Menschen

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Menschen episodes

  • Rolf Zuckowski – Einer von Euch sein
    "Ich will kein Star sein, den man auf Rosen bettet/Ich glaube nicht, dass ihr mich gern so hättet/ Will euch gewinnen und doch frei sein", singt(!) der Musiker, Komponist und Kinderliedermacher in der Sendung Menschen aus seinem Lied "Einer von Euch sein".
    52 min
  • Rolf Zuckowski - Einer von Euch sein
    Rolf Zuckowski - Einer von Euch sein

    "Ich will kein Star sein, den man auf Rosen bettet" singt Rolf Zuckowski in der Sendung Menschen. Ein sinniger Auftakt zu einer bewegenden Sendung über die Musik als roten Faden im Leben des Komponisten und Liedermachers.

    An einem heißen Samstagnachmittag im September treffe ich mich mit Rolf Zuckowski in einer kleinen, grünen Oase im Herzen von Köln: im Garten des Priesterseminars. In der Nähe von surrenden Bienenstöcken verblüfft mich Rolf Zuckowski gleich zu Beginn. Als ich aus seinem Lied "Einer von Euch sein" zitieren will – singt er die Zeilen lieber gleich ins Mikrofon. Welch charmanter Auftakt zu einer Sendung über die Kraft der Musik!

    Einer von Euch sein. Und frei sein

    "'Einer von Euch sein' ist nicht kumpelhaft gemeint" sagt Rolf Zuckowski. Er sei nur so verbunden mit dem Publikum, das wolle er einfach gerne bleiben können, ohne sich zu verbiegen. Oder, wie es im Lied weiter heißt: "will euch gewinnen und doch frei sein." Und, gelingt das mit dem Freibleiben in der Welt der Verkaufszahlen, will ich wissen?

    "Weitgehend", antwortet Rolf Zuckowski, "man will ja auch gehört werden." Er habe sich fast immer freigeschwommen. Auch indem er kleine Schritte, z.B. Langspielplatten für Erwachsene aufzunehmen, gewagt habe: "die Eltern der Kinder hören ja mit", Lieder, die nicht wie Statements, "sondern ein bisschen wie Prosa, auch zu gesellschaftlichen Themen, wie Vater, Mutter, Kind" klingen sollen.

    Musik kann sagen, was man so nicht aussprechen will

    In der Nachkriegszeit geboren, wächst Rolf Zuckowski im vom Krieg zerstörten Hamburger Stadtteil Winterhude auf. Der Vater ist als Seemann viel unterwegs, die Mutter muss die Kinder alleine durchbringen. Über sie schreibt Rolf Zuckowski in seiner Biographie: "Meine Mutter sang, je nach Tagesstimmung und Lebenslage, leidenschaftlich ihre Lieblingsmelodien. Und, wenn es ihr so richtig gut ging, stieg sie auf den Tisch, tanzte für uns und ihre Freunde wie der Filmstar Marika Rökk."

    Rolf Zuckowski lächelt, als ich ihm dieses Zitat vorlese: "Ich habe sie jetzt wirklich auch direkt so vor mir. Auf den Tisch gestiegen ist sie wirklich nur bei Partys. Aber wir haben an den Liedern immer gespürt, wie es Ihr ging." Wenn die Mutter sang, "Immer nur lächeln, immer vergnügt", aus der Operette Land des Lächelns, dann sei das "oft auch ein bisschen Verzweiflung gewesen. In Musik verpackt ließ es sich so leichter ertragen." In einer Familie, in der "die Sprachgewalt nicht so zu Hause war", glaubt Rolf Zuckowski, steckte in den Liedern eine Botschaft, die man so nicht aussprach.

    In China mit der Vogelhochzeit

    20 Millionen Tonträger hat Rolf Zuckowski verkauft. In der Sendung lassen wir diese beispiellose Karriere über viele Jahrzehnte Revue passieren: Die Anfänge mit der Schülerband "BeAthovens", in Hamburg damals eine Institution. Der Weg in die Welt der Musik über einen Musikverlag. Das Entdecken von Kinderliedern, alten wie neuen, mit den eigenen Kindern.

