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Zum Inhalt dieser Folge:
Darf eine Zwölfjährige einen Instagram-Account haben? Die Europäische Kommission findet: nein. In ihrer Rede zur Lage der Union hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den EU Kids Act angekündigt: ein Verbot von Social-Media-Accounts unter 13 Jahren, und keinen eigenständigen Account unter 15 ohne Zustimmung der Eltern. Gesetz ist das noch nicht – aber in ganz Europa warten Regierungen nicht erst ab, wie das ausgeht.
In Folge 17 von LensEU spricht Host Anna Wallner mit EU-Redakteurin Anna Gabriel darüber, wie von der Leyens Vorschlag zustande kam, wie er in Brüssel und in der Tech-Branche aufgenommen wird, und über Österreichs eigenen Plan für ein nationales Mindestalter von 14 Jahren – der mit 1. Jänner 2027 in Kraft treten soll, Jahre vor der EU-Regel, auch wenn er ihr letztlich weichen muss.
Danach berichten drei Partnerredaktionen direkt vor Ort:
Was ist lensEU?
Die Partnermedien sind: LensEU wird von OKO.press aus Polen koordiniert. Weitere Partner sind Die Presse aus Österreich, CORRECTIV aus Deutschland, Telegram.hr aus Kroatien und TVNET aus Lettland. Unterstützt wird das Projekt von der internationalen Nachrichtenagentur AFP aus Frankreich, ENEX aus Luxemburg und Mainspring aus Österreich.
KI-Hinweis: Die Podcastfolgen in der Originalsprache werden mit dem Übersetzungstool Eleven Labs in mehrere Sprachen übersetzt, so auch auf Deutsch. Die Moderationspassagen und das erste Interview sind auf Deutsch aufgenommen, der Rest vom Englischen ins Deutsche mittels KI übersetzt.
Unterstützt wird das Projekt von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Multimedia Actions.
Alle deutschen Folgen findet ihr auch hier auf YouTube.
Alle Quellen und Links zu dieser Folge findet ihr hier.
Zum Inhalt dieser Folge:
Europa stimmt für Wandel, aber was passiert, wenn sich die Wähler von den etablierten politischen Parteien abwenden? Die lettische Parlamentswahl 2026 brachte einen Erdrutschsieg für die proeuropäische United List, während zugleich auch populistische Parteien deutlich zulegten. In Deutschland, Österreich und Kroatien zeigt der Aufstieg rechter Parteien unterdessen unterschiedliche Wege des politischen Wandels auf, vom Gewinnen neuer Wählerschichten über den Eintritt in die Regierung bis zum Verlust an Zustimmung.
In dieser Folge von LensEU gehen Journalistinnen und Journalisten von TVNET aus Lettland, CORRECTIV aus Deutschland, "Die Presse" aus Österreich und Telegram aus Kroatien der Frage nach, warum traditionelle politische Bindungen schwächer werden, was Wählerinnen und Wähler zu alternativen Parteien treibt und ob Veränderungsversprechen die Realität des Regierens überstehen.
Was ist lensEU?
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Das vollständige Transkript dieser Folge auf Deutsch findet ihr hier.
Zum Inhalt dieser Folge:
In dieser Folge zu hören sind:
Als die Pandemie 2020 Europas Wirtschaft lahmlegte, wagte die EU einen beispiellosen Schritt: Sie nahm gemeinsam Schulden auf, 750 Milliarden Euro für den Wiederaufbaufonds NextGenerationEU. Herzstück war die Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF), die nicht nur die Erholung ankurbeln, sondern Europas Volkswirtschaften grüner, digitaler und krisenfester machen sollte. Jetzt läuft das Programm aus. Zeit für eine Bilanz: Hat es funktioniert?
