Medizin neu gedacht

Medizin neu gedacht

By Jacqueline KaiserScienceMedicineHealth & Fitness
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Medizin neu gedacht episodes

  • Der Grund warum du durch Stress nicht abnehmen kannst
    Du willst abnehmen trotzdem scheint dein Körper einen völlig anderen Plan zu verfolgen? In dieser Folge schauen wir darauf, was Stress mit Energie, Stoffwechsel, Hunger und Gewichtsregulation zu tun hat.

    Warum stellt dein Körper unter Stress zusÀtzliche Energie bereit? Warum haben wir ausgerechnet nach einem anstrengenden Tag plötzlich Lust auf Schokolade, Pizza & Co.? Und warum reagieren zwei Menschen auf exakt dieselbe Belastung völlig unterschiedlich?

    Es geht um Cortisol, Glukose, unseren Energiehaushalt und vor allem um die Frage:Warum macht dein Körper manchmal genau das Gegenteil von dem, was du dir gerade von ihm wĂŒnschst?
    Denn Gewichtsregulation ist komplexer als „einfach gesĂŒnder essen und mehr bewegen“.

    QuellenKudielka BM, WĂŒst S. Human models in acute and chronic stress: assessing determinants of individual hypothalamus-pituitary-adrenal axis activity and reactivity. Stress. 2010;13(1):1–14.ZĂ€nkert S, Bellingrath S, WĂŒst S, Kudielka BM. HPA axis responses to psychological challenge linking stress and disease: What do we know on sources of intra- and interindividual variability? Psychoneuroendocrinology. 2019;105:86–97.van der Valk ES, Savas M, van Rossum EFC. Stress and Obesity: Are There More Susceptible Individuals? Curr Obes Rep. 2018;7(2):193–203.Geiker NRW, Astrup A, Hjorth MF, Sjödin A, Pijls L, Markus CR. Does stress influence sleep patterns, food intake, weight gain, abdominal obesity and weight loss interventions and vice versa? Obes Rev. 2018;19(1):81–97.Adam TC, Epel ES. Stress, eating and the reward system. Physiol Behav. 2007;91(4):449–458.Sominsky L, Spencer SJ. Eating behavior and stress: a pathway to obesity. Front Psychol. 2
    33 min
  • Wenn Stress zu Schmerz wird und was unsere Kindheit damit zu tun hat
    Warum reagieren manche Menschen auf Stress stĂ€rker als andere – und welche Rolle spielen dabei frĂŒhkindliche PrĂ€gungen?

    In dieser Folge geht es darum, wie frĂŒhe Belastungen unsere Stresssysteme langfristig mitprĂ€gen können und warum akuter Stress biologisch etwas anderes bedeutet als eine dauerhaft verĂ€nderte Stressregulation. Wir schauen darauf, wie relevante biologische Areale funktionieren, welche Rolle Gehirn und Schmerzverarbeitung spielen und wie chronischer Stress mit VerĂ€nderungen von Immunsystem und Stoffwechsel zusammenhĂ€ngen kann.

    Denn Stress betrifft nicht nur unsere Psyche. Stresshormone und Stresssysteme kommunizieren eng mit Immunfunktion, EntzĂŒndungsregulation und Energiestoffwechsel – und auch zwischen chronischem Stress und chronischem Schmerz bestehen komplexe Wechselwirkungen.

    Und genau hier geht es in der nĂ€chsten Folge weiter: Welche Rolle spielen chronischer Stress, HPA-Achse und Cortisol bei Stoffwechsel, Essverhalten, Fettgewebe und Übergewicht? Und warum ist die Verbindung zwischen Stress und Körpergewicht wesentlich komplexer als „zu viel essen und zu wenig bewegen“?

