Musik-Interviews

Musik-Interviews

By radioeins (rbb)MusicMusic Interviews
Download on the App Store

Musik-Interviews episodes

  • Gayle Tufts

    Wenn eine Künstlerin oder ein Künstler es geschafft hat, als "zeitlos" wahrgenommen zu werden, dann darf man das wohl als höchste Auszeichnung des Publikums verstehen. Gayle Tufts, die 1960 in Brockton, Massachusetts, geboren wurde, ist so zeitlose eine Künstlerin. Den meisten immer noch bekannt als Comedienne, die das Oeuvre "Denglish" erfand, singt und tanzt und schreibt sie aber auch, als gäbe es kein Tomorrow. So ist sie im besten Sinne als "Entertainerin" zu bezeichnen. Die 80er verbrachte sie in New York City, eine wilde und gute Zeit für kreative Menschen, fast niemand hatte Geld, aber fast alles war möglich. In den 90ern lebte sie in Berlin, eine wilde und gute Zeit für kreative Menschen, fast niemand hatte Geld, aber fast alles war möglich. In Berlin ist sie geblieben, die Stadt ist ihr Zuhause, nach mehr als 30 Jahren. Gayle Tufts' Lebensfreude und - tja, ist es Optimismus? erscheinen unumstößlich, auch den unfreundlichsten Begegnungen und schwierigsten Krisen hält sie ein "Smile" entgegen, das sich wie Wundsalbe auf die gegenwärtige Schroffheit legt. Dafür schon jetzt ein "Thanks a lot, you verruckte Mensch."

    Playlist:

    The Supremes - Love Child
    Marvin Gaye - What’s going on
    Patti Smith Group - Ask the Angels
    Yazoo - Don’t go
    Su Kramer - Hier ist das Leben
    Ideal - Ich steh auf Berlin
    Foyer des Arts - Ein Haus aus den Knochen von Cary Grant
    Gayle Tufts & Marian Lux - All my red Dresses
    Beyoncé - Break my Soul

    Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

    1 hr 29 min
  • INFO-MONITOR 2025 | NEUE LAUSITZ | WELTRADIOTAG | DIGITALE TRANSFORMATION

    (00:00) INTRO: Info-Monitor 2025 - Eva Flecken, MABB/DLM | (01:33) STUDIE: Info-Monitor 2025 der Medienanstalten (1) - Peter Matuschek, forsa | (09:10) STUDIE: Info-Monitor 2025 der Medienanstalten (2) - Peter Matuschek, forsa | (19:06) DIGITAL: Vertikaler Regionaljournalismus geht auf - Christine Keilholz, NEUE LAUSITZ | (32:43) RADIO: Welttag zum Klimawandel - Rainer Suckow, welle 370 | (43:56) BONUS: UN-Radio mit Plänen zur weltweiten Verbreitung mit Unterstützung der Deutschen Welle - Sebastian Klusak - 01.11.1998 | (50:32) BONUS: Trial and error. Die Zeitung wird digital - Uwe Vorkötter, Frankfurter Rundschau - ENC Wien - 02.05.2009 | (58:27) BONUS: Matthias Geering, Basler Zeitung - ENC Wien - 02.05.2009 | (1:07:00 ) BONUS: Carlo Imboden, Medienforscher - ENC Wien - 02.05.2009 || Jörg Wagner

