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Die Idee eines versunkenen Kontinents entstand aus einer wissenschaftlichen Lücke – einer Unstimmigkeit in der Verteilung von Leben, die sich im 19. Jahrhundert nicht erklären ließ. Was als nüchterne Hypothese begann, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu etwas anderem.
Zu einem Bild.
Einem Bild von einer verlorenen Welt, die nie ganz verschwunden ist, sondern sich in Mythen, Spekulationen und im kollektiven Denken erhalten hat. Zwischen Geologie und Esoterik, zwischen rationaler Erklärung und tief sitzender Ahnung, entsteht eine Frage, die sich nicht eindeutig beantworten lässt.
Diese Episode folgt der Spur von Lemuria durch verschiedene Ebenen:
Von den Ursprüngen in der Wissenschaft über die Idee eines versunkenen Kontinents bis hin zu spirituellen, psychologischen und spekulativen Deutungen.
Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob Lemuria existiert hat.
Sondern darum, warum der Gedanke daran bestehen bleibt.
Warum sich die Vorstellung einer verlorenen Welt immer wieder neu formt.
Und was sie über unser Verhältnis zur Vergangenheit, zur Erinnerung und zur Wirklichkeit selbst verrät.