Franziska Haug hat Germanistik, Kunstpädagogik, Soziologie und Gender Studies in Frankfurt am Main studiert. Sie war unter anderem Lektorin für deutsche Literatur im S. Fischer Verlag, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Visiting Research Fellow an der New York University. In ihrer Promotion beschäftigte sie sich mit literarischen Verfahren der Produktion von Geschlecht durch Arbeit, am Beispiel von Schriftsteller*innen wie Ronald M. Schernikau, Thomas Brasch, Elfriede Jelinek und Gisela Elsner. Das Buch erschien im Jahr 2025 im Verbrecher-Verlag.
Heute forscht Franziska als Postdoc im Projekt Light On! zur Ästhetik queerer und schwul-lesbischer Literatur im Sozialismus, mit einem Fokus auf die DDR. Im Jahr 2024 hat sie die Tagung "Queere DDR-Literatur" organisiert – im Jahr 2025 erschien der Sammelband „bin weiblich, bin männlich, doppelt“. Queere DDR-Literatur. Mit dieser Folge eröffnen wir eine besondere Podcast-Staffel, in der wir mit verschiedenen Autor*innen, die am Sammelband mitgewirkt haben, sprechen.
Link zum Sammelband auf der Verlagsseite
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Inhalt
Vorwort
Janin Afken: „Für einen Moment war eine fremde Trieblandschaft in grelles Blitzlicht getaucht“. Lesbische* Utopien in der DDR-Literatur der 1970er Jahre
Alexander Wagner: Anthropophage Erotik, ein kleines Rasenstück, Frauen aus Stein: Die „Hadischen Erzählungen“ in Irmtraud Morgners Trobadora Beatriz
Jonas Haug: Träumen und Sprechen – plurale Subjektivität in Brigitte Reimanns Franziska Linkerhand
Ida Svingen Mo: Gertrud, Lord Byron und „das struppige Fuchsjunge“ – queeres Außenseitertum in Brigitte Reimanns Franziska Linkerhand
Birgit Bockschweiger: Christa Wolf – eine queere Autorin?
Felix Schmidt: Die Frauen am Ida-Berg – eine queere Utopie? Queere Zeitlichkeit in Christa Wolfs Kassandra
Vojin Saša Vukadinović: Der Traum ihrer Verkommenheit. Anmerkungen zu Christa Reinigs Frühwerk
Sina Meißgeier: Literarische Veröffentlichungen in der Lesbenzeitschrift frau anders als Spiegel der Transformationszeit
Nane Pleger: Eine sprechende Katze und ein Engel mit goldenem Schnurrbart. Wie fantastisch erzählte Figuren Gendernormen in Christa Kożiks Werk durchque(e)ren
Rebecca Franke: Queerness in der FDJ-Poetenbewegung
Lucas Mielke: Norbert Marohns Plötzlich mein Leben (1989) im Kontext des Homosexualitätsdiskurses der 1980er Jahre
Benedikt Wolf: Das Archiv als Form. Zu Ronald M. Schernikaus Legende
Lukas Betzler: Homosexuelles Begehren im Werk Franz Fühmanns
Liesa Hellmann: Die Front als queerer Möglichkeitsraum? Erich Loests Erzählung Hitlers Befehl (1956/1968)
Franziska Haug im Gespräch mit Norbert Marohn: „Schreiben ist für mich intensiveres Leben“
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Host: Adina Kükelhahn
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