    1 hr 14 min
  • Beatsteaks
    Von den großen Bühnen des Landes ins kleine Radiostudio: Torsten Scholz und Thomas Götz von den Beatsteaks sprechen über ihre Erfahrungen und Erinnerungen an die Vergangenheit. Sie erzählen von ihrer Gründung im Jahr 1995, von schwierigen Zeiten und wie sie es schafften, ihre Freundschaft zu bewahren.
    Anlässlich des 30. Geburtstags einer der größten Berliner Bands kommen ab dem 9. Februar Beatsteaks-Sänger Arnim Teutoburg-Weiß und Bassist Torsten Scholz einmal im Monat immer sonntags ins radioeins-Studio - stellvertretend für die gesamte Band versteht sich - und stets in Begleitung von Marco Seiffert, radioeins-Moderator und Beatsteaks-Fan der ersten Stunde.
    11 min
  • Melike Şahin
    Als Sängerin der legendären experimentellen Psychedelic-Band Baba Zula aus ihrem Geburtsort Istanbul erlangte Melike Şahin in den frühen 2010er Jahren erste Bekanntheit und spielte Konzerte in mehr als 40 Ländern auf fünf Kontinenten. Seit 2017 nicht weniger erfolgreich unter eigenem Namen unterwegs, verbindet die 35-Jährige in ihrem Sound Elemente der anatolischen Pop- und Volksmusik, die sie von klein auf prägten, mit modernen Klängen und Ideen aus aller Welt, während sie textlich aktuelle gesellschaftliche Themen aufgreift und sich für die Rechte von Frauen, Kindern und marginalisierten Gruppen einsetzt. So auch auf ihrem Ende 2024 erschienenen zweiten Studioalbum "Akkor", das sie im Mai auf großer Tournee live vorstellen wird. "Mein erstes Album handelte vom Heilen, dieses handelt vom Überleben", erzählt Şahin, die besonders für ihren leidenschaftlich-emotionalen Gesangsstil, berührende Texte und einnehmende Bühnenpräsenz bekannt ist, zum Hintergrund des in London aufgenommenen Albums "Akkor". Explizit als Aktivistin würde sie sich nicht bezeichnen, doch freut es sie, dass ihre Lieder, die sich um Themen wie Weiblichkeit, Gleichberechtigung und Liebe drehen, zu Hymnen der türkischen Frauenbewegung geworden sind. Sicher nicht nur der Texte wegen – lässt doch ihr Sound, der die Message gekonnt in eine Melange aus traditionellen Klängen ihrer Heimat, funky Disco- und R'n'B-Beats und fesselnden Psychedelic-Vibes kleidet, unweigerlich an den schönen Satz denken: "Wenn ich nicht dazu tanzen kann, ist es nicht meine Revolution." Wir begrüßen Melike Şahin heute im studioeins, um zuerst mit ihr im Interview darüber zu sprechen, was sie seit der Veröffentlichung von "Akkor" so erlebt hat und was sie für die Zukunft plant – zum Beispiel, was uns bei ihrem Konzert am 9. Mai im Huxleys erwartet. Da aber ein anderer berühmter Satz ja (sinngemäß) besagt, über Musik zu reden sei wie über Architektur zu tanzen, folgt auf die Theorie sogleich die Praxis und wird es natürlich auch ein paar ihrer Lieder live auf der kleinen Bühne zu hören geben.
    35 min
  • Lena Stoehrfaktor
    Die Berliner Rapperin bleibt sich auch nach 20 Jahren und auf ihrem fünften Album "Pretty World" treu – und ist damit wichtiger denn je. Die Bezeichnung "singender Sozialarbeiter" wurde manch einem Liedermacher verpasst und hat oft ein G'schmäckle von "Betroffenheitslyrik". Insofern ist Vorsicht geboten, Lena Stoehrfaktor eine "rappende Sozialarbeiterin" zu nennen. Denn, ja, sie ist Sozialarbeiterin und, ja, sie rappt. Und natürlich fließen die Erfahrungen aus ihrem "Day Job" in ihre Musik ein. Aber was sie daraus seit über zwei Jahrzehnten strikt im Do-It-Yourself-Ethos macht, hat – Nomen est omen – nichts mit romantischer Verbrämung zu tun. Nicht zu Unrecht urteilt der Tagesspiegel: "Als Rapperin und Sozialarbeiterin kämpft Lena Stoehrfaktor für Freiräume in den Köpfen der Menschen." Auch auf ihrem kürzlich erschienenen fünften Album "Pretty World" lassen geschmackvolle Beats bouncen und mitnicken, bleiben melodische Hooks im Ohr – und wirken die direkten Texte lange nach.
    15 min
  • Schimmerling
    Eigentlich heißt unser heutiger Gast Simon Klemp, aber wenn er in Sachen Musik unterwegs ist, wird er zu Simon von Schimmerling, dem "singenden Charmebolzen". Unter diesem – durchaus die Assoziationszentren des Gehirns anregenden – Künstlernamen serviert der Bonner gediegene Pop- und Rock-Songs mit deutschen Texten, die im kleinen, verschwitzen Club genauso gut funktionieren, wie auf der großen Bühne bei Rock am Ring, wo er 2022 erstmals mit seiner Band auftrat und wegen des großen Erfolges zwei Jahre später erneut eingeladen wurde. "Falco und Grönemeyer singen Songs von der Münchener Freiheit, begleitet von der E-Street Band", befand das Online-Magazin Musik unterm Radar recht treffend. So wie die (meisten der) Genannten verbindet auch Schimmerling in seinen Liedern das Persönliche mit dem Politischen, erzählt von gescheiterten Beziehungen mit der gleichen überzeugenden Inbrunst, mit der er gegen Klimawandel, Patriarchat und Rassismus ansingt. Nun steht die erste neue Schimmerling-Musik seit 2022 kurz vor der Veröffentlichung, und auch auf Tournee durch Deutschland wird es im Februar gehen. Heute stimmt uns Schimmerling im studioeins darauf ein; zuerst im Interview, anschließend dann mit einer kleinen Live-Darbietung.
    33 min
  • CARY
    Seit ihrer Kindheit treibt CARY eine Frage um: Wann sind wir allein – und wann einsam? Dementsprechend nutzt die Leipzigerin ihre Musik als Vehikel, Überlegungen und mögliche Antworten zu dem Thema durchzuspielen und damit verbundene Ängste zu bannen. Dass dabei keine fröhlichen Songs mit Herz-Schmerz-Reimen herauskommen, verwundert wenig. "Ich öffne mein Herz für dunkle Gedanken, die sonst im Alltag keinen Platz finden und strebe nach Hoffnung und Heilung", sagt sie, und bettet diese Gedanken in einen oft düsteren, mitunter schroffen atmosphärisch-beatlastigen Pop-Sound Pop mit HipHop-, Garage- und Elektro-Einflüssen. Nach drei positiv aufgenommenen EPs und gemeinsamen Konzerten mit unter anderem Lina Maly, Holly Humblestone, Pohlmann und Raum27 hat CARY nun ihr Debütalbum "Allein oder einsam" in der Pipeline. Um dieses ganz nach ihren Vorstellungen zu veröffentlichen und anschließend Ende Februar auf ihrer ersten eigenen Headliner-Tournee durch Deutschland angemessen vorzustellen, hat sie eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen, die inzwischen erfolgreich abgeschlossen ist. Kurz bevor "Allein oder einsam" offiziell erscheint, besucht uns CARY im studioeins, um sich im Interview vorzustellen und auf der kleinen Bühne einen ersten Vorgeschmack dessen zu geben, was uns auf ihren Konzerten erwartet, wie zum Beispiel am 21. Februar in der Kantine am Berghain.
    32 min
  • Miriam Höller

