Lesen ist... - Der Morawa-Podcast

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Lesen ist... - Der Morawa-Podcast episodes

  • 02.26 Florian Scheuba

    In dieser Folge von „Lesen ist...” begrüßt Anna Laganda Florian Scheuba in der Leselust-Lounge. Scheuba ist Kabarettist, Autor und Schauspieler, vielfach preisgekrönt (unter anderem mit dem Salzburger Stier, dem Österreichischen Kabarettpreis und dem New York Television Award) und seit Jahrzehnten eine der schärfsten satirischen Stimmen des Landes.

    Im Mittelpunkt steht sein neues Buch „Die Welt geht unter, aber mich nichts an”, erschienen im Zsolnay-Verlag. Der Untertitel bringt es auf den Punkt: Satire als Notwehr. Scheuba setzt dem gesellschaftlichen Untergang, dem Schwinden von Demokratie, Wahrheit und Artenvielfalt, den trotzigen Bau von Humor-Dämmen entgegen. Sein Mittel: der scharfe Blick, die Pointe, und Freundschaften zu investigativen Journalisten, aus denen investigatives Kabarett entsteht.

    Anna und Florian sprechen darüber, warum Lachen nicht Wegsehen bedeutet, sondern manchmal der direkteste Weg ist, Dinge auszuhalten und trotzdem hinzuschauen. Außerdem: Zensur und was Scheuba in vielen Jahren österreichischer Kabarettgeschichte darüber gelernt hat. Mut, Resilienz, Empathie und die Frage, was unser Zeitgeist mit uns macht.

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    43 min
  • 02.25 Wiener Alltagspoet

    In dieser Folge von „Lesen ist..." spricht Anna Laganda mit Andreas Rainer, dem Wiener Alltagspoeten. Rainer ist bekannt für kurze, treffsichere Beobachtungen aus dem Wiener Alltag, die auf seinem Account Tausende erreichen.

    Im Gespräch geht es um „Alltagspoeten 3", seine neue Zitatensammlung, und um die Frage, wie diese Texte eigentlich entstehen. Rainer erzählt offen über seine Leidenschaft fürs Schreiben, über den Anspruch, Wien authentisch darzustellen, und über die Entstehungsgeschichte seines Accounts. Dazu kommen Anekdoten, trockener Humor und ein Gespräch, das so klingt, als würde man mit jemandem reden, der diese Stadt einfach gut kennt.

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    46 min
  • 02. 24 Samra Kljajic @geschichtegram

    In dieser Folge von „Lesen ist..." begrüßt Anna Laganda Samra Kljajic in der Leselust-Lounge. Samra ist Autorin und Content Creatorin und betreibt unter @geschichtegram einen der erfolgreichsten deutschsprachigen Geschichts-Accounts auf Instagram und TikTok. Ihr Ansatz ist klar: Geschichte durch eine feministische Brille, kurz, zugänglich und ohne erhobenen Zeigefinger.

    Im Mittelpunkt steht ihr Buch „Femme Fatale". Darin nimmt Samra Frauen in den Blick, die im Laufe der Geschichte als Verführerinnen, Manipulatorinnen oder schlicht als gefährlich abgetan wurden. Was steckt wirklich hinter diesen Bildern? Was hat Popkultur daraus gemacht, und was hat der männliche Blick dabei überschrieben? Samra geht dorthin, wo das Klischee aufhört.

    Das Gespräch führt aber auch hinter die Kulissen von @geschichtegram: Wie ist das alles eigentlich entstanden? Was bewegt sie, Tag für Tag neue Inhalte zu produzieren und ihre Follower zu informieren? Und welche Zeitperiode fasziniert sie am meisten? Außerdem: die ehrliche Auseinandersetzung damit, was es bedeutet, Geschichte für ein breites Publikum aufzubereiten, ohne in die Falle der i-Tüpfel-Reiterei zu tappen.

