Merci, Chérie - Der Eurovision Podcast

Merci, Chérie - Der Eurovision Podcast

By Marco Schreuder & Alkis Vlassakakis & Sonja RiegelTV & FilmArtsMusicAfter ShowsPerforming ArtsMusic Interviews
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Merci, Chérie - Der Eurovision Podcast episodes

  • 08.30 Die verfluchte Startnummer zwei - Teil 2

    Teil zwei unserer dreiteiligen Serie über den Fluch der Startnummer zwei ist da! Noch nie hat ein Beitrag mit der Startnummer zwei den Eurovision Song Contest gewonnen – in 70 Jahren nicht ein einziges Mal, obwohl die Startnummer eins gleich dreimal gewann: 1975 mit Teach-In, 1976 mit Brotherhood of Man und 1984 mit den Herreys. Falls ihr Teil eins (Episode 08.23) noch nicht gehört habt: Dort haben wir die Jahre 1956 bis 1979 durchleuchtet. Heute geht es weiter mit 1980 bis 2004.

    Teil 1 könnt ihr hier hören.

    Diesmal haben wir uns auch wissenschaftlichen Rat geholt: Dr. Eurovision Irving Wolther verrät uns, ob wirklich ein Fluch auf der Startnummer zwei liegt – oder ob es dafür eine ganz rationale Erklärung gibt. Mehr von ihm und seiner Forschung zum Song Contest gibt's auf phonos.de.

    Alle 25 Songs von 1980 bis 2004 gibt's gesammelt in unserer YouTube-Playlist.

    Zur Weihnachtsepisode gibt es wieder ein gemeinsames Voting mit der OGAE Austria: Diesmal verleihen wir sowas wie den Alf-Poier-Gedächtnis-Award, oder doch Vicky Leandros. Welche Startnummer zwei hatte den Sieg am wenigsten verdient zu verpassen? Stimmt mit eurer Top 10 ab, daraus ergeben sich die Punkte von 12 bis 1.

    Außerdem bei „Merci, Chérie – Wir müssen reden": Die Niederlande kehren zum ESC zurück – aber wie kann es sein, dass ein Sender (AVROTROS) Nein zum Song Contest sagt und ein anderer (NPO) Ja, beide aber gemeinsam nur EIN EBU-Mitglied sind? Marco, gebürtiger Niederländer, erklärt das System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in den Niederlanden.

    Und zum Schluss, in der kleinen Song-Contest-Geschichte: Alkis erzählt von zwei ESC-Teilnehmerinnen, die mitten in einer USA-Tournee vorzeitig die Heimreise antraten.

    Creators: Marco Schreuder & Alkis Vlassakakis & Simon Graser
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    2 hr 6 min
  • 08.29 La det swinge - Mit Elisabeth "Bettan" Andreassen

    Vier Eurovision-Teilnahmen, ein Sieg, eine Silbermedaille: Elisabeth „Bettan" Andreassen ist bei uns zu Gast – aus ihrer Sommerhütte am norwegischen Meer. Am 10.10. könnt ihr sie in Köln erleben. Als einmaliger Gast-Host begrüßt euch außerdem Peter Schreiber, der mit Cesár Samspson für den ORF den österreichischen Beitrag für den Eurovision Song Contest 2027 scoutet.

    Wir sprechen über Harrogate 1982 mit der Band Chips, den Sieg 1985 mit den Bobbysocks und dem Song "La der swinge" in ihrer Geburtsstadt Göteborg, „Duett" 1994 mit dem viel zu früh verstorbenen Jan Werner Danielsen, Platz 2 mit „I evighet" 1996 in Oslo – und über das Bobbysocks-Comeback 2025 mit „Joyful". Außerdem: der geplante Kinofilm über Bobbysocks (2027) und ihr aktuelles Duett mit Nanne Grönvall, „Hold Me".

    Am 10. Oktober tritt Bettan gemeinsam mit KEiiNO und Atvara beim Clubtreffen des Eurovision Club Germany im Kölner Gloria auf – alle Infos bei EC Germany.

