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Die MS Calypso hat im Rheinauhafen festgemacht, um Tobias Grewe an Bord zu holen. Tobias ist Transformationsberater, Coach und Autor von „Kein Change ohne Story! Storylistening und Storytelling als Schlüssel für empathische Führung in Change- und Transformationsprozessen". Seine These lautet: Organisationen brauchen nicht nur Argumente, sondern Geschichten, um sich zu verändern.
Das klingt so, als sollte man einfach nicken, weil es so einleuchtend scheint. Wer hat sich nicht schon schöne Geschichten erzählen lassen und dabei Emotionen entwickelt? Wie gut erinnert man sich an Geschichten, die einem gefallen haben? Und das besten Storyteller die Werbefachleute sind, haben wir doch auch schon alle erlebt. Für mich wirft Tobias' These eine Frage auf: wenn wir Geschichten erzählen oder hören, konstruieren wir dann gemeinsam neue Wirklichkeiten, auf die wir Bezug nehmen können, wenn wir zu neuen Häfen aufbrechen? Oder sind das nur Standpunkte? Genauso fest wie immer, nur schöner erzählt? Für mich ist die Unterscheidung von Standpunkten, als Ergebnis einer Erkenntnisreise und Wegmarken, den einzelnen Bewertungen auf dem Weg dorthin, die sich sichtbar machen und befragen lassen, elementar. Diese Unterscheidung war der rote Faden des Gesprächs.
Die MS Calypso fährt mit dieser Folge endgültig in den Hafen ein. Das ist die letzte Ausgabe unter diesem Namen und in dieser Kulisse. Ich steige um in den Orientierungsexpress. Neues Gefährt - neue Strecke. Es geht künftig um Steuerungslogiken in Unternehmen, um die Frage, wer oder was in Organisationen eigentlich die Richtung vorgibt, wenn niemand mehr allein am Ruder sitzt.
Danke an alle, die mit der MS Calypso unterwegs waren - es war mir eine große Freude!
Mehr zu Tobias Grewe und zum Buch „Kein Change ohne Story!" unter tobias-grewe-communication.de
„Eigentlich bin ich bekennender Mikropolitiker." – Gregor
Worum geht's?
Der rote Faden
Zitate aus der Folge
„Mikropolitik ist kein Pflichtding – aber wer nicht hinschaut, sieht nur Symptome."
„Such nicht die Auseinandersetzung. Du zwingst den Gegenüber, deine Perspektive einzunehmen – die hat er aber gar nicht."
„Erkenntnis entsteht durch Handeln. Aber vorher lohnt sich das Vordenken."
Eure Aufgabe bis zur nächsten Folge
Literatur- und Denkanstöße*
Max Weber – Wirtschaft und Gesellschaft (1922), §16 „Macht und Herrschaft"
Stefan Kühl – Organisationen. Eine sehr kurze Einführung (2. Aufl. 2020, Springer VS)
David Foster Wallace – This Is Water (Commencement Speech, Kenyon College, 21.05.2005)
Bent Flyvbjerg & Dan Gardner – How Big Things Get Done (2023)
Willi Küpper & Günther Ortmann (Hrsg.) – Mikropolitik. Rationalität, Macht und Spiele in Organisationen (Westdeutscher Verlag 1988)
Niklas Luhmann – Macht (Enke 1975, aktuelle Auflage UTB)
Niklas Luhmann – Funktionen und Folgen formaler Organisation (Duncker & Humblot 1964)
Haier – Rendanheyi-Modell
Visuelle Rhetorik – das klingt erst mal wie ein Seminar, das man schwänzt. Aber Wiebke erklärt, dass es eigentlich ganz einfach ist: Die Strukturierung und Führung von Gesprächen mittels visueller Gestaltungsmittel. Stell dir vor, du musst dir in einem Workshop nicht mehr alles merken, weil es parallel sichtbar wird. Du hörst es, du siehst es, und plötzlich macht es Klick. Das ist der Sweet Spot zwischen Verständlichkeit und Nutzeneinsicht.
Und natürlich beweist es sich auch hier: das Bauhaus ist immer mit am Start!
Dr. Wiebke Gronemeyer – Metaplan | LinkedIn
Wenn ihr mehr über visuelle Rhetorik und die Moderationsmethode erfahren wollt, lohnt sich ein Besuch bei der Metaplan-Akademie in Quickborn. Dort gibt es Workshops, die euch zeigen, wie man mit wenigen Elementen komplexe Gedanken führt – ohne in die Falle der Überfrachtung zu tappen:
Training Visuelle Rhetorik - Metaplan
00:00 Warum 1000 Podcast-Downloads nicht automatisch glücklich machen
Wenn Sie Entscheidungsprozesse in unsicheren Zeiten gestalten und dabei Metriken als Türöffner für Systembeobachtung nutzen möchten, statt als Quelle absoluter Wahrheiten zu betrachten, dann könnte unser Workshop “Entscheidungsprozesse beobachten, verstehen und verändern” interessant für Sie sein.
