Mut zum Risiko | AGES Podcast

Mut zum Risiko | AGES Podcast

By Roland Achatz & Elisabeth DottoloScienceHealth & FitnessNutritionEducationLife Sciences
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Mut zum Risiko | AGES Podcast episodes

  • Flavescence dorée - Die stille Seuche im Weingarten (19)

    Im Herbst zeigt die Rebe, ob sie krank ist. Flavescence dorée, die Goldgelbe Vergilbung, ist derzeit die größte Herausforderung für den österreichischen Weinbau – mit Verordnungen in drei Bundesländern und Forderungen nach einem nationalen Krisenstab. Pflanzenpathologin Mag. Helga Reisenzein von der AGES begleitet die Krankheit seit der Erstdiagnose 2009 und erklärt, woran man sie erkennt, was zu tun ist und warum Warten keine Option ist.

    Biblische Plage, Krisenstab, Weinbau am Ende – so berichten derzeit viele Medien über Flavescence dorée, die Goldgelbe Vergilbung der Rebe. Drei Bundesländer haben Verordnungen erlassen, Flächen werden gerodet, und der Weinbauverband fordert eine nationale Koordination. Doch was steckt hinter der Krankheit, die den österreichischen Weinbau vor die vielleicht größte Herausforderung seit der Reblaus stellt?

    In dieser Folge von „Mut zum Risiko“ geht Roland Achatz direkt ins Labor zu Mag. Helga Reisenzein, Leiterin der Pflanzengesundheit und Referenzlabore an der AGES. Auf dem Tisch liegt eine Weinrebe, die sie tags zuvor im Weingarten entnommen hat – und die im Labor positiv auf Flavescence dorée getestet wurde. Eine direkte, praxisnahe Folge für Weinbauern und alle, die verstehen wollen, was hinter den Schlagzeilen steckt.

    Themen dieser Folge

    • Was ist Flavescence dorée? Phytoplasmen als Erreger – Bakterien ohne Zellwand, obligate Parasiten, die sich in den Siebzellen der Rebe ansiedeln und sie langsam zerstören.
    • Das doppelte Problem: Flavescence dorée ist europäischen Ursprungs – gefährlich wird sie erst durch die invasive Amerikanische Rebzikade als Überträger. Aktive Flugweite: bis zu 300 Meter, zusätzlich Windverfrachtung.
    • Neue Erregervariante seit 2018: Warum die Ausbreitung seit einigen Jahren epidemieartig verläuft – „wie ein Schneeballsystem“ – und welche Gebiete derzeit betroffen sind.
    • Symptome jetzt erkennen: Was Weinbauern im Herbst konkret sehen und die wichtige Verwechslungsgefahr mit der Stolbur-Krankheit (visuell nicht unterscheidbar).
    • Roden – das härteste Wort: Wann Einzelstöcke, wann die gesamte Fläche (ab 20 % Schadschwelle). Warum Rückschnitt die Krankheit nur maskiert. 7–8 Jahre kein Ertrag nach Rodung.
    • KI, Drohnen, Traktor-Kameras: Das im Juli 2026 gestartete AGES-Forschungsprojekt entwickelt KI-gestützte Monitoring-Tools für Weinbauern und Behörden – erste Drohnenbefliegungen in der Steiermark bereits gestartet.

    Kapitel

    00:46 – 01:31 Medienberichte & Einordnung – „Biblische Plage“ im Weinbau?

    01:33 – 02:41 Begrüßung Helga Reisenzein & die Weingarten-Probe auf dem Labortisch

    02:49 – 03:49 Was ist Flavescence dorée? Phytoplasmen einfach erklärt

    03:49 – 04:49 Aktuelle Ausbreitung: Steiermark, Burgenland, Niederösterreich

    04:49 – 06:05 Erstdiagnose 2009: eine ganze Anlage zu 90 % befallen

    06:05 – 07:35 Wirtschaftlicher Schaden: 7–8 Jahre kein Ertrag nach Rodung

    07:35 – 09:06 Warum die Krankheit so gefährlich ist und wie sie übertragen wird

    09:06 – 09:53 Neue Erregervariante seit 2018 & explosionsartige Ausbreitung

    09:53 – 14:01 Symptome im Herbst: was ich im Weingarten sehe

    14:01 – 17:20 Labor-Diagnostik: warum PCR so aufwendig ist & Abgrenzung zu Stolbur

    17:20 – 18:22 Verdachtsfall: Meldepflicht, Behörde, AGES als einziges amtliches Labor

    18:22 – 20:35 Rodung: wann muss wie viel weg?

