M&A heute

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By Westfälische Corporate Finance GmbHBusinessEntrepreneurship
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M&A heute episodes

  • Lage der Woche: 62,5 Milliarden Euro für das Ausfüllen von Formularen
    Heute geht es um das Lieblingsthema am Stammtisch. Und um eine Zahl, die das Statistische Bundesamt errechnet hat: zweiundsechzig Komma fünf Milliarden Euro kosten die gesetzlichen Berichtspflichten die Unternehmen im Jahr. Das ist eine Zahl, die man kaum fassen kann. Dann rechnen wir sie herunter. Auf jeden Beschäftigten in Deutschland kommen so etwa fünfzehnhundert Euro im Jahr, nur für das Erfüllen von Vorschriften.
    Themen dieser Folge:
    Wie kommen Sie auf diese fünfzehnhundert Euro? Und was war das bei den Betrieben, die Sie begleiten? Können Sie das an einem Beispiel greifbar machen? Kann man das vorbereiten, ohne einen Verkauf zu planen? Was ist mit den Pflichten, die tatsächlich weggefallen sind?
    Der Chancenradar für Westfalen. Der erste Punkt. Genau hier hilft die neue Technik am unspektakulärsten und am schnellsten. Berichte, Nachweise, Formulare, das sind Aufgaben mit klaren Regeln. Wer dort ansetzt, spart Zeit ohne Risiko. Der zweite Punkt. Das Entlastungsgesetz soll rund sechzehn Milliarden bringen. Wer weiß, welche Pflichten für ihn wegfallen, spart doppelt. Die wenigsten Betriebe prüfen das aktiv. Der dritte Punkt. In jedem Verkaufsprozess ist ein Betrieb mit sauberer Dokumentation schneller durch die Prüfung. Ordnung ist hier nicht Tugend, sondern Geld.
    Zahlen und Quellen dieser Folge:
    Statistisches Bundesamt: 62,5 Milliarden Euro jährliche Kosten der gesetzlichen Berichtspflichten für Unternehmen, heruntergerechnet rund 1.500 Euro je Beschäftigtem und Jahr.
    Diese Folge enthält keine Anlageempfehlung und keine Empfehlung zu Finanzinstrumenten. Es handelt sich um Marktbeobachtung und unternehmerische Einordnung. Für Entscheidungen im Einzelfall ist fachliche Beratung erforderlich.
    M&A heute. Klartext für Unternehmer. Dienstags die Hauptfolge, donnerstags die Lage der Woche.
    Westfälische Corporate Finance GmbH, Mathias Westerbarkei.
    www.westfaelische-corporate-finance.de
    Hinweis: Die Stimmen dieser Folge sind mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Boson AI, Higgs Audio). Inhalt, Auswahl und Einordnung stammen von Mathias Westerbarkei.
    https://www.boson.ai/higgs-audio
    10 min
  • Wie ein Konzern entscheidet, was er verkauft
    Heute schauen wir von der anderen Seite: Was passiert, wenn ein Konzern beschließt, einen gesunden Bereich zu verkaufen. Und zwar regelmäßig. Ich habe in meiner Konzernzeit mehrere solcher Verkäufe begleitet. Kein einziger davon war eine Sanierung. Es waren gesunde Bereiche, die trotzdem gehen mussten.
    Themen dieser Folge:
    Sind das dieselben Fragen wie im Mittelstand? Woran merkt eine Belegschaft, dass sie zur Nebenlinie geworden ist? Wie lange dauert es von der Entscheidung bis zum Verkauf? Was passiert in dieser Zeit mit den Kunden? Was hat Sie an diesen Verkäufen am meisten überrascht?
    Zahlen und Quellen dieser Folge:
    Eigene Beratungspraxis von Mathias Westerbarkei aus über zehn Jahren M&A-Verfahren im Mittelstand und in der Konzern-Transaktionsarbeit. Keine externen Datenquellen in dieser Folge.
    Diese Folge enthält keine Anlageempfehlung und keine Empfehlung zu Finanzinstrumenten. Es handelt sich um Marktbeobachtung und unternehmerische Einordnung. Für Entscheidungen im Einzelfall ist fachliche Beratung erforderlich.
