1. Interview mit dem Schweizer Kunsthistoriker Beat Schneider zur Modernisierung Chinas und zu seinem Buch "Chinas langer Marsch in die Moderne: Zwanzig nicht-eurozentristische Thesen".
Darin geht es um: Chinas Neue Seidenstrafle, Chinas Kultur und Auflenpolitik, das Verhältnis der Europäer und Amerikaner zum Reich der Mitte sowie über Pläne der Volksrepublik für die Zukunft.
Aber auch über Schneiders herzlichen Empfang in der Chinesischen Botschaft in Berlin kurz vor seinem Referat im MEZ Berlin.
2. Vortrag vom Schweizer Kunsthistoriker Beat Schneider im MEZ Berlin zur Modernisierung Chinas und zu seinem Buch "Chinas langer Marsch in die Moderne: Zwanzig nicht-eurozentristische Thesen".
Schneider analysiert den Einfluss von Marxismus, Taoismus, Ying-Yan-Denken der harmonischen Gegensätze und Konfuzianismus auf Chinas aktuelle Innen- und Außenpolitik.
Die Volksrepublik strebe demnach Harmonie und Zusammenarbeit in den Internationalen Beziehungen unter dem Dach der UNO an, betont Prof. Schneider.
Während China immer in der Kategorie "Sowohl als auch" denkt, gibt es für den Westen nur ein "Entweder - Oder", sagte er über kulturelle Unterschiede im Denken.
Die USA reagieren ihm zufolge mit einem "Entweder-Oder" auf den Aufstieg Chinas: Entweder Peking oder Washington? Es sei nur eine Frage der Zeit,
bis es zur Konfrontation komme, siehe Taiwan. Der Schweizer Sozialwissenschaftler hoffe da allerdings auf die chinesische Geduld.
Die Historie zeige nämlich, dass China in der geduldigen Defensive gewinnen kann.