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Man müsste mal…eine Selbsthilfegruppe für organtransplantierte Menschen und solche, die auf ein Organ warten, gründen!
Holger Niehs (60) hat das Warten hinter sich. Er weiß nicht, ob sein Herz aus Spanien oder Kroatien kommt. Er weiß auch nicht, wer der Spender oder die Spenderin war. „Das ist nicht ohne weiteres möglich und vielleicht ist es auch gut so“, meint Holger Niehs. „Wir konnten den Angehörigen der Spender anonym einen Brief schreiben und uns bedanken. Das habe ich gemacht. Der Brief kam ungeöffnet zurück:“
Holger Niehs gehört zu den Organisatoren der Selbsthilfegruppe „Zweite Chance durch Transplantation“ in Schwerin. Die Gruppe ist offen für Menschen, die auf ein Organ warten bzw. schon transplantiert sind. Auch die Angehörigen sind herzlich eingeladen.
Mit der Transplantation ist in der Regel nicht alles gut und vorbei. Nimmt mein Körper das fremde Organ dauerhaft an? Komme ich mit den Medikamenten klar, die ich vielleicht über eine sehr lange Zeit nehmen muss? Kann ich eigentlich wieder arbeiten gehen? – Viele Fragen und oft keine eindeutige und klare Antwort.
„Der Erfahrungsaustausch in der Gruppe ist sehr interessant und spannend“, sagt Niehs, „Das gilt auch für Betroffene, deren Transplantation schon länger her ist.“
Mehr als 8.500 Menschen stehen aktuell auf der Warteliste für eine Transplantation. Die meisten Patientinnen und Patienten warten auf eine Nierentransplantation. „2024 warteten 6.397 Menschen auf eine Spenderniere. 2024 wurden etwa 4.700 Personen neu auf die Warteliste aufgenommen. 679 Personen auf der Warteliste sind 2024 verstorben“, heißt es auf der Webseite www.organspende-info.de.
Wer erfahren möchte, wie es Holger Niehs heute geht, wie sein Weg zum neuen Herzen, zur zweiten Chance verlaufen ist und welche Rolle die Selbsthilfegruppe “Zweite Chance durch Transplantation“ in seinem Leben spielt, erfährt dies in der neuen Folge vom Podcast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking.
Diese Folge haben wir am 3. Oktober 2025 aufgenommen.
Die angesprochenen Infos zur Patienten- / Vorsorgevollmacht findet Ihr zum Beispiel hier und hier.
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Wir sind eine Arbeitsgruppe des Vereins Miteinander - Ma‘an e.V.
Wir werden unterstützt von der Online-Zeitung „Schwerin-Lokal“.
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Kontakt zur Selbsthilfegruppe „Zweite Chance durch Transplantation“ über KISS – Schwerin
Man müsste mal … darum kämpfen, einen Stadtteilpark auch für die Generationen zu erhalten!
Die Fläche eines öffentlichen Stadtteilparks mit einem Spielplatz in Schwerin Lankow soll verkauft werden. Für die Redaktion der Online-Zeitung „SCHWERIN.NEWS“ wurde der erste Schritt bereits 2020 gemacht. „Damals beschloss der Hauptausschuss der Landeshauptstadt Schwerin im nichtöffentlichen Teil, das Gelände des Stadtteilparks Lankow zu verkaufen. Nichtöffentlich heißt in diesem Zusammenhang nicht nur „ohne Zuschauer“. Es bedeutet: keine öffentliche Tagesordnung, keine öffentliche Diskussion, keine Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, überhaupt zu erfahren, dass gerade über ihren öffentlichen Raum entschieden wird.“ Und genau darin sehen die Initiatoren des Bürgerentscheids das Problem.
Es sei legitim, Dinge in nicht-öffentlicher Sitzung zu besprechen, meint Klaus-Michael Rothe, der sich für den Erhalt des Parks einsetzt. „Aber es ist im höchsten Maße unanständig, auch drum herum keine Öffentlichkeit stattfinden zu lassen“, sagt er.
