Nachtclub ÜberPop

Nachtclub ÜberPop

By NDR BlueMusic
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Nachtclub ÜberPop episodes

  • Lauter, Simpler, Stressender - Songtexte als Spiegel der gesellschaftlichen Verhältnisse
    Ein Gruppe von Wissenschaftler*innen der Wiener Universität hat Ende 2025 eine Studie veröffentlicht, in der die Texte von über 20.0000 Pop-Songs aus den letzten 50 Jahren untersucht wurden. Die zugrunde liegende Frage lautete: in wieweit sich Veränderungen der Lebensverhältnisse und Bedürfnisse der Menschen in dem Zeitraum daran erkennen lassen. Die klare Tendenz: seit den 70er Jahren hat sich der Stress-und Aggressionspegel stetig erhöht, gleichzeitig ist die Sprache immer einfacher geworden.
    Einer der Mitwirkenden dieser Studie ist Markus Foramitti, Psychologe, Stressmanagement-Trainer, Musikwissenschaftler und Hobbymusiker. Er lehrt und forscht an der Universität Wien zu der Frage, wie Musik und Stress miteinander zusammenhängen. Goetz Steeger sprach mit ihm über die Vorgehensweisen und Ergebnisse der Studie und was daraus für Schlüsse zu ziehen sind.

    (00:00:00) Intro
    (01:29) Trouble Man
    (11:53) What It Comes Down To
    (12:51) Red Opp’s
    (19:08) Stampede
    (28:57) You Always Hurt The One You Love
    (41:19) I Me Mine
    (46:46) Death Of Love
    (52:17) Good News
    58 min
  • Gaming & Popkultur
    Gaming, also digitale Spiele auf PCs, Konsolen, Smartphones oder Tablets, ist längst kein Nischenphänomen mehr, sondern ein Leitmedium. Und auch ein sehr großer Erfahrungsspielraum, um Popkultur zu erleben. Gerade für junge Menschen. 89 Prozent der 16- bis 29-Jährigen tauchten im Jahr 2025 in Gaming-Welten ein. Aber auch die Anzahl in den höheren Altersgruppen wächst. Das Durchschnittsalter von Gamer*innen in Deutschland liegt bei knapp 40 Jahren.
    Wie wird Musik in Spiele implementiert und welche Funktion hat sie? Wie unterscheidet sich das Musikerleben im Gaming zu dem im analogen Raum? Und wie verschränken sich Fan-Communities zwischen virtuellen und realen Welten - beim Spielen, beim Streaming auf Plattformen wie Twitch und im E-Sport?
    Darüber spricht Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop in dieser Ausgabe des Nachtclub Überpop mit dem Journalisten und Gamingexperten Tobias Kirchner aus Hamburg. Eine Sendung mit vielen Beispielen von Super Mario 64 bis Grand Theft Auto, von Daft Punk bis Lana Del Rey.

    (00:00:00) Intro
    (01:36) Dire Dire Docks (From "Super Mario 64")
    (13:04) Barracuda
    (21:56) Out Of Touch
    (35:33) Around The World
    (49:10) Ceremony
    (54:43) First Light
    58 min
  • Musik & Menschenrechte: Pop als politisches Werkzeug
    Nachtclub ÜberPop widmet sich in dieser Ausgabe der Frage, wie eng Popmusik und Menschenrechte miteinander verbunden sind. Siri Keil spricht mit dem Musikkenner und international renommierten Menschenrechtsanwalt Wolfgang Kaleck (ECCHR) über sein neues Buch, über Kolonialgeschichte, politische Morde, aktuelle Konflikte - und über Musik als Mittel des Widerstands. Von Victor Jara über Max Roach bis Shervin Hajipour zeigt die Sendung, wie Songs und Musiker*innen weltweit zum Bestandteil politischer Bewegungen werden. Eine Stunde über juristische Stärke, künstlerische Wirkung und die Frage, warum Musik ein unverzichtbares Menschenrecht ist.
    58 min
  • Between The Lines: Pop und Mikrotonalität
    Als vor ein paar Wochen das kanadische Avant-Rock Duo Angine De Poitrine viral ging, waren es nicht nur die gepunkteten Kostüme und die langen Nasen, die für Diskussionen in den Chats der Musik-Kanäle auf der ganzen Welt sorgten. Auf dem Griffbrett des Gitarristen befinden sich 24 statt 12 Bünde, so enthalten die die Riffs der Band Viertelton-Intervalle - das kam in der Popmusik bislang kaum oder selten vor, auch wenn in den Tonsystemen der arabischen und indischen Musik seit jeher 24 oder mehr Noten zu finden sind. Das Zauberwort, das Angine De Poitrine an die Pop-Oberfläche geholt haben heißt: Mikrotonalität.

