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Homosexuelle Partner:innen verbindet ihr Geschlecht, oft aber auch Lebenserfahrungen mit dem Outing oder kulturelle Interessen in queere Filme, Bücher etc. Studien belegen auch, dass gleichgeschlechtliche Paare die Hausarbeit gerechter verteilen, weniger streiten und mehr Zuneigung zeigen.
Was überhaupt eine gleichgestellte Beziehung ausmacht erklärt der Paartherapeut Florian Meinhold. Durch seine Arbeit in einer diversitätssensiblen Praxis kann er außerdem beschreiben, was queere Beziehungen besonders macht und wie sie sich von heterosexuellen Partnerschaften unterscheiden.
Wie sich Geschlechternormen auf Beziehungen wirken, weiß Dr. Peter Hofmann, Soziologe an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er erforscht, wie Paare durch das Kinderkriegen bestimmte gesellschaftliche Rollen einnehmen und welche Ungleichheiten daraus entstehen.
Moderation und Redaktion: Maxim Nägele
Studie der Universität Texas von 2019 zur Aufteilung der Hausarbeit: Marital Strain and Psychological Distress in Same‐Sex and Different‐Sex Couples - Garcia - 2019 - Journal of Marriage and Family - Wiley Online Library
Der Gender Care Gap in Deutschland:
Studie der Universitäten Washington und Berkeley zum Streitverhalten hetero- und homosexueller Paare:
Studie zur Zeiteinteilung von schwulen, lesbischen und heterosexuellen Eltern: https://link.springer.com/article/10.1007/s13524-015-0385-2
Wie geraten junge Männer online in radikale Strömungen? Welche Rolle spielen Figuren wie Andrew Tate und die Manosphere dabei?
Feminismus als Feindbild – das verbindet die Influencer:innen der Manosphere. So nennt sich das lose Netzwerk aus Pick-up Artists, Incels und selbsternannten Alpha-Males, die im Netz eine Rückkehr zur traditionellen Männlichkeit propagieren.
Die Manosphere ist kein Randphänomen, sondern erreicht Millionen Nutzer:innen weltweit. Am prominentesten ist sicherlich der Influencer Andrew Tate, mit über zehn Millionen Follower:innen auf X.
Angesprochen davon sind oft junge, unsichere Männer, denen die Manosphere eine fertige Weltsicht inklusive Feindbild bietet. Ihre Inhalte sind dabei nicht nur reaktionär, sondern führen mitunter auch zu echter Gewalt.
Wie die Manosphere so viele Menschen erreicht, warum das Phänomen nicht nur auf Männer beschränkt ist und wie sich Feminist:innen dagegen engagieren – das erfahrt ihr in dieser Folge M94.5 to go.
Gesprochen haben wir für diese Folge mit:
Dr. Georg Materna vom JFF – Institut für Medienpädagogik
Katharina Kraft, Regisseurin des Projekts Myke
Muriel Aichberger, kritischer Männlichkeitscoach
Christoph May vom Institut für kritische Männerforschung
Moderation, Redaktion und Produktion: Virginia Olivia Obiakor und Daniel Kuhn
Sendeleitung: Franziska Sprinzl
Links:
Mehr Information zum Myke Projekt onlinetheater.live
Podcast Gender Vote Gap: https://open.spotify.com/episode/1BUwG2jsulC2fpdcmdjyvI?si=9wDA6hc2QBmyWg2H9t8rIw
Institut für Medienpädagogik München: jff.de - JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis
Hilfeangebote:
Violence Prevention Network Beratungsstelle Bayern: Adressen - JIZ München
Schwarz-rot-goldene Deutschlandfahnen – bei Fußball Welt- und Europameisterschaften völlig normal. Im Alltag begegnet uns die Flagge wiederum selten. Zu oft wird sie inzwischen mit rechten Demonstrationen in Verbindung gebracht. Gruppen wie die AfD versuchen, Schwarz-Rot-Gold als Symbol ihrer Ideologie umzudeuten. Dabei steht die Deutschlandflagge aus historischer Sicht für etwas ganz anderes: für Freiheit, Demokratie und den Wunsch nach einem vielfältigen Staat. Lange Zeit lehnte die politische Rechte Schwarz-Rot-Gold ab. Stattdessen benutzten sie die autoritären schwarz-weiß-roten Symbole des Kaiserreichs und der NS-Zeit. Das hat sich inzwischen geändert. Mit dem Aufkommen von Pegida 2014 haben Rechtspopulisten begonnen, auch die Farben der Demokratie für ihre Zwecke zu vereinnahmen – trotz des Widerspruchs zu deren ursprünglicher Bedeutung.
Warum das so ist, wollen wir in dieser Folge des M94.5 TO GO-Podcasts herausfinden. Dafür werfen wir zunächst einen Blick auf die Entstehung von sowohl Schwarz-Rot-Gold als auch Schwarz-Weiß-Rot, um zu klären, für welche Werte die jeweiligen Nationalfarben aus geschichtlicher Sicht eigentlich stehen. Zudem blicken wir mit diesen Erkenntnissen auf die Gegenwart an, aus welchen politikwissenschaftlichen Gründen Rechtspopulisten die schwarz-rot-goldene Deutschlandflagge nun für sich einnehmen möchten.
Interviewpartner dieser Folge sind: der Historiker Professor Dieter Langewiesche der Universität Tübingen, der Politikwissenschaftler Professor Peter Reichel von der Universität Hamburg und der langjährige Protokollchef des Deutschen Bundestages Dr. Enrico Brissa.
Moderation, Redaktion & Produktion: Max Winkler
Sendeleitung: Natan Bilga
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