Claudia Reinke wohnt seit 26 Jahren in Lankow. Ihre Tochter hat im Park gespielt und sie selber ist immer wieder gerne dort. Beide sind sich sicher, dass eine öffentliche Debatte über den möglichen Verkauf des Stadtteilparks einen spannenden Verlauf genommen hätte, denn der Stadtteilpark und der Spielplatz sollen Parkplätzen, Arztpraxen, Verkaufs- und Gewerbeflächen und einigen wenigen Wohnungen weichen. Alles in der Hand eines privaten Investors.
Das macht aus Sicht von Anwohnern und Kritikern keinen Sinn. Ihre zahlreichen Argumente haben sie zusammengetragen und nach einem Weg gesucht, den Park samt Spielplatz zu erhalten. Ihre Antwort ist ein Griff in die Werkzeugkiste der Demokratie: Bürgerbegehren und Bürgerentscheid und sehr viel Engagement.
Im Sommer 2025 bringen sie in nur wenigen Wochen in der ganzen Stadt fast 4.400 gültige Stimmen für den Erhalt des Parks im Rahmen eines Bürgerbegehrens zusammen. Damit bremsen sie den bereits beschlossenen Verkauf zunächst erfolgreich aus und ermöglichen einen Bürgerentscheid. Nun sind 78.523 Schwerinerinnen und Schweriner an der Reihe. Sie haben die Möglichkeit bis zum 25. Januar 2026 abzustimmen. Eine seltene Möglichkeit der direkten demokratischen Beteiligung.
„Sind Sie dafür, dass das Grundstück Kieler Straße (Flurstück 313/4, Flur 3, Gemarkung Lankow), Stadtteilpark/ Spielplatz im Eigentum der Stadt verbleibt, nicht verkauft wird und der Spielplatz und Park an diesem Standort erhalten bleiben?“ lautet die Frage. Die Antwort kann nur lauten: JA oder NEIN.
19.631 JA-Stimmen sind nötig, um den Erhalt des Stadtteilparks und des Spielplatzes zu sichern. Wer mehr zum Hintergrund des ersten Schweriner Bürgerentscheids und zur Motivation von Claudia Reinke und Klaus-M. Rothe wissen und sich Klarheit über die Abstimmung zum Bürgerentscheid verschaffen möchte, hat diese Möglichkeit in dieser Folge vom Podcast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking.
Diese Folge haben wir am 30.12.2025 aufgenommen.
Man müsste mal...mit anderen Augen auf den Dreesch schauen!
Der Dreesch. Im Südwesten des Schweriner Sees. Hier entstand seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts die größte Plattenbausiedlung Norddeutschlands.
Die WBS 70-Plattenbauten waren modern und gut ausgestattet. Rund 60.000 Einwohner hatten hier vor der 1989 ihr Zuhause. Schulen, Kaufhallen, Poliklinik, Schwimmhalle, Tankstelle und die Straßenbahn, den Schweriner See, den Zoo und viel Wald vor der Haustür. Heute unterteilt man den Dreesch nach seinen Bauabschnitten in die drei Ortsteile Großer Dreesch, Neu Zippendorf und Mueßer Holz.
Hier leben und engagieren sich Steffi Uhl und Michael Löwe. Nach 1989 sank die Einwohnerzahl auf etwa 25.000. Große Betriebe verschwanden aus der Region. Gut ausgebildete Fachkräfte verloren den einst sicheren Arbeitsplatz. Viele verließen die Stadt. Das soziale Gefüge zerbrach. Hoffnungslosigkeit und Enttäuschung, Arbeitslosigkeit, Armut und Kriminalität nahmen zu. Aus der sozialistischen Bilderbuch-Siedlung wird ein sozialer Brennpunkt.
Steffi Uhl und Michael Löwe kennen die weniger schönen Ecken und sie wissen auch, was an tollen Dingen so läuft. Stadtverwaltung und Stadtpolitik haben längst erkannt, dass hier etwas geschehen muss. Und es passiert eine ganze Menge. Abriss, Sanierung, Neubau.
