
Sign up to save your podcasts
Or


Wir sind wach, wenn wir denken und fühlen, uns bewusst in der Welt verorten und in ihr handeln können. All dies fließt in einem individuellen Bewusstseinsfeld zusammen, das sich auch als vier Körper darstellen lässt, die gemeinsam ein Ichbewusstsein hervorbringen. Seit der Zeit der Upanishaden wurde dieses Konzept in leicht variierenden Anschauungen weitergegeben: Demnach besitzt der Mensch einen materiellen Körper und darüber hinaus drei weitere, feinstoffliche: seinen Äther-, Astral- und Mentalkörper. Der Ätherkörper ist Energiezentrale und Willenszentrum, im Astralkörper wohnen die Gefühle, und der Mentalkörper ist der Sitz seines denkenden Bewusstseins. Vom Stoffkörper beginnend, sind die folgenden Körper jeweils feiner und ausgebreiteter, so dass sie die jeweils gröberen durchdringen und auch überragen.
Der achtsam Gewordene übergibt die Schatten des Unbewussten dem Licht des Athanor, dem Ofen der Alchemisten, dem brennenden Herzen.
Vielfach haben Herzstörungen psychische Ursachen. In seinen Reaktionen zeigt das Herz eine eigene Intelligenz.
Das Herz-Sutra ist ein zentraler buddhistischer Text. Er spricht über die „Leerheit“. Alles wesenhafte Sein ist in ihr enthalten.
Der Schöpfer hat ins Samenkorn die künftige Entwicklung gelegt: in das des Baumes die Berufung, Baum zu werden, in das des Menschen die Berufung, Mensch zu werden. In der Tiefe des Herzens ruht der göttliche Funke als ein Samenkorn.
Feuer ist eine schöpferische Urkraft. Sie wirkt im Geistigen, im Seelischen und im Stofflichen. Hier, im Stofflichen, tritt sie uns sehr deutlich vor Augen. Es vergeht nahezu kein Monat, in dem nicht ein Erdbeben oder ein Vulkanausbruch in den Nachrichten gemeldet wird. Das menschliche Denken und Wollen, wie wir es heute erleben, wirkt sich störend auf den Gesamtorganismus der Erde aus.
Ein Spektrum kosmischer Strahlen drängt den Menschen zur Verwandlung.
Wie groß und vielfältig ist die Rolle des Feuers im menschlichen Leben! Seit jeher gibt es „heilige Feuer“, und zugleich erleben wir das unheilige Feuer, das an vielen Orten lodert. Und dann gibt es den inneren Feuertod, den Läuterungsbrand der Seele.
Im antiken Griechenland galten weder das Haus noch der Tempel als heilig, bevor nicht Hestia eingetreten war, die Hüterin des Feuers. Sie lebt heute als archetypische Kraft weiter in unserem Innern und scheint als weibliche Spiritualität in immer mehr Frauen und Männern zu erwachen.
Das Feuer des Prometheus lodert im Menschen, treibt ihn voran, macht ihn zu einem rastlosen Wesen. Doch in all seiner Aktivität verliert er den Blick für die „Lichtung“, das Offene, den Urraum, in dem alles Leben und alle Aktivität stattfinden. Deshalb gilt es, innezuhalten, sich Zeit zu lassen, sich Raum zu geben, beiseitezutreten, damit das Herz weit werden und sich auf das Offene einlassen kann.
From the publisher's feed