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Kontamination ist nicht gleich Kontamination.
Ganz ohne Kontamination beim Mantrailing auszukommen ist utopisch. Und deswegen ist es auch sinnvoll, dass sich unsere Hunde mit kontaminierten Geruchsartikeln auseinandersetzen.
Für mich macht es allerdings einen großen Unterschied, ob eine Kontamination unnötig entsteht oder ob ich sie ganz bewusst für die Lerngeschichte des Hundes einsetze. Sehr kritisch stehe ich Geruchsartikeln gegenüber, über deren Kontamination ich keine Kenntnis habe – insbesondere dann, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Kontamination hoch ist.
Mantrailing ist eine Match-to-Sample-Aufgabe. Und wenn ich von meinem Hund eine eindeutige Antwort erwarte, sind wir es ihm auch schuldig, eine möglichst eindeutige Frage zu stellen.
In dieser Podcastfolge geht es also um den Umgang mit unnötig, geplant und unbekannt kontaminierten Geruchsartikeln und darum, welche Konsequenzen sich daraus für mein Training ergeben.
Und natürlich kläre ich auch noch, wie es passieren kann, dass ein Kuckuck im Einkaufswagen sitzt – und wir ihn aus Versehen auch noch großziehen.
Diese Frage hat ein Online-Seminar von Dr. Ute Blaschke-Berthold bei mir ausgelöst – und sie hat mich nicht mehr losgelassen.
Denn beim Mantrailing bringe ich Hunden eine bestimmte Suchstrategie bei: die spurtreue Suche. Aber was ist mit Hunden, deren Veranlagung eigentlich ein anderes Suchmuster nahelegt? Ist es gerechtfertigt, ihnen trotzdem diese Form der Suche beizubringen?
Je länger ich mich mit dieser Frage beschäftigt habe, desto deutlicher wurde: Die Antwort hängt an sehr viel mehr als an der Suchstrategie allein.
An den Bedürfnissen und der Veranlagung des Hundes. An den Bedürfnissen und Möglichkeiten seines Menschen. An der Realität, in der beide leben. Daran, wie sich der Lernweg für den Hund anfühlt. Und auch daran, was durch diesen Weg langfristig für das Mensch-Hund-Team entstehen kann.
Dabei bin ich noch an einer ganz anderen Stelle gelandet: Wie gehe ich damit um, dass ich den Beweis für das Vorhandensein der sogenannten "schweren Spur" nicht zweifelsfrei bringen kann?
In dieser Podcastfolge nehme ich Dich mit durch meinen Entscheidungsprozess und zeige Dir, was für mich alles in die Waagschale kommt, wenn ich frage: Ist es gerechtfertigt – oder nicht?
Denn wenn Wohlbefinden tatsächlich der Wegweiser sein soll, müssen wir immer wieder hinschauen, abwägen und neu entscheiden.
Mein Fazit?
Es kommt drauf an …
Gemeinsam mit der Jagdhunde-Expertin Ines Scheuer-Dinger spreche ich darüber, wann Mantrailing für jagdlich motivierte Hunde ein echter Gewinn sein kann – und wann es trotz bester Absichten am Hund vorbeigeht.
Wir sprechen über das Leinendilemma, Frust, Wartezeiten, den individuellen Trainingsaufbau und darüber, warum nicht die Methode entscheidet, sondern ihre Umsetzung.
„Die Menschen kommen, weil sie ihrem Hund etwas Gutes tun wollen. Das muss für uns immer die erste Priorität sein. Vieles ließe sich verändern – dafür braucht es die Bereitschaft der Trainer*innen, das Training entsprechend anzupassen.“
Weiterführende Links
Projekt Freilauf
Projekt Freilauf für Trainer*innen
Blog von Ines Scheuer-Dinger
Blogartikel zur spurtreuen Suche beim Mantrailing: Trailen auf dem Geruchsband
Onlinekurs: Organisation von Mantrailing-Gruppen
IBH Weiterbildung für Mantrailing-Trainer*innen
In dieser Podcastfolge geht es um weit mehr als Ausrüstung.
Du erfährst:
Eine Folge für alle, die beim Stichwort Leine nicht nur an Biothane, Leder, Länge oder Farbe denken, sondern einen Blick auf die Rolle der Leine werfen wollen.
Die versprochenen Links:
Drei Trainerinnen. Ein Kamerateam des Bayerischen Rundfunks. Mehrere trailende Teams. Und die Frage:
Wie zeigt man Mantrailing als Enrichment in wenigen Minuten Fernsehen, ohne das Wohlbefinden der Hunde aus dem Blick zu verlieren?
In dieser Folge nehme ich Dich mit hinter die Kulissen eines BR-Drehs, der weit mehr war als ein Fernsehbeitrag über Mantrailing.