    Auf ihrer Playlist hört sie immer noch "Ya Ya Ya" von Jonas Lovv, vor ihrem Auftritt fokussiert sie sich immer (und erzählt, wie es einmal schiefging) und ihr All Time-Lieblingsbeitrag ist Salvador Sobrals Siegeer-Song von 2018 "Amor pelos dois".

    Mehr über Elisabeth Andreassen: bettan.no

    Außerdem im „Wir müssen reden"-Segment: Peter Schreiber und die Suche nach Österreichs ESC-2027-Act – Infos unter songcontest.orf.at, seine Sendung AustroZone auf YouTube.
    Peter erzählt uns nicht nur spannende Details über die Suche nach dem österreichischen Eurovision Act für Burgas, sondern auch eine kleine Song Contest-Geschichte am Schluss, die mit einer Band aus dem österreichischen Vorentscheid 2026 zu tun hat.

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    1 hr 15 min
  • 08.28 Loin d'ici und die Nibelungen - Mit Zoë Straub

    Zehn Jahre nach ihrem Auftritt beim Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm ist Zoë Straub endlich zu Gast bei Merci, Chérie. Mit „Loin d'ici" sang sie sich damals auf Platz 13 ins Finale – als erste Österreicherin überhaupt mit einem komplett französischsprachigen ESC-Song. Heute hat sie Größeres vor: Sie hat eine Rockoper geschrieben. „EPOS" erzählt das Nibelungenlied aus der Perspektive von Kriemhild und Brünhild – kraftvoll, feministisch und auf Deutsch. Wir sprechen über ihre ESC-Erinnerungen, ihren Schauspielerfahrungen, und über ihr bisher ambitioniertestes Projekt.

    Auf Zoë Playlist hört man übrigens immer noch Bangaranga, sie war vor ihrem Auftritt im Raucherkammerl und ihr Lieblingsbeitrag der ESC-Geschichte ist "All Kinds of Everything" von Dana, der Siegertitel aus Irland 1970.

    Mehr zu EPOS – Die Rockoper: eposrockoper.com
    Zoës Auftritt beim ESC 2016: Loin d'ici

    Zoë Straub ist außerdem am 10. Oktober bei der Eurovision Live-Party der OGAE Austria im Vindobona in Wien zu erleben – gemeinsam mit Cesár Sampson, Dodo von The Makemakes, Gary Lux, Julia Steen, Lukas Plöchl, Nadine Beiler, Pia Maria, Sidrit Vokshi, Stella Jones, Thomas Forstner, Tini Kainrath und einem Surprise Act. Alle Infos: ogae-austria.at

    Am selben Abend findet das Clubtreffen der EC Germany im Gloria in Köln statt: ecgermany.de/clubtreffen

    ESC-Konzerte & Tourneen im Herbst 2026

    Alexandra Căpitănescu (Rumänien 2026)
    05.10.2026: Wien, Szene Wien
    17.10.2026: Berlin, Bi Nuu

    Antigoni (Zypern 2026)
    18.09.2026: Berlin, Bi Nuu

    Baby Lasagna (Kroatien 2024)
    16.11.2026: München, Technikum
    18.11.2026: Köln, Die Kantine
    26.11.2026: Berlin, Columbia Theater
    27.11.2026: Hamburg, Übel & Gefährlich
    04.12.2026: Wien, Arena Wien

    Cosmó (Österreich 2026)
    04.10.2026: Hamburg, Nochtspeicher
    05.10.2026: Berlin, Privatclub
    06.10.2026: München, Kranhalle
    08.10.2026: Wien, Flex Café
    09.10.2026: Linz, Posthof
    10.10.2026: Graz, Orpheum
    14.10.2026: Salzburg, Rockhouse
    15.10.2026: Innsbruck, Maria Theresia
    16.10.2026: Dornbirn, Conrad Sohm

