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In den nächsten Wochen wird das Doppelbudget für 2027/28 verhandelt. Es geht also um Planungssicherheit und um die großen Brocken, die jetzt angegangen werden müssen, damit Österreich wieder Aufwind bekommt und gleichzeitig dort spart, wo es nötig ist. Für NEOS-Budgetsprecher Markus Hofer heißt das, bestehende Systeme auf den Prüfstand zu stellen — bei den Pensionen ebenso wie bei der Entlastung des Faktors Arbeit. Die Alterssicherung soll so gestaltet werden, dass sie heutigen Pensionist:innen Planbarkeit gibt und auch für kommende Generationen verlässlich bleibt. Gleichzeitig soll Arbeit entlastet werden: Neben den Gehältern fallen viele Lohnnebenkosten an, die es Arbeitgeber:innen erschweren, neue Mitarbeiter:innen einzustellen und bessere Gehälter zu zahlen. Das Budget ist Politik in Zahlen: Was ist Österreich wichtig und wohin soll die Reise gehen? Genau darum wird es in den Verhandlungen gehen.
Lisa Aldali ist seit November 2025 Abgeordnete zum Nationalrat für die NEOS. Als ehemalige Lehrerin für Deutsch, Geschichte und politische Bildung spricht sie darüber, wie politische Bildung im Klassenzimmer funktioniert und warum sie irgendwann beschlossen hat, Politik nicht nur zu erklären, sondern selbst zu gestalten. Ein Schwerpunkt ihres Engagements liegt auf der Gemeindeebene in Salzburg: Warum lokale Politik oft näher an den Menschen ist, wie mehr Frauen für politische Verantwortung gewonnen werden können und weshalb Beteiligung vor Ort so entscheidend für eine lebendige Demokratie ist. Mit ihrer Plattform „Lisa Leaks“ schafft sie außerdem einen direkten Kanal für Bürger:innen, um Missstände anonym sichtbar zu machen. In ihren Sprecherrollen für Volksanwaltschaft, Ehrenamt und Tierschutz geht es um Transparenz im Staat, um den Wert freiwilligen Engagements für unsere Gesellschaft und darum, wie Politik auch bei emotionalen Themen sachlich bleiben kann.
Zwischen Buch und Bildschirm braucht Schule ein Update: Bildungssprecherin Martina von Künsberg Sarre spricht über die neuen Lehrpläne und darüber, was Jugendliche heute wirklich brauchen, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Latein wird dabei gekürzt, aber nicht abgeschafft – damit im Stundenplan Platz entsteht für Informatik & KI sowie Medienbildung und Demokratie. Warum das kein Bruch mit humanistischer Bildung ist, sondern ihre zeitgemäße Fortsetzung: kritisch denken, Quellen prüfen, Desinformation erkennen – und im digitalen Alltag mündig bleiben.
Mit den Halbjahreszeugnissen rückt für viele Jugendliche eine wichtige Entscheidung näher, denn mit genau diesen Noten werden Bewerbungen geschrieben, entweder für eine weiterführende Schule oder für eine Lehrstelle. Eine Sache wird dabei gerne vergessen, Lehre ist auch Bildung. Lehre findet im Betrieb statt und gleichzeitig in der Berufsschule, sie verbindet Lernen und Praxis und schafft Kompetenzen, die am Arbeitsmarkt gebraucht werden. Es geht darum, wie Jugendliche sich gut auf eine Lehre vorbereiten können, worauf es bei Bewerbungen, Schnuppertagen und Auswahlverfahren ankommt und wie Orientierung so gelingt, dass Entscheidungen nicht aus Druck, sondern aus einem "Das passt zu mir" getroffen werden. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die Unternehmen, denn attraktiv wird eine Lehrstelle vor allem dann, wenn Ausbildung ernst genommen wird, wenn es gute Begleitung im Betrieb gibt, klare Lernziele, Wertschätzung im Alltag und eine Perspektive über die Lehrzeit hinaus. In einer Zeit, in der sich Wirtschaft und Arbeitswelt rasch verändern, gewinnt das zusätzlich an Gewicht: Digitalisierung, neue Technologien und die Energiewende schaffen neue Jobs und erhöhen den Bedarf an Fachkräften und die Lehre kann genau dort ansetzen, wo Zukunft entsteht. Ein Vergleich mit der Schweiz zeigt, wie unterschiedlich der Stellenwert der Lehre sein kann und welche Ansätze dabei helfen, sie als gleichwertigen Bildungsweg zu verankern. Im Zentrum steht die Frage, wie Österreich den Wert der Lehre wieder stärken kann, damit sie als Bildungsweg auf Augenhöhe wahrgenommen wird und als Schlüssel für die Fachkräfte von morgen.
