Dein Atem gefriert in der eiskalten Bergluft, während sich der Nebel lautlos um deine Füße schließt. Du bist tief in den rumänischen Karpaten, umgeben von endlosen, schwarzen Tannenwäldern und einem abgeschiedenen Dorf, das ein schweres Geheimnis hütet. Eigentlich sollte es nur eine gewöhnliche Kulturfahrt werden. Ein paar alte Legenden, verfallene Gemäuer und Geschichten, über die man am helllichten Tag noch lachen kann. Doch sobald die Sonne hinter den schroffen Gipfeln verschwindet, verstummt der Wald schlagartig. Die Menschen hier meiden die Dunkelheit, und schon bald spürst auch du, warum. Hoch oben auf dem bewaldeten Felsen, unsichtbar im dichten Dunst, lauert Schloss Vârcolac. Du redest dir ein, dass du sicher bist, solange du nicht von den vorgegebenen Wegen abweichst. Aber in diesem Tal sind es nicht die hungrigen Wölfe, vor denen du dich am meisten fürchten solltest. Lausche in die Nacht – die Dunkelheit hat dich bereits im Blick.