    Genau damit beschäftigt sich der Gast der heutigen Überpop-Ausgabe seit Jahren intensiv: Rami Olsen war Dozent der HfMT Hamburg für das Microtonal Ensemble, Korrepetitor des internationalen "Chor zur Welt" an der Elbphilharmonie und macht gerade den Doktor zur Frage wie mikrotonale Musik als Metapher benutzt werden kann um auch in nicht musikalischen Belangen systemischen Wandel zu katalysieren. Arbeitstitel: "Hear Between the Lines: Microtonality as a Practice of System Change".
    Auf seinem Debütalbum "Radical Tenderness", verschmelzen okzidentale Harmonien mit orientalischen Intervallen. Mit speziell angefertigten Gitarren mit austauschbaren Griffbrettern und harmonischer Mikrotonalität erschließt Rami Olsen neue, utopisch anmutende Klangräume. Mit ihm taucht Goetz Steeger in den mikrotonalen Kosmos ein, dabei spielen bei Weitem nicht nur die Töne eine Rolle, es geht ums Ganze: Mikrotonalität als Beschleuniger für einen Systemwandel!

    (00:00:00) Intro
    (01:37) Sarniezz
    (17:30) Ailawah
    (22:58) 3 Quarter Tone Pieces 2. Allegro
    (31:55) Match
    (40:26) Observans i Ultrarapid
    (46:25) Radical Tenderness
    (52:59) Toffee
    1 hr 2 min
  • Feindbild Frau - Warum der Hass auf Frauen die Demokratie bedroht
    Gewalt gegen Frauen ist alltägliche Realität: körperlich, psychisch und digital. Sichtbar wird sie meist erst dann, wenn Betroffene den mutigen Schritt in die Öffentlichkeit wagen. Der Fall Collien Fernandes zeigt, wie hoch der Preis dafür ist. Während viele sich mit ihr solidarisieren, eskaliert parallel die digitale Hetze – so massiv, dass selbst das ZDF über Ostern die Kommentarfunktion unter einem Traumschiff‑Post deaktivieren musste.
    In ihrem neuen Buch "Feindbild Frau" analysiert Autorin Ingrid Brodnig, wie gezielte Online‑Angriffe funktionieren, warum Frauen aus der Öffentlichkeit gedrängt werden sollen und welche Folgen das für unsere demokratische Kultur hat. Im Gespräch beleuchten Siri Keil und Ingrid Brodnig, die Mechanismen hinter dieser Form von Gewalt – und welche Strategien helfen können, ihr wirksam entgegenzutreten. Die passende Musik dazu hat Ingrid Brodnig ausgesucht.
    58 min
  • Come As You Are - Musik als Raum für Begegnung
    Die Sessions bei denen Menschen unterschiedlicher Herkunft ihre Gemeinsamkeiten über die Musik entdecken und in denen mit Grooves und Patterns Brücken zwischen den Kulturen entstehen. Die Workshops und Band-Projekte bei denen Jugendliche lernen können, ihre Erlebnisse und Emotionen zu Pop-Songs oder Hip Hop Tracks zu verarbeiten; der Chor, in dem ukrainische Frauen durch gemeinsames Singen nicht nur Trost finden, sondern auch das lokale Publikum begeistern: Mit dem Kultur Macht Stark-Projekt in Mecklenburg Vorpommern, den Hamburger Welcome Sessions und dem Lübecker Chor Namysto stellt Goetz Steeger 3 interkulturelle Musikprojekte vor, die mit ihrer Arbeit Kollaboration, kulturelle Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.

