"Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut." Diesen Satz hat Kanzler Merz vor einigen Tagen im Netz gepostet, nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Spahn. Dabei ist er selbst für viele längst unglaubwürdig - seit er kurz nach der Bundestagswahl milliardenschwere Schulden auf den Weg gebracht hat. Etwas, das er im Wahlkampf noch kategorisch abgelehnt hatte. Sein Kanzler-Vorgänger Scholz hatte in entscheidenden Momenten Gedächtnislücken. Davor sind mehrere Minister darüber gestolpert, dass sie bei ihren Doktorarbeiten geschummelt haben und Dinge wie die Maskenaffäre, der Maut-Skandal und Vetternwirtschaft in der Politik bleiben oft ohne merkliche Folgen. Machen die da oben also wirklich nur, was sie wollen? Was können wir dagegen tun - und was passiert, wenn die Wählerinnen und Wählern den Menschen, die sie politisch vertreten, nicht mehr trauen?