    Manchmal hilft es gar nicht, sich das Leben anderer vorzustellen, um auf diese Weise die eigene Unzufriedenheit oder das eigene Drama zu relativieren. Manchmal aber hilft es schon zu sehen, was andere Menschen in vergleichbaren Situationen so alles ausgehalten haben, wie sie auf ihrem Leben ausgerutscht sind, wieder aufstanden, wieder ausrutschten und trotzdem weitermachten. Die Stuntfrau Miriam Höller, geboren 1987 in Mühlheim a.d. Ruhr, ist hunderte Male ausgerutscht, abgesprungen, sie brannte, wurde angefahren und durch die Luft geschleudert. Das war ihr Job. Bis sie sich beide Füsse brach und vielleicht schon ahnte: das war’s mit meinem geliebten Beruf. Wenige Wochen später verliert sie ihren Mann bei einem Hubschrauberabsturz. Wie sehr kann sich ein Leben drehen und vor allem: wie schnell? Miriam Höller durchlief wahrscheinlich jedes nur denkbare Gefühl von Optimismus bis hin zu Todessehnsucht, schrieb ihre Gedanken schließlich auf und führt heute ein, wie sie es beschreibt, dankbares, schönes Leben, das auch davon geprägt ist, anderen Menschen Mut zu machen.