In Kroatien fällt die Antwort ernüchternd aus. Die Wirtschaft hängt weiter am Tourismus, die Gesundheitsreform blieb stecken, und die geplante Gemeindereform wurde zur Scheinreform. Ganz anders in Spanien, Portugal und Griechenland, die nach der Pandemie überraschend stark gewachsen sind und ihre Schulden deutlich abgebaut haben. Auch Polen profitierte, trotz Verzögerungen wegen des Rechtsstaatsstreits.
Die Ökonomin Cinzia Alcidi vom Centre for European Policy Studies ordnet ein: Wie viel Wachstum hat der Fonds tatsächlich gebracht? Welche Krise wurde vielleicht verhindert? Und sind gemeinsame EU-Schulden überhaupt mit den Verträgen vereinbar?
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Zum Inhalt dieser Folge:
In Deutschland (Correctiv) beleuchten wir die Debatte zwischen Abriss und Sanierung und fragen, ob bestehende Gebäude nicht oft umgebaut statt ersetzt werden könnten. In Essen wurde eine alte Siedlung aus 19 kleinen Häusern mit lokalhistorischer Bedeutung abgerissen, um Platz für hochpreisige Wohnungen zu schaffen.
In Griechenland untersucht die Journalistin Danai Maragoudaki von Solomon den rasanten Wandel von Athen und anderen Städten, wo ältere Gebäude zunehmend Neubauprojekten weichen müssen, vor allem für den Tourismus und im Interesse von Investoren. Das weckt Sorgen um das architektonische Erbe, um leistbaren Wohnraum und um den Charakter ganzer Viertel.
In Polen blickt Wojciech Kość von Oko.press auf die Zukunft der Plattenbauten des Landes, der sogenannten Wielka Płyta. In rund 60.000 Wohnblöcken leben etwa zwölf Millionen Menschen. Manche davon werden abgerissen, andere saniert. In Lubin sollen vier Blöcke abgerissen werden, um den Blick auf historische Wahrzeichen freizugeben, obwohl die Bewohner:innen argumentieren, dass die Gebäude in gutem Zustand sind und Ersatzwohnungen für sie unleistbar sein könnten.
Wie also soll Europa mit seinen bestehenden Gebäuden umgehen? Wann ist eine Sanierung sinnvoll, wann ist ein Abriss gerechtfertigt? Wer trägt die Kosten, wer profitiert, und was verlieren wir, wenn ein Gebäude verschwindet?
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Der europäischen Zusammenarbeit widmet sich Kapitel 17 der „East Side Stories“. Beim Europäischen Forum Alpbach haben wir mit dem Historiker Oliver Rathkolb einen Bogen vom Ende des Kalten Krieges bis zum Krieg in der Ukraine gespannt. Rathkolb beginnt mit einem Eingeständnis: 1989 und 1991 habe er sich völlig geirrt. Und er formuliert einen schweren Vorwurf – Europa habe in den 1990er Jahren zugesehen, wie Russland an die Oligarchen verschachert wurde, und trage damit eine Mitschuld am Putin-Regime. Versäumt werde bis heute auch die Kommunikation: Die EU verkaufe ihre Erfolge zu schwach. Rathkolbs Rat: neue Bündnisse im globalen Süden – und diplomatischer Druck über Peking. Alle Initiativen zur Beendigung des Ukraine-Krieges, meint er, müssten dorthin gehen.
Plus: Eine Sprachnachricht von der kroatischen Insel Cres, wo bei der Cres Summer School gerade junge Menschen aus EU- und Beitrittskandidatenländern über Europas Zukunft diskutieren – geschickt hat sie uns Senada Šelo-Šabić vom Institut für Entwicklung und Internationale Beziehungen (IRMO) in Zagreb.
Mehr zur aktuellen Ausgabe des Magazins „European Voices“ und den Bestell-Link finden Sie unter: europeanvoices.eu
East Side Stories - der Podcast zu Politik und Wirtschaft in Osteuropa vom Team der "European Voices". Einmal im Monat sprechen Martyna Czarnowska und Thomas Seifert über die drängendsten Themen und Debatten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Dazu laden sie sich vielseitige Gäste zum Gespräch ein und bekommen jeweils eine Voice Message aus einer Stadt der Region.