    20:35 – 23:10 Aktuelle Lage 2026 & „Wir müssen lernen, damit zu leben“

    23:10 – 28:11Forschungsprojekt: KI, Drohnen und Traktor-Kameras für smarte Überwachung

    28:11 – 29:16 Wer wartet, spielt mit dem Feuer – Zusammenarbeit Wissenschaft, Behörden, Weinbau

    29:16 – 31:33 Drei Botschaften für Weinbauern: Augen auf, melden, Maßnahmen umsetzen

    31:33 – 32:08 Danksagung & Outro

    Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

    33 min
  • Legionellen - Unsichtbare Gefahr aus der Dusche (018)

    Fast 80 Prozent aller Legionellen-Infektionen entstehen nicht im Hotel oder Schwimmbad, sondern zu Hause unter der eigenen Dusche. Mikrobiologe Florian Heger von der AGES erklärt, wie die Bakterien ins Wasser gelangen, wer besonders gefährdet ist und mit welchen zwei einfachen Maßnahmen sich das persönliche Risiko deutlich senken lässt.

    1976 sterben in Philadelphia 29 Menschen an einer rätselhaften Atemwegserkrankung. Erst Monate später gelingt es dem Epidemiologen Joseph McDade, den Auslöser zu identifizieren: Legionellen in einem Kühlturm. Die Entdeckung des bis dahin unbekannten Erregers gilt bis heute als Meilenstein der Infektionsepidemiologie. Knapp 50 Jahre später sind Legionellen weiterhin ein relevantes Gesundheitsthema. In Österreich wurden 2025 rund 400 Fälle gemeldet, etwa doppelt so viele wie vor zehn Jahren. 

    Gleichzeitig lässt sich das persönliche Risiko mit einfachen Maßnahmen deutlich reduzieren. In dieser Folge von „Mut zum Risiko“ spricht Moderatorin Elisabeth Dottolo mit Florian Heger, Leiter der Abteilung Mikrobiologie am Zentrum für anthropogene Infektionen der AGES. Gemeinsam beleuchten sie die Geschichte der Legionellen, erklären die biologischen Besonderheiten der Bakterien und zeigen anhand des Legionellen-Ausbruchs in Vorarlberg 2024/25, wie moderne Ausbruchsaufklärung mit CSI Methoden und Detektivarbeit funktioniert.

    Themen 

    • Philadelphia 1976: Wie ein Legionärskongress, 182 Erkrankte und ein beharrlicher Epidemiologe zur Entdeckung eines neuen Erregers führten und was davon heute noch gilt.
    • Biologie: Warum sich Legionellen in Amöben verstecken, in klassischen Kulturen kaum wachsen und viele Antibiotika gegen sie kaum wirken.
    • Risikozone Zuhause: Der Boiler, die Kellerdusche, das Ferienhaus, fast 80 Prozent der Infektionen in den eigenen vier Wänden, nur 1 Prozent in Krankenhäusern.
    • Vorarlberg-Ausbruch 2024/25: Detektivarbeit mit CSI Methoden, Onlinekarten, Windprofile, Wetterdaten und ein kontaminierter Kühlturm in Bregenz.
    • Klimakrise & steigende Fallzahlen: Warum die Erkrankungszahlen steigen? Wärmere Temperaturen, Energiesparen auf Kosten der Gesundheit, komplexere Wassersysteme.
    • Gartenschlauch, Solardusche, Geschirrspüler, Autowaschanlagen: Welche Alltagsquellen ein Risiko sind und welche nicht.
    • Fazit

      Legionellen im Griff mit zwei einfachen Maßnahmen: Warmwasser-Boiler auf mindestens 60 Grad Celsius und nach dem Urlaub ungenutzte Leitungen vor dem Duschen 3 bis 5 Minuten mit heißem Wasser durchspülen.

      Kapitel

      00:00 – 07:50 Begrüßung & Zeitreise USA: die mysteriöse Epidemie in Philadelphia 1976 beim Legionärskongress mit 29 Toten.

      07:51 – 11:14 Biologie: Warum Legionellen so schwer zu fassen sind. Wie sich Legionellen im Wasser vermehren. Amöben als Wirt.

      11:15 – 15:05 Übertragungsweg: Aerosole, Dusche, Kühltürme und Risikogruppen: Wer ist besonders gefährdet?