    M&A heute. Klartext für Unternehmer. Dienstags die Hauptfolge, donnerstags die Lage der Woche.
    Westfälische Corporate Finance GmbH, Mathias Westerbarkei.
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    Hinweis: Die Stimmen dieser Folge sind mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Boson AI, Higgs Audio). Inhalt, Auswahl und Einordnung stammen von Mathias Westerbarkei.
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    9 min
  • Lage der Woche: Vier Millionen Menschen, die nicht nachkommen
    Heute eine Zahl, gegen die man nichts machen kann. Bis zweitausendsechsunddreißig gehen rund sechzehneinhalb Millionen Menschen der geburtenstarken Jahrgänge in Rente. Nach kommen etwa zwölfeinhalb Millionen. Die Lücke sind vier Millionen Menschen. Das ist keine Prognose, sondern schlicht Rechnen.
    Themen dieser Folge:
    Gibt es Regionen, die es besonders trifft? Was hilft denn tatsächlich gegen den Mangel? Und die Betriebe, bei denen es funktioniert? Und wie kommen neue Leute überhaupt auf so einen Betrieb? Was hat sich in diesen zehn Jahren geändert?
    Der Chancenradar für Westfalen. Der erste Punkt. Wer heute noch Leute hält, die seit zwanzig Jahren da sind, besitzt etwas, das man nicht kaufen kann. Das ist bei jeder Bewertung eines Betriebs ein harter Faktor geworden. Der zweite Punkt. Die Lücke schafft eine Übernahmegelegenheit. Wer einen Wettbewerber kauft, kauft heute vor allem dessen Mannschaft. Das war früher ein Nebenaspekt, heute ist es oft der Hauptgrund. Der dritte Punkt. In einer Region mit dieser Industriedichte kennen sich die Leute. Wer als guter Arbeitgeber gilt, erfährt zuerst, wenn jemand wechseln will. Das ist ein Vorsprung, den Werbung nicht kauft.
    Zahlen und Quellen dieser Folge:
    Die Folge nennt die erhebende Stelle zu diesen Zahlen nicht. Sie sind hier zur Nachprüfung aufgeführt: Bis 2036 gehen rund 16,5 Millionen Menschen der geburtenstarken Jahrgänge in Rente, nach kommen etwa 12,5 Millionen. Lücke rund 4 Millionen.
    Diese Folge enthält keine Anlageempfehlung und keine Empfehlung zu Finanzinstrumenten. Es handelt sich um Marktbeobachtung und unternehmerische Einordnung. Für Entscheidungen im Einzelfall ist fachliche Beratung erforderlich.
    M&A heute. Klartext für Unternehmer. Dienstags die Hauptfolge, donnerstags die Lage der Woche.
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    10 min
  • Der Preis: Warum zwei fast gleiche Betriebe verschieden bewertet werden
    Heute geht es um den Preis, und darum, warum zwei fast gleiche Betriebe sehr verschieden bewertet werden. Ich fange mit einer Beobachtung an, die mich lange beschäftigt hat. Zwei Betriebe, gleiche Branche, fast gleiche Zahlen. Der eine bekommt das Doppelte des anderen. Und beide Inhaber verstehen nicht, warum.
    Themen dieser Folge:
    Wie kommt ein Inhaber überhaupt in diese Lage? Und wenn an allen vier Stellen derselbe Name steht? Was hat er in diesen sechs Jahren konkret gemacht? Wie erklärt man einem Inhaber, dass er den Preis selbst drückt? Kommt dann der Auftrag, oder verlieren Sie ihn?
    Zahlen und Quellen dieser Folge:
    Eigene Beratungspraxis von Mathias Westerbarkei aus über zehn Jahren M&A-Verfahren im Mittelstand und in der Konzern-Transaktionsarbeit. Keine externen Datenquellen in dieser Folge.
    Diese Folge enthält keine Anlageempfehlung und keine Empfehlung zu Finanzinstrumenten. Es handelt sich um Marktbeobachtung und unternehmerische Einordnung. Für Entscheidungen im Einzelfall ist fachliche Beratung erforderlich.