Für die Neugestaltung des Keplerplatzes – ein zentraler Treffpunkt - macht sich die Initiative „Aktion Keplerplatz! gemeinsam. neu. gestalten.“ stark. Mit dabei sind Steffi Uhl und Michael Löwe. Und aus dieser Initiative heraus bilden sie die „Dreeschkindflotte“.
Rund 20 Leute aus dem Stadtteil gehören zum harten Kern der „Dreeschkindflotte“. Sie sind fast überall dabei, wenn im Stadtteil etwas läuft.
Wer erfahren möchte, was Steffi Uhl und Michael Löwe am Dreesch so gut gefällt und wer einmal mit ihren Augen auf den Dreesch schauen möchte, kann das in dieser Folge vom Podcast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking zumindest schon mal akustisch tun. Hinzufahren und sich mit den Dreeschkindern zu treffen, wäre natürlich deutlich besser.
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Man müsste mal...Musik als Waffe benutzen!
Ein Akkordeon, ein Bass und viel Haltung: das ist „Kutterscholle mit Speckstippe“, das sind Robert Höller und Raphael Käding. Sie bringen ehrliche Lieder zwischen Folk, Punk und Theater auf die Bühne. Beide leben in Mecklenburg-Vorpommern – einer Gegend, die eher für Ruhe als für Rebellion bekannt ist.
Humor haben beide. Und Standpunkte haben sie auch. Für einen Auftritt im Schweriner „werk3“, der kleinen, feinen Bühne in der Friedrichstraße 11, stellen Robert und Raphael ein „politisches Liederprogramm“ zusammen. Und während der Arbeit daran entstand die Idee, eine Band zu gründen.
Zwischen Shanty, Speckstippe und Systemkritik stellt sich das Duo klar und deutlich gegen Rechts. Mit ihren eigenen Liedern und Coversongs von Rio Reiser, Gundermann, Bettina Wegner, Dota Kehr und anderen sind sie im Norden auf Tour. Allein in diesem Jahr sind es gut 40 Konzerte. „Damit haben wir wirklich nicht gerechnet. Aber irgendwie haben wir mit unserem Programm wohl einen Nerv getroffen. Das ist wirklich schön“, sind sich die beiden einig.
„In unseren Liedern geht es immer wieder um eingeschränkte Freiheiten und mit dem Programm „Zauberland ist abgebrannt“ stellen wir uns auch der Zerstörung des Idealbildes ewig goldener Zeiten mit Wachstum, individueller auch wirtschaftlicher Sicherheit“, so Raphael Käding.
In dieser Podcast-Folge geht es um Musik mit Meinung, Humor ohne Zeigefinger – oder doch ein bisschen – und um Musik für „Rentner und Raver“ und die Frage, warum man vielleicht mal Roland Kaiser covern sollte. Robert Höller und Raphael Käding lassen bitten. Willkommen zur Folge 143 von „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking.
Diese Folge haben wir am 24. Oktober 2025 aufgenommen.
Mehr Infos zur Band: https://kutterscholle.com/
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Man müsste mal...den Austausch wagen und anderen den Weg erleichtern!
Abgegeben. In den 1950-er Jahren errichtete die DDR landesweit Wochenkrippen und Wochenheime, in denen die Säuglinge und Kleinkinder ab der sechsten Lebenswoche von Montag bis Freitag/Samstag mit Übernachtung betreut wurden. Am Wochenende waren die Kinder dann wieder bei den Eltern untergebracht. Die Einrichtungen, in denen die wochenweise Betreuung stattfand, hießen für das Alter von 0-3 Jahren Wochenkrippen und für das Alter 3-7 Jahre Wochenheime.
Abgeben wurden auch Andrea Hlubek (1970) und Dörte Kiprowski (1969). Ab ihrer sechsten bzw. siebten Lebenswoche verbrachten sie als kleine Kinder die Wochentage einige Jahre in der Krippe und später im Wochenheim. Beide Frauen sind heute Mitglieder der Selbsthilfegruppe "MeckPomm-Wochenkinder" in Schwerin.
