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Für die neue Folge unseres Podcasts sind wir verabredet mit Tobias Dahl und Patrick Martin. Im Leipziger Waldstraßenviertel führen die beiden, deren Zusammenarbeit in den Nullerjahren über das gemeinsame Studium in Weimar begann und eng mit der Geschichte von M Books verknüpft ist, das Büro Happy Little Accidents, kurz HLA. 2019 erhielten sie für ihr im Kettler Verlag zu einer Ausstellung des NRW Forums erschienenes Buch „Im Zweifel für den Zweifel - Die große Weltverschwörung“ den Förderpreis für junge Buchgestaltung der Stiftung Buchkunst. Zuletzt hatten die beiden einen regelrechten Lauf: Zwei Mal hintereinander gestalteten die Wahl-Leipziger eines der „Schönsten deutschen Bücher“: Im Wettbewerb der Stiftung Buchkunst wurden sie 2024 für das bei Park Books erschienene Architekturbuch „Ontologie der Konstruktion“ ausgezeichnet, 2025 waren sie mit „Constructive Disobedience“, publiziert bei Birkhäuser, unter den schönsten 25. Im Podcast sprechen wir mit Tobias und Patrick über Wege vom Studium in den Job, über das Suchen und Finden von bezahlbaren Büroräumen und Qualitäts-Maßstäben, über das Gestalten von Büchern, Magazinen, ganzen Ausstellungen oder Platten-Artworks und die manchmal lähmenden Mahlwerke öffentlicher Wettbewerbe und Ausschreibungen. Und schließlich übers kreative Pingpong zweier herausragender Gestalter, das – Grüße gehen raus an Bob Ross! - alles andere als ein Unfall ist. Dank wie immer an Carolin Blöink (Layout, Audioeinbindung), Steffen Brosig (Schnitt) und Gert Mothes (Fotos): Ohne euch gäbe es das hier nicht!
Anfang Februar kamen in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig fünf Jurorinnen und Juroren zusammen, um fast 600 Titel, die Gewinner aus 33 nationalen Wettbewerben rund um den Erdball, auf Herz und Nieren zu prüfen – Island und Rumänien waren erstmals dabei. Die Goldene Letter, die höchste Auszeichnung, geht in diesem Jahr an „Ouroboros Wings“ aus den Niederlanden, das Abschluss-Projekt des Designers Benaiah French an der Royal Academy of Art in Den Haag. Zweieinhalb Tage konzentrierte Jury-Arbeit – eine Herausforderung für Sunandini Banerjee (Indien), Isabel Seiffert (Schweiz/Deutschland), Fraser Muggeridge (UK), Raül Vicent (Spanien) und Artur Frankowski (Polen). Wir durften den Jurorinnen und Juroren über die Schulter schauen – und teilen unsere Impressionen hier im Podcast mit euch. Dicker Dank an Steffen Brosig (Schnitt), Lou Bromby (Voice) und alle Mitarbeiterinnen der Stiftung Buchkunst für die freundliche Begleitung.
Die prämierten Bücher sowie alle eingereichten Siegertitel aus 34 Ländern werden auf der Leipziger Buchmesse (19. – 22. März) am Stand der Stiftung Buchkunst zu sehen sein (Halle 5, A 300). Am 28. März, Buchmesse-Freitag, gibt es dort die Preisverleihung. Die Jurybegründungen und viele weitere nützliche Informationen findet ihr auf: www.stiftung-buchkunst.de.
As they do every year, jurors from five countries gathered at the National Library in Leipzig early February to select the ‘Most Beautiful Books from around the World’. Nearly 600 Books from 33 countries, all of them winners of national competitions, were laid and ready for the jury’s scrutiny. This year’s Golden Letter, the highest award, goes to “Ouroboros Wings” from the Netherlands, the graduation project by designer Benaiah French at the Royal Academy of Art in The Hague. It was also a big challenge for the current jury –Sunandini Banerjee (India), Isabel Seiffert (Swizzerland/Germany), Fraser Muggeridge (UK), Raül Vicent (Spain) and Artur Frankowski (Poland).