Seifert und Czarnowska leiten das englischsprachige Magazin "European Voices", das "Die Presse" seit 2024 gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Außenpolitik und die Vereinten Nationen herausbringt. Mehr Infos unter: europeanvoices.eu
Dieser Podcast wird unterstützt von Erste Group und Vienna Insurance Group
Hosts: Martyna Czarnowska, Thomas Seifert
Sie führt Europas größten politischen Apparat von einem Büro aus, das kaum jemand in der EU auf der Landkarte finden könnte, und noch weniger Menschen haben sie dorthin gewählt. In Folge 13 von LensEU fragen wir, wie viel Macht die Kommissionspräsidentin in Brüssel tatsächlich an sich gezogen hat, und was man in Brüssel und drei EU-Mitlgiedstaaten von ihr hält.
Unser eigener EU-Korrespondent Oliver Grimm hält mit seiner Meinung nicht hinterm Berg: Innerhalb der Kommission liefen Entscheidungen über ihr Büro und ihren Kabinettschef, sagt er, der "möglicherweise mächtigste Beamte innerhalb der Kommission". Und doch sei sie paradoxerweise schwächer, als sie wirke, weil sie sich kaum traue, sich gegen Berlin zu stellen. "Das ist eine Spannung, die Europa nicht guttut", sagt er.
In Kroatien zeigen die Journalistinnen Irena Frlan Gašparović und Jasmin Klarić vom Medium Telegram, wie wenig es dabei eigentlich um sie selbst geht: Präsident Zoran Milanović hat sie als unelegierte Bürokratin abgetan, die sich lieber "um die Weinqualität und die Pilzkontrolle" kümmern solle, während Ministerpräsident Andrej Plenković zu ihren engsten Verbündeten im Europäischen Rat zählt. In Polen findet Paulina Pacuła vom unabhängigen Recherchemedium OKO.press dasselbe Muster: Das Vertrauen in von der Leyen verläuft fast exakt entlang der Grenze zwischen Regierung und Opposition. Und in Berlin erklärt Nicolai von Ondarza von der Stiftung Wissenschaft und Politik, warum ihr altes Image als "Merkels Frau" kaum noch trägt, und warum ihre eigene Partei, die CDU, zu einer ihrer schärferen Kritikerinnen geworden ist.
Vier Länder, eine Ursula von der Leyen.
Host: Anna Wallner, Die Presse. Diese Folge erscheint im Original auf Englisch und ist hier übersetzt auf Deutsch zu hören. Es gibt auch Übersetzungen auf Lettisch, Kroatisch und Polnisch.
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Was ist lensEU?
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Diese Folge wurde von OkoPress in Polen produziert, Host ist diesmal Wojciech Kość. Zu Wort kommen außerdem Mathieu Pollet von Politico Brüssel, Zuzanna Warso, die CO-Direktorin von Open Future, der niederländische Softwareentwickler Bert Hubert und Andrejs Timofejevs von TVNet aus Lettland.
In dieser Folge von LensEU spricht Host Wojciech Kość von OKO.press darüber, wie tief Europas Alltag auf US-Technologie angewiesen ist – von WhatsApp und Google Maps bis zu Word, Teams und Kreditkartenzahlungen. Politico-Reporter Mathieu Pollet erzählt, was er lernte, als er 72 Stunden lang komplett auf US-Tech verzichtete, und warum ein Alleingang schnell isoliert. Zuzanna Warso von Open Future erklärt, wie staatliche Förderung und Beschaffungspolitik den amerikanischen Vorsprung überhaupt erst möglich gemacht haben, während der niederländische Entwickler Bert Hubert schildert, wie schon die bloße Angst vor dem „großen roten Knopf" das Verhalten europäischer Institutionen verändert und wie russische Desinformationskampagnen unter YouTube-Pressekonferenzen die Kommunikation von Regierungen untergraben. Der lettische Journalist Andrejs Timofejevs erklärt, warum Riga aus Sicherheitsgründen trotzdem lieber noch enger mit Washington kooperiert, während Polens gescheiterter Plan einer Digitalsteuer zeigt, wie politisch heikel das Thema geworden ist. Am Ende bleibt die Frage: Kann Europa seine über Jahrzehnte gewachsene Abhängigkeit überhaupt aus eigener Kraft verringern?
