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  • Der jiddische Witz
    Der jiddische Witz ist mehr als die Summe der Witze, mit denen Ostjuden über sich selbst lachten. Er ist Geist, „esprit“, ja schwarzer Humor angesichts einer absurden Luftmenschen-Existenz. Der israelische Schriftsteller und Germanist Jakob Hessing erschließt kurzweilig das ironische Potential der jiddischen Sprache und erklärt, warum jiddischer Witz und jiddische Literatur aufblühten, als das Ostjudentum seiner Vernichtung entgegen ging.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/vhs_wissen_live_jakobhessing
    47 min
  • Wo finden sich die „kleinen Leute“? Zwischenbericht zu einer schwierigen Suche
    Seit über 200 Jahren ist der „kleine Mann“ eine immer wieder beschworene Sozialfigur, ohne dass er soziologisch präzise bestimmt werden könnte. Eine von Abstiegs­ängsten geprägte Doppelrolle macht seine Bedeutung im Politischen aus. Denn „der Mann/die Frau auf der Straße“ bildet einen wesentlichen Teil des Souveräns. In „gebildeten“ Kreisen stellen die „kleinen Leute“ oft Antifiguren zur eigenen Bedeutsam­keit dar und sind durch beschränkten Ehrgeiz, Unauffälligkeit und Traditionsverhaftung definiert. Als vermeintlich „sprachloser“ Teils der Gesellschaft sind sie in politischen Reden und Feuilletons zugleich dauerhaft präsent. Das Projekt von Prof. Dr. Dirk van Laak spürt den Konjunkturen der Rede von den „kleinen Leuten“ aus der selbstkritischen Warte eines Historikers nach. Es vergleicht nationale Ausprägungen und kulturelle Repräsentations­formen und fragt, ob ein „Nachruf“ überhaupt angesagt ist.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historisches_kolleg_dirk_van_laak
    46 min
  • Mensch – Maschine. Ein neues Machtverhältnis? Historische Perspektiven auf KI
    Blickt man aus einer historischen Perspektive auf das Mensch-Maschine-Verhältnis, liegt die Vermutung nahe, dass der Mensch Maschinen erfunden hat, um sich das Leben zu erleichtern, um Tätigkeiten zu vollbringen, die er selbst körperlich nicht leisten kann, um seine Produktivität zu steigern usw. In diesem Sinne hat der Mensch Maschinen erfunden, sie erschaffen und bedient sie. Aber nicht nur das – der Mensch war Herr über Maschinen und kontrollierte sie. Kurzum: Der Mensch machte nicht nur Maschinen, er hatte die Macht über Maschinen. Dieses Machtverhältnis soll heute nicht mehr so eindeutig bzw. in Gefahr sein. Künstliche Intelligenz drehe das Verhältnis um – der Mensch wird der Maschine Untertan. Er verliert die Kontrolle und letztlich seine Souveränität. Ein Fall von Dynamiken der Macht mit schlechtem Ausgang für die Souveränität des Menschen?
    Es diskutieren Martina Heßler (Darmstadt), Catrin Misselhorn (Göttingen), Andreas Fickers (Luxemburg), Wolfgang Ernst (Berlin), Matteo Valleriani (Berlin), Sebastian Kubon (München). Moderation Charlotte Lerg (München) und Georgios Chatzoudis (Düsseldorf).
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historikertag2025_mensch_maschine
    1 hr 20 min
  • Suizid im Tiber? Pietro Testa und das Geheimnis seines Todes
    Am 1. März 1650 wird der italienische Maler und Druckgrafiker Pietro Testa tot im Tiber aufgefunden. Schnell kursiert das Gerücht, der Künstler habe sich vorsätzlich in den Fluss gestürzt, also sich das Leben genommen. Angesichts materieller Sorgen und mangelnder Anerkennung scheint diese Möglichkeit nicht gänzlich aus der Luft gegriffen. Jedoch betrachten andere, darunter auch Freunde Testas, seinen Tod als tragisches Unglück. Freitod oder Unfall? Welche Umstände haben wirklich zum mysteriösen Tod des Künstlers im Tiber geführt? Und war es im 17. Jahrhunderts überhaupt ‚erlaubt‘, sich selbst zu töten?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/podcast_zwischen_pinsel_und_pranger_pietro_testa
    28 min

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