Kunst kann nicht von Luft und Liebe leben! Gut, Kunst vielleicht schon, nicht aber die Kunstschaffenden. Sie befanden sich bereits vor Corona tendenziell am unteren Ende der Einkommensverteilung, ihre Engagements von Prekariat und Förderungsabhängigkeit geprägt. In Krisenzeiten werden diese Finanzierungsmodelle vom romantisierten Künstlerleben zum existenzbedrohenden Problem. Gesucht sind jetzt noch dringender nachhaltige und langfristige Lösungen, damit Kunst und Kultur etwas ist, wovon man leben kann.
Außer Zweifel steht die gesellschaftliche Bedeutung von Kultur. Durch Musik, Literatur und allen anderen Formen der bildenden und darstellenden Kunst gestaltet sie nicht nur unser alltägliches Leben, sondern stößt auch immer wieder Denkprozesse an, und gibt Anlass, bestehendes neu zu denken. Kunst selbst schafft Realität, formt Gesellschaften. Wie sieht die Arbeit von, für und mit der Kultur nun aus?
Darüber spricht die Nachtigall mit Alisa Beck und Djamila Grandits, zwei Vorständinnen der IG Kultur Wien, der Interessensvertretung der freien und autonomen Szene Wiens.