondere bei wichtigen Entscheidungen, nicht ersetzt.
    5. Zukünftige Auswirkungen auf die Rechtsbranche
    KI wird die Dynamik der Rechtsarbeit verändern, jedoch weder Anwälte noch Großkanzleien ersetzen. Stattdessen bietet sie neue Möglichkeiten, juristische Dienstleistungen und Arbeitsabläufe zu optimieren, sowohl bei strategischen Beratungsaufgaben als auch bei operativen Tätigkeiten in Rechtsabteilungen.
    39 min
  • Erbringen KI Chatbots unerlaubte Rechtsberatung iSd RDG?
    Interview mit Markus Hartung
    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Video-Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den bekannten Rechtsanwalt, Buchautoren und Legal Tech Experten Markus Hartung. Folgende Themen wurden dabei besprochen:
    1. Definition und Funktion der Rechtsdienstleistung im RDG
    Das Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) definiert eine Rechtsdienstleistung als jede Tätigkeit in konkreten fremden Angelegenheiten, die eine rechtliche Prüfung des Einzelfalls erfordert (§2 Abs. 1 RDG). Chatbots können je nach Fragestellung allgemeine Informationen oder individuelle Rechtsdokumente bereitstellen, wobei eine klare Grenze zwischen allgemeiner Auskunft und spezifischer Rechtsdienstleistung nicht immer eindeutig ist.
    2. Herausforderungen bei KI-basierten Antworten
    Sprachmodelle wie ChatGPT basieren auf statistischen Wahrscheinlichkeiten und liefern oft präzise, aber gelegentlich fehlerhafte Antworten ("Halluzinationen"). Nutzer ohne juristische Vorkenntnisse können die Qualität der Antwort oft nicht beurteilen. Das Risiko besteht, dass Nutzer KI-Generierungen als rechtlich verbindliche Beratung missverstehen, obwohl diese nicht die Qualität menschlicher Rechtsberatung erreicht.
    3. Vergleich mit bestehenden Technologien
    Frühere Tools wie Smartlaw wurden als benutzergeführte Programme angesehen, die eine begrenzte Anzahl vordefinierter Dokumente generieren konnten. Im Gegensatz dazu sind KI-Systeme wie ChatGPT nicht auf vorprogrammierte Lösungen beschränkt und erstellen individuelle Antworten, was neue rechtliche und ethische Fragen aufwirft.
    4. Aktuelle Rechtslage und Kontroversen
    Es ist unklar, ob KI-gestützte Antworten als Rechtsdienstleistungen im Sinne des RDG gelten. Bisher wurden keine gerichtlichen Entscheidungen oder offizielle Stellungnahmen veröffentlicht. Die KI-Technologie wird derzeit eher als Informationsquelle betrachtet, nicht als gezielte Rechtsberatung, da die Programmierung keinen spezifischen Einzelfall adressiert.
    5. Zukunftsperspektiven und Regulierungsbedarf
    Der europäische AI Act könnte eine Rolle bei der Regulierung solcher Technologien spielen, insbesondere durch Aufklärungspflichten über die Natur der KI-Generierungen. Anwälte müssen sich auf technologische Veränderungen einstellen, da spezialisierte juristische KI-Anwendungen potenziell zur Konkurrenz werden. Gleichzeitig könnten Änderungen im RDG erforderlich sein, um diese Entwicklungen rechtlich zu adressieren.
    37 min
  • Fortbestand von Anwaltskanzleien im digitalen Wandel
    Interview mit Dr. Anette Schunder-Hartung
    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt Legal Tech Experte und LTV Herausgeber Patrick Prior die Rechtsanwältin, zertifizierte Coachin und Inhaberin der Firma aHa Strategische Geschäftsentwicklung Dr. Anette Schunder-Hartung. Folgende Themen wurden besprochen:
    1. Herausforderungen durch den digitalen Wandel
    Der digitale Wandel und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz stellen die Rechtsbranche vor große Herausforderungen, da KI-basierte Lösungen in vielen Bereichen schneller und kostengünstiger arbeiten können, wodurch das anwaltliche Kerngeschäft massiv beeinflusst wird.
    2. Strategische Neuausrichtung
    Anwaltskanzleien müssen ihre Strategien neu ausrichten, zukunftsorientierte Geschäftsentwicklungen vorantreiben und dabei sowohl auf eine starke Unternehmenskultur als auch auf die Entwicklung von Soft Skills und den Aufbau von Netzwerken setzen.