    JJ (Österreich 2025)
    17.09.2026: München, Strom
    19.09.2026: Wien, WUK
    23.09.2026: Hamburg, Kent Club
    24.09.2026: Berlin, Frannz Club
    26.09.2026: Köln, Artheater
    30.09.2026: Zürich, Plaza
    11.10.2026: Wien, WUK

    Käärijä (Finnland 2023)
    09.10.2026: Berlin, Columbia Theater
    10.10.2026: Hamburg, Uebel & Gefährlich
    11.10.2026: Köln, Die Kantine
    18.10.2026: Zürich, Dynamo
    20.10.2026: München, Technikum
    21.10.2026: Wien, Szene Wien
    04.11.2026: Hannover, Musikzentrum

    Little Big (Russland 2020)
    26.10.2026: Hamburg, Große Freiheit 36
    27.10.2026: Frankfurt, Zoom Frankfurt
    29.10.2026: Stuttgart, Im Wizemann
    01.11.2026: Köln, Die Kantine
    15.11.2026: Berlin, Kesselhaus
    27.11.2026: München, Backstage Kulturzentrum
    29.11.2026: Wien, Arena

    Michael Schulte (Deutschland 2018)
    24.09.2026: Zweibrücken, Festhalle
    12.11.2026: Uelzen, Jabelmannhalle
    13.11.2026: Oberursel, Stadthalle
    14.11.2026: Leverkusen, FORUM Leverkusen
    20.11.2026: Haltern am See, Seestadthalle
    21.11.2026: Hamburg, Laeiszhalle
    22.11.2026: Flensburg, Deutsches Haus

    Remo Forrer (Schweiz 2023)
    05.11.2026: Seewen, Gaswerk
    07.11.2026: Liestal, Elefantehus
    14.11.2026: Buchs, Fabriggli
    27.11.2026: Langenthal, Old Capitol
    28.11.2026: Pfäffikon, Chesselhuus
    03.12.2026: Winterthur, Albani Bar of Music
    12.12.2026: Kirchberg, Eintracht

    Shkodra Elektronike (Albanien 2025)
    25.11.2026: Berlin, SO36
    26.11.2026: Düsseldorf, Capitol-Theater
    27.11.2026: Kornwestheim/Stuttgart, Das K
    29.11.2026: Wien, Szene Wien

    Sinnika Monte (FIN/AUT 2026)
    03.12.2026: Wien, B72

    Tautumeitas (Lettland 2025)
    15.09.2026: Berlin, Hole44
    17.09.2026: Wien, Flex

    Verka Serduchka (Ukraine 2007)
    17.10.2026: Berlin, Uber Eats Music Hall
    19.10.2026: Hamburg, Inselpark Arena

    Veronica Fusaro (Schweiz 2026)
    01.10.2026: Konstanz, Kulturladen
    04.10.2026: Berlin, Prachtwerk
    05.10.2026: Hamburg, Hebebühne
    06.10.2026: Rostock, Helgas Stadtpalast
    07.10.2026: Leipzig, Naumanns Gaststube
    08.10.2026: Dresden, Blauer Salon
    12.10.2026: Wien, Szene Wien
    16.10.2026: Osnabrück, Kleine Freiheit
    17.10.2026: Erfurt, Bandhaus
    18.10.2026: Frankfurt, Nachtleben
    01.12.2026: Unna, Lindenbrauerei
    03.12.2026: Lüneburg, Salon Hansen
    04.12.2026: Wolfsburg, Hallenbad
    12.12.2026: Lindau, Club Vaudeville
    13.12.2026: Hallstadt, Kulturboden
    15.12.2026: Zürich, Kaufleuten
    16.12.2026: Bern, Bierhübeli

    Wencke Myhre (Deutschland 1968)
    02.11.2026: Berlin, Schlosspark Theater

    Little Big (Russland 2020)
    26.10.2026: Hamburg, Große Freiheit 36
    27.10.2026: Frankfurt, Zoom Frankfurt
    29.10.2026: Stuttgart, Im Wizemann
    01.11.2026: Köln, Die Kantine
    15.11.2026: Berlin, Kesselhaus
    27.11.2026: München, Backstage Kulturzentrum
    29.11.2026: Wien, Arena

    Sinnika Monte (FIN NF 2026)
    03.12.2026: Wien, B72

    In der kleinen Song Contest Geschichte am Schluss geht es um Überlegungen zur Beginnzeit des Eurovision Song Contests.