The award-winning books 2026 can be viewed for the first time at the Leipzig Book Fair (March 19th – March 22nd) at the Stiftung Buchkunst stand (Hall 5, A 300).
Eigentlich stellt unser Podcast überregional interessante Akteure der alten Welthauptstadt des gedruckten Wortes vor – Leipzigerinnen und Leipziger also. Da wir im Frühjahr allerdings bereits Extra-Folgen zu den „Schönsten Büchern aus aller Welt“ auf Deutsch und Englisch produzieren, stellen wir euch seit 2024 im Herbst auch die Gestalterinnen und Gestalter des aktuellen Katalogs „Die Schönsten Deutschen Bücher“ vor. Ein akustisches Making-of, ein Blick hinter die Kulissen also. Diesmal sprechen wir mit Sven Tillack und Steffen Knöll, Studio Tillack Knöll, Design Practice, Stuttgart, über die Arbeit am Katalog, über die Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Foto-Künstlerin Ann-Kathrin Müller – und über ein von Sven und Steffen gestaltetes Buch über Holzverbindungen, das als eines der „Schönsten“ des Jahrgangs 2025 ausgezeichnet wurde.
Den aktuellen Katalog der schönsten Bücher könnt ihr selbstverständlich zum Preis von 25 € vor Ort in eurer Lieblingsbuchhandlung bestellen (ISBN 978-3-9822108-4-1).
Erstmals in der Geschichte dieses Podcasts produzieren wir eine Folge, die eigentlich aus drei Teilfolgen besteht. Ein Tryptichon, ein richtig dickes Ding, mit viel Tiefenbohrung. Ein Anstoß war das Themenjahr, das Leipzig 2025 ausgerufen hat: Im Rahmen von „Mehr als eine Geschichte. Buchstadt Leipzig“ widmen sich zahlreiche Veranstaltungen der Geschichte und Gegenwart von Literatur und Büchern in der Messestadt. Wir von der Stiftung Buchkunst haben uns für Leipzig als Ort des Grafischen Gewerbes, der Schwarzen Kunst, der Buchmacher zu interessieren begonnen. In den letzten Monaten sind wir drei Buchbinderinnen begegnet, drei starken Frauen aus verschiedenen Generationen, deren Lebens- und Berufsgeschichte untrennbar mit der Geschichte der Buchstadt Leipzig verbunden ist.
In der dritten und letzten Teilfolge möchten wir euch mit Bettina Mönch bekannt machen. Bettina, Jahrgang 1965, übernimmt nach ihrer Buchbinder-Lehre die Familienfirma, die ihr Großvater Werner Kretzschmar 1949 gegründet hat. 2003 gründet sie mit ihrem jüngeren Bruder André, einem studierten Drucktechniker, die Buchbinderei Mönch oHG – die Expertise der Geschwister erlaubt die Kombination von Industrie- und handwerklicher Buchbinderei. Von 2007 bis 2023 ist die Firma im Leipziger Tapetenwerk angesiedelt. Bei Mönch gebundene Bücher erhalten zahlreiche Auszeichnungen – die höchste gab es 2003 im Wettbewerb der „Schönsten Bücher aus aller Welt“: Der Band bei Hatje Cantz erschienene Band „Rewind Forward“ von Olaf Nicolai erhielt die „Goldene Letter“. Die verkürzten Bogen, die damals noch Bettina Mönchs handwerkliches Geschick auf einer alten, mittels Fußpedal betriebenen Fadenheftmaschine erforderte, sind inzwischen industrieller Standard geworden. 2023 hat Bettina Mönch, schweren Herzens, das Tapetenwerk verlassen – und bietet, oft in Zusammenarbeit mit Leipziger Druck-Kollegen wie Andreas Pöge – noch punktuell kleinere Projekte an.
Dank wie immer an Carolin Blöink (Layout, Audioeinbindung), Steffen Brosig (Schnitt) und Gert Mothes (Fotos).