    Das Singspiel die Vogelhochzeit, die über Jahre niemand verlegen wollte – und heute bis nach Shanghai exportiert wird. Die Arbeit mit anderen Musikern, die Erfolge beim Grand Prix d’ Eurovision, die Karriere mit den Kinderliedern. Wir erzählen, wie "Du da, im Radio" ins Radio kam und "Ganz doll mich" ins Fernsehen.

    Ich schaff das schon!

    Natürlich reden wir auch über die Kinderliederklassiker, die wirklich jedes Kind kennt, also über „Wie schön, dass Du geboren bist“ und die "Weihnachtsbäckerei". Rolf Zuckowskis Lieblingslied aber ist: "Ich schaff das schon". Das Lied drücke eine beklemmte Stimmung aus, die man wieder loswerden wolle: "Entstanden ist das Lied mit meinem Sohn, als der bei einem Spaziergang stolperte. Ich wollte ihn aufheben und da sagt er, nein, ich schaffe das schon!"

    Zu diesem Lied bekäme er viel Post von Menschen, die erzählen, wie das Lied ihnen "in Krisen, in ganz tiefen Kellern geholfen hat".

    Und da sind wir wieder bei dem, was Musik vermag: "wie meine Mutter sich mit Liedern Mut gemacht hat, sich wie mit einem Motor wieder nach oben zu arbeiten. Ans Licht."

    Was Rolf Zuckowski heute noch schaffen will, warum er kluges Gendern für wichtig und richtig hält, die Sprache das aber nicht alleine schaffen könne und an welchen Stellen Rolf Zuckowski in der Sendung sonst noch spontan singt? Hören Sie selbst! Unten, die Sendung Menschen mit Rolf Zuckowski zum Anhören und Runterladen.

    52 min
  • Stefan Wiesner – Viele sehnen sich nach dem Guten
    Wenn Stefan Wiesner, der Leiter des Verlages Bene!, ein ruhiges Telefonat führen will, oder in der Hektik kurze Auszeiten braucht, dann geht er einfach rüber ins Kloster. Warum das Kloster unbedingt die Verlagsadresse werden sollte? Und wie es ist, heute in einem großen Publikumsverlag einen neuen Verlag für christliche Bücher gründen?
    42 min
  • Stefan Wiesner - Viele sehnen sich nach dem Guten
    Stefan Wiesner - Viele sehnen sich nach dem Guten
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    42 min
  • Alexandra Geese - Grün ist die Hoffnung
    Alexandra Geese - Grün ist die Hoffnung
    Grün ist die Hoffnung, sagt der Volksmund. Auf die Partei der Grünen setzte ein Fünftel der Deutschen seine Hoffnung bei der Europawahl. Eine der neuen Abgeordneten im EU Parlament: die Grüne Alexandra Geese.
    49 min
  • Van Hong Le - Von einer dramatischen Flucht. Und einer wunderbaren Rettung.
    Van Hong Le - Von einer dramatischen Flucht. Und einer wunderbaren Rettung.

    Von einer dramatischen Flucht. Und einer wunderbaren Rettung.

    Van Hong Le
    Vor 40 Jahren sammelten Christel und Rupert Neudeck Spenden, chartertern die Cap Anamur und retteten über 11 000 Menschen das Leben. "Ein Wunder", sagt Van Hong Le, einer dieser Geretteten, heute.

    Vor 40 Jahren brach die "Cap Anamur" auf, um im Südchinesischen Meer sogenannte Boatpeople aufzunehmen. So viele Menschen haben damals gespendet, dass der Journalist und Menschenrechtsaktivist Rupert Neudeck zusammen mit seiner Familie und seinem Team einen Frachter chartern konnten.

    Wir hatten alle Angst.