    Quellen:Gunnar, M. R., Doom, J. R. & Esposito, E. A. (2015). Psychoneuroendocrinology of stress: Normative development and individual differences. Handbook of Child Psychology and Developmental Science, 1–45.Danese, A. & McEwen, B. S. (2012). Adverse childhood experiences, allostasis, allostatic load, and age-related disease. Physiology & Behavior, 106(1), 29–39.Cohen, S., Janicki-Deverts, D. & Miller, G. E. (2007). Psychological stress and disease. JAMA, 298(14), 1685–1687.Hannibal, K. E. & Bishop, M. D. (2014). Chronic stress, cortisol dysfunction, and pain: A psychoneuroendocrine rationale for stress management in pain rehabilitation. Physical Therapy, 94(12), 1816–1825.Tomiyama, A. J. (2019). Stress and obesity. Annual Review of Psychology, 70, 703–718.McEwen, B. S. (2007). Physiology and neurobiology of stress and adaptation: Central role of the brain. Physiological Reviews, 87(3), 873–904.
    33 min
  • Warum Komfort dich krank macht - die Falle der GemĂŒtlichkeit
    Warum sind so viele Menschen trotz moderner Medizin chronisch mĂŒde, unkonzentriert, antriebslos oder schmerzgeplagt?

    In dieser Folge tauchen wir ein paar Kernprinzipien der klinischen Psycho-Neuro-Immunologie (kPNI) ein.
    Ich spreche darĂŒber, warum Symptome meist nur die Spitze eines langen "Krankheitsfilms" sind, wie das Immunsystem im Notfall Energie von Libido und Gehirn abzieht und weshalb kĂŒnstlicher Komfort unsere AnpassungsfĂ€higkeit schwĂ€cht.

    Quellen:

    Bosma-den Boer, M. M., van Wetten, M.-L., & Pruimboom, L. (2012): Chronic inflammatory diseases are stimulated by current lifestyle: how diet, stress levels and medication prevent our body from recovering, Nutrition & Metabolism, 9:32.

    Pruimboom, L., Rocio, F.A., & Navarro-Ledesma, S. (2024): Psychoneuroimmunology in the Daily Clinic is Only Possible Within a Contextual Frame, In: PsychoNeuroImmunology, Springer.
    18 min
  • Was sind PA's und was haben die im Ă€rztlichen Team zu suchen?!
    Was genau ist eigentlich ein Physician Assistant – und warum bedeutet „kein Arzt“ nicht automatisch „keine medizinische Kompetenz“?In dieser Folge spreche ich ĂŒber meinen Beruf, das akkreditierte Bachelorstudium, Ă€rztlich delegierbare TĂ€tigkeiten und die Rolle des PA im klinischen Alltag. Außerdem geht es um medizinische Hierarchien, die Bedeutung unterschiedlicher Gesundheitsberufe und die Frage, warum gute Versorgung vor allem eines braucht: Zusammenarbeit statt Konkurrenz.Physician Assistants ersetzen keine Ärzte. Sie ergĂ€nzen das Ă€rztliche Team – mit klaren Kompetenzen, Verantwortlichkeiten und Grenzen.

    Quellen:
    • AHPGS: Erstakkreditierung des ISBA-Studiengangs 2020
    • AHPGS: Bericht zur ersten Reakkreditierung 2025
    • BundesĂ€rztekammer: Physician Assistance als etabliertes Berufsbild
    • LandesĂ€rztekammer Baden-WĂŒrttemberg: PA-Studium und Heidelberger Modell
    • BundesĂ€rztekammer: Deklaration von Genf – das Ă€rztliche Gelöbnis
    • EuropĂ€ische Kommission: European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS)
    25 min
  • Unsere Gesundheit: Die ehrlichste Form der Beziehung zu uns selbst
    Wir wissen lÀngst, was gesund ist. Warum tun wir es trotzdem nicht?

    Vielleicht haben wir uns in einer Welt, die immer lauter, schneller und fremdbestimmter wird, einfach StĂŒck fĂŒr StĂŒck von uns selbst entfernt.

    In dieser Folge spreche ich darĂŒber, warum ich glaube, dass unsere Gesundheit die ehrlichste Form der Beziehung zu uns selbst ist. Warum es bei ErnĂ€hrung am Ende nie nur um ErnĂ€hrung geht. Und warum ich in meiner Arbeit eigentlich gar nicht versuche, Menschen etwas Neues beizubringen, sondern sie an etwas zu erinnern, das sie tief in sich lĂ€ngst wissen.