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In dieser Episode sprechen Filip Raunić und Đivo Đurović, beide Journalisten beim kroatischen Nachrichtenportal Telegram, über den Zerfall der liberalen internationalen Ordnung, die die Welt in den vergangenen 80 Jahren geprägt hat. Sie erklären, was die Pax Americana eigentlich war und wie viel davon bewusste amerikanische Strategie war und wie viel schlicht das natürliche Ergebnis der Nachkriegsmachtverhältnisse.
Anschließend beleuchten sie, wie Donald Trumps zweite Amtszeit die Beziehungen zwischen den USA und Europa systematisch demontiert hat – von Drohungen gegen Grönland und Zöllen auf EU-Waren über den Truppenabzug aus Deutschland bis hin zur offenen Drohung eines vollständigen amerikanischen Rückzugs vom Kontinent. Das Gespräch widmet sich auch der Frage, wie eine autonomere europäische Außen- und Verteidigungspolitik aussehen könnte, sowie den Spannungen innerhalb Europas selbst – zwischen Frankreichs Führungsanspruch über die „Koalition der Willigen", Deutschlands Ambition, bis 2035 die größte konventionelle Militärmacht des Kontinents zu werden, und Polens vorsichtigem Balanceakt zwischen der Unterstützung europäischer Verteidigung und der Wahrung seiner Beziehungen zu Washington. Die Episode endet mit einem Bericht von Paulina Pacula vom polnischen OKO.press darüber, wie sich das sich wandelnde Verhältnis zwischen den USA und Polen in der polnischen Innenpolitik niederschlägt.
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Dies Folge wurde von TVNet in Lettland produziert, Host ist Artūrs Guds. Darin untersuchen wir, wie sich Kreml-nahe Narrative nach den Einschränkungen für russische Staatsmedien verändert haben haben. Sie kommen heute über soziale Medien, Messenger-Dienste und lokale politische Debatten. Anhand von Fallbeispielen aus Lettland und Polen zeigen Experten, wie ausländische Informationsmanipulation sprachliche Gräben, historische Spannungen und öffentliche Ängste ausnutzt und was Europa tun kann, um seine demokratische Widerstandsfähigkeit zu stärken.
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Nach Jahren des Stillstands steht die EU-Erweiterung wieder auf der Agenda, getrieben weniger von Wirtschaft als von Geopolitik, da der Krieg in der Ukraine und die Konkurrenz durch Russland und China die EU zwingen, ihre Nachbarschaft neu zu denken. Montenegro könnte schon 2028 als 28. Mitglied aufgenommen werden, und die EU-Spitzen signalisieren neue Dringlichkeit.
Doch der Beitrittsprozess wirft unbequeme Fragen in Richtung der EU selbst auf: Kann eine Union mit bis zu 35 Mitgliedern noch entscheiden, wenn Außenpolitik und Budgetfragen Einstimmigkeit erfordern? Können die EU-Budgets, schon jetzt unter Druck durch steigende Verteidigungsausgaben, neue Mitglieder verkraften. Allein Montenegros Beitritt wird auf rund 3,2 Milliarden Euro geschätzt? Und sind die EU-Bürger überhaupt bereit dafür? Wir hören von Kolleginnen und Kollegen aus Kroatien und Lettland, wie schnell die Begeisterung für die Erweiterung an alten politischen Streitigkeiten scheitert, sobald konkrete Kandidatenländer zur Debatte stehen.
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