Erstmals in der Geschichte dieses Podcasts produzieren wir eine Folge, die eigentlich aus drei Teilfolgen besteht. Ein Tryptichon, ein richtig dickes Ding, mit viel Tiefenbohrung. Ein Anstoß war das Themenjahr, das Leipzig 2025 ausgerufen hat: Im Rahmen von „Mehr als eine Geschichte. Buchstadt Leipzig“ widmen sich zahlreiche Veranstaltungen der Geschichte und Gegenwart von Literatur und Büchern in der Messestadt. Wir von der Stiftung Buchkunst haben uns für Leipzig als Ort des Grafischen Gewerbes, der Schwarzen Kunst, der Buchmacher zu interessieren begonnen. In den letzten Monaten sind wir drei Buchbinderinnen begegnet, drei starken Frauen aus verschiedenen Generationen, deren Lebens- und Berufsgeschichte untrennbar mit der Geschichte der Buchstadt Leipzig verbunden ist. Heute möchten wir euch mit Katja Zwirnmann und ihrem Graphischen Atelier auf der Leipziger Baumwollspinnerei bekannt machen. Es ist zugleich Werkstatt und Laden, zu finden gegenüber von Halle 14, die ihr als Buch-Begeisterte vermutlich von unserem Projekt „Fourteen presents Fourteen“ kennt, dort zeigen wir ja in Kooperation mit der Kunstbibliothek der Halle 14 die prämierten Titel der „Schönsten Bücher aus aller Welt“. Heute geht es auf die andere Seite der gepflasterten Straße – zu Katja Zwirnmann, Jahrgang 1973, gelernte Buchbinderin und Absolventin der HGB. Dank wie immer an Carolin Blöink (Layout, Audioeinbindung), Steffen Brosig (Schnitt) und Gert Mothes (Fotos).
http://www.stiftung-buchkunst.de/de/leipzigs-neue-seiten.html
Erstmals in der Geschichte dieses Podcasts produzieren wir eine Folge, die eigentlich aus drei Teilfolgen besteht. Ein Tryptichon, ein richtig dickes Ding, mit viel Tiefenbohrung. Ein Anstoß war das Themenjahr, das Leipzig 2025 ausgerufen hat: Im Rahmen von „Mehr als eine Geschichte. Buchstadt Leipzig“ widmen sich zahlreiche Veranstaltungen der Geschichte und Gegenwart von Literatur und Büchern in der Messestadt. Wir von der Stiftung Buchkunst haben uns für Leipzig als Ort des Grafischen Gewerbes, der Schwarzen Kunst, der Buchmacher zu interessieren begonnen. In den letzten Monaten sind wir drei Buchbinderinnen begegnet, drei starken Frauen aus verschiedenen Generationen, deren Lebens- und Berufsgeschichte untrennbar mit der Geschichte der Buchstadt Leipzig verbunden ist. Wir freuen uns, euch in dieser und den beiden kommenden Folgen mit Katrin Adler, Katja Zwirnmann und Bettina Mönch bekanntmachen zu können. Los geht es in einem Hinterhof im Waldstraßen-Viertel, wo Katrin Adler mit Ihrer Werkstatt gerade vom ersten Stock ins Erdgeschoss umgezogen ist. Katrin Adler ist der Buchbinder-Beruf in die Wiege gelegt worden. Dass sie ihn beim eigenen Vater erlernen durfte, ist den wunderlichen Verhältnissen in der DDR zu verdanken. Später hat sie an der HGB studiert – wenn jemand weiß, wie Künstler ticken, dann ist es Katrin Adler. Dank wie immer an Carolin Blöink (Layout, Audioeinbindung), Steffen Brosig (Schnitt) und Gert Mothes (Fotos).