      15:06 – 17:20 Steigende Infektionszahlen, Ursachen, Klima: Wo steckt man sich an? 80 Prozent zu Hause, nur 1 Prozent im Krankenhaus. 

      17:21 – 18:53 Selbstschutz: Warmwassertemperaturen und Spülen

      18:54 – 20:45 Saisonaler Verlauf: Zwei Infektionsgipfel im Jahr, Ausbrüche durch AGES-Überwachungssystem rasch aufgeklärt

      20:46 – 23:16 Legionellen-Ausbruch Vorarlberg 2024/25: Detektivarbeit mit Online-Karten und Gesamtgenomsequenzierung 

      23:17 – 24:40 Selbst-Check: Wassertemperatur messen, Armaturen regelmäßig benutzen

      24:41 – 27:05 Konkrete Tipps: Wie lange spülen? Wasser trinken, Wunden waschen – was wirklich riskant ist! 

      27:06 – 28:40 Gartenschlauch, Solardusche, Autowaschanlagen und Geschirrspüler – ein unterschätztes Risiko?

      Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

      31 min
    • Food Fake News auf Social Media im Faktencheck (017)

      20 Kilo abnehmen bis zum Urlaub mit Proteinshakes und einem Schuss Sahne? Adaptogene, die Stress besiegen? Eine Kur, die die Leber auf Knopfdruck reinigt? Ernährungs-Influencer:innen versprechen auf Social Media Wunder. Ernährungsmediziner und AGES-Geschäftsführer Johannes Pleiner-Duxneuner analysiert Videos aus dem Netz und erklärt, was dran ist, was fehlt und woran man Desinformation sofort erkennt.

      Proteinshakes statt Frühstück, Adaptogene gegen Stress, Saftkuren zum Entgiften der Leber, Darmreinigung über Nacht: Auf TikTok, Instagram und YouTube kursieren täglich Tausende Ernährungsvideos mit Heilsversprechungen, versteckter Werbung und Halbwahrheiten. Manche erreichen Millionen Menschen, die meist jung, sportbegeistert und auf der Suche nach dem schnellen Weg zur Wunschfigur sind. 

      In Folge 017 von “Mut zum Risiko” spricht Moderatorin Elisabeth Dottolo mit Ernährungsmediziner Johannes Pleiner und der Studentin Emily Kubera vom Wiener Uni-Projekt “Food Facts statt Fake News” am Podcast-Tisch Klartext. Gemeinsam nehmen sie fünf echte Social Media-Videos auseinander, nennen konkrete Warnsignale für Ernährungs-Fakenews und geben Hörer:innen das Werkzeug, das sie brauchen, um selbst zu erkennen: Fake News oder Food Fact !?

      Was steckt in den fünf Challenge-Videos?

      • High-Protein-Diät & Proteinfasten: 16 kg in zwei Wochen – was wirklich passiert, wenn Muskelmasse schwindet statt Fett.
      • Adaptogene & Biohacking: Ginseng, Reishi, Maca – die dünne Studienlage hinter dem großen Versprechen.
      • Nahrungsergänzungsmittel: Warum ein Experte mit Medizin im Namen nicht automatisch ein Mediziner ist.
      • Leber-Detox: Sellerie, Limette, Apfel – was die Leber wirklich kann und was Presssäfte daraus machen.
      • Darmreinigung: Kefir, Leinsamen, Olivenöl – sinnvolle Lebensmittel in einem fragwürdigen Kontext.
      • Checkliste: Fünf Red Flags auf Social Media 

        1. Extreme Versprechungen: 20 Kilo in 3 Wochen, garantiert Muskeln aufbauen – Extremversprechen sind fast immer ein Warnsignal.
        2. Versteckte Werbung: Greift die Person zufällig zum eigenen Produkt? Dann ist das kein Zufall.
        3. Falsche Autorität: Ein Medizin-klingender Profilname ersetzt keine abgeschlossene Ausbildung – Hintergrund immer überprüfen.
        4. Pseudowissenschaft: Studien belegen das – ohne Quellenangabe: Welche Studie? Bei wem? Mit welchem Effekt?
        5. Emotionaler Druck:  Du MUSST zu dieser Community gehören – Community-Appelle manipulieren statt zu informieren.
        6. Kapitel

          00:00 - 03:59 Influencer-Video: 20 Kilo abnehmen bis zum Urlaub. Ernährungsmediziner: Was stimmt, was fehlt, was ist gefährlich?