Vorwürfe macht Dörte Kiprowski ihren Eltern nicht. Für die Eltern war es eine Lösung zur Kinderbetreuung. Diese galt obendrein als große sozialistische Errungenschaft.
Die Betreuung der „Wochenkinder“ wurde von Kinderpsychologen relativ schnell als schädlich erkannt. Die Kinder waren öfter krank, hatten Entwicklungsverzögerungen und als Folge der vorschnellen und wiederkehrenden Trennung von der Mutter, große emotionale Defizite. Trotzdem wurden diese Betreuungsformen bis in die achtziger Jahre in der DDR aufrechterhalten.
Wer erfahren möchte, in welcher Weise die Selbsthilfegruppe "Wochenkinder" den Betroffenen eine Unterstützung im Alltag der Erwachsenen „Wochenkinder“ bietet, erfährt diese in dieser Folge vom Podcast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking.
Diese Folge haben wir am 2. Oktober 2025 aufgenommen.
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Wer: Selbsthilfegruppe "MeckPomm-Wochenkinder" für ehemalige DDR-Wochenkinder.
Wann: Jeden letzten Sonntag im Monat von 14:00 bis 16:00 Uhr.
Wo: Hybrid (in Präsenz und online); der genaue Ort wird bei Anmeldung per E-Mail bekannt gegeben.
Kontakt: Anmeldung per E-Mail an [email protected].
Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos.
Man müsste mal...als afrikanische Frau aus Kenia sich stark und selbstständig machen!
„Hakuna Matata!“ so heißt nicht nur ein Ohrwurm sondern auch der kleine Laden von Kerry Türk in Schwerin. Im Oktober 2024 hat sie die Türen zu ihrem Geschäft in der Wittenburger Straße 31 geöffnet. Hier bietet sie einen besonderen Service: Afrikanische Hairstyles.
„Ich flechte Braids und Rastas oder Cornrows. Wer mag, bekommt Tressen oder eine Verlängerung oder Verdichtung der natürlichen Haare. Unserer Haare sind anders als die Haare der Menschen von hier. Und da es hier in der Region keine Friseure gibt, die sich mit unseren Haaren auskennen, fahren die Leute nach Hamburg, um sich dort die Haare machen zu lassen. Vor meiner Hochzeit 2012 bin ich auch nach Hamburg gefahren. Das war anstrengend und teuer. Das muss doch nicht sein!“, sagt sie mit Überzeugung.
Die afrikanischen Hairstyles hat Kerry Türk von ihrer Mutter gelernt und schon mit ihren Schulfreundinnen praktiziert und verfeinert. Ihre Kunden kommen nicht nur aus der afrikanischen Community in Mecklenburg-Vorpommern. In ihrem Geschäft finden ihre Kunden auch Kleidung in kräftigen Farben und mit traditionellem Muster. Es gibt Taschen, Schmuck und zahlreiche andere Dinge aus Kerrys Heimat Kenia und den ostafrikanischen Ländern Uganda und Tansania.
Völlig sorgenfrei war das Leben von Kerry Türk ganz sicher nicht. In dieser Podcast-Folge von „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking gibt Kerry Türk einen spannenden Einblick in ihren Lebensweg, erklärt nicht nur die besonderen Herausforderungen der Haarpflege. Sie lässt auch durchblicken, was sie nächstes Jahr vorhat.
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Man müsste mal...das Horror-Haus Schwerin besuchen!
Zwei Freunde, Alexander Lange und Danny Boldt verwandeln mit ihren Helferinnen und Helfern seit 2020 für ein paar Tage das Halloween Horror-Haus Schwerin in eine Bühne des Schreckens. Mit Kreativität, Humor und eine großen Portion Herzblut begeistern sie vom 30. Oktober bis zum 2. November 2025 wieder Kinder und Erwachsene.