    M&A heute. Klartext für Unternehmer. Dienstags die Hauptfolge, donnerstags die Lage der Woche.
    Westfälische Corporate Finance GmbH, Mathias Westerbarkei.
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    Hinweis: Die Stimmen dieser Folge sind mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Boson AI, Higgs Audio). Inhalt, Auswahl und Einordnung stammen von Mathias Westerbarkei.
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    9 min
  • Lage der Woche: Fast alle müssten investieren, gut die Hälfte tut es
    Zwei Zahlen aus derselben Befragung, und sie widersprechen sich. 92 Prozent der Unternehmen sagen, sie müssten investieren. 57 Prozent haben es im vergangenen Jahr getan.
    Fast alle müssten, gut die Hälfte tut es. Der eigentliche Befund liegt daneben: Der Wert liegt unter dem des Krisenjahres 2009, damals investierten 68 Prozent mitten in der Finanzkrise. In der Krise wussten alle, was los ist, und haben durchgehalten. Heute weiß niemand genau, worauf er warten soll, und wartet trotzdem.
    Mathias Westerbarkei trennt in dieser Folge zwei Dinge, die im Gespräch ständig vermischt werden: kann nicht und will nicht. Wer nicht kann, hat ein Finanzierungsthema. Wer nicht will, hat ein Entscheidungsthema. Das zweite Gespräch führt er mit deutlichem Abstand häufiger.
    Themen dieser Folge:
    Warum der Zugang zu Krediten kleine Betriebe härter trifft als große, und weshalb ein Fall, der vor drei Jahren am Telefon geklärt war, heute vier Wochen im Haus liegt. Was ein Käufer beim Blick auf das Alter des Maschinenparks sofort ausrechnet, und warum ein Investitionsstau zweimal bezahlt wird: einmal beim Nachholen und einmal im Kaufpreis. Weshalb ein Betrieb mit frischer Fertigung nicht nur teurer, sondern auch schneller verkauft wird. Warum das Signal von außen, auf das viele Inhaber warten, nie kommt, und was die ehrliche Antwort auf die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt meistens ist. Und was gerade günstig zu haben ist, wenn die Hälfte des Marktes wartet: Termine, Lieferzeiten und Aufmerksamkeit, die vor drei Jahren nicht zu bekommen waren.
    Zahlen und Quellen dieser Folge:
    Befragung der Förderbank KfW: 92 Prozent der Unternehmen sehen Investitionsbedarf, 57 Prozent haben im vergangenen Jahr investiert. Vergleichswert Krisenjahr 2009: 68 Prozent. 46 Prozent berichten von Nachfragerückgängen, 40 Prozent erwarten weitere. 61 Prozent wollen in den kommenden zwölf Monaten investieren. Zum Kreditzugang: 24 Prozent der Betriebe finden es leicht, einen Kredit zu bekommen, vor zwei Jahren waren es 32 Prozent.
    ifo-Institut: 16 Prozent der Betriebe legen geplante Vorhaben vollständig auf Eis.
    Die Beispiele aus der Beratungspraxis (Anschaffung über 300.000 Euro, Bearbeitungsdauer bei der Hausbank, Verhandlungen zum Investitionsstau) sind Erfahrungswerte von Mathias Westerbarkei und keine erhobenen Daten.
    Diese Folge enthält keine Anlageempfehlung und keine Empfehlung zu Finanzinstrumenten. Es handelt sich um Marktbeobachtung und unternehmerische Einordnung. Für Entscheidungen im Einzelfall ist fachliche Beratung erforderlich.
    M&A heute. Klartext für Unternehmer. Dienstags die Hauptfolge, donnerstags die Lage der Woche.
    Westfälische Corporate Finance GmbH, Mathias Westerbarkei.
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    9 min
  • Die Prüfung vor dem Verkauf: Was der Käufer wirklich sucht
    Die meisten Unternehmer stellen sich die Prüfung vor einem Verkauf vor wie eine Steuerprüfung: Jemand kommt und sucht Fehler. In Wahrheit sucht der Käufer etwas ganz anderes. Er sucht Gründe, es zu tun.