          04:00 - 07:16 Wie erkenne ich Falschinformationen? Taktiken und Querchecks. Wie gefährlich können Desinformationen wirklich werden?

          07:17 - 08:35 Warum treffen Food Fake News junge Zielgruppen besonders hart?

          08:36 - 09:53 Warnsignale – Checkliste: Fünf Red Flags auf Social Media 

          0954 - 11:47 Challenge-Start: Emily Kubera & das Projekt Food Facts statt Fake News

          11:48 - 13:42 Challenge Video 1: High-Protein-Diät & Proteinfasten

          13:43 - 15:44 Challenge Video 2: Adaptogene & Biohacking

          15:45 - 18:20 Challenge Video 3: Nahrungsergänzungsmittel & selbsternannte Expert:innen

          18:21 - 21:24 Challenge Video 4: Detox & Leberreinigung

          21:25 - 24:04 Challenge Video 5: Darmreinigung & Mikrobiom

          24:05 - 27:00 Takeaways: Hinterfragen, Querchecken, Wundermitteln misstrauen

          27:01 - 27:48 Abschluss & Verabschiedung

          Medienkompetenz als Schutz

          Der AGES Risikobarometer 2024 zeigt: Österreicher:innen vertrauen bei Ernährungsfragen häufig schnell verfügbaren, emotional aufgeladenen Quellen, auch wenn sie der Wissenschaft widersprechen. Diese Folge dreht das Verhältnis um: Evidenzbasierte AGES-Expertise erklärt, was hinter den Trends steckt, und stärkt die Medienkompetenz  besonders bei jungen Zielgruppen, die täglich mit diesen Inhalten konfrontiert sind.

          Seriöse Quellen zum Querchecken

          • Österreichische Ernährungsempfehlungen
          • Ernährungsempfehlungen auf einen Blick (AGES)
          • Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE)
          • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
          • AGES Risikobarometer: Risikoeinschätzung verschiedener Berufsgruppen
          • Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

            29 min
          • Im Kontext: Ebola (016)

            Vor wenigen Tagen zeigte eine 19-jährige Caritasmitarbeiterin nach ihrer Rückkehr aus Uganda Krankheitssymptome. Der Verdacht: Ebola – ein Wort, das sofort Bilder von schweren Krankheitsausbrüchen und hoher Sterblichkeit hervorruft. Doch wie groß ist die Gefahr wirklich – vor allem jetzt, nach dem aktuellen Verdachtsfall in Österreich? 

            Was diese Krankheit eigentlich ist, wie in dem Fall der jungen Oberösterreicherin gehandelt wurde, und wieso nicht nur medizinische Faktoren entscheidend sind, ordnen wir in unserem neuen Format "Mut zum Risiko - Im Kontext" für euch ein – kurz, faktenbasiert und verständlich.

             

             

            Vielen Dank an unsere Interviewpartner:innen:

            Dr. med. univ. Alexander Indra, Leiter des Instituts für medizinische Mikrobiologie und Hygiene in der AGES

            Marcus Bachmann, Berater für humanitäre Angelegenheiten von Médecins Sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen – Österreich

            Dr. Barbara Tucek, MSc, Leiterin der Abteilung Klinische Begutachtung Sicherheit & Wirksamkeit in der AGES

             

            Kapitel:

            0:50 - 2:47: Einordnung

            2:48 - 3:23: Faktencheck & Risiko

            3:24 - 6:35: Internationale Lage

            6:36 - 8:20: Herausforderung Impfung & Behandlung

            8:21 - 9:28: Fazit

             

            Weiterführende Links:

            https://www.who.int/health-topics/ebola

            https://www.aerzte-ohne-grenzen.at/ebola

            Ebola disease

            Ebola disease outbreak in the Democratic Republic of the Congo and Uganda

            Ebola | European Medicines Agency (EMA)

             

            Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

             

            10 min
          • Unsichtbarer Parasit: Das wurmt nicht nur den Fuchs (015)

            Viele Menschen sind gerne draußen unterwegs, sammeln Pilze und pflücken Beeren, arbeiten im eigenen Garten oder spazieren mit dem Hund durch Wald und Wiese. In der Natur gibt es auch unsichtbare Begleiter: Parasiten wie die Echinokokken, besser bekannt als Bandwürmer. In dieser Folge von „Mut zum Risiko“ nimmt uns Dr. Walter Glawischnig, Leiter der Abteilung für Pathologie und Parasitologie der AGES in Innsbruck, mit in die faszinierende Welt dieser Organismen. 