http://www.stiftung-buchkunst.de/de/leipzigs-neue-seiten.html
Anfang Februar kamen in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig fünf Jurorinnen und Juroren zusammen, um 550 Titel, die Haute Couture aus mehr als 30 Ländern rund um den Erdball, auf Herz und Nieren zu prüfen. Eine Herausforderung für Shin Akiyama (Japan), Giulia Boccarossa (Italien), Birna Geirfinnsdóttir (Island), Ákos Polgárdi (Ungarn) und Astrid Seme (Österreich) – aber auch ein großes Privileg, ist der Wettbewerb doch weltweit einzigartig. Aber was heißt „Wettbewerb“? Die Stärke von „Best Book Design from all over the World“ liegt gerade darin, wie es immer wieder gelingt, Menschen, Kulturen und unterschiedlichste Designansätze zusammenzubringen – und das Verbindende zwischen ihnen sichtbar zu machen. Wir durften den Jurorinnen und Juroren über die Schulter schauen – und teilen unsere Impressionen hier im Blog. Dicker Dank an Steffen Brosig (Schnitt), Louise Bromby (Voice) und alle Mitarbeiterinnen der Stiftung Buchkunst für die freundliche Begleitung.
Die prämierten Bücher sowie alle eingereichten Siegertitel aus 34 Ländern werden auf der Leipziger Buchmesse (27. – 30. März) am Stand der Stiftung Buchkunst in Halle 5 zu sehen sein. Am 28. März, Buchmesse-Freitag, gibt es dort die Preisverleihung. Die Jurybegründungen und viele weitere nützliche Informationen findet ihr auf: www.stiftung-buchkunst.de.
As they do every year, jurors from five countries gathered at the National Library in Leipzig early February to select the ‘Most Beautiful Books from around the World’. 550 Books from more than 30 countries were laid and ready for the jury’s scrutiny. It was also a big challenge for the current jury - Shin Akiyama (Japan), Giulia Boccarossa (Italy), Birna Geirfinnsdóttir (Iceland), Ákos Polgárdi (Hungary) and Astrid Seme (Austria).
The award-winning books 2025 can be viewed for the first time at the Leipzig Book Fair (March 27th – March 30th)
http://www.stiftung-buchkunst.de/de/leipzigs-neue-seiten.html
Wenn es für Anna Lena von Helldorff so etwas wie ein Motto gäbe, stammte es vielleicht vom französischen Philosophen Jaques Rancière (*1940), der in seinem Buch „Der unwissende Lehrmeister“ (1987) schrieb: „Was siehst du? Was denkst du? Was machst du damit? (Und derart unendlich weiter).“ Anna Lena ist zwar 1977 in München geboren, lebt und arbeitet aber, mit Unterbrechungen, schon mehr als 20 Jahre in Leipzig. 1997 begann sie das Studium der Visuellen Kommunikation an der HdK Berlin, wechselte jedoch schon ein Jahr darauf nach Leipzig an die Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB); 2004 schloss sie ihr Studium in der Fachklasse Systemdesign bei Ruedi Baur ab. 2006 initiierte sie die Bürogemeinschaft buero total & kollegen, 2014 gehörte sie zu den Gründer:innen des KV – Verein für Zeitgenössische Kunst Leipzig e. V., der bereits 2019 mit dem Art Cologne Preis ausgezeichnet wurde. Seit dem Wintersemester 2023/24 arbeitet sie – back to the roots – als Professorin für Typografie an der HGB. In unserer neuen Folge sprechen wir mit Anna Lena darüber, wie es sich anfühlt, als Designerin in die Fußstapfen eines berühmten Vaters zu treten, über die Labor-Situation im Leipzig der Nullerjahre, kollaboratives Arbeiten und darüber, welche Rolle das Buch in ihrer gestalterischen Praxis spielt. Mit dabei: Die in Leipzig lebende Schriftstellerin Heike Geißler, die in diversen Projekten mit Anna Lena von Helldorff zusammengearbeitet hat. Dicker Dank wie immer an Conny Wolter (Voice), Steffen Brosig (Schnitt) und Gert Mothes (Fotos).
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Leipzig, die alte Welthauptstadt des gedruckten Wortes, hat sich neu erfunden: In den Biotopen von HGB und HTWK erproben sich angehende Gestalter:innen; später gründen sie ihre eigenen kreativen Netzwerke, Büros, Verlage. In Gesprächen und Reportagen stellen wir die spannendsten Positionen vor. Die Zukunft des Buchs ist – Leipzig.
https://www.stiftung-buchkunst.de/de/leipzigs-neue-seiten.html

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