    3. Neue Konkurrenz und Mandantenbedürfnisse
    Die Konkurrenz entsteht nicht nur durch andere Kanzleien, sondern auch durch alternative Rechtsdienstleister und technologische Innovationen, weshalb eine stärkere Fokussierung auf Empathie, persönliche Betreuung und ein tiefes Verständnis der Mandantenbedürfnisse notwendig ist.
    4. Nachwuchsförderung und persönliche Entwicklung
    Nachwuchsjuristinnen und -juristen sollten gezielt Kompetenzen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz aufbauen, sich auf ihre individuellen Stärken und Business Cases konzentrieren und dabei vermehrt Flexibilität sowie Kreativität entwickeln.
    5. Modernisierung von Geschäftsmodellen
    Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Kanzleien ihre Geschäftsmodelle modernisieren, sich stärker auf spezialisierte Rechtsgebiete fokussieren, weniger profitable Bereiche anpassen und die Zusammenarbeit durch Netzwerke und Schwarmintelligenz fördern.
    40 min
  • KI-Assistent Chat@GT in der Kanzlei Greenberg Traurig
    Interview mit Willy Kleinoth
    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Video-Podcast interviewt Legal Tech Experte und LTV Herausgeber Patrick Prior den „Senior Legal Innovation Manager“ Willy Kleinoth von der Kanzlei Greenberg Traurig Germany. Thematisch geht es um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Kanzleialltag und konkret um den selbst entwickelten KI-Assistent Chat@GT. Folgende Themen wurden besprochen:
    1. Einführung von Chat@GT: Die Berliner Niederlassung der Kanzlei Greenberg Traurig hat im Rahmen ihrer globalen Legal-Innovation-Bemühungen einen KI-Assistenten namens „Chat@GT“ entwickelt. Dieser unterstützt bei verschiedenen juristischen Prozessen und arbeitet mit internationalen Teams zusammen.
    2. Entwicklung des KI-Systems: Das System wurde Anfang 2023 gestartet und basierte zunächst auf Microsoft Azure AI mit dem GPT-3.5 Modell von OpenAI. Aufgrund von Datenschutzbedenken entschied man sich jedoch, die Infrastruktur selbst zu entwickeln und setzt nun sowohl auf cloudbasierte als auch auf interne Sprachmodelle wie Meta’s LLaMA.
    3. Fähigkeiten von Chat@GT: Der KI-Assistent hilft Anwälten und Business-Professionals bei Aufgaben wie der Vertragsgenerierung, der Datenextraktion und der Verarbeitung von juristischen Dokumenten. Er arbeitet auf Deutsch und Englisch und liefert strukturierte juristische Antworten auf spezifische Benutzeranfragen, z.B. im HR-Bereich.
    4. Nutzerakzeptanz und internes Training: Fast die Hälfte der Mitarbeiter der Kanzlei nutzt das System aktiv. Durch Schulungen und praktische Tests werden die Nutzer mit der Software vertraut gemacht. Das Entwicklungsteam sammelt kontinuierlich Feedback, um die Funktionen zu verbessern.
    5. Zukunft der KI in Kanzleien: Im Interview wird die mögliche Zukunft von KI in Kanzleien besprochen. Man erwartet eine größere Effizienz bei der Verarbeitung zunehmender Datenmengen, wobei jedoch menschliche Kontrolle, insbesondere bei wichtigen Rechtsfällen, weiterhin unerlässlich bleiben wird. Eine Kombination aus KI-gestützten Prozessen und traditioneller Rechtsberatung wird als wahrscheinlich angesehen.
    36 min
  • Datenschutz & EU KI Verordnung: Wie dürfen Juristen KI einsetzen?
    Interview mit Aurea Verebes
    In dieser Spezialausgabe des LTV Podcast spricht Patrick Prior mit der Datenschutz- und KI-Expertin Aurea Verebes über den rechtssicheren Einsatz von KI im juristischen Arbeitsumfeld. Folgende Punkte wurden besprochen:
    1. Datenschutz bei der Nutzung von KI in Kanzleien: Kanzleien müssen klare Richtlinien für den verantwortungsvollen Einsatz von Chatbots und KI-Tools erstellen, einschließlich der Nutzung von Unternehmenskonten und der Vermeidung personenbezogener Daten. Datenschutzfolgenabschätzungen und die Pflege eines Verarbeitungsverzeichnisses sind ebenfalls erforderlich.
    2. EU KI-Verordnung und DSGVO: Die KI-Verordnung (KIV) bezieht sich auf KI-Produkte und ihre Transparenzanforderungen, während die DSGVO personenbezogene Daten schützt. Beide Regelwerke greifen ineinander, aber die KIV fokussiert sich mehr auf die Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit von KI-Systemen.