            In Folge 015 reden wir über den kleinen Fuchsbandwurm, seinen Lebenszyklus und die Rolle von Füchsen und Nagetieren als End- bzw. Zwischenwirte. Vor allem im Westen Österreichs ist der kleine Fuchsbandwurm in der Fuchspopulation weit verbreitet. 

            Der Mensch kann im Lebenszyklus des kleinen Fuchsbandwurms als Fehlzwischenwirt fungieren, wenn er Eier des Parasiten aufnimmt, zum Beispiel über verunreinigte Lebensmittel aus dem Wald oder dem eigenen Garten. Dabei kann es zum Krankheitsbild der alveolären Echinokokkose kommen, bei dem die Leber langsam zerstört wird. Sie gilt als selten, kann jedoch schwer verlaufen und erfordert oft eine langwierige Behandlung.

            Walter erklärt, worauf man achten sollte, um das eigene Risiko zu reduzieren und gibt auch konkrete Tipps für Hundebesitzer:innen. 

             

            Kapitel:

            01:08 - 08:31: Einleitung, Aufgaben der Pathologie und Parasitologie, Einführung Parasiten

            08:32 - 12:03: Bandwürmer und kleiner Fuchsbandwurm

            12:03 - 16:54: Mensch und Maus als (Fehl-) Zwischenwirt

            16:55 - 36:24: Erkrankung, Diagnose, Krankheitsfälle, Behandlung

            36:25 - 42:37: Wer erkrankt? Risikofaktoren und Infektionsweg 

            42:38 - 46:13: Rolle von Hunden

            46:14 - 51:24: Konkrete Tipps und Abschied

             

            Weiterführende Links:

            • Fuchsbandwurm - AGES
            • Zoonosen - AGES
            • Bärlauch - AGES
            • Fuchsbandwurm (alveoläre Echinokokkose)
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              Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

               

              52 min
            • 40 Jahre Tschernobyl – Wer uns heute vor Radioaktivität schützt (014)

              Am 26. April 1986 erschütterte der Reaktorunfall von Tschernobyl ganz Europa. 40 Jahre später stellen sich viele noch immer dieselben Fragen: Spüren wir die Folgen heute noch? Und wären wir auf einen ähnlichen Unfall vorbereitet? In dieser Folge sprechen wir mit Christian Katzlberger, dem Leiter des Strahlenschutzes in der AGES, darüber, was damals in Österreich passiert ist und was wir daraus gelernt haben. Wir erklären, warum Österreich durch die radioaktive Wolke besonders betroffen war, wie das Strahlenfrühwarnsystem Leben schützte und warum Cäsium heute fast nur noch im Waldboden messbar ist. Außerdem räumen wir mit einem Mythos auf: Der größte Teil unserer Strahlenbelastung kommt nicht von Atomkraftwerken oder Kernwaffentests, sondern aus ganz natürlichen Quellen. Eine Folge voller Wissen statt Angst – und darüber, wie Strahlenschutz heute funktioniert. 

              Kapitel:

              • 00:00 - 04:41 Einleitung: Erinnerungen an Tschernobyl & Fukushima
              • 04:42 - 06:44 Was ist im Atomkraftwerk Tschernobyl tatsächlich passiert?
              • 06:45 - 08:49 Die radioaktive Wolke traf Österreich stärker als andere Länder
              • 08:50 - 14:49 Strahlenfrühwarnsystem & Schutzmaßnahmen in Österreich 
              • 14:52 - 22:17 Cäsium‑Belastung in Böden, Pilzen & Wild damals und heute
              • 22:18 – 27:49 Strahlenkuchen: Radioaktivität im Alltag vor allem natürliche Strahlung
              • 27:50 – 31:25 Risikowahrnehmung: Warum wir Risiken oft falsch einschätzen
              • 31:26 - 37:47 Strahlenschutz: Wie überwacht Österreich Radioaktivität heute?
              • 37:48 - 42:16 Was passiert im nuklearen Notfall? Notfallpläne und Schutzmaßnahmen
              • 42:17 - 46:00 Was haben wir aus Tschernobyl gelernt?
              • 46:01 - 49:39 Take-Home-Messages und Abschluss
              • Links: 