    Wer eine Prüfung startet, hat innerlich schon Ja gesagt. Das ist eine gute Ausgangslage für den Verkäufer, und kaum einer weiß davon.
    Themen dieser Folge:
    Die drei Dinge, die tatsächlich angeschaut werden, und in welcher Reihenfolge. Wer alles in so einer Prüfung sitzt und warum es sich anfangs wie eine Belagerung anfühlt. Warum sich Verfahren fast nie an den Zahlen ziehen, sondern an einem einzelnen Vertrag, den niemand findet. Und der dritte Punkt, der wirklich gefährlich wird: nicht wegen der Sache selbst, sondern wegen der Frage, die danach kommt.
    M&A heute. Klartext für Unternehmer. Dienstags die Hauptfolge, donnerstags die Lage der Woche.
    Quellen: Eigene Beratungspraxis von Mathias Westerbarkei aus über zehn Jahren M&A-Verfahren im Mittelstand. Keine externen Datenquellen in dieser Folge.
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    9 min
  • Lage der Woche: Zwei Übernahmen in Westfalen, und was der Käufer wirklich sucht
    Zwei Übernahmen in Westfalen, vier Jahre auseinander. Beide zeigen dasselbe: Was ein Käufer wirklich sucht, steht in keinem Exposé.
    Eine Südtiroler Logistikgruppe hat 2022 einen Paderborner Spezialisten für Schwertransporte gekauft. Vier Jahre später liegt der Umsatz im ersten Halbjahr bei 90 Millionen Euro, der bisherige Rekord lag bei 75. Der Standort Paderborn ist um 40 Prozent gewachsen und heute nicht mehr eine Niederlassung unter vielen, sondern die Deutschland-Zentrale der gesamten Gruppe. Der Verkäufer von damals hat nicht abgegeben und ist verschwunden. Er hat den Betrieb an eine Stelle gebracht, an der er wichtiger wurde als vorher.
    Die zweite Übernahme lief leiser. Die Ecclesia Gruppe aus Detmold, über 2400 Beschäftigte, hat zum 21. Juli sämtliche Anteile an einem Spezialisten für betriebliche Altersversorgung übernommen. Vorher hielt sie dort nur eine Minderheit. Die Geschäftsführung bleibt vollständig im Amt. Das ist kein Detail am Rand, sondern die eigentliche Nachricht.
    Themen dieser Folge:
    Warum eine Minderheitsbeteiligung oft die ehrlichste Form der Anbahnung ist, und was es über einen Betrieb aussagt, wenn ein Käufer nach Jahren aufstockt. Weshalb es ein Verkaufsargument ist, wenn die Geschäftsführung bleiben soll, und ein Warnsignal, wenn niemand danach fragt. Was der Paderborner Fall über die Angst verrät, nach einem Verkauf zur Filiale zu werden. Und warum ein langfristiger Serienauftrag im unteren zweistelligen Millionenbereich für einen Betrieb in Sassenberg mehr wert sein kann als ein gutes Jahr.
    Zahlen und Quellen dieser Folge:
    Gruber Logistics Deutschland, Paderborn: 90 Millionen Euro Umsatz im ersten Halbjahr 2026, bisheriger Rekordwert 75 Millionen im ersten Halbjahr 2022, operative EBIT-Marge 4 Prozent, Standort Paderborn plus 40 Prozent gegenüber 2022. Belegt über Windkraft-Journal vom 31.07.2026, transport-online.de, Verkehrsrundschau, Neue Westfälische und WIR Wirtschaft Regional vom 01.08.2026.
    Ecclesia Gruppe, Detmold: Übernahme sämtlicher Anteile an der IWV Institut für Wirtschaftsmathematik und betriebliche Versorgungssysteme GmbH und deren Tochter Invita Secur GmbH, wirksam zum 21.07.2026, zuvor Minderheitsbeteiligung, Geschäftsführung bleibt im Amt, Ecclesia mit mehr als 2400 Beschäftigten. Belegt über Lippische Landes-Zeitung, versicherungswirtschaft-heute.de vom 28.07.2026, Versicherungsjournal, Versicherungsmonitor und die eigene Mitteilung der Ecclesia Gruppe.
    technotrans SE, Sassenberg: langfristiger Serienauftrag für Temperiergeräte, Umsatzpotenzial im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich jährlich, gemeldet am 29.07.2026. Quelle WIR Wirtschaft Regional. Einfach belegt, die Zahl ist die Angabe des Unternehmens selbst.