„Der Eiskalte Killer“, auch bekannt als „Jack Frost“ erwartet die Gäste, die sich auf dem Weg durch das Schweriner Horror-Haus auch durch nachgebaute Kulissen aus dem Horrorfilm „Aera 51“ bewegen. Eine Gänsehaut-Atmosphäre zwischen Labor und Albtraum sorgen flackernde Neonröhren, quietschende Metalltüren, grün leuchtende Kammern und experimentelle Geräusche aus der Tiefe entsteht das ganz von allein.
Es gibt drei Horror-Level: den „Museumsmodus“ für Kinder und Zartbesaitete, das „Gruseln normal“ mit Scare Actors und den Level “Horror Pur“, bei dem gekrochen, geklettert, geflüchtet und geschwitzt wird.
Auf dem Hof setzt sich das Grauen fort. „Unser enges, dunkles Labyrinth aus Bauzäunen ist schon eine echte Herausforderung“, lacht Danny Boldt, „Aber rausgekommen sind bisher noch alle. Und dann ist Zeit für Abwechslung im Freien: Musik, Fotospots, Tombola, Horror-Artikel zum Mitnehmen, Waffeln und Pommes.
In dieser Folge von „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking erzählen Alex und Danny, wie aus einer spontanen Idee ein aufwendig inszeniertes Halloween-Erlebnis wurde.
Diese Folge haben wir am 24. Oktober 2025 aufgenommen.
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30. Oktober von 17 bis 23 Uhr
Grevesmühlener Straße 30 in Schwerin-Lankow
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Man müsste mal … ein Buch schreiben, mit dem, was nicht in den Film gepasst hat!
Zehn Jahre hat Matthias Baerens bereits zu dem Absturz einer Aeroflot-Maschine im Anflug auf den Flughafen Berlin-Schönefeld recherchiert. 72 Menschen verloren ihr Leben. An Bord war auch eine Schulklasse aus Schwerin. Die meisten der jungen Leute überlebten das Unglück nicht.
Bis heute, fast 40 Jahre später, wirkt das Ereignis nach. Das zeigen auch die Gespräche, die Baerens im Laufe seiner akribischen Spurensuche mit vielen Zeitzeugen, Betroffenen und Angehörigen geführt hat. Mehr als 25 von ihnen haben ihre Erinnerungen zu Papier gebracht und in dem Buch „Trauer unter Kontrolle“ veröffentlicht.
Wie wurde in Schwerin mit den Folgen des Unglücks umgegangen? Was geschah unmittelbar nachdem die Information von Unglück hier eintraf? Was in den Tagen und Wochen danach? Warum interessierten sich Mitarbeitende des Ministeriums für Staatssicherheit für die Familien der Unglücksopfer und der Überlebenden?
Anteilnahme und Fürsorge auf der einen, Kontrolle und Gängelung auf der anderen Seite.
Im Buch und im Dokumentarfilm kommen Ersthelfer, Überlebende, Hinterbliebene, Ermittler und viele andere zu Wort. „Auch heute noch erhalte ich Zuschriften von Menschen, die über den Dokumentarfilm oder das Buch den Anstoß genutzt oder auch den Mut gefunden haben, ihre Erinnerungen in Worte zu fassen“, sagt Baerens. Es scheint so, als ginge es mit der Arbeit noch eine Weile weiter.
Wie sein Fazit nach der intensiven Beschäftigung mit dem Ereignis lautet, wie Matthias Baerens bei seinen Nachforschungen vorgegangen ist, auf welchen Wege er seine Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner gefunden hat – oder sie ihn gefunden haben, darüber berichtet er in dieser Folge des Podcast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking.
Diese Folge haben wir am 21. September 2025 aufgenommen. Bitte entschuldigt die Schnupfnase Andreas ;).
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Man müsste mal … überlegen, ob ein Wort in verschiedenen Sprachen dieselbe Bedeutung hat!