Du erfährst:
Außerdem spreche ich darüber, warum Wohlbefinden für mich der wichtigste Wegweiser im Mantrailing ist und weshalb Vertrauen oft wichtiger ist als Perfektion.
Hier die versprochenen Links:
Ab wann braucht ein Hund eigentlich ein Hobby?
Darüber habe ich mich in dieser Podcastfolge mit Nadine Liebert unterhalten.
Nadine ist Verhaltensberaterin für Hunde und Autorin des Buches „Der Welpenkompass“. Ausgangspunkt unseres Gesprächs war tatsächlich genau dieses Buch, weil ich es als unglaublich wertvoll empfinde, um Menschen darin zu stärken, gute Entscheidungen für sich und ihre Hunde treffen zu können.
Wir sprechen in dieser Folge unter anderem darüber,
✨ warum Hunde nicht automatisch „mehr Auslastung“ brauchen
Natürlich sind wir dabei auch immer wieder beim Mantrailing gelandet. Wir sprechen darüber, wie schnell Hobbys in Leistungsdruck kippen können, warum gerade sensible oder unsichere Hunde von einem gut aufgebauten Hobby profitieren können und weshalb es so wichtig ist, Hunde nicht einfach mit ihrer Erregung alleine zu lassen.
Es geht um Fehlerkultur. Um Gruppendruck. Um das Gefühl, funktionieren zu müssen. Aber auch darum, wie viel sich verändern kann, wenn Menschen anfangen, ihre Hunde wirklich zu lesen und gemeinsam mit ihnen zu wachsen.
Und ja – auch um die Frage, warum ein liebevolles „noch nicht“ manchmal die beste Entscheidung sein kann. 🌱
📚 Die im Gespräch erwähnten Bücher:
„Der Welpenkompass“ – Nadine Liebert
„Mantrailing – Mehr als Suchen. Wohlbefinden als Wegweiser“ – Astrid Sperlich Cadmos Verlag
Neue Teams im Mantrailing bringen unterschiedliche Wünsche, Erfahrungen und Erwartungen mit.
In dieser Folge geht es darum, wie ein Einstieg, der wirklich für Mensch und Hund passt, gelingen kann. Und warum ein erstes Kennenlernen ohne Hund dabei oft der entscheidende Unterschied ist.
Gerade zu Beginn entscheidet sich, ob sich Menschen sicher fühlen, ob Erwartungen zusammenpassen – und ob ein Training wirklich zu dem Team passt.
Die angesprochenen Links
Mantrailing boomt. Doch nicht jedes Angebot ist gleich. Wie erkennst du, ob ein Training wirklich zu dir und deinem Hund passt? 🐾
In dieser Folge beleuchte ich, worauf es ankommt, wenn Präzision und Wohlbefinden zusammen gedacht werden. Wir schauen auf das gesamte Training – auf Organisation, Atmosphäre und den Umgang mit Fehlern. Denn ein Training beginnt lange vor dem Ansetzen am Geruchsartikel und endet nicht beim Finden der Zielperson.
In dieser Folge erfährst du:
✨ Warum Präzision und Wohlbefinden keine Gegensätze sind.
Und hier die angesprochenen Links
Enrichment ist mehr als Beschäftigung – es ist die Basis für ein gutes Leben mit Hund.
Gerd beleuchtet das L.I.F.E.-Konzept (Least Inhibitive, Functionally Effective) nach Eduardo Fernandez: als Orientierungshilfe für Entscheidungen im Training – nicht als starres Regelwerk. Es geht um Entscheidungsfreiheit, funktionale Verhaltensweisen, sinnvolle Übergänge und darum, dass es erstrebenswert ist, wenn ein Trainingsziel erst dann erreicht ist, wenn sowohl das Ziel erreicht wird als auch das Wohlbefinden des Hundes gewährleistet ist.
Die Gedanken aus dem Gespräch greifen auch mein Buch auf, zu dem Gerd das Vorwort geschrieben hat – als Praxisbeispiel dafür, wie sich Enrichment, L.I.F.E. und Mantrailing in einem stimmigen Trainingskonzept verbinden lassen.
Zum Abschluss teilt Gerd vier zentrale Fragen, die Du Dir im Alltag und Training stellen kannst – unabhängig von Methode oder Disziplin.
Im Interview genannte Links:
In dieser Folge geht es um die Wirkung von Sprache im Hundetraining – und darum, warum Worte nicht neutral sind.
Sprache formt innere Bilder.
Diese Folge ist eine Einladung, genauer hinzuhören – auf Worte, auf innere Bilder und auf die Geschichten, die wir uns über Hunde und Training erzählen.
Angesprochene Artikel/Folgen:
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