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    1 hr 23 min
  • 08.27 Burgas, Playback, Punkte: Die neuen Regeln für den ESC 2027

    Kurz vor dem offiziellen Start des neuen ESC-Jahres hat die EBU innerhalb weniger Tage gleich mehrere Nachrichten veröffentlicht – Grund genug für Alkis, Marco und Simon, kurz innezuhalten und einzuordnen. Die größte Überraschung: Burgas ist Host City 2027 – nicht, wie fast alle erwartet hatten, die bulgarische Hauptstadt Sofia, sondern die Stadt am Schwarzmeerstrand. Dazu kommt ein ganzes Paket an neuen Regeln für den Eurovision Song Contest: Das Mindestalter für Teilnehmende steigt von 16 auf 18 Jahre, die Playback-Vorgaben für Backing Vocals wurden präzisiert, erstmals gibt es eine klare Regelung für den Fall, dass die Sicherheit im Siegerland nicht gewährleistet werden kann, die EBU plant ein reines Online-Voting mit gesplitteten Stimmen – und nach sechs Ausgaben endet zudem die Partnerschaft mit Hauptsponsor Moroccanoil. Die drei ordnen jede einzelne Änderung ein, diskutieren die Hintergründe und wagen die eine oder andere Prognose.

    Danach ein kurzer Abstecher nach Bhutan: In der Rubrik „Merci, Chérie, wir müssen reden!” geht es um den bhutanischen Vorentscheid und den Gewinnersong „Lhayi Semo” von Nyendra.

    Und zum Schluss, in der kleinen Song Contest Geschichte, nimmt euch Simon mit zur bulgarischen Vorentscheidung 2005 in voller Länge.

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    1 hr 3 min
  • 08.26 Only Love Exists - Mit Delta Goodrem

    Zwei Monate nach ihrem vierten Platz beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien ist Delta Goodrem zu Gast bei Merci, Chérie – über Freundlichkeit als Haltung, das Klavier als ihre erste Sprache und ihr neues Album PURE. Außerdem: Eurovision Asia nimmt Fahrt auf, die ersten Songs aus Bhutan sind da, und in Deutschland und Österreich laufen bereits die Vorbereitungen für 2027.

    Delta Goodrem vertrat Australien beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien mit der Ballade Eclipse und erreichte den vierten Platz. Im Gespräch blickt sie auf einen Bewerb zurück, der im Vorfeld politisch stark umkämpft war – und den sie trotzdem als Erfahrung von Zusammenhalt beschreibt. Sie erzählt, warum das Klavier seit ihrer Kindheit ihre musikalische Muttersprache ist, welche biografische Bedeutung ihre Bühnen-Inszenierung hatte, und wie ihre Mentorin Olivia Newton-John sowie Céline Dion sie durch den Abend in Wien begleitet haben.

    Das vollständige Interview, das Marco für DER STANDARD geführt hat, gibt es hier nachzulesen:  „Für mich beginnt alles mit Freundlichkeit" – Delta Goodrem im Interview

    Im Herbst erscheint Delta Goodrems achtes Studioalbum PURE, im März 2027 kommt sie für ein Konzert in die Wiener Arena zurück. Alle Infos und Tickets zur PURE World Tour:  deltagoodrem.com

    Auf Deltas Playlist ist vom ESC 2026 immer noch Bangaranga, Viva Moldova! und Crossroads.

    In ihrer letzten Minute vor ihrem Auftritt trank sie ein Schluck Wasser und hat alle angelächelt.
    Ihr Lieblingssong aus der ESC-Geschichte? Long Live Love von Olivia Newton-John und Ne partez pas sans moi von Céline Dion.