Schreibt uns eure Gedanken zu Messungen und Metriken! Welche “Schranken” stehen in euren Organisationen durch falsch interpretierte Kennzahlen?
Während eines kurzen Aufenthalts der MS Calypso im Hafen, hat sich der guten alten Zeiten willen der Stammtisch im Gasthaus zur lustigen Organisation getroffen. In dieser Folge nehmen Gunther, Winald und Falk das Märchen “Hans im Glück” auseinander und entdecken dabei eine verstörende organisationstheoretische Parabel. Was als harmlose Kindergeschichte beginnt, entpuppt sich als radikale Kritik an der kapitalistischen Verwertungslogik.
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Gunter findet man hier: https://www.linkedin.com/in/gmarczinke/
Winald nach wie vor hier: https://www.linkedin.com/in/winald/
Falk auch immer noch hier: https://www.linkedin.com/in/falkengelmann/
In dieser Folge tauche ich gemeinsam mit Liane Stephan tief in das Thema Resilienz ein – und zwar jenseits von Bambus-Metaphern und Wellness-Klischees. Liane ist Mitgründerin von Awaris, erfahrene Coachin und Beraterin, die seit Jahren Unternehmen und Führungskräfte dabei begleitet, innere und organisationale Widerstandskraft wirklich zu verstehen und zu leben. Ihr Ansatz: Resilienz ist kein Zustand, sondern ein lernbarer Prozess, der uns hilft, mit Unsicherheit, Druck und Veränderung nicht nur klarzukommen, sondern daran zu wachsen.
Im Gespräch erzählt Liane, wie sie schon früh durch herausfordernde Lebensumstände ihre eigene Resilienz entwickeln musste – und wie dieses Erleben sie geprägt hat. Wir sprechen darüber, warum Resilienz viel mehr ist als ein weiteres HR-Tool, wie Organisationen echte Verbundenheit und Purpose jenseits von Deko-Objekten schaffen können und warum kleine Schritte oft die größte Wirkung entfalten. Besonders spannend: Liane zeigt, wie wichtig es ist, Raum für Reflexion und Regeneration zu schaffen – für Einzelne wie für Teams.
Die Aufnahme mit Liane hat mir persönlich riesige Freude bereitet – ich habe ich viel genickt, gelacht und viele neue Impulse mitgenommen. Wer wissen will, wie man als Mensch und Organisation nicht nur überlebt, sondern lebendig bleibt, sollte diese Folge nicht verpassen!
Wer Liane bald in Echt und Farbe erleben will: am 12. und 13.09.2025 findet unter anderem mit Liane die Connecting the dots statt.
Danke Liane, es war mir eine große Freude.
Die Shownotes sind ein reiner unbezahlter Werbeblock, weil es einfach großartig ist, was Lasse so alles macht, wenn er nicht arbeitet ;-).
Sind Superkräfte nur Superhelden vorbehalten? Denen, die mit übernatürlichen Fähigkeiten und der Übernahme aller möglichen Gefahren (und natürlich auch Abenteuer) die Welt retten. Und verschallt damit der Ruf von Märchenprinzen nach Helfern mit besonderen Talenten in der Tonne? Denn wie sollten sie übermenschliche Aufgaben meistern, wenn es nicht ihre eigenen Fähigkeiten sind und das Risiko des Scheiterns wenig folgenschwer erscheint. In dieser Folge tauchen wir mit Michel Eggebrecht in die Welt des Märchens "Die sechs Diener" ein und diskutieren, wie ein scheinbar unmögliches Ziel durch cleveres Teamwork und ein bisschen Trickserei erreicht werden kann.
Michel ist viel und vor allem ein super Typ. Aber professionell gesehen ist Michel Eggebrecht: M. Sc.; Studium im Bereich Wirtschaftspsychologie, Management & Human Resources; Systemischer Organisationsberater (SWF); Gruppendynamischer Leiter (DGGO); Geprüfter Business-Trainer, Wirtschaftsmediator und Klärungshelfer; als Agile Master, Agile Coach und Release Train Engineer bei Generali Deutschland AG tätig.
Michels Buch kann man beim tollen Carl Auer Verlag bestellen
Kapitelmarken setzen dauert einfach zu lange oder wir sind nicht so richtig begabt. Dafür hier mal die Zeiten, die vielleicht für die eiligen helfen, um vor zu spulen.
00:00 Einführung und Vorstellung von Michel Eggebrecht
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