Ines Holzegger ist Nationalratsabgeordnete der NEOS und Sprecherin für Digitales und Netzpolitik. Im Podcast spricht sie darüber, wie sehr KI, Social Media und ständige Bildschirmzeit unsere psychische Gesundheit fordern – und wo KI als „digitaler Kummerkasten“ helfen kann, aber klare Grenzen braucht, sobald es in Richtung Beratung oder Therapie geht. Besonders im Blick hat sie Kinder und Jugendliche: die Sorgen von Schulen und Unis, Regeln wie den AI Act, der etwa Emotionserkennungs-Tools aus dem Klassenzimmer heraushält und die Frage, wie digitale Lern-Tools funktionieren können, ohne heimlich Aufmerksamkeit oder Gefühle zu messen. Am Beispiel Wien zeigt sie, welche Angebote heute schon stützen – von Mental Health Days über Schulsozialarbeit und multiprofessionelle Teams bis zu digitaler Jugendarbeit – damit junge Menschen dort Hilfe finden, wo sie sind, und im Ernstfall schnell bei echter, professioneller Unterstützung landen.
Julia Deutsch ist seit vielen Jahren in der Politik aktiv – von der Geschäftsführerin der JUNOS Studierenden über die Bezirksrätin in Neubau bis zur persönlichen Referentin des damaligen Vizebürgermeisters Christoph Wiederkehr. Heute vertritt sie als Bundesrätin die Anliegen ihres Bezirks und ihrer Partei auf nationaler Ebene. Dabei bringt sie nicht nur die Erfahrung aus vielen Jahren politischer Arbeit ein, sondern auch das breite Wissen aus ihren beiden Studien Jus und Medizin. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Beteiligung junger Menschen, für die sie sich mit Nachdruck einsetzen möchte. Im Bundesrat versteht sie sich als Brücke zwischen Alltag, Bezirk und Bundespolitik. Gleichzeitig ist sie überzeugt, dass die zweite Kammer reformiert werden muss.
Michael Bernhard denkt Politik vom Alltag der Menschen aus – und davon, was es braucht, damit Dinge leichter gehen. Beim Klimaschutz setzt er auf neue Ideen und praktische Lösungen: mit Anreizen statt Verboten, mit weniger Hürden für saubere Energie und Städten, die besser auf die Zukunft vorbereitet sind. Auch Unternehmen sollen wachsen können, ohne an Bürokratie zu scheitern – vor allem kleine Betriebe und Gründer:innen. Wer sich politisch einbringen will, soll das einfach und wirksam tun können: durch Petitionen, mehr Mitbestimmung und digitale Beteiligung, die nicht kompliziert ist. In der Volksgruppenpolitik geht es ihm um gleiche Chancen, Sichtbarkeit und den Schutz von Sprache und Kultur – als Teil unserer gemeinsamen Identität.
Steffi Krisper steht für einen Rechtsstaat mit Rückgrat – unabhängig, transparent und digital. Sie engagiert sich für eine Justiz, die frei von Parteieinfluss arbeitet, für klare Spielregeln bei Postenbesetzungen und für echte Kontrolle bei Parteifinanzen. Korruption bekämpft man nicht mit Symbolik, sondern mit Struktur. Die Volksanwaltschaft sieht sie als wichtiges Korrektiv – gerade für Menschen ohne starke Stimme. Und es geht ihr um Ressourcen: Ein noch so gutes Strafgesetzbuch hilft nicht, wenn es zu wenige Menschen gibt, die es umsetzen.
Janos Juvan bringt aus eigener Erfahrung die Liebe zum Gründen mit ins Parlament – mit klarer Ansage: das darf in Österreich kein Hindernislauf mehr sein. Er steht für weniger Bürokratie, mehr Risikobereitschaft und bessere Bedingungen für alle, die etwas aufbauen wollen. Eine echte Fehlerkultur, Talente ins Land holen, Kapital mobilisieren – das sind für ihn keine Schlagworte, sondern politische Aufgaben. Am Beispiel der Niederlande erklärt er, wie er sich das in Zukunft vorstellt. Und weil Sport für ihn mehr ist als ein Hobby, macht er sich stark für mehr Bewegung im Alltag – in Schulen, in Gemeinden, quer durch alle Generationen. Sein Ziel: ein Österreich, das möglich macht.
Als neuer Klubobmann übernimmt Yannick Shetty Verantwortung – für die Partei, für den Kurs und den politischen Stil, also für die Art, wie Politik gemacht wird. Er spricht über lange Tage, große Erwartungen und den Anspruch, Veränderung nicht nur zu fordern, sondern auch selbst vorzuleben. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit bleibt die Integration und die ist klar in den Anforderungen: ein verpflichtendes Integrationsjahr, besserer Zugang zum Arbeitsmarkt und das Bekenntnis zu unserer Sprache, unseren demokratischen Grundwerten und einer liberalen Gesellschaft. Wer Teil dieser Gesellschaft sein will, muss sie mittragen – aktiv, respektvoll und im Verständnis für unsere Regeln. Integration ist kein Entgegenkommen um jeden Preis, sondern ein Miteinander auf Augenhöhe für alle.
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