                • 40 Jahre Tschernobyl: Manche Pilze erinnern sich noch daran
                • 40 Jahre Tschernobyl: Moderne Strahlenschutzsysteme schützen Österreich
                • Nukleare Notfallvorsorge
                • Radioaktivität und Strahlung in Österreich
                • Radioaktivität in der Umwelt
                • Cäsium-137-Belastung in Österreich
                • Radon - Risiko, Radonmessung & Schutz 
                • Gast: Mag. Dr. Christian Katzlberger, Leiter Strahlenschutz in der AGES

                  Moderation: Roland Achatz

                  www.ages.at/podcast

                  Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

                  51 min
                • Sum, Sum, Sum – alles zur Biene und drum herum (013)

                  Honig- und Wildbienen sind entscheidend für Bestäubung, Biodiversität und unsere Ernährung. Doch was brauchen sie für ein gesundes Leben und welchen Gefahren sind sie ausgesetzt? AGES-Expertin Linde Morawetz bringt uns die Bienen näher, erklärt warum heimische Blütenpflanzen so wichtig sind und wie jede und jeder einen Beitrag zu deren Gesundheit leisten kann. Außerdem sprechen wir über Krankheiten und Schädlinge wie die Varroamilbe, die Amerikanische Faulbrut und die Asiatische Hornisse. Wir werfen einen Blick in aktuelle Projekte zum Bienenschutz und zeigen, wie Forschung und Imkerei zusammenarbeiten, um Bienen zu schützen.

                  Kapitel:

                  00:00 - 04:40: Einleitung und Vorstellung Expertin, Abteilung Bienengesundheit

                  04:41 - 06:05: Was sind Bienen? 

                  06:06 - 11:07: Projekt Zukunft Biene, Faktoren für die Gesundheit der (Honig)biene

                  11:08 - 15:25: Bienensterben

                  15:26 - 24:13: Bienenkrankheiten und Schädlinge: Varoamilbe, Asiatische Hornisse, Amerikanische Faulbrut

                  24:13 - 25:46: Was kann man als Privatperson für Bienen tun?

                  25:47 - 28:19: Citizen Science Projekte

                  28:20 - 35:49: Zuhörer:innen Fragen und Arbeit zum Bienenschutz

                  35:50 - 38:04: Take-Home-Messages und Abschluss

                  Links: 

                  • Bienengesundheit & Bienenkrankheiten
                  • Warndienst Bienengesundheit
                  • Amerikanische Faulbrut
                  • Varroamilbe
                  • Vespa velutina - Bienengesundheit
                  • Tropilaelapsmilbe
                  • Kleiner Bienenstockkäfer
                  • Zukunft Biene
                  • Citizen Science-Projekt Urbanbee
                  • AGES Bienenstock Livestream
                  • Gast: Mag. Dr. Linde Morawetz, Senior Expert für Bienengesundheit, Abteilung für Bienenkunde und Bienenschutz in der AGES

                    Moderation: Elisabeth Dottolo

                    www.ages.at/podcast

                    Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

                    39 min
                  • Hinter dem Beipackzettel: Wer für sichere Medikamente sorgt (012)

                    Unerwünschte Nebenwirkungen, gefälschte Arzneimittel, dubiose Internetapotheken: Was macht ein Medikament wirklich sicher – und wer prüft das? In dieser Folge sprechen wir mit unserem Experten Günter Waxenecker darüber, wie Kontrolle, Zulassung und Überwachung zusammenwirken, um Patient:innen zu schützen.

                    Arzneimittel retten Leben – aber nur, wenn sie sicher sind. In Österreich gibt es über 12.000 zugelassene Arzneimittel, fast 5.000 davon sind rezeptfrei erhältlich. Doch wer sorgt dafür, dass all diese Produkte sicher bleiben? Wer prüft Medikamente, bevor sie in Apotheken liegen? Und was passiert, wenn sie längst am Markt sind? In unserer neuen Podcast-Folge „Mut zum Risiko“ gehen wir diesen Fragen nach im Gespräch mit DI Dr. Günter Waxenecker, Leiter der AGES-Medizinmarktaufsicht und Verfahrensleiter des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG).

                    Klar und verständlich erklärt Waxenecker, wie Arzneimittel geprüft, zugelassen und auch nach ihrer Markteinführung kontinuierlich überwacht werden. Er spricht über Verantwortung und Vertrauen, über ethische Standards in klinischen Studien, über Gendermedizin und die Lehren aus vergangenen Arzneimittelskandalen wie Thalidomid/Contergan. 