    Die EBU bewirbt Eurovision Asia zunehmend auch in Europa: Die Songs der Vorausscheidung aus Bhutan werden wie beim „normalen" Song Contest veröffentlicht, der Vorentscheid findet am 11. August statt – und wird live gestreamt.

    Alle Neuigkeiten zu Eurovision Asia:  eurovision.com

    Songs und Livestream zum Vorentscheid in Bhutan:  Your Complete Guide to Rhythm of Bhutan

    In Österreich wird es 2027 keinen Vorentscheid geben – Peter Schreiber und Cesár Sampson suchen bereits nach neuen Songs. In Deutschland sucht der SWR für den deutschen Vorentscheid professionelle Acts, bewertet diesmal von einem Team aus Musikexpert:innen statt Agenturen.

    Infos zur Bewerbung für den deutschen Vorentscheid:  SWR: Musik-Acts für den Eurovision Song Contest 2027 gesucht

    Zum Bewerbungsformular:  Formular

    In der kleinen Song Contest-Geschichte am Schluss  erzählt Marco von Grüßen aus Australien beim ESC: Zum Video dazu.

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    39 min
  • 08.25 Barock, Bombast, Bangaranga: Der ESC als Hofspektakel - Mit Raphael Reis Medeiros de Campos & Irving Wolther

    Was haben prunkvolle Fürstenhochzeiten, die Ballette Ludwigs XIV. und der Eurovision Song Contest miteinander zu tun? Erstaunlich viel, meint der brasilianische Forscher Raphael Reis Medeiros de Campos. Bei der Eurovision International Conference in Wien gewann er mit seiner ebenso originellen wie überzeugenden These den Science Slam: Der ESC lasse sich als eine moderne Form des barocken Hofspektakels betrachten. Zu Gast Dr. Eurovision Irving Wolther und Raphael Reis Medeiros de Campos.

    Ausgerichtet wird der Science Slam im Rahmen der Konferenz "Eurovisions", die "Dr. Eurovision" Irving Wolther seit 2018 gemeinsam mit Kolleg:innen jährlich am jeweiligen ESC-Austragungsort veranstaltet - heuer bereits zum neunten Mal, in Wien. 2027 steht die zehnte Jubiläumsausgabe an. Mehr zur Konferenz und wie man selbst mit einem Beitrag dabei sein kann, gibt's unter phonos.de/dreurovision und eurovisions.eu.

    Reis Medeiros de Campos' These im Kern: In der Barockzeit dienten aufwendig inszenierte Opern und Feste als politisches Werkzeug - zur Verherrlichung von Herrscherhäusern, zur sozialen Kohäsion des Adels und zur Zurschaustellung von Reichtum und Macht. Genau diese Mechanismen erkennt er auch beim Eurovision Song Contest wieder: von der Idee einer gemeinsamen "Europäischheit" über die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den "Big Five" und kleineren Teilnahmeländern bis zum nationalen Branding, wenn etwa Aserbaidschan mit der futuristischen Baku Crystal Hall ein Bild von Modernität vermitteln wollte. Auch bei der reinen Bühneninszenierung findet er Parallelen: Wasser- und Feuerwerkseffekte, aufwendige Kostüme und die Dramaturgie eines ganzen Song-Contest-Zyklus - von den Pre-Partys über die Halbfinali bis zum großen Finale - erinnern ihn an mehrtägige barocke Hochzeitsfeierlichkeiten mit Prozessionen, Bällen und Festspielen. Irving Wolther ordnet das Ganze wissenschaftshistorisch ein: Musik sei seit jeher ein Machtinstrument gewesen - von den barocken Hofkomponisten in Abhängigkeit ihrer adeligen Gönner bis zur heutigen Sorge, handgemachte Musik könnte im KI-Zeitalter bald zum Luxusgut werden.