    (00:00:00) Intro
    (02:06) People
    (12:42) Radical Tenderness
    (18:01) Dizzzy
    (26:16) R.O.S.T.O.C.K.
    (30:50) Zurück Im Dachbodenstudio
    (33:34) FC PIO
    (37:31) Familia Hussein
    (41:11) Und Dann War Krieg
    (45:11) Unser Brief
    (45:25) Match
    (51:10) (Who Was The One To) Start The War
    59 min
  • Bedingungen in der Musikbranche
    Eine Sendung von Birgit Reuther, zu Gast: Miu (Musikerin; Pro Musik) und Johannes Everke (Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft)
    Keine Kreativität ohne Kollaps? Musikerinnen und Musiker schlagen verstärkt Alarm, dass ihr Schaffen zunehmend von Erschöpfung und Existenzängsten geprägt ist. Für den Nachtclub Überpop ein Anlass, noch einmal genauer auf die Bedingungen zu schauen, unter denen Popkultur entsteht.
    Trotz des Dauerthemas der minimalen Streaming-Erlöse, trotz wachsender Konkurrenz durch Künstliche Intelligenz und trotz der Kostenexplosionen im Live-Sektor hält sich hartnäckig das Versprechen von individuellem Erfolg durch Selbstoptimierung. Im Sinne von: Du kannst es schaffen, du musst nur härter arbeiten, besser musizieren, mehr posten. Die Musikerin Miu sagt allerdings ganz klar: "Kunst ist kein Nebenprodukt von Selbstausbeutung."

    Die Popkünstlerin setzt sich mit dem Verband Pro Musik für Artists in der Branche ein. Sie fordert faire Vergütung, verlässliche Infrastruktur und kulturpolitische Verantwortung. Miu ist ebenso zu Gast beim Nachtclub Überpop wie Johannes Everke, Geschäftsführer des BDKV, des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft. Mit Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop reden sie in der Sendung über die aktuelle Lage in der Musikbranche - und über Lösungen, wie sich Bedingungen verbessern und Artists unterstützen lassen.
    Sie sprechen über die Bereiche Live- und Recorded Music, über die Monopolisierung von Marktmächten und den Erhalt von Vielfalt, über Verbandsarbeit und kulturpolitische Forderungen - und über die Wertschätzung von Artists jenseits von Streaming- und Presave-Daten, Follower- und Vorverkaufszahlen.
    Miu sagt: "Es muss in Ordnung sein, dass eine Band oder ein Künstler vor 200, 300 Leuten spielt - und das muss irgendwie funktionieren. Nicht jeder muss der nächste Herbert Grönemeyer sein." Johannes Everke betont die Bedeutung der Live-Kultur, um "Gemeinschaftsgefühl, Identifikation, Identitätsbildung und Nähe zwischen Fans, Künstlerinnen und Künstlern" herzustellen.

    (00:00:00) Intro
    (02:28) Rock & Roll
    (14:10) Easy
    (26:43) Running Up That Hill (A Deal with God)
    (34:40) Crying at the Soundcheck
    (54:32) The Revolution Will Not Be Televised
    58 min
  • My Song, My Voice - My Choice?
    KI machte es möglich: Tribute-Songs für den rechtsextremen Influencer Charlie Kirk tauchten kurz nach dessen Ermordung u.a. auf Youtube auf und wurden millionenfach gestreamt. Gesungen wurden diese Fake-Tributes von den gefälschten Stimmen Ed Sheerans, Adeles oder Eminems. Ist das eine neue Dimension des Kulturkampfes in der Stars und deren Fans zum Spielball von politischer Propaganda geraten? Woran liegt es, dass von Künstlern wie Ed Sheeran kaum eine Reaktion auf den Missbrauch ihrer Stimmen zu vernehmen ist? Kursiert im Pop womöglich die Angst, den us-amerikanischen Markt zu verlieren, wenn man sich mit Trump und Co. anlegt?
    Sabrina Carpenter scheint davon zumindest nicht befallen zu sein: "Benutzen sie niemals meine Musik für ihre unmenschliche Agenda", teilte sie der Einwanderungsbehörde ICE mit, als die ihren Song "Juno" für einen Clip benutzte, der zeigt, wie Menschen gewaltsam auf offener Straße festgenommen werden. Der Missbrauch von Musik hat aber eine viel längere Tradition: Von den Nazis entstellte Volkslieder, der zur Wahlpropaganda umfunktionierte Pop-Hit oder die Dauerschleife von Metallica oder AC/DC-Riffs als Folter in Guantanamo. Doch durch KI und andere Entwicklungen scheinen Vereinnahmung und Missbrauch von Popkultur immer gängiger zu werden.
    Wie können Künstler*innen sich dagegen zur Wehr setzen? Ist durch KI eine Art Grauzone entstanden, bei der sich unumstößlich geglaubte Gegebenheiten wie der Schutz von geistigem Eigentum oder Identität sich in der Weite des digitalen Raumes auflösen? Über diese und andere Fragen sprach Goetz Steeger mit: Jenni Zylka - Schriftstellerin und Journalistin, Robert Rotifer - Journalist und Musiker und Matthies van Eendenburg - Rechtsanwalt, der Kunstschaffende und Medienunternehmen vertritt.