    3. KI-Kompetenz in Kanzleien: Ab Februar 2025 müssen Kanzleien sicherstellen, dass Mitarbeiter, die mit KI arbeiten, ausreichend geschult sind. Dies erfordert maßgeschneiderte Schulungen, die den individuellen Wissensstand der Nutzer berücksichtigen.
    4. Kennzeichnungspflichten und Transparenz: Es gibt Unsicherheiten darüber, ob juristische Texte, die teilweise mit KI generiert wurden, als solche gekennzeichnet werden müssen. Die Regelungen für Texte und kleinere KI-Beiträge sind noch in der Entwicklung.
    5. Langfristige Auswirkungen von KI auf Berufe: KI wird kurzfristig bestimmte Aufgaben in der Rechtsbranche automatisieren, insbesondere monotone Tätigkeiten. Dennoch bleibt menschliches Eingreifen unverzichtbar, da KI derzeit keine vollständige rechtliche Verantwortung übernehmen kann.
    28 min
  • Legal Tech RightNow: Glücksspiel, Datenschutz und Flugstorno
    Interview mit Dr. Benedikt Quarch
    In diesem Interview spricht Patrick Prior mit Dr. Benedikt Quarch, Rechtsanwalt und Co-Gründer der Legal Tech Firma RightNow. Folgende Punkte wurden besprochen:
    1. Unternehmensfokus und Entwicklung: Die RightNow GmbH wurde 2016 gegründet und hat sich als eines der führenden Legal Tech-Unternehmen in Deutschland etabliert. Das Geschäftsmodell besteht hauptsächlich darin, Rechtsansprüche von Verbrauchern abzukaufen, um diese dann rechtlich durchzusetzen und die Differenz zu behalten. Die Firma hat sich anfangs auf Flugentschädigungen spezialisiert und später u.a. auf Themen wie Online-Glücksspiel und Datenschutz ausgedehnt.
    2. Hauptgeschäftsfelder: In den letzten Jahren lag der Schwerpunkt auf Online-Glücksspiel und Datenschutz. Bei Online-Glücksspiel fordert das Unternehmen Ansprüche aus unrechtmäßigen Glücksspieltransaktionen zurück. Im Datenschutzbereich setzt RightNow DSGVO-Schadensersatzansprüche aufgrund von Datenlecks durch, hauptsächlich gegen große Technologiekonzerne.
    3. Herausforderungen und Chancen: Die Rechtsdurchsetzung im Bereich Datenschutz ist aufgrund fehlender einheitlicher Schadensregulierung komplex. Es gibt derzeit keine klare Standardisierung für Schadensersatzsummen, was das Geschäft riskanter macht. Trotzdem besteht hohes Potenzial, da viele Konsumenten auch bei geringen Summen von z.B. 20 - 30 Euro Interesse zeigen.
    4. Gründungsgeschichte: Die Anfänge des Unternehmens liegen im Bereich Flugentschädigungen. Gründer Dr. Benedikt Quarch und sein Team starteten mit der Idee, Fluggäste zu entschädigen, die ihren Flug nicht antreten konnten. Dieses Geschäftsmodell wurde durch Rechtsänderungen eingeschränkt, was RightNow dazu veranlasste, neue Rechtsgebiete zu erschließen.
    5. Künstliche Intelligenz und Zukunftsvision: Künstliche Intelligenz (KI) spielt zunehmend eine Rolle in der juristischen Welt, jedoch sind viele Anwälte noch zögerlich, sie aktiv zu nutzen. Quarch sieht großes Potenzial für KI, um Routineaufgaben zu übernehmen, während komplexere juristische Tätigkeiten weiterhin von Anwälten erledigt werden. Er glaubt, dass die Arbeitsweise von Anwälten in den nächsten 5 - 10 Jahren durch KI maßgeblich verändert wird.
    37 min
  • Mehr Effizienz, weniger Risiko: KI in der Rechtsabteilung
    Interview mit Nico Arsos
    In diesem Interview spricht Patrick Prior mit Nico Arsos, Account Relationship Manager (SaaS) bei Wolters Kluwer, zum Thema "Mehr Effizienz, weniger Risiko: KI in der Rechtsabteilung". Folgende Punkte wurden besprochen:
    1. Einführung von KI in Rechtsabteilungen: Die Diskussion behandelt, wie KI, insbesondere generative KI wie ChatGPT, zur Unterstützung der digitalen Transformation in Unternehmensrechtsabteilungen eingesetzt wird.
    2. Arten von KI: Es wird zwischen generativer KI (z.B. ChatGPT zur Erstellung von Texten) und analytischer KI (z.B. zur Vertragsanalyse) unterschieden, die unterschiedliche Funktionen in der Rechtsabteilung übernehmen.