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    9 min
  • Frankreich: Wie die Gewerkschaft den Westfalen wählte
    Ein Familienunternehmen aus Westfalen kauft einem französischen Großkonzern eine ganze Sparte ab. Über 600 Millionen Euro. Andersherum, als man denkt.
    Die schwierigste Hürde war nicht der Preis und nicht die Bank, sondern die Gewerkschaften. In Frankreich entscheidet formal mit, was die Belegschaft von einem Käufer hält. Und die Belegschaft war für den Westfalen, nicht für den amerikanischen Konzern. Nicht aus Sympathie, sondern aus nüchterner Risikoabwägung von Leuten, die für Arbeitsplätze verantwortlich sind.
    Themen dieser Folge:
    Warum ein Eigentümer mit Namen und Gesicht ein harter Verhandlungsvorteil ist. Was ein Deutscher vor Ort in einem gekauften Betrieb wirklich zu tun hat, wenn sein Auftrag auf keiner Folie steht. Die drei Worte, die zum Programm der Zusammenführung wurden. Warum Mathias Westerbarkei der versammelten Führungsmannschaft eine selbst geschriebene Hymne vorgesungen hat. Und die zweite Ebene, die es bei jedem Verkauf im Mittelstand gibt, auch ohne Gewerkschaft und ohne Ministerium.
    M&A heute. Klartext für Unternehmer. Dienstags die Hauptfolge, donnerstags die Lage der Woche.
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    9 min
  • Lage der Woche: Westfalen verlagert sein Wachstum, und trotzdem wird hier gekauft
    Ein westfälisches Familienunternehmen hat im vergangenen Jahr über 90 Millionen Euro investiert, rund 30 Prozent mehr als im Jahr davor. Ein wachsender Teil davon geht nach Frankreich, Österreich und in die Schweiz.
    Die Lage der Woche, mit Zahlen, mit Quelle.
    Die Westfalen Gruppe aus Münster, Industriegase, seit über hundert Jahren in Familienhand, hat am 9. Juli 2026 eine Mitteilung veröffentlicht. Die Überschrift stammt vom Unternehmen selbst und lautet: Westfalen verlagert Wachstum nach Europa. Als Grund nennt die Geschäftsführung ausdrücklich nicht fehlende Innovation, sondern die Standortbedingungen: hohe Energiekosten, regulatorische Komplexität und fehlende Verlässlichkeit. Warum das kein Abbau ist und trotzdem eine Nachricht, die jeden Unternehmer hier angeht: Das Unternehmen wächst, es wächst nur woanders.
    In derselben Zeit zeigt eine zweite Zahl in die genau entgegengesetzte Richtung. Die Beratungsgesellschaft Oaklins zählt für das erste Halbjahr 2026 rund 1.490 Übernahmen mit deutscher Beteiligung, nach 1.296 im Vorjahreszeitraum. Das sind 15 Prozent mehr, in einer Wirtschaft, die offiziell nicht wächst. Dazu passt die Jahresstatistik des Bundesverbandes der Kapitalbeteiligungsgesellschaften: knapp 16 Milliarden Euro Eigenkapital flossen 2025 in deutsche Unternehmen, 4 Prozent mehr als im Jahr davor.
    Die einen verlagern ihr Wachstum ins Ausland, die anderen kaufen hier ein. Beide haben Zahlen, beide haben recht. Wer verlagert, rechnet mit Strompreisen, Genehmigungsdauer und Regeln. Wer kauft, rechnet mit Können, Kunden und Marktstellung. Das eine ist der Standort, das andere ist die Substanz.
