Vers 17 des Dao De Jing beschreibt vier Formen von Führung, und doch bleibt am Ende vor allem eine Qualität spürbar: die, die kaum greift und gerade deshalb wirkt.Im Gespräch sind wir schnell von der äußeren Ebene in eine sehr persönliche Bewegung gekommen. Weg von der Frage, wer führt, hin zu der Frage,
wie wir uns eigentlich selbst durch unser Leben bewegen.
Wie viel von dem, was wir tun, entsteht aus
Vertrauen, und wie viel aus dem Versuch, Kontrolle zu behalten?Dabei zeigt sich, wie fein die Grenze sein kann zwischen
Selbstverantwortung und einem inneren Impuls, alles im Griff haben zu wollen. Und wie sehr unser System sich danach sehnt, sich wieder ein Stück zurücklehnen zu dürfen.Der Satz aus dem Vers
„Wo das Vertrauen nicht genügt, da gibt es kein Vertrauen“ öffnet dabei einen weiteren Raum. Einen, der sich nicht über Denken erschließt, sondern eher über Erfahrung.
Wir sprechen über
Urvertrauen. Nicht als etwas, das aufgebaut werden muss, sondern als etwas, das vielleicht schon da ist und nur wieder spürbar wird,
wenn wir uns zurückverbinden:
mit dem Körper, mit Rhythmen, mit dem, was sich ohnehin durch unser Leben bewegt.Immer wieder taucht dabei auch die Frage auf, wie wir führen: nicht nur andere, sondern uns selbst. Und ob Führung vielleicht weniger ein Tun ist als ein Zustand, in dem nicht alles gesteuert werden muss.
Diese Episode ist kein Versuch, Antworten zu geben. Eher ein Raum, um genauer hinzuspüren:
- Wo versuchst du gerade, etwas festzuhalten, das sich eigentlich bewegen möchte?
- Was verändert sich, wenn du nicht sofort eingreifst?
- Und wie fühlt sich Vertrauen in deinem Körper an: nicht als Idee, sondern als Erfahrung?
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