Afghanische und syrische Zugewanderte zählen seit mehreren Jahren zu den größten Gruppen an Geflüchteten, die in Deutschland Schutz suchen. Sie haben hier inzwischen zahlreiche Organisationen gegründet, die sich für die Belange ihrer jeweiligen Community oder ihr jeweiliges Herkunftsland einsetzen. Wie sind diese sogenannten Diaspora-Organisationen strukturiert, was sind ihre Anliegen und welchen Herausforderungen stehen sie gegenüber? Wie nehmen sie die aktuellen migrationspolitischen Debatten über Rückkehrmöglichkeiten nach Syrien und die Beendigung der Bundesaufnahmeprogramme für Afghaninnen und Afghanen wahr, und was wünschen sie sich für ihre Zukunft in Deutschland?
In der siebten Folge des SVR-Podcasts „Migration im Fokus“ spricht Franziska Volk aus dem Kommunikationsteam der SVR-Geschäftsstelle mit Karoline Popp und Dr. Marie Mualem-Schröder, Mitarbeiterinnen im wissenschaftlichen Stab des SVR, über ihre aktuellen Forschungsergebnisse zum Thema. Außerdem geben Abdullah Ammar, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Zentrum für Konfliktforschung an der Philipps-Universität Marburg, Mitra Hashemi, Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Afghanischen Freundschaftsgesellschaft Baaham e.V., Dima Mahjoub, Flüchtlingshelferin und Forscherin im Bereich Migrationspolitik und Governance, und Farah Khalifeh, Projektleiterin bei Abjad Initiative für Bildung e.V., Einblicke in den Alltag der Communitys.
Hier finden Sie die im Podcast angesprochenen Publikationen von Karoline Popp aus dem Forschungsprojekt „Transnationale Netzwerke und zivilgesellschaftliche Aktivitäten im Kontext von Fluchtmigration: Die afghanischen und syrischen Communities in Deutschland“ sowie die Studie „Wer ist denn hier zuständig? Bundesverbände von Migrantenorganisationen: eine Navigationshilfe“ von Dr. Marie Mualem.