    Playlist:

    Coldplay - Fix You
    Backstreet Boys - Everybody
    Amistat - Falling
    Tom Petty - Free Falling
    Mike & the Mechanics - Over my Shoulder
    Chris Stapleton - Millionaire
    Alanis Morissette - Ironic

    Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

    1 hr 25 min
  • SONDERSITZUNG RBB-RUNDFUNKRAT | DIGITALE TRANSFORMATION IM PRINT | MEDIENBUCH-TIPP

    (00:00) INTRO: “Der rbb ist blank!” - Ulrike Demmer - Nicole Küchler-Stahn | (08:06) RBB: Rundfunkrat tagte in einer Sondersitzung auch zur rbb-Berichterstattung über den Grünenpolitiker Gelbhaar - Harald Geywitz - Antje Kapek - Dennis Hohloch - rbb-Rundfunkrat, 30.01.2025 | (10:59) Zur Sondersitzung im Interview Vorsitzender Oliver Bürgel | (21:54) PRINT: Nur noch digital? - Wie Verlage die Umstellung von Print auf Online vor Ort bewältigen - Michael Meyer | (32:22) MEDIENBUCH-TIPP: Bernhard Pörksen: “Zuhören. Die Kunst, sich der Welt zu öffnen” - Vera Linß | (41:26) BONUS: 1. außerordentliche Rundfunkratssitzung des rbb, 30.01.2025, 18.05 Uhr, Haus des Rundfunks, Berlin - TOP 1 Begrüßung und Regularien - Oliver Bürgel | (46:01) BONUS: TOP 2: Information zur Zukunft des rbb - Oliver Bürgel | (46:44) BONUS: TOP 2: Bericht Ulrike Demmer | (1:00:37) BONUS: TOP 2: Aussprache | (1:51:46) BONUS: TOP 3: rbb-Berichterstattung zur Causa Gelbhaar - Oliver Bürgel - Moshe Abraham Offenberg u.v.a. | (3:11:32) BONUS: TOP 4: Verschiedenes - Oliver Bürgel || Jörg Wagner

    3 hr 14 min
  • Paper Thieves
    Sein oder Nicht-Sein? Kampf oder Flucht? Sekt oder Selters? Wie oder was? An großen Entweder-oder-Fragen herrscht wahrlich kein Mangel. Dass die vom Quartett Paper Thieves vorgeschlagene neue Erweiterung der Liste um eine Gegenüberstellung von Gott und Ei dennoch mehr als willkommen ist, liegt nicht zuletzt am spannenden Sound der Band aus Berlin: Auf ihrem kommende Woche erscheinenden Debütalbum "The God Or The Egg" bewegen sich die vier um Sängerin und Texterin Leah Christensen zwischen atmosphärischem Pop mit psychedelischen Anklängen und elegantem Neo-Soul. Dass die Musiker:innen mit Wurzeln in Neuseeland, der Türkei und Deutschland trotz bald zehnjährigen Bandbestehens (und nach diversen Singles und EPs sowie zahlreichen Konzerten) "erst" jetzt ihr Langspieler-Debüt vorlegen, ist zum Teil Corona geschuldet. Es hat zum anderen aber auch damit zu tun, dass es in jüngerer Vergangenheit gleich bei mehreren Bandmitgliedern Nachwuchs gab – was wiederum Ausdruck in Album-Titel, -Cover und –Thema fand, denn hier dreht sich viel um "neue Generationszyklen und neue Anfänge", wie sie erklären; mit Texten, die "eine magisch-realistische Traumwelt" erschaffen. Da muss man sich dann offenbar auch mal zwischen einem Gott und einem Ei entscheiden...
    25 min

About Musik-Interviews

From the publisher's feed

radioeins holt Musikerinnen und Musiker ins Studio und ans Mikrofon zu Interviews, Livesets und Konzerten. Und wir sprechen über Film, Literatur, Theater und bildende Kunst – mit Gästen aus Berlin,…