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    47 min
  • 02. 23 Alex Beer

    In dieser Folge von „Lesen ist..." begrüßt Anna Laganda die Autorin Alex Beer in der Leselust-Lounge. Begrüßen ist dabei fast untertrieben: Anna ist bekennendes Fangirl der Emmerich-Reihe und die Begeisterung ist vom ersten Moment an spürbar. Alex Beer hat mit August Emmerich eine der beliebtesten Figuren des deutschsprachigen Historienkrimi geschaffen. Ihr Inspektor ermittelt im Wien der Zwischenkriegszeit, einer Stadt voller sozialer Spannungen, politischer Umbrüche und dunkler Hinterhöfe.

    Im Gespräch tauchen die beiden tief in diese Welt ein: Was macht das Wien der 1920er und 30er Jahre als Schauplatz so spannend? Und warum wird Alex Beer regelmäßig für einen älteren Mann gehalten?

    Natürlich bleibt die entscheidende Frage nicht aus: Wie geht es mit August Emmerich weiter? Der neue Band erscheint am 16. September 2026 ("Das dritte Grab") und Anna lässt nicht locker, um ein paar erste exklusive Infos zu erhalten. Außerdem sprechen die beiden darüber, was von den Protagonisten aus Alex Beers anderen Reihen noch zu erwarten ist.

    Und dann ist da noch das Zeitungspapier. Was es damit auf sich hat, warum es einmal eine ganz andere Bedeutung im Alltag der Menschen hatte und was das mit Büchern am WC zu tun hat, verrät diese Folge.

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    46 min
  • 02. 22 Herbert Dutzler

    In dieser Folge von „Lesen ist…" begrüßt Anna Laganda den österreichischen Krimiautor Herbert Dutzler in der Leselust-Lounge auf der Mariahilfer Straße 20. Dutzler ist der Schöpfer der Altaussee-Krimireihe rund um Inspektor Franz Gasperlmaier, einem Ermittler, der der hektischen Moderne mit derselben Gelassenheit begegnet wie sein Erfinder. Aufgewachsen im Ausseerland, lange als Lehrer tätig, hat Dutzler eine Erfolgsgeschichte hinter sich, die beweist: Manchmal ist Mundpropaganda stärker als jede Verlagskampagne.

    Den Weg zu Gasperlmaier fand er über einen Schreibwettbewerb – und damit auch zu sich selbst als Autor zurück. Die ersten Bände starteten ohne großen Pressewirbel und wuchsen allein durch Lesungen und Empfehlungen. Bereits der zweite Band schaffte den Sprung in die Bestsellerlisten. Warum der direkte Kontakt mit Leserinnen und Lesern für ihn so zentral ist und warum ein bisschen mehr Abstand manchmal trotzdem nicht schaden würde, erzählt er offen im Gespräch.

    Dazu sprechen Anna und Herbert über das Ausseerland ohne Schönfärberei: Kindheitserinnerungen, die Liebe zu Menschen, denen die Moderne zu schnell geht, aber auch der Overtourismus, der einen geliebten Ort zunehmend unter Druck setzt. Außerdem: Dutzlers Erfahrungen als Lehrer, sein Anspruch an sich selbst, und warum er bei der Verfilmung seiner Romane bewusst einen Schritt zurückgetreten ist. Und schließlich die Frage, die alle Schreibenden kennen: Ist Schreiben eine Sucht? Seine Antwort lässt kaum Zweifel.

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    41 min
  • #02. 21 Christian Wehrschütz

    In dieser Folge von „Lesen ist…“ begrüßt Anna Laganda den Journalisten, Auslandskorrespondenten und Autor Christian Wehrschütz in unserer Buchhandlung auf der Mariahilfer Straße 20 in Wien. Seit Jahrzehnten berichtet Wehrschütz aus politischen Krisengebieten und Konfliktregionen Europas – insbesondere vom Balkan und aus der Ukraine – und gilt als einer der bekanntesten österreichischen Journalisten im internationalen Bereich.

    Im Mittelpunkt des Gesprächs steht auch sein aktuelles Buch „Frontlinien“. Darin widmet sich Christian Wehrschütz den drängenden politischen Fragen unserer Zeit: Wie kann Frieden in der Ukraine entstehen? Wie stark ist Russland tatsächlich? Welche Rolle wird Europa künftig in der Weltpolitik spielen? Und wie verändert sich die globale Ordnung? Mit zahlreichen persönlichen Anekdoten aus seinem Journalistenleben macht Wehrschütz komplexe geopolitische Entwicklungen greifbar und verständlich.