                    Ein zentrales Thema ist die Pharmakovigilanz – also das wachsame Beobachten von Nebenwirkungen. Günter Waxenecker zeigt im Gespräch mit Podcast-Host Roland Achatz, wie aus jeder Meldung ein Beitrag zur Patient:innensicherheit wird. Die Botschaft: Sicherheit ist kein Zustand  – sie ist ein Prozess. Er erklärt, warum der verantwortungsvolle Umgang mit rezeptfreien Arzneimitteln so wichtig ist und was es mit dem Claim "Medikamente sind keine Bonbons" auf sich hat.

                    Auch aktuelle Fragen kommen zur Sprache: Welche Arzneimittel werden am häufigsten gefälscht  – und welche Risiken bergen sie? Worauf können Verbraucher:innen insbesondere bei Internetapotheken achten? Mit Geschichten, Zahlen und persönlichen Einblicken zeigt die neue Folge von „Mut zum Risiko“, dass hinter jedem Beipackzettel Menschen stehen, die die Sicherheit unserer Arzneimittel im Blick haben.

                    Mehr Informationen & Meldeportal für Nebenwirkungen: www.basg.gv.at / www.ages.at

                    Kapitel:

                    (00:57) Einleitung, Vorstellung Gast und Aufgaben in der AGES

                    (02:32) Werdegang Günter Waxenecker
                    (04:26) Medizinmarktaufsicht & Arzneimittelüberwachung
                    (06:43) Vom Wirkstoff zum Medikament
                    (12:51) Prüfung Arzneimittel
                    (17:45) Contergan-Skandal
                    (22:27) Zulassung Arzneimittel
                    (27:01) Nebenwirkungen
                    (33:36) Arzneimittelsicherheit als Community-Leistung (Med Safety Week)
                    (37:13) Was passiert nach der Nebenwirkungsmeldung?
                    (38:10) Beipackzettel
                    (41:07) Rezeptpflichtig oder nicht?
                    (43:34) Fehler in der Einnahme/am Etikett
                    (45:43) Internetapotheken
                    (47:43) Illegale Arzneimittel
                    (53:27) Verbraucher:innen-Tipps
                     

                    Hilfreiche Links: 

                    „Medikamente sind keine Bonbons!“ - AGES
                    #MedSafetyWeek: Gemeinsam für sichere Arzneimittel! - AGES
                    Online-Meldung von Nebenwirkungen human - BASG
                    Elektronisch einsehbare Fach-/Gebrauchsinformationen im Arzneispezialitätenregister
                    Arzneimittel im Internet-Versandhandel

                    Gast: DI Dr. Günter Waxenecker, Leiter der Medizinmarktaufsicht in der AGES

                    Moderation: Roland Achatz

                    www.ages.at/podcast

                    Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

                    58 min
                  • Wie man Spielzeug professionell kaputt macht und warum (011)

                    Kinder spielen gerne. Allerdings ist ihr Spielzeug nicht immer dafür geeignet, manchmal sogar gefährlich: Unsere Spielzeug-Expertin Daniela Schachner untersucht hunderte Spielzeuge im Jahr und findet regelmäßig Produkte, die die Gesundheit der Kinder gefährden können. Warum das so ist und wie sie Spielzeug auf Herz und Knopfzellen prüft, erzählt sie in Folge 11 unseres Podcasts.

                    Die Anforderungen an Spielzeug sind in der EU umfangreich geregelt. Mit der unlängst beschlossenen neuen EU-Spielzeugverordnung wird das Schutzniveau für Kinder nochmals angehoben. Und dennoch werden diese Anforderungen von den Herstellern, vor allem im Billig-Spielzeug-Segment, oft nicht eingehalten.

                    Um diese Produkte erst gar nicht in die Hände (oder auch in den Mund) von Kindern gelangen zu lassen, untersuchen AGES Expertin Daniela Schachner und ihre Kolleg:innen hunderte Spielsachen im Jahr, von der Plastikfigur über Plüschtiere bis hin zur Indoor-Rutsche. Wie sie das machen? Im Prinzip geht es darum, das Spielzeug auf verschiedene raffinierte Art und Weisen kaputt zu machen: Lösen sich Kleinteile, die leicht verschluckt werden können? Enthalten sie verbotene Weichmacher oder lösen sich Chemikalien aus dem Spielzeug, wenn ein Kleinkind darauf herumlutscht? Bricht das Klettergestell, wenn die Kinder darauf herumhüpfen? Bringt die Tröte das Trommelfell fast zum Reißen? Und, und und….