    Das Ziel: den Hunderttausenden von Menschen zu helfen, die vor dem kommunistischen Regime aus Vietnam aufs Meer flohen. Zwei Drittel der Flüchtenden starben auf der Flucht. Aber über 11 000 Menschen konnte die "Cap Anamur" retten. Einer von Ihnen ist Van Hong Le. Der, obschon selbstständig, sich einen Tag freinimmt und extra aus Hamburg für diese Sendung Menschen reist.

    1980 war Van Hong Le 19 Jahre alt. "Alle Menschen im Süden hatten Angst vor den kommunistischen Soldaten aus dem Norden", erzählt Van Hong Le. Sein Bruder kam ins Umerziehungslager, die Kirche wurde geschlossen, alle Aktivitäten verboten. Zudem: "An der Grenze zu Kambodscha war Krieg, es war überall Krieg. Und dann der Hunger. Alles war streng rationiert."

    Es war wie in einem Thriller

    Hunger und Repressionen im Innern, Krieg an den Grenzen: als junge Priesteranwärter aus dem Innern des Landes den jungen Mann fragen, ob sie ihm zur Flucht verhelfen, sagte Van Hong Le zu. Bestellte bei einem Nachbarn, einem Bootsbauer, heimlich ein seetaugliches Schiff. Zur Tarnung arbeitete er fortan als Flussfischer, tat so, als ob er das neue Boot für die Fischerei brauche.

    Die Flucht war voller Hindernisse, schon bevor es losging: die mit großen Risiko gehorteten und in Küstennähe vergrabenen Diesel- und Wasserkanister, platzen in der Hitze. Als alles ein zweites Mal organisiert war, kam eine Familie zu spät zum Treffpunkt – und der so sorgsam bei Vollmond und Ebbe berechnete Fluchtweg geriet aus den Fugen: "Die Ebbe war so tief, wir liefen auf Grund."

    Für mich bleibt es ein Wunder

    Am zweiten Tag tauchte ein Patrouillenboot auf, verfolgte und beschoss die Gruppe: "Wir dachten, jetzt ist alles zu Ende. Die Menschen warfen ihre Papiere und Waffen ins Wasser." Aber dann: "drehte das Boot plötzlich ab, wir wissen bis heute nicht, warum." Am vierten Tag gab es kein Wasser mehr: "Es war Juni, Regenzeit, eigentlich hätte es regnen sollen, wir hatten Planen aufgespannt. Aber es regnete nicht."

    "Plötzlich kreiste der grünbemalte Hubschrauber über uns". Wenn Van Hong Le vom vierten Tag der Flucht erzählt, ist ihm bis heute das Erstaunen anzusehen. "Immer noch habe ich die Bilder im Kopf. Eine Frau hat uns gewinkt, aber wir haben sie nicht verstanden." Schließlich verstehen sie doch – sie sollen folgen.

    Menschlichkeit kommt von Mensch

    Eine dreiviertel Stunde lang folgen sie dem Hubschrauber: "Das war ein Berg von Schiff, so ein Schiff hatte ich noch nie gesehen!“ Aber: "Es hätte auch ein Reiseschiff aus China, Russland oder gar Vietnam sein können!" Es dauert, bis Van Hong Le versteht: er ist in Sicherheit. "Für mich bleibt es wie ein Wunder", sagt er.

    In der Sendung erzählt Van Hong Le höchst lebendig von diesen so entscheidenden Stunden seines Lebens. Aber auch von der Ankunft im kalten Winter und vom neuen Leben in Deutschland, erzählt Van Hong Le bewegend. Mit am bewegendsten aber ist Van Hong Les Appel an uns alle, wenn es um die neuen "boatpeople" auf dem Mittelmeer geht: Menschlichkeit kommt von Mensch. Hören Sie selbst!

    Moderation: Angela Krumpen

    55 min

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Jede Woche war ein Gast eingeladen, eine Stunde lang aus seinem Leben zu erzählen. Ein intensives Gespräch über das, was zählt. Die Sendung wurde im Januar 2023 eingestellt.

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