Nerdfunk (m4a)

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Nerdfunk (m4a) episodes

  • Wie wir alle zu Datenmeeresbewohnern wurden
    Es kommt uns vor, als sei es erst gestern gewesen: Als wir in der Nacht auf den ersten Januar 2000 an der rauschenden Party zum neuen Jahrhundert ausgelassen feierten (oder, wie Kevin, einen Abend im Kino verbrachten). Inzwischen ist von diesem Jahrhundert bereits das erste Viertel durch. Und beim technischen Fortschritt hat sich so viel getan, dass es gut und gern fürs ganze Jahrhundert gereicht hätte.
    Für uns eine Gelegenheit, uns über die vielen Facetten des Fortschritts Gedanken zu machen: über die konkreten, aber auch über die fiktionalen. Das tun wir in der Serie «Die Zukunft ist heute». In der zweiten Folge geht es um das mobile Internet: Um die zaghaften Anfänge am Anfang des Jahrhunderts, die wir mit WAP auf den damals noch «dummen» Telefonen unternommen haben und wie auch WLAN anfänglich ein absoluter Luxus war. Daraus ist in wenigen Jahren eine absolute Selbstverständlichkeit geworden. Heute nutzt die Mehrheit der Menschheit das Internet über mobile Geräte und selbst im Ausland ist für viele von uns die Flatrate fast schon Normalität.
    Wir würdigen diese Entwicklung und fragen uns, wie es uns wohl ginge, wenn wir von einem Tag auf den nächsten wieder ohne allgegenwärtige Datenversorgung dastehen würden …
    30 min
  • Willkommen im Kopf von Philip K. Dick
    Oder Arthur C. Clarke? Wir leben heute in einem Zukunftsroman von früher. Visionäre Köpfe wie Isaac Asimov, William Gibson und Gene Roddenberry dachten sich abenteuerliche Geschichten mit futuristischer Technologie aus. Sie sind inzwischen nicht in allen Details wahr geworden – aber in vielen Belangen. Die Lücken sind unser Glück, wenn wir an Dystopien wie die von George Orwell denken («1984»).
    Aber vielleicht kommt das noch? Im Nerdfunk wollen wir mit einer Serie die Tatsache würdigen, dass es im ersten Viertel des neuen Jahrhunderts kein Jahr ohne einen grossen technologischen Durchbruch gab, der bemerkenswerte Veränderungen mit sich brachte. Wir schauen zurück, identifizieren die Meilensteine bei der Entwicklung von Internet, sozialen Medien, Gaming, Cloud, Streaming und Dating. Vielleicht wagen wir auch die eine oder andere unserer legendären Hashtag-Prognosen, welches Science-Fiction-Buch demnächst wahr werden könnte.
    In der ersten Folge knüpfen wir an unsere letzte reguläre Sendung von 2024 an und wagen einen Überblick, was die prägendsten Ereignisse seit dem Jahr 2000 waren.
    37 min
  • Das digitale Analog-Auto
    Heute ist der Computer aus einem Auto nicht mehr wegzudenken. Es gab aber auch eine Zeit vorher. Wann fand eigentlich bei den Autos der Wechsel von Elektrik zu Elektronik statt? Und welche Vorteile hat denn ein analoges Auto? Und warum würde man das jetzt digitalisieren?
    Als Fortsetzung unserer grossen Gadgetshow zum Jahresende, bei Kevin kleine Displays für seine Autos vorgestellt hat, gehen wir dieser Sache in der heutigen Sendung vertieft nach. Und für Leute (wie Matthias), die nicht zum Lager der Automobilisten gehören, gibt es auch kleine Tipps für Info-Panels zu Hause.
    41 min
  • Warum die Tech-Bosse reihenweise vor Trump einknicken
    Ist es ein Kniefall vor dem neuen Herrscher – oder schützen die Tech-Moguln lediglich ihre Geschäftsinteressen, wenn sie sich mit dem US-Präsidenten gut stellen, der in einer Woche vereidigt werden wird?