    Wahrscheinlich ist die wichtigste Frage, die wir uns stellen können, gar nicht: Was sollte ich essen?
    Sondern: Wer bin ich eigentlich – und was brauche ich wirklich?
    21 min
  • Wenn dein Körper ums Überleben kĂ€mpft, muss dein Darm warten

    Quellen:

    Linkbeschreibung

    BĂ€ckhed F, Ding H, Wang T et al. (2004). The gut microbiota as an environmental factor that regulates fat storage. Proceedings of the National Academy of Sciences, 101(44), 15718–15723.

    Bischoff SC, Barbara G, Buurman W et al. (2014). Intestinal permeability – a new target for disease prevention and therapy. BMC Gastroenterology, 14, 189.
    Cryan JF, O'Riordan KJ, Cowan CSM et al. (2019). The Microbiota-Gut-Brain Axis. Physiological Reviews, 99(4), 1877–2013.
    Dinan TG, Cryan JF. (2017). The Microbiome-Gut-Brain Axis in Health and Disease. Gastroenterology Clinics of North America, 46(1), 77–89.
    Foster JA, Rinaman L, Cryan JF. (2017). Stress & the gut-brain axis. Trends in Neurosciences, 40(8), 466–480.
    McEwen BS. (2007). Physiology and neurobiology of stress and adaptation: Central role of the brain. Physiological Reviews, 87(3), 873–904.
    Peters A, McEwen BS, Friston K. (2017). Uncertainty and stress: Why it causes diseases and how it is mastered by the brain. Progress in Neurobiology, 156, 164–188.
    Sapolsky RM. (2004). Why Zebras Don't Get Ulcers. 3rd Edition. Henry Holt & Company.
    Dantzer R, O'Connor JC, Freund GG et al. (2008). From inflammation to sickness and depression: When the immune system subjugates the brain. Nature Reviews Neuroscience, 9(1), 46–56.
    Maes M, Kubera M, Leunis JC. (2008). The gut-brain barrier in major depression: intestinal mucosal dysfunction with increased translocation of LPS. Neuro Endocrinology Letters, 29(1), 117–124.
    Pruimboom L, Muskiet FAJ. (2018). The evolutionary origin of the immune system and the neuroendocrine-immune network. Lehrmaterial Klinische Psycho-Neuro-Immunologie (kPNI).

    22 min
  • Warum dein Darm mehr braucht als Probiotika und Fermentiertes

    Quellen:

    DGVS – Deutsche Gesellschaft fĂŒr Gastroenterologie
    American Gastroenterological Association (AGA): Clinical Practice Guideline on Probiotics (2020)World Gastroenterology Organisation (WGO): Global Guidelines – Probiotics and Prebiotics (2024)Bischoff SC et al. Gut (2014) – DarmbarriereTurner JR. Nature Reviews Immunology (2009) – DarmbarriereDethlefsen & Relman. PNAS (2011) – Antibiotika & MikrobiomZimmermann & Curtis. Journal of Infection (2019) – Antibiotika & MikrobiomMakki K et al. Cell Host & Microbe (2018) – Ballaststoffe & MikrobiomSingh RK et al. Journal of Translational Medicine (2017) – ErnĂ€hrung & MikrobiomDe Filippis F et al. Gut (2016) – Pflanzenbasierte ErnĂ€hrung & MikrobiomBirt DF et al. Advances in Nutrition (2013) – Resistente StĂ€rkeJayachandran M et al. Journal of Food Biochemistry (2018) – Beta-GlucaneMudryj AN et al. British Journal of Nutrition (2014) – HĂŒlsenfrĂŒchteGilani GS et al. British Journal of Nutrition (2012) – LektineMeharg AA & Zhao FJ. Arsenic & Rice (2012)Carey AM et al. PLOS ONE (2015) – Arsen im Reis

    31 min
  • Wer hat dir beigebracht, deinem Körper zu misstrauen?

    🔬 Wissenschaftliche Quellen dieser Folge

    Historische Einordnung William B. Coley

    McCarthy EF.

    The Toxins of William B. Coley and the Treatment of Bone and Soft-Tissue Sarcomas.
    Iowa Orthop J. 2006;26:154–158.
    PMCID: PMC1888599

    Coley WB.