    Weitere Themen dieser Folge: Was eine Halle heute wirklich kostet und warum in der Verhandlung nicht der Quadratmeterpreis der Hebel ist, sondern Laufzeit, Nebenkosten und mietfreie Monate. Warum zwischen 51,2 Prozent und 16,6 Prozent zwei Drittel des Mittelstands liegen, wenn es um künstliche Intelligenz geht. Und warum zwei Tage Makeathon in Ostwestfalen die günstigste Personalgewinnung sind, die es gibt.
    Chancenradar für Westfalen, drei Punkte:
    Wenn ein Haus wie Westfalen offen sagt, warum es woanders wächst, ist das eine Einladung, dieselbe Rechnung einmal ehrlich für sich aufzumachen. Es wird gerade mehr gekauft, nicht weniger, und der Blick geht wieder auf Industrie. Und wer eine einzige wiederkehrende Aufgabe wirklich abgibt, gehört zu einem Sechstel des Mittelstands, nicht zur Hälfte.
    Quellen zu den genannten Zahlen:
    Westfalen AG und Co. KG, Pressemitteilung vom 9. Juli 2026 (Umfirmierung zum 1. Juli, Investitionen 2025 rund 30 Prozent höher auf über 90 Millionen Euro, neue Produktions- und Logistikstandorte in Frankreich, Österreich und der Schweiz, Begründung Standortbedingungen), veröffentlicht über Presseportal und Handelsblatt. Oaklins, Auswertung des ersten Halbjahres 2026 (1.490 Transaktionen mit deutscher Beteiligung gegenüber 1.296 im Vorjahreszeitraum). Bundesverband der Kapitalbeteiligungsgesellschaften, Jahresstatistik 2025 (15,69 Milliarden Euro Eigenkapital, plus 4 Prozent). KI-Index Mittelstand 2026 von Salesforce und Deutschem Mittelstands-Bund, März 2026 (51,2 Prozent nutzen oder testen künstliche Intelligenz, 16,6 Prozent setzen eigenständig arbeitende Systeme ein). Marktauswertungen zu Lager- und Logistikflächen 2026 von JLL, Realogis und Konii (Bestandsmieten 4,50 bis 7,00 Euro je Quadratmeter und Monat, Spitzenwert München 8,00 Euro, Zwickau ab 3,00 Euro). Makeathon Future Energies in Ostwestfalen-Lippe am 10. und 11. Juli 2026.
    Die Einordnung der beiden gegenläufigen Entwicklungen zu Standort und Substanz ist eine eigene Bewertung und keine Aussage der zitierten Quellen.
    Diese Folge enthält keine Anlageempfehlung und keine Empfehlung zu Finanzinstrumenten. Es handelt sich um Marktbeobachtung und unternehmerische Einordnung. Für Entscheidungen im Einzelfall ist fachliche Beratung erforderlich.
    M&A heute. Klartext für Unternehmer.
    Westfälische Corporate Finance GmbH, Mathias Westerbarkei.
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    10 min
  • Die Welt schaut nach Westfalen
    Die Welt schaut nach Westfalen. Ein Satz, der nach Heimatverein klingt, bis man hört, worauf er sich stützt.
    Mathias Westerbarkei hat über zehn Jahre für einen mittelständischen Konzern Firmen gekauft und verkauft, in Frankreich, in China, in den USA. In dieser Folge erzählt er, was ihm beim Vergleich mit den Betrieben zwischen Bielefeld und Münster jedes Mal auffällt: eine andere Zeitrechnung. Dort das nächste Quartal, hier das nächste Jahrzehnt.
    Themen dieser Folge:
    Warum ein Lieferant, der zwanzig Jahre hält, den Einkäufer in Summe weniger kostet als drei billige. Wie eine Kaufentscheidung im Konzern wirklich fällt, zwanzig Minuten und zwei Seiten Papier. Der unbekannte Betrieb vom Land, der die ganze Runde mit einer einzigen Zahl gedreht hat. Warum ein Meister stolz darauf ist, dass ohne ihn nichts passiert. Und was es bringt, nachts fünfhundert mögliche Käufer prüfen zu lassen, statt morgens die dreißig anzuschauen, die man ohnehin kennt.
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    7 min

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