"Tristopolis" ist ein Gemisch aus Fantasy, Science-Fiction, Horror und Thriller, aber alleine deshalb dem Autor zuzuschreiben, er habe ein Genre neu definiert und es habe noch nie etwas Vergleichbares gegeben, ist doch etwas gewagt.
Bret Easton Ellis beschreibt Patrick Bateman anfangs als Normalo, als gelangweilten Yuppi. Das Böse schleicht sich nach und nach ein durch kurze, leise Bemerkungen und dann trifft es einen völlig unerwartet. Das macht aus dem Buch ein gutes Buch. Abgewertet wird es durch extrem brutale Beschreibungen und die sehr schlichte Sprache.
Das Buch war die ganze Zeit unglaubwürdig, aber die letzten Kapitel setzten dem noch ein Krönchen auf. Ich wünsche mir so etwas wie eine "Goldene Himbeere" für Bücher oder einen Bad-Book-Adward. "Dinner für eine Leiche" hätte beste Chancen auf einen ersten Platz.
Wer seitenlange Details über Ermittlungsarbeit lesen möchte und wer nichts gegen Klischees und eine sich langsam aufbauende Handlung hat, wird "Grabesgrün" gerne lesen.
Die Autorin vertrödelt keine Zeit mit der Herleitung einer künstlich wirkenden Romanze oder sonstigem Füllstoff, sondern konzentriert sich auf den Ausbau der komplexen und perfekt recherchierten Geschichte. Ein kluger Krimi, wie alle Werke der Autorin.
Am Ende bleiben wir ratlos zurück. Was ist zu tun? Was können wir tun? Wie können wir helfen? Dass es so weit kommen konnte, ist für viele immer noch unbegreiflich. Und doch spendet Hamid Sulaiman Hoffnung und Mut.
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