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Als in den 20er Jahren das Radio für die Öffentlichkeit zugänglich wurde, gingen die Menschen nicht mehr ins Kino. Die „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ wurde gegründet und mit ihr die Oscar-Verleihung. Damals noch ein eher exklusives Ereignis, sehen heute 800 Millionen Menschen live zu.
Wir gehen nun in den Spring Break und hören uns am Sonntag 04.05.2025 wieder.
Was 1970 mit Ton Steine Scherben, dem Sänger Rio Reiser (bürgerlich Ralph Möbius) und sozialkritischen Stücken wie “Macht kaputt, was euch kaputt macht” begann, entwickelte sich bis 1980 zur vom Musikmagazin SPEX so genannten “Neuen Deutschen Welle”. Eine Analogie zum zeitgleich entstehenden angloamerikanischen New Wave. NDW war kein Genre, sondern ein Sammelbegriff für Punk, Elektro, Industrial, Pop und Schlager mit deutschen Texten.
Ein Held sein - nur für einen Tag (“Heroes” von David Bowie). So lautete das Motto der von Steve Strange (Visage) initiierten Partys im Londoner Blitz Club (1979-1980). George Alan O'Dowd (alias Boy George) arbeitete an der Garderobe und besserte sich sein Taschengeld mit kleinen Diebstählen aus abgegebenen Jacken auf. Dieser Hort der Exzentriker prägte die Clubkultur und das europäische Nachtleben nachhaltig. Zwischen Post-Punk und Synth-Pop feierten Soulboys, Rockabillies, Kunststudenten, Gothics, Popper, Piraten und Robin Hoods. Inspiriert von Attributen wie Romantik und Klassizismus prägte die Presse an diesem Ort den Begriff „New Romantic“. Sitten, Traditionen und Regeln der übrigen Welt galten nicht – ein neuer Zeitgeist war geboren.
Krankheitsbedingt kann es diese Woche leider keine neue NEONVIBES Episode geben. Wir hoffen nächste Woche wieder vollzählig am Start zu sein und haben auch schon ein spannendes Thema rausgesucht.
Sir Alfred Joseph Hitchcock (* 13.08.1899, † 29.04.1980) brachte 53 Filme in die Kinos, für die er nie einen Oscar erhielt. In seiner kreativsten Hollywood-Phase zwischen 1940 und 1970 entstanden Werke wie “Das Fenster zum Hof”, “Über den Dächern von Nizza”, “Vertigo”, “Der unsichtbare Dritte”, “Psycho” oder “Die Vögel”. Seine Thriller zeichneten sich durch Spannung gepaart mit rabenschwarzem Humor aus. Er benutzte Bilder und Gegenstände, um Handlung und Emotionen zu vermitteln, anstatt auf Dialoge zu setzen. Oft gab er dem Zuschauer mehr Informationen als den Figuren im Film, was zu einer intensiven Spannung führte. In “Die Vögel” schuf er 1963 einen Meilenstein der Musikwissenschaft, indem er die Vogelstimmen erstmals elektronisch mit einem Trautonium (Vorläufer des analogen Synthesizers) erzeugte.
Vom Flugblatt des späten 15. Jahrhunderts bis zum Flyer, der nie ausstirbt. So wie Spotify das physische Musikprodukt in Form der Schallplatte entwertet, entwertet die Werbung in den sozialen Medien den haptischen Flyer aus Papier. Ursprünglich in Ermangelung einer lesenden Bevölkerung in Form von gedruckten Illustrationen, später als Medium der Kriegsberichterstattung und Propaganda eingesetzt, sind Flyer auch heute noch allgegenwärtig. Vor allem in den 80er und 90er Jahren war der Flyer das effektivste Werbemittel für Partys und wurde zu einer eigenen Kunstform.
Die Jeans hat sich von einem amerikanischen Produkt zu einem globalen Kulturgut entwickelt. Sie verkörpert Werte wie Erfindungsgeist und Widerstandskraft, die oft mit der amerikanischen Kultur assoziiert werden.
Sind Kraftwerk einflussreicher als die Beatles? Kraftwerk sind die Pioniere der elektronischen Populärmusik. Sie benutzen eine komplett neue Technik. Sie waren die ersten, die das Tonstudio als eine Art Instrument sahen. Sie haben sich nie auf die Vergangenheit bezogen. Sie produzierten einen zeitlosen Sound der Zukunft, der für viele zum Vorbild wurde und seit Ende der 70er Jahre die gesamte elektronische Musik prägt. Kraftwerk ist der Soundtrack zur modernen Urbanität: Nacht, Kälte, Neon, Maschinen, Roboter, Models, Schaufensterpuppen, Anonymität, aber auch Sehnsucht und Melancholie.. Sie waren und sind ein Gesamtkunstwerk. Man kann es kaum besser beschreiben als Martin Gore von Depeche Mode: “Für alle, die in unserer Generation mit elektronischer Musik zu tun hatten, waren Kraftwerk die Paten!”
Seit wann gibt es Musik als Unterhaltung? Was hat sich seit dem Übergang vom reinen Live-Ereignis zur Konserve, zum Radio und zum Tonträger an den Klängen verändert und welches Genre wurde in welcher Form von früheren Epochen beeinflusst? Wer waren die herausragenden Künstler der letzten 100 Jahre und wo stehen wir heute?
Warum haben ausgerechnet die achtziger Jahre die Popkultur besonders geprägt? Oder nehmen wir das nur so wahr? Die Phänomene elektronische Musik, Videospiele, Walkman, CD, Digitalisierung, Mobiltelefon oder Umwelt- und Friedensbewegung legen die These nahe, dass hier eine Art Weichenstellung und Übergang zwischen Alt und Neu stattgefunden hat. Die zahlreichen Remakes, Reboots und Retro-Trends, die sich auf dieses Jahrzehnt beziehen, bestätigen dies. Zunehmender Wohlstand, kulturelle Dynamik, technologischer Fortschritt und Globalisierung könnten die Gründe dafür sein.
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