    Gemeinsam mit Anna spricht er über die Erfahrungen, die ihn während seiner jahrzehntelangen Arbeit geprägt haben – über Begegnungen mit Menschen in Ausnahmesituationen, politische Umbrüche und die Herausforderung, aus Krisengebieten zu berichten, ohne den Blick für Menschlichkeit zu verlieren.

    Doch die Folge zeigt auch eine persönlichere Seite des Journalisten: Mit großer Begeisterung erzählt Christian Wehrschütz von seiner Liebe zur Science-Fiction und insbesondere zur Kultreihe Perry Rhodan. Literatur wird dabei zu einem Gegenpol zur politischen Realität – und zugleich zu einer Möglichkeit, Zukunft neu zu denken.

    Besonders eindrucksvoll ist die Frage, woher Wehrschütz trotz vieler belastender und intensiver Erfahrungen seinen Optimismus nimmt. Offen spricht er darüber, warum ihn Begegnungen mit Menschen, Widerstandskraft und seine Familie immer wieder daran erinnern, dass selbst in schwierigen Zeiten Hoffnung möglich bleibt.

    Eine kluge, persönliche und hochaktuelle Folge über Journalismus, Weltpolitik, Literatur und die Fähigkeit, trotz Krisen optimistisch zu bleiben.

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    43 min
  • #02. 20 Simon Schwarz

    In der Leselust-Lounge auf der Mariahilfer Straße begrüßt Anna Laganda diesmal den Kabarettisten und Schauspieler Simon Schwarz. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht sein Buch „Geht’s noch?“ – ein Werk, das sich bewusst nicht in klassische Kategorien einordnen lässt. Zwar fließen biografische Elemente ein, im Kern ist es jedoch ein leidenschaftlicher, persönlicher und gleichzeitig politischer Text über Klimaschutz und Verantwortung.

    Simon Schwarz spricht darüber, warum ihm das Thema so wichtig ist und wie sehr ihn dabei auch die Geschichte seiner eigenen Familie geprägt hat. Besonders eindrucksvoll ist der Blick auf eine Generation von Aktivistinnen, die schon lange vor heutigen Klimabewegungen auf die Straße gegangen ist – und deren Engagement oft in Vergessenheit geraten ist.

    Doch die Folge bleibt nicht beim Klimathema stehen: Gemeinsam mit Anna streift Simon Schwarz zahlreiche weitere gesellschaftliche und persönliche Fragen. Es geht um Zuschreibungen gegenüber vermeintlich „bildungsfernen Schichten“, um das Leben als Vater und die Herausforderung, Kinder in einer komplexen Welt großzuziehen. Ebenso offen spricht er über seinen Umgang mit ADHS und darüber, wie man trotz – oder gerade wegen – individueller Herausforderungen seinen eigenen Weg findet.

    Im Zentrum steht dabei immer wieder die Frage: Wie kann man ein Leben führen, das einen positiven Unterschied macht? Vielleicht nicht perfekt, aber mit dem ehrlichen Versuch, die Welt ein kleines Stück besser zu hinterlassen, als man sie vorgefunden hat.

    Eine vielschichtige, persönliche und zugleich gesellschaftlich relevante Folge über Verantwortung, Haltung und die Suche nach dem richtigen Maß an Engagement.

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    49 min
  • #02. 19 Stefanie Jaksch & Magdalena Stammler

    In dieser besonderen Folge von „Lesen ist…“, passend zum Weltfrauentag, begrüßt Moderatorin und Buchhändlerin Anna Laganda gleich zwei Gäste in der Leselust-Lounge: Stefanie Jaksch und Magdalena Stammler. Die beiden Autorinnen und Herausgeberinnen sprechen über ihre gemeinsame Anthologie „bluten“, ein literarisches Projekt, das sich mit den vielen Facetten weiblicher Erfahrungen auseinandersetzt – zwischen Alltag, Liebe, Schmerz und Widerstand.

    Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage, was es bedeutet, in einer Gesellschaft zu leben, in der weibliche Körper und Lebensrealitäten noch immer mit Erwartungen, Tabus und Normen verbunden sind. Die Anthologie versammelt Texte, die sich mit Themen wie Care-Arbeit, Mutterschaft, Schwangerschaft, Abtreibung, Menopause und Gewalt auseinandersetzen – aber auch mit Selbstbestimmung, Solidarität und der Kraft von Geschichten.

    Dabei wird schnell deutlich, wie unterschiedlich Stefanie Jaksch und Magdalena Stammler als Persönlichkeiten und Autorinnen sind – und wie gerade diese Unterschiede ihre Zusammenarbeit bereichert haben. Sie erzählen, wie das Projekt entstanden ist, wie sie Texte ausgewählt haben und warum es ihnen wichtig war, Stimmen zu versammeln, die verschiedene Perspektiven auf das Thema eröffnen.

    Ein weiteres zentrales Thema der Folge ist die anhaltende Tabuisierung der Menstruation. Gemeinsam diskutieren die drei darüber, warum über manche körperlichen Erfahrungen noch immer so selten offen gesprochen wird – und warum Literatur ein Raum sein kann, solche Themen sichtbar zu machen.

    Eine Folge über Mut, Offenheit und Solidarität, die zeigt, wie Literatur gesellschaftliche Diskussionen anstoßen kann und warum das Erzählen persönlicher Erfahrungen oft politischer ist, als man denkt.

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    47 min
  • #02. 18 Ursula Poznanski

    Live von der Buch Wien begrüßt Anna Laganda in dieser letzten Spezial-Folge von „Lesen ist…“ eine der erfolgreichsten österreichischen Autorinnen: Ursula Poznanski. Im Gespräch dreht sich alles um ihre Wien-Krimis, deren Entstehung und die Faszination für Spannung, Abgründe und komplexe Figuren. Ursula Poznanski erzählt, welche Ideen am Anfang ihrer Geschichten stehen, was sie am Schreiben immer wieder neu begeistert und wie sie ihre Charaktere Schritt für Schritt entwickelt.

    Ein besonderer Fokus liegt auf der Recherche: Warum reicht der wöchentliche Tatort nicht aus, um echte Polizeiarbeit abzubilden? Wie ist eigentlich das Geschlechterverhältnis in den Ermittlungsgruppen in Wien? Und wo zieht Ursula Poznanski ganz bewusst Grenzen, wenn es um Recherchen zu realen Verbrechen geht? 

    Abgerundet wird das Gespräch durch eine kleine, persönliche „Freundschaftsbuch“-Runde, in der Ursula Poznanski auch private und überraschende Details von sich preisgibt. Eine spannende, kluge und sehr unterhaltsame Live-Folge, die zeigt, wie viel Recherche, Verantwortung und Empathie hinter erfolgreichen Kriminalromanen stecken.

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    28 min
  • #02. 17 Takis Würger

    Diese Folge von „Lesen ist…“ wurde live auf der Buch Wien aufgenommen und führt mitten hinein in das Spannungsfeld zwischen Musik, Literatur und künstlerischer Identität. Takis Würger, Autor des vielbeachteten Romans „Für Polina“, spricht mit Anna Laganda über die intertextuellen Bezüge seines Werks und darüber, welche Autorinnen, Autoren und musikalischen Einflüsse sein Schreiben geprägt haben.

    Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Frage, wie Musik literarisch beschrieben werden kann – und warum sie in „Für Polina“ nicht nur Hintergrund, sondern erzählerischer Motor ist. Takis Würger erzählt, welche Ideen und Stimmungen am Anfang des Romans standen und wie sich diese im Schreibprozess weiterentwickelt haben.

    Darüber hinaus gewährt er ehrliche Einblicke in die zwei sehr unterschiedlichen Seiten des Autorendaseins: das Schreiben als stillen, oft einsamen Akt – und den starken Kontrast dazu, wenn Literatur auf der Bühne, vor Publikum und in der Öffentlichkeit geteilt wird. Eine Folge über Inspiration, künstlerische Verantwortung und den Mut, persönliche Themen in Sprache zu übersetzen – und damit eine Einladung, Literatur als vielschichtige Kunstform neu zu entdecken.

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    26 min

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