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Frei sind unsere Handlungen dann, wenn wir uns über ihre Motivationen im Klaren sind. Der Schlüssel zu freien Handlungen ist in einer subtilen Transformation unserer Bewusstheit zu finden: wir wenden uns um und beobachten denkend zugleich, wie unsere Entschlüsse entstehen.
Gandhis edles Projekt der satyagraha, das auf der Basis von Spiritualität und Liebe einem universellen Menschsein nachstrebte und das die Gleichberechtigung aller Religionen, die Aufhebung der Unberührbarkeit und die Befreiung der Frau für das ganze Volk herbeiführen wollte, gelang immer nur punktuell.
Der Philosoph René Descartes glaubte, dass unser Bewusstsein die äußere Welt reflektiert, wie ein Spiegel das reflektiert, was vor ihm liegt. Das heißt, die Anordnung zwischen Innen und Außen ist passiv. Die meisten Philosophen folgten Descartes, bis Edmund Husserl den absichtsvollen Charakter unseres Bewusstseins und unserer Wahrnehmung der Welt entdeckte. Unser Bewusstsein gleicht einer Hand, die sich ausstreckt, um die Welt zu ergreifen.
Der Fuchs strebt in der Abenddämmerung über die Wiese hin, dem Walde zu. Immer wieder bleibt er stehen, hält die Nase in den leichten Abendwind, dreht den Kopf nach allen Seiten, sucht mit seinen lebendigen Augen die Umgebung ab. Er wechselt ein paarmal die Richtung, um schließlich zwischen den großen Bäumen zu verschwinden. Leben ist eines der tiefsten Geheimnisse. Es ist eng verbunden mit Wahrnehmung, Energieaustausch und steter Veränderung.
Vergebung als befreiende und alles niedere verwandelnde Kraft fließt aus einem kosmischen Liebesstrom.
Unsere Sinneswahrnehmungen sind Grundlage
Die Epiphanie kann zart an die Tür unseres Herzens klopfen oder uns überfallen wie ein brausender Sturmwind.
Eine Tür öffnet sich in mir. Ja, da ist das meine Persönlichkeit durchdringende, vibrierende Wesen, das mein Leben beseelt.
C. G. Jung, der Begründer der analystischen Psychologie, erlebte im Alter von etwa 40 Jahren, nach der Trennung von seinem Lehrer Sigmund Freud, eine tiefgreifende seelische Transformation. Er verlieh ihr Ausdruck mit dem Traktat: "Sieben Reden an die Toten".
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