    Reis Medeiros de Campos' komplette Präsentation gibt's zum Nachschauen: Baroque Spectacles and the Eurovision Song Contest

    Musik in dieser Episode (lizenzfrei verwendet):

    • Jean-Baptiste Lully – Le bourgeois gentilhomme (Suite), XI. Marche pour la cérémonie des Turcs, performed by Advent Chamber Orchestra (Quelle: Musopen)
    • Georg Friedrich Händel – Alcina HWV 34, performed by The London Baroque Orchestra (Quelle: Musopen)
    • Claudio Monteverdi – L'Orfeo, DVD-Teaser von Les Arts Florissants (YouTube, Creative-Commons-Lizenz)
    • Danach ziehen sich Alkis und Marco zurück und sprechen über die Neuigkeiten aus Sanremo: Die Rai hat einen eigenen ESC-Abend beim Festival 2027 bestätigt - inklusive einer neuen "Performance Night" und einigen Verschiebungen im gewohnten Ablauf. Alle Infos zum Festival gibt's auf der offiziellen Rai-Seite.

      Zum Abschluss reist Alkis in der kleinen Song Contest Geschichte zurück zu einem berühmten Opernsänger, der beim Eurovision Song Contest auftrat - und mit diesem Auftritt eine bis heute gültige Regeländerung auslöste. Ein Vorgeschmack gibt's hier.

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      57 min
    • 08.24 Queen & King der ESC-Parodie - Mit Dalibor Petko

      Dalibor Petko ist ein Phänomen: Der kroatische TV-Moderator und Entertainer geht seit einigen Jahren mit seinen Eurovision-Parodien auf TikTok und Instagram viral – Millionen Klicks, tausende Fans, und in der Eurovision-Community wird er eifrig geteilt. Wir haben den Therapeuten der Post-Eurovision-Depression getroffen. Außerdem erinnern wir uns an Bonnie Tyler und verraten, was Freddie Mercury mit dem Song Contest zu tun hat.

      Dalibor Petko hat viele parodiert: Ob er als Delta Goodrem im Glitzerkleid am Klavier steht, mit seiner Mama "Biti zdrava" klatscht, ob Nemo begeistert auf seine Version von "The Code" reagiert, oder ob manche ESC-Künstler:innen sich Sorgen machen, weil er sie noch nicht parodiert hat: Dalibor Petko gehört zum Eurovision Song Contest mittlerweile einfach dazu. Marco hat ihn für diese Episode getroffen.

      Dalibor Petko auf Instagram und TikTok, sowie seine TV-Show Dalibor Petko Show auf YouTube.

      Außerdem erinnern Marco und Simon an eine ganz große der Popgeschichte, die uns verlassen hat: Bonnie Tyler, geboren als Gaynor Hopkins in Wales, gestorben am 8. Juli 2026. „Total Eclipse of the Heart", „Holding Out for a Hero", zwei Grammy-Nominierungen, ein Auftritt beim Eurovision Song Contest 2013 in Malmö – und eine Stimme, die eigentlich ein Unfall war und zum größten Markenzeichen wurde. Mehr über Bonnie Tyler auf bonnietyler.com.

      In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt Marco, dass Eurovision schon parodiert wird, seit er zur europäischen Fernsehkultur gehört. Von einem spanischen Kinofilm aus dem Jahr 1969 über Monty Python und einen legendären Auftritt von Freddie Mercury bis zu Hape Kerkeling und den spanischen Comedians Martes y Trece. Links zu den Videos:

      Un, dos, tres… al escondite inglés (1969)
      Monty Python: Europolice Song Contest
      Kenny Everett & Freddie Mercury: British Eurovision Violence Contest
      Hape Kerkeling als Florian Wurstbusch
      Hape Kerkeling: Sieger
      Martes y Trece: Chorravisión

       

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      57 min
    • 08.23 Die verfluchte Startnummer zwei - Teil 1

      In 70 Jahren Eurovision Song Contest hat die Startnummer zwei noch nie gewonnen. Nie. Kein einziges Mal. Liegt ein Fluch auf diesem Startplatz – und wenn ja: Warum hat die Startnummer eins dann sehr wohl gewonnen?