                    Kapitel:

                    (00:55) Einleitung, Vorstellung Gästin und Aufgaben in der AGES

                    (03:27) Wie sieht ein Tag in der Spielzeugkontrolle aus?

                    (04:40) Definition Spielzeug

                    (07:20) Spielzeugverordnung, rechtlicher Rahmen

                    (08:12) Neue EU-Spielzeugrichtlinie

                    (12:29) Wie kommt ihr zu den Produkten, die ihr kontrolliert?

                    (15:52) Spielzeugprüfung auf Herz und Nieren

                    (23:52) Produktrückrufe, Beanstandungsquote

                    (28:23) Pflichten für Hersteller

                    (30:44) Gefährlichste Beanstandungen

                    (33:42) Tipps für Konsument:innen
                     

                    Weiterführende Links: 

                    Spielzeug-Empfehlungen

                    Augen auf beim Spielzeugkauf
                     

                    Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

                    47 min
                  • Da lachen die Hühner nicht - Vogelgrippe im Fokus (010)

                    Vogelgrippe, Geflügelpest, aviäre Influenza … welcher Name auch immer gewählt wird, diese Erkrankung ist in ihren Auswirkungen aufs Geflügel nicht zu unterschätzen. Im Jahr 2024 mussten aufgrund von Ausbrüchen in Österreich über 200.000 Tiere gekeult, also getötet, werden. Warum das notwendig ist, was die Vogelgrippe ist und welche Schutzmaßnahmen es gibt, das erklärt uns die Expertin Irene Zimpernik. 

                    In Folge 010 reden wir darüber, warum die Vogelgrippe so ein großes Thema ist. Unsere Gästin Irene erklärt uns die verschiedenen Stämme der aviären Influenza-Viren und welche Symptome sie auslösen können – bei Vögeln, Säugetieren, und beim Menschen. Wir besprechen die Rolle von Wildvögeln in der Übertragung, welche Kaskade bei einer positiven Testung ausgelöst wird und wie die AGES die Situation überwacht. Außerdem gibt uns Irene konkrete Tipps, wie man das eigene Geflügel am besten schützt und was man - auch als Nicht-Tierhalter:in - tun kann, dass das Virus sich nicht ausbreitet. 

                     

                    Kapitel:

                    (01:13) Einleitung, Vorstellung Gästin und Aufgaben in der AGES

                    (06:25) Das Aviäre Influenza Virus

                    (08:28) Können sich alle Vögel anstecken?

                    (09:17) HPAI und LPAI

                    (10:14) Saisonalität und Veränderungen des Virus 

                    (11:26) Wildvögel: Rolle als Überträger, Symptome, Warnsignale

                    (13:58) Geflügel: Biosicherheitsmaßnahmen und letzte Ausbrüche

                    (15:52) Überwachung Österreich und Europa

                    (17:17) Vogelgrippe bei Säugetieren / Milchkühe in den USA 

                    (19:27) Europäische Forschungsprojekte

                    (20:45) Vogelgrippe beim Menschen

                    (21:53) Symptome beim Geflügel / Maßnahmen / Wirtschaftliche Auswirkungen

                    (29:00) Tipps für Geflügelhalter:innen / Meldepflicht

                    (32:34) Lebensmittel

                    (33:05) Wo kann ich mich informieren?

                    (34:17) Verabschiedung und Zusammenfassung

                     

                    Weiterführende Links:

                    Vogelgrippe - AGES

                    AGES Nationales Referenzlaboratorium für Aviäre Influenza - AGES

                    Aviäre Influenza (Vogelgrippe, Geflügelpest) - KVG

                    FAQs zur Aviären Influenza - KVG

                    Tierseuchenradar - AGES

                    Projekt Constanze 2 - AGES

                    Für Tierhalter:innen: VIS Registrierung für Tierhaltungen

                    Informationsvideos:

                    • Vogelgrippe verstehen – erkennen - vermeiden
                    • Vogelgrippe erkennen
                    • Krankheitsanzeichen
                    • Meldepflicht Geflügelhaltung

                     

                    Mut zum Risiko Folge 005 zur Maul- und Klauenseuche

                     

                    Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

                    37 min

                  About Mut zum Risiko | AGES Podcast

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