    Contribution to the Knowledge of Sarcoma.
    Ann Surg. 1891;14(3):199–220.

    Spontanremission & immunologische Mechanismen

    Radha G et al.

    The spontaneous remission of cancer: Current insights and therapeutic significance.
    Translational Oncology. 2021;14(5):101127.
    PMCID: PMC8271173

    Hoption Cann SA et al.

    Spontaneous regression of cancer: possible mechanisms.
    Cancer. 2003;98(5):978–988.

    Moderne Immuntherapie – historischer Kontext

    Dobosz P et al.

    The Intriguing History of Cancer Immunotherapy.
    Frontiers in Immunology. 2019;10:2965.
    DOI: 10.3389/fimmu.2019.02965

    Fieber & Immunfunktion

    Evans SS et al.

    Fever and the thermal regulation of immunity.
    Nature Reviews Immunology. 2015;15:335–349.

    Stress & Immunsystem

    Glaser R, Kiecolt-Glaser JK.

    Stress-induced immune dysfunction.
    Nature Reviews Immunology. 2005;5:243–251.

    Irwin MR.

    Why sleep is important for health: a psychoneuroimmunology perspective.
    Nature Reviews Immunology. 2015;15:153–164.

    23 min
  • Immer wieder Darmbeschwerden und nichts hilft?

    Quellen

    Endoskopie & Befundinterpretation

    ​Deutsche Gesellschaft fĂŒr Gastroenterologie (DGVS): Leitlinien zur Koloskopie​Sleisenger & Fordtran’s Gastrointestinal and Liver Disease
    Stuhluntersuchungen & EntzĂŒndungsmarker
    ​van Rheenen et al., BMJ 2010 – Fecal Calprotectin​American Gastroenterological Association (AGA): Fecal biomarkers​Mayo Clinic Laboratories – Stool testing overview
    Funktionelle Darmbeschwerden
    ​Rome IV Kriterien – Functional Gastrointestinal Disorders​Drossman, Gastroenterology 2016
    Darmbarriere & Regulation
    ​Bischoff et al., Gut 2014 – Intestinal barrier function​Turner, Nature Reviews Immunology 2009
    Mikrobiom
    ​Lynch & Pedersen, Nature Reviews Microbiology 2016​NIH – Human Microbiome Project

    20 min
  • Der unterschĂ€tzte Immun-Booster: Warum Gemeinschaft dich virenstĂ€rker macht

    Quellen:

    Cole, S. W. (2014). Human Social Genomics. PLoS Genetics – zum CTRA-Modell (soziale Isolation → weniger antivirale Genexpression, mehr EntzĂŒndung).

    Eisenberger, N. I., & Cole, S. W. (2012). Social neuroscience and health. PNAS – Zusammenhang zwischen Einsamkeit, Stress und Immunreaktionen.
    Hawkley, L. C., & Cacioppo, J. T. (2010). Loneliness matters: A theoretical and empirical review. Annals of Behavioral Medicine.
    Interferone und antivirale Abwehr:
    → Nature Reviews Immunology (2024): Interferon-Response und virale Immunmechanismen.
    TNF-α & bakterielle Immunantwort:
    → Abbas et al. Basic Immunology – Klassische proinflammatorische Zytokine und Wundinfektionsschutz.

    Holt-Lunstad, J. et al. (2015). Loneliness and social isolation as risk factors for mortality. Perspectives on Psychological Science.

    Cacioppo, J. T. – Forschung zur Neurobiologie der Einsamkeit.
    Studien zu Einsamkeit in verschiedenen Altersgruppen & Lebenssituationen (BMFSFJ, 2023).

    Oldenburg, R. (1989). The Great Good Place. – Konzept der „Third Places“.

    Welzer, H. (2023). Das Haus der GefĂŒhle. – Idee der anlasslosen Vergemeinschaftung.
    OECD (2024): Social Infrastructure & Community Spaces.

    Umweltbundesamt (2023): Infektiöse Aerosole in InnenrÀumen.

    MDPI Microorganisms (2023): Review zu VirusĂŒbertragung und Wirtsdichte.

    10 min

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