Ein Märchen von Alexander Sergejewitsch Puschkin
Es war einmal… eine Geschichte, die beginnt,
mit einem hohen Herren, der seine Dame find’.
Eine von dreien ist sie, die träumen am Spinnerädchen,
mehr zu sein als gewöhnliche Mädchen.
Und weil wir in Rossija sind, im fernen Land,
würden sie Zarin genannt.
Doch nur eine von dreien kann’s sein,
wenn auch jede ihrer Absichten ist fein.
Die Erste denkt an Feiern und Feste,
die Zweite würde nähen das Beste,
doch nur die Dritte weiß:
Viel wicht’ger als Feste und Fleiß,
Was das Höchste für Zar und Thron,
ist ein rechter Heldensohn.
Der Zar ist entzückt und nimmt sie zur Frau,
doch was folgen? Neid und Missgunst, genau.
Denn während Saltan in den Kriege zieht,
seine Frau in den Wehen liegt.
Ein Sohn wird geboren, Gwidon genannt,
doch fernab vom eigenen Land,
Saltan die böse Nachricht erhält,
sein Sohn sei ein Ungeheuer und entstellt.
Damit ist das Unheil gesät,
für Mutter und Sohn ist es zu spät.
Beide werden in ein Fass gesteckt
und wären bestimmt auf dem Meere verreckt,
wenn wir nicht im Märchen wären,
in denen sich Probleme klären.
Denn das Meer ist nicht nur Gefahr und Tod,
es macht eine Tugend aus der Not
und führt Gwidon in ein neues Leben,
das ihm hat eine Menge zu geben.
Auf der Insel Bujan geschehen seltsame Sachen:
Ein Eichhörnchen bringt goldne Nüsse zum Knacken.
Dreiunddreißig Recken steigen aus den Wogen empor,
und die geheimnisvolle Schwanhilde tritt schließlich hervor.
Doch während sein Reich prächtiger wird und gedeiht,
lauern weiter Missgunst und Neid.
Da ist noch ein Zar, der von all dem nichts weiß
und ihr ahnt, es ist nur eine Frage der Zeit,
bis Vater und Sohn sich wiedersehen.
Was bis dahin wird noch alles geschehen,
hört euch in Puschkins Märchen an:
“Das Märchen vom Zaren Saltan”.
Musik in dieser Folge: Pjotr Iljitsch TschaikowskiMärchenpottcast, der Blog: https://maerchenpottcast.de/Märchenpott auf Instagram: https://www.instagram.com/maerchenpottcast/?hl=deMärchenpott auf Tiktok: https://www.tiktok.com/@maerchenpott