    (00:00:00) Intro
    (01:19) What Have They Done To My Song, Ma
    (11:45) Jolene
    (19:45) Juno
    (24:20) All American Bitch
    (28:14) Die Alten Lieder
    (31:52) Bella Ciao
    (36:12) Life Is Life
    (38:13) Leben Heißt Leben
    (39:36) Bombtrack
    (41:55) Torturin James Het Eld
    (48:02) Born In The USA
    (53:46) The Universal
    58 min
  • Neuanfänge
    Zum Jahresbeginn blickt Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop auf zwei neue popkulturelle Projekte, die 2026 in Hamburg an den Start gehen. Glimmer ist der Name eines Clubs, der im Hamburger Kreativquartier Oberhafen eröffnen wird - in einem ehemaligen Lokschuppen auf einer Fläche von 548 Quadratmetern. Mit Schwerpunkt auf Musik und Nachtleben, ergänzt durch Lesungen, Flohmärkte und Theater. Glimmer-Mitbetreiber Anton Burmester ist ebenso zu Gast im Studio wie Thomas Harsman von der Karsten Jahnke Konzertdirektion, seines Zeichens Kurator, Booker und Initiator des Amplifire Festivals. Dieses neue Open-Air für Rockmusik wird am 7. und 8. August auf dem Dockville-Gelände in Wilhelmsburg zu erleben sein. Mit Acts wie Frank Turner, Laura Jane Grace, Rauchen und Still Talk.

    Im Nachtclub Überpop sprechen sie über ihre Ideen und deren Umsetzung, über Mut und Teamwork, über Herausforderungen und Vorfreude. Zudem richtet sich der Blick immer wieder auf die Situation der Musikbranche insgesamt.

    (00:00:00) Intro
    (02:06) STEAM WALTZ
    (14:54) YOU WHA M8
    (23:19) Guts
    (36:37) ETP
    (50:47) Hunting Season
    (53:38) Bow Down
    58 min
  • Neurodivergenz in der Musikbranche
    Eine Sendung von Birgit Reuther, zu Gast: Anna Wydra (Musikerin) und Maria Preuß (Journalistin) vom NeNe Netzwerk für neurodivergente Music Professionals

    Bei neurodivergenten Menschen wird das Denken, Fühlen und Handeln in verschiedenen Formen als abweichend von der Norm erlebt. Sei es zum Beispiel durch ADHS, Autismus, Tourette, Hochsensibilität, Legasthenie oder Dyskalkulie. Und Forschungen deuten darauf hin, dass der kreative Sektor, vor allem die Musikbranche in besonderem Maße neurodivergente Personen anzieht. Warum ist das so? Welche Vorteile und Herausforderungen sind damit verbunden? Wie lassen sich neurodivergente Menschen ganz praktisch stärker in die Popkultur inkludieren? Und wie kann die Musikbranche womöglich als Plattform fungieren, um neu auszuloten, was vermeintlich normal ist und was nicht oder inwiefern diese Maßstäbe überhaupt wichtig sind? 
    Darüber spricht Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop beim Nachtclub ÜberPop mit der studierten Psychologin und Journalistin Maria Preuß sowie mit der Musikerin Anna Wydra aus Hamburg. Gemeinsam haben die beiden NeNe gegründet, ein Netzwerk für neurodivergente Music Professionals. 
    Mit Musik von Mina Richman, Tori Amos, Anna B Savage, MIMI und Anna Wydra.

    (00:00:00) Intro
    (02:32) Nearly To The End
    (13:41) My Adderall
    (24:01) in FLUX
    (34:52) The Things In Between
    (42:44) Lonely Motherfucker
    (52:31) Silent All These Years
    57 min

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Politik, Gesellschaft, Literatur oder Mode – wie das alles mit Popmusik in Verbindung steht, darüber sprechen wir mit Gästen aus dem Kulturbetrieb.

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