Sie kommen aus Albanien, Bolivien, Mauritius und Tuvalu, insgesamt aus mehr als 146 Ländern. Gegenwärtig sind 193 Staaten Mitglieder der Vereinten Nationen. Allein in der Landeshauptstadt Schwerin leben Menschen aus mehr als 100 verschiedenen Herkunftsländern. Die Idee: Sprachen und damit auch die vielfältigen Kulturen der Menschen, die in Schwerin leben sollten einmal hörbar werden. Gesprochen von ihnen selbst.
Mit 10 Sprachen, 10 Texten an 10 Orten ging es 2017 mit der neuen Veranstaltung los. Einige Jahre später waren es 23 Sprachen, in denen an einem Tag an vielen Orten der Stadt vorgelesen wurde.
Als „Lesen International“ ist die Begegnung mit Sprache und Kultur auch 2025 wieder ein Teil der Schweriner Literatur-Tage. Mit dabei sind Zehra Dönmez und René Brown. Zehras Familie stammt aus der Türkei, René kommt aus Ecuador. Beide leben und arbeiten seit einigen Jahre in Schwerin und engagieren sich ehrenamtlich im Verein ‚Miteinander-Ma’an“.
„Am 12. Oktober 2025 sind wir im ‚Internationalen Haus Schwerin‘“ dabei., sagt Renè Brown. Er gehört zu dem Team der Organisatoren „An diesem Tag wird in zehn Sprachen vorgelesen. In diesem Jahr lautet das Thema ‚Zugehörigkeit‘.“
Wer erfahren möchte, was es im Internationalen Haus in Schwerin zu hören gibt und was René Brown und Zehra Dönmez und viele andere zum Mitmachen motiviert hat, das alles erfahrt Ihr in dieser Folge vom Podcast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking.
Diese Folge haben wir am 26. September 2025 aufgenommen.
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Man müsste mal … ein Buch schreiben mit dem, was nicht in den Film gepasst hat!
72 Menschen verloren ihr Leben. Mehr als 20 von ihnen kamen aus Schwerin. Unter ihnen viele Schülerinnen und Schüler und ihre Betreuer. Sie waren am 12. Dezember 1986 auf dem Rückflug von ihrer Abschlussfahrt. Die Maschine der sowjetischen Fluggesellschaft Aeroflot stürzte in der Nähe des Flughafens Berlin-Schönefeld ab.
Matthias Baerens ist Journalist und Autor. Immer wieder nimmt er sich Zeit für intensive und langwierige Recherchen, die hauptsächlich mit der DDR und dem Nationalsozialismus zu tun haben. An diesem Fall arbeitet er inzwischen 10 Jahre.
In verschiedenen Archiven wertet er in dieser Zeit mehr als 10.000 Seiten Dokumente, zahlreiche Fotos, Gesprächsaufzeichnungen und anderes aus. Er spricht mit Zeitzeugen und Betroffenen, besucht den Unglücksort. Bereits 2018 entsteht die NDR-Dokumentation „Systemversagen“. Bereits damals merkt er: „So viel Material, so viele Geschichten lassen sich nicht in einem Film unterbringen. Das bessere Format ist da ein Buch. Das bietet die Möglichkeit in die Tiefe zu gehen, Geschichten zu erzählen und das aufzuschreiben, was nicht in einen Film passt“, sagt Baerens.
„Trauer unter Kontrolle“ ist 2025 erschienen. Auf rund 300 Seiten geht Matthias Baerens in die Tiefe. Minutiös beschreibt Baerens die Chronik des Absturzes, schildert den Verlauf der Rettungsarbeiten und legt dar, wer so alles zum Absturz ermittelt hat.
Über seine Arbeit an dem Buch, den Hergang der Ereignisse und darüber, wie der Staat DDR mit der Trauer der Hinterblieben umgegangen ist, darüber sprechen wir in dieser Folge des Podcast „Man müsste mal …“ mit Matthias Baerens. In der nächsten Folge stehen die Erinnerungen von Betroffenen und Zeitzeugen im Mittelpunkt.
Andreas Lußky und Claus Oellerking.
Diese Folge haben wir am 13. August 2025 aufgenommen.
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