      In dieser Episode beginnen wir unsere Spurensuche: Von Lys Assia, die beim allerersten ESC gleich zweimal antreten durfte und mit Startnummer zwei verlor, aber mit Startnummer neun gewann. Wir sprechen über Legenden wie Vicky Leandros 1967 oder Jahn Teigens berüchtigte null Punkte 1978, und enden bei der prominenten italienischen Band Matia Bazar 1979. Wir gehen alle 24 Startnummern zwei des ersten Kapitels durch. Und wir kündigen unser Weihnachtsvoting an: Welche Startnummer zwei hätte es am wenigsten verdient, nicht zu gewinnen?

      Alle Songs dieser Episode als YouTube-Playlist: Die verfluchte Startnummer zwei

      Die Playlist wird später mit Teil zwei (Achtziger bis 2000er) und drei (2000er bis 2026) ergänzt. Und wer vor unserem Weihnachtsvoting noch einmal alle Beiträge hören möchte, findet sie dort gesammelt.

      Schreibt uns gerne: Warum glaubt ihr, verliert die Startnummer zwei immer?

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      1 hr 11 min
    • 08.22 United by Football - Eurovision trifft Fußball

      Der ESC ist gerade erst vorüber, wird die Fußball-WM 2026 angepfiffen. Marco und Alkis haben sich gefragt: Wie viele Berührungspunkte gibt es eigentlich zwischen Fußball und Eurovision? Die Antwort: erstaunlich viele. In dieser Episode spielen die beiden ein volles Match — mit erster Halbzeit, Halbzeitpause, zweiter Halbzeit, Verlängerung und Elfmeterschießen.

      Im ersten Block geht es um die Arenen: Das Parken Stadion in Kopenhagen war 2001 Schauplatz des bis heute größten ESC aller Zeiten — mit 38.000 Zuschauer:innen. Die Düsseldorf Arena empfing 2011 für eine Nacht 36.000 ESC-Fans.

      In der ersten Halbzeit: ESC-Songs, die zu Fußballhymnen wurden. Von Volare, dem wohl erfolgreichsten ESC-Song aller Zeiten, der als „Finale – oh ho" in jedem Stadion der Welt erklingt, über die Darmstadt 98-Version von Ein bisschen Frieden bis zu Hold Me Now von Johnny Logan — seit Jahrzehnten Hymne der FC Bohemians Dublin. Johnny Logan hat Sonja persönlich erzählt, wie es dazu kam.

      In der Halbzeitpause: die Liierten. Edurne und David de Gea, Eleni Foureira und Alberto Botía, Noa Kirel und Daniel Peretz — und Sarah Engels und Julian Engels, bekannt als Julian Felix Büscher, der nach der Heirat den Nachnamen seiner Frau annahm. Auffällig: Erschreckend viele ESC-Partner:innen stehen zwischen den Pfosten.

      In der zweiten Halbzeit: Fußballer:innen beim ESC. Von Julio Iglesias, der einst Torwart bei Real Madrid war, über Nicky Byrne (Westlife), der professionell Fußball spielte, bis zu Marcus & Martinus, die noch heute beim norwegischen Drittligisten Strindheim TF kicken — und beim ESC 2024 für Schweden antraten.

      In der Verlängerung: ESC-Acts, die Fußballhymnen geschrieben haben. Udo Jürgens allein kommt auf drei WM-Hymnen — darunter Buenos Días Argentina für die deutsche Nationalmannschaft 1978, woraufhin Österreich bekanntlich 3:2 gewann. Dazu Gianni Morandi, Dschinghis Khan, die Buranovskiye Babushki, Chanel, Serhat für die Türkei 2026 und – gleich zwei mal – Gerard Joling.

      Im Elfmeterschießen: Zlatan Ibrahimović als ESC-Gastgeber in Malmö 2013, Ragnar Klavan als estnischer Punktesprecher in Liverpool 2023, Ruslana als Kulturbotschafterin bei der EURO 2012 — und Laura Pausini und Robbie Williams mit dem offiziellen WM-Song 2026.