    3. Effizienzsteigerung: Der Einsatz von KI führt zu einer erheblichen Steigerung der Effizienz, indem Aufgaben wie die Vertragsprüfung automatisiert werden und so die Bearbeitungszeit von mehreren Stunden auf wenige Sekunden verkürzt wird.
    4. Kostensenkung: Durch die Automatisierung von Rechtsarbeiten kann die Notwendigkeit, Aufgaben an externe Kanzleien auszulagern, verringert und somit Kosten eingespart werden.
    5. Risikominderung: KI trägt zur Risikominimierung bei, indem sie die Genauigkeit bei der Überprüfung von Rechtsdokumenten und die Einhaltung von Compliance-Anforderungen verbessert – insbesondere bei der Arbeit in verschiedenen Sprachen.
    28 min
  • Einsatz von KI in Kanzlei und Rechtsabteilung
    Interview mit Michael Friedmann
    In diesem Interview spricht Patrick Prior mit Michael Friedmann, Rechtsanwalt und Gründer der Legal Tech Firma QNC mit den Plattformen 123recht.de, frag-einen-anwalt.de und Prime Legal AI. Folgende Punkte wurden besprochen:
    1. Entwicklung von Legal Tech Plattformen: Michael Friedmann, ein Pionier im Bereich Legaltech, gründete schon vor vielen Jahren die Plattformen 123recht.de und frag-einen-anwalt.de, um den Zugang zu rechtlicher Beratung zu erleichtern und Transparenz in einem bisher undurchsichtigen Markt zu schaffen.
    2. Widerstand in der Anwaltschaft: Anfangs stieß Friedmann auf erheblichen Widerstand von Anwälten, die das Internet als unbedeutend betrachteten und skeptisch gegenüber der Online-Rechtsberatung waren. Erst nach dem Start von frag-einen-anwalt.de im Jahr 2004 änderte sich die Einstellung, als Anwälte erkannten, dass diese Plattformen eine neue Zielgruppe erreichten.
    3. Einführung von Prime Legal AI: Vor acht Jahren begann Friedmann mit der Entwicklung von Prime Legal AI, einem KI-basierten System, das vor allem in Rechtsabteilungen und Kanzleien eingesetzt wird. Die Entwicklung startete als notwendige Maßnahme, um Anwälte bei der effizienten Beantwortung von Anfragen zu unterstützen, insbesondere nachdem eine Flatrate für die Rechtsberatung eingeführt wurde.
    4. Nutzung von eigenen Daten: Prime Legal AI basiert auf umfangreichen Daten, die über Jahre hinweg durch frag-einen-anwalt.de gesammelt wurden. Das System bietet eine semantische Suche, die relevante Passagen extrahiert und den Anwälten konkrete Antworten vorschlägt, was zu einer erheblichen Zeitersparnis führt.
    5. Fokus auf Verbesserung und neue Anwendungsfälle: Das Ziel von Prime Legal AI ist es, die Effizienz weiter zu steigern und neue Anwendungsfälle zu unterstützen, wie etwa den automatisierten Vergleich von Dokumenten.
    37 min
  • Künstliche Intelligenz in der Justiz
    Interview mit Isabelle Biallaß
    In diesem Interview sprechen Patrick Prior und Isabelle Biallaß, Richterin am Amtsgericht Essen und Leiterin des Think Tanks Legaltech und KI der Justiz NRW, über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Justiz. Anmerkung: Frau Biallaß spricht nicht in dienstlicher Funktion.
    Die Kernthemen sind:
    - Die Anfänge und das wachsende Interesse an KI in der Justiz seit 2018.
    - Praktische Anwendungen von KI, wie Spracherkennung und Anonymisierung von Urteilen.
    - Die Chancen und Risiken von KI-basierten Assistenzsystemen in der Rechtsprechung.
    - Die Bedeutung von Datenschutz und richterlicher Unabhängigkeit im Einsatz von KI.
    - Zukunftsperspektiven und mögliche Szenarien für die Nutzung von KI in der Justiz.
    Isabelle Biallaß teilt ihre Expertise und Einblicke aus erster Hand und diskutiert, wie die Justiz von KI profitieren kann, ohne die menschliche Entscheidungskompetenz zu gefährden. Ein Muss für alle, die sich für die Digitalisierung, KI und Zukunft der Rechtsprechung interessieren.
    31 min

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Der Legal Tech Verzeichnis "Legal Tech & Legal KI Talk" erscheint zweimal monatlich. Gastgeber Patrick Prior spricht mit verschiedenen Gästen aus der Rechtsbranche zu Legal Tech Themen und zur…