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museumsreif episodes

  • Industriedörfer – ein dunkles Tiroler Kapitel
    Im Interview mit der Vorarlberger Wirtschafts- und Sozialhistorikerin Barbara Motter zeigt sich, dass sich vieles, was sie für ihr Buch „Orte – Fabriken – Geschichten. 188 historische Industriebauten“ in Vorarlberger Industriedörfern dokumentiert hat, auch auf Absam, Telfs, Matrei und andere Tiroler Orte übertragen ließe: Industriegeschichte ist in Tirol aber noch ein dunkles Kapitel. Gelesen hat Rainer Egger.
    25 min
  • Vom Tonholz für den Geigenbau
    In einem Gespräch mit dem Tonholzhändler Georg Fuchs geht es um die Besonderheiten des Tonholzes und das Handels damit. Georg Fuchs erläutert von einem Bauteil der Violine zum nächsten die speziellen Holzarten, ihre Eigenschaften, ihren Einfluss auf den Klang und die Vorlieben von Geigenbauern, die bei ihm einkaufen. Gelesen hat Johann Nikolussi. Musik Bert Breit.
    22 min
  • Schnaps – eine hochprozentige Karriere
    Der Schnaps hat Karriere gemacht, er ist in den besseren Kreisen angekommen. Das war aber nicht immer so. Vor 125 Jahren stand die Schnapswelt aus heutiger Sicht Kopf. Nicht der edle Tropfen, sondern der billige Fusel regierte. „Die Weiber kommen in den Laden und bringen die Schnapsflasche im Sacke mit, dem Bauer wird der Schnaps als Mehl aufgerechnet. Die Kinder kommen, um Süßigkeiten zu kaufen, und werden durch den Branntwein angelockt.“ So wird der christlichsoziale Tiroler Landtagsabgeordnete Dr. Aemilian Schöpfer in den Innsbrucker Nachrichten am 28. Jänner 1896 zitiert. Mehr zu diesem Bedeutungswandel vom Fusel zum Kulturgut erfahren Sie hier. Gelesen haben Rainer Egger und Johann Nikolussi. Musik Bert Breit
    36 min
  • Das Gestapo-Lager Innsbruck-Reichenau 1942–1945
    Walter Winterberg aus Wien berichtet über das Gestapo-Lager Innsbruck-Reichenau, wo er von Jänner bis April 1944 inhaftiert war. Ein Podcast zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Jänner. Über die Gewalt, die Tötungen, den Hunger, die Häftlingsgruppen und den Lageralltag am Stadtrand von Innsbruck 1942 bis 1945 hat Walter Winterberg im Jahr 2007 in mehreren Interviews berichtet. Er gibt ein eindrucksvolles Bild dieses Lagers der Gestapo-Innsbruck für Zwangsarbeiter, politische Häftlinge und deportierte italienische Jüdinnen und Juden.
    39 min
  • 125 Jahre „Rundgemälde: Bergiselschlacht“ Teil 1
    Im Sommer 1896, vor 125 Jahren, war das von Münchner Spezialisten der Dekorationsmalerei im Eilzugstempo hergestellte „Collosal Rundgemälde: Schlacht am Berg Isel“ fertig. // Im März 2011 wurde am Berg Isel das Tirol-Panorama eröffnet. // 1917 war in Wien die Stunde für das "Schlachten-Panorama Berg Isel" gekommen. Es wurde zur Kriegsausstellung verfrachtet. Alfred Polgar schrieb darüber eine bis heute gültige Glosse. Gelesen haben Rainer Egger und Johann Nikolussi. Musik von Bert Breit.
    15 min
  • Deserteure im Abseits
    Fast 95.000 Männer wurden zwischen 1938 und 1945 im Gau Tirol-Vorarlberg zum Militärdienst einberufen. Nur ganz wenige von ihnen desertierten und entzogen sich so dem rassistischen Vernichtungskrieg der Wehrmacht. Nach der Befreiung 1945 berief sich die politische Klasse nur kurze Zeit auch auf diese Form des Widerstands: Von „heimattreuen österreichischen Soldaten, die sich vom Hitler-Krieg losgesagt hatten“ war z. B. in Tirol die Rede. Der Zweite Weltkrieg wurde eindeutig als „sinnloser Eroberungskrieg“ qualifiziert. Aber die Zweite Republik machte in kürzester Zeit ihren Frieden mit den fast 700.000 NSDAP-Mitgliedern und den rund 1,2 Millionen Wehrmachtssoldaten. Nach den Deserteuren hat niemand mehr gefragt. Erinnerung und Wissen darüber sind in einem abgeschotteten Kreis verblieben. So erging es auch den Deserteuren im Tiroler Vomperloch. Davon berichten Greta Zimmermann, Peter Pirker, Richard Eder und Josef Ampferer. Gelesen haben Rainer Egger und Johann Nikolussi. Musik Bert Breit.
    41 min
  • Herrenhaus im Halltal: Vergangenheit und Zukunft
    Franziska Zahn aus Reutlingen bei Stuttgart hat sich für ihre Masterarbeit über ein Jahr lang intensiv mit den baulichen Überresten des Salzbergbaus im Absamer Halltal beschäftigt. Im Zentrum der Recherchen für ihre Masterarbeit stand das Herrenhaus. Mit der Studie „Das Herrenhaus im Halltal – Funktionale Neuinterpretation eines bedeutsamen historischen Ortes“ hat sie unlängst ihr Architekturstudium an der Universität Innsbruck erfolgreich abgeschlossen. Im September haben wir mit Franzsika Zahn ein Interview geführt: Über die Baugeschichte im Halltal und über ihre Vorschläge für eine zukünftige Nutzung des Herrenhauses. Gelesen hat Rainer Egger. Musik Bert Breit.
    23 min
  • Konzert 9. November // Teil 3 // Ruth Klüger: Erinnerung
    Die in Wien geborene Ruth Klüger (1931–2020) wurde in den USA zu einer der wichtigsten feministischen Literaturwissenschafterinnen, die erst spät als Autorin bekannt wurde. Ihr autobiografisches Werk „weiter leben. Eine Jugend“ erschien 1992 auf Deutsch und wurde ein Bestseller. Das aus feministischer Perspektive geschriebene Buch betont, dass auch weibliche Holocaust-Opfer ein Recht auf Erinnerung haben. Es steht heute neben den bedeutenden literarischen Zeugnissen des Holocausts von männlichen Kollegen wie Primo Levi und Imre Kértesz. Das Interesse vor allem vieler jüngerer Menschen an ihrer Person und ihrem Werk waren schließlich ausschlaggebend dafür, dass ihr literarischer und wissenschaftlicher Vorlass nach Wien kam, wo er seit 2018 am Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek aufgearbeitet und im Literaturmuseum ausgestellt wird.
    2006 hat Ruth Klüger (1931–2020) den Aufsatz „Mißbrauch der Erinnerung: KZ-Kitsch“ veröffentlich. Sie erinnert vehement daran, dass das Erinnern kein kategorischer Imperativ ist, kein Sollen oder Wollen, schon gar kein Verdienst, sondern Erinnern ist ein psychologischer Normalzustand. Eine gekürzte Fassung dieses Textes war am 9. November 2020 im Ferdinandeum in Innsbruck als Teil 3 des Abends mit der Klaviersonate „27. April 1927“ von Karl Amadeus Hartmann vorgesehen. Gelesen hat Rainer Egger. Musik Bert Breit.
    24 min

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Der Podcast aus dem Gemeindemuseum Absam in Tirol.

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