      Außerdem: Marco und Alkis diskutieren den Rücktritt des TRM-Generaldirektors Vlad Țurcanu in Moldau — nach einem Juryergebnis, das laut EBU-Regelwerk völlig korrekt war. Was ist eigentlich die Aufgabe einer ESC-Jury?

      In der Song Contest-Geschichte am Schluss erzählt Alkis über einen Beitrag über ein Spiel mit einem kleineren Ball: Ping Pong.

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    • 08.21 Das war der Eurovision Song Contest 2026. Das Fazit (Teil 2)

      Der ESC 2026 in Wien ist Geschichte – aber ausgesprochen haben wir uns noch nicht. In dieser zweiten Fazit-Folge tauchen Marco, Alkis und Simon Graser noch einmal tiefer ein: in die Ergebnisse beider Semifinals, in das Grand Final und in alles, was rund um die Wiener Ausgabe des Eurovision Song Contest noch zu sagen ist. Außerdem müssen wir mit Sonja noch einmal den Fall Sarah Engels besprechen.

      Im ersten Semifinale hätte das alte System – nur Televoting, ohne Jurys – Belgien und Schweden eliminiert. Israel dominierte die Televotes, Polen überraschte bei den Jurys. Im zweiten Semifinale sorgte das Aus der Schweiz für Diskussionen: Veronica Fusaro scheiterte, weil Albanien und Tschechien in der Kombiwertung dann die Nase vorne hatten. Bulgarien gewann das zweite Semi beim Publikum – aber nicht bei den Jurys. Australien und Dänemark, beide mit Top-Erwartungen ins Rennen gegangen, enttäuschten beim Televoting bereits im Halbfinale.

      Im Grand Final landeten UK, Österreich und Deutschland auf den letzten drei Plätzen. Frankreich schnitt mit 14 Televote-Punkten schwächer ab, als mancher prophezeit hatte (nur Simon und Marco nicht). Und Bulgarien feierte mit Dara und "Bangaranga" den ersten Sieg seiner Geschichte – ein Überraschungssieg, und gleichzeitig der erste Triumph für Songwriter-Legende Dimitris Kontopoulos, der damit nach zwei zweiten und zwei dritten Plätzen endlich ganz oben steht.

      Außerdem sprechen die drei über Moderation, Bühne und Licht in der Wiener Stadthalle – und lassen Kaleen hochleben, die als österreichische Dauerhacklerin des ESC 2026 eine besondere Rolle spielte.

      Und dann ist da noch die Sache mit Sarah Engels. Unser Interview mit der deutschen ESC-Teilnehmerin ging viral – mit Folgen, die wir so nicht erwartet hatten. Sonja Riegel und Marco berichten, was passiert ist: vom Interview im Medienzentrum über die Reaktion auf die veröffentlichten Clips bis zur Ausladung aus dem Pressegespräch nach dem Finale. Und warum am Ende alle Seiten nicht unbeschadet davongekommen sind.

      Hier der Text In eigener Sache von Sonja auf Bleistiftrocker.de: https://bleistiftrocker.de/in-eigener-sache-zur-kommunikation-rund-um-sarah-engels-beim-esc/

      Marco hat übrigens einen neuen Podcast gestartet, und wir machen unbezahlte Werbung dafür. Rivalen. Schiele. Kokoschka entstand im Auftrag des Egon Schiele Museums und geht die eigenartige Rivalität zwischen den Malern Oskar Kokoschka und Egon Schiele auf die Spur. Marco und Nina Schedlmayer erzählen über das Leben der zwei Maler, das Wien um 1900 (Mythos und was war die soziale Realität) und wie wir heute auf nackte Frauenakte schauen. Und sie klären auf: Warum diese Rivalität? Und wer gewann das Duell? Überall, wo es Podcasts gibt und hier: https://egonschiele.transistor.fm.

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    Merci, Chérie ist der Eurovision Song Contest Podcast aus Wien und Frankfurt. Es diskutieren Marco Schreuder, Sonja Riegel und Alkis Vlassakakis mit Gästen über den größten Musikwettbewerb der Erde.…

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