    Irritierend ist es auf alle Fälle, wenn nicht nur Elon Musk – von dem wir aus dem Wahlkampf einiges gewohnt sind – sondern auch Jeff Bezos und Mark Zuckerberg Donald Trump die Treue schwören. Und auch Unternehmen, die ihre Loyalität nicht öffentlich zur Schau tragen, sind bereit, die Gunst der Republikaner zu erkaufen: Apple-Chef Tim Cook, OpenAI-Boss Sam Altman, Microsoft und Google, sie alle haben für die Feier zur Amtseinführung grosszügige Spenden geleistet.
    Was bedeutet das mittelfristig für die Tech-Branche und uns als Anwenderinnen und Konsumenten? Und wie können wir – falls wir mit dem aktuellen Lauf der Dinge nicht einverstanden sein sollten – dagegenhalten? Wenn wir heute dieses Thema diskutieren, kommen wir auch um Twitter (X) und die Frage nicht herum, ob Musk gestoppt werden kann bzw. gestoppt werden muss.
    36 min
  • Bonus: Die Google-Interviews
    Eine Bonusfolge des Nerdfunks mit zwei Interviews, die am 25. November in Zürich entstanden sind. Google hat damals zur Feier zum zwanzigsten Jubiläum des Forschungsstandorts Zürich geladen, mit einem kurzen Videogruss von Sundar Pichai, einem Auftritt von «Ur-Googler» Urs Hölzle und einem Panel über die Chancen, die sich mit der künstlichen Intelligenz bieten.
    An diesem Anlass hat Matthias zwei Interviews geführt, die es hier zu hören gibt. Als erstes gibt Martin Bäuml, Director of Software-Engineering, Auskunft zu Google Gemini und als zweites sagt Christine Antlanger-Winter, die Chefin von Google Schweiz, wie sie die Beziehung zur Schweiz einschätzt und wie sich die KI auf das Suchmaschinengeschäft auswirken wird.
    30 min
  • Wann hören Digichris und Matthias auf, mit dem Elonlutscher zu diskutieren?
    Hier ist sie, die letzte Folge und das grosse Finale von unserem grossen Jahresrückblick, dem digitalen Realitätsabgleich 2024: Wir küren die Auf- und Absteiger des Jahres – sprechen aber auch noch über die Tops und Flops im Bereich der digitalen Inhalte.
    Und in dieser Jahres-Endrunde gehen die Wogen hoch und die Emotionen kochen über: Nicht, dass wir uns uneins wären – nicht so richtig. Doch der eigentliche Grund ist der Zustand der Welt, der sich dieses Jahr nicht zum Besseren gewandt hat und der uns ausreichend Grund für Pessimismus gibt. So ergibt sich eine riesige Achterbahn der Gefühle, an der meistens Kevin einen Anteil hat: Warum fahren nicht alle Elektroautos? Wohin führt das, wenn wir das mit der Klimakrise nicht in den Griff bekommen? Aber Kevin ist auch für den positiven Schlusspunkt zuständig, bei dem er festhält: Wir leben heute in der Welt, wie sie sich früher Science-Fiction-Autoren kaum auszumalen getraut haben.
    Wie immer danken wir euch in unserer (vermutlich) letzten Sendung für eure Treue, die Rückmeldungen und konstruktive Kritik. Wir wünschen euch, alles Gute, liebe Hörerinnen und Hörer: Geniesst die Feiertage, erholt euch gut, macht lieber friedliche Stimmung statt eine (Geschenke-)Schlacht und bleibt uns gewogen.
    32 min
  • Digichris zahlt Geld für illegale Musik
    Der erste steht mit dem Fuss im Gefängnis, der zweite ist legaler unterwegs, als die Polizei erlaubt und der dritte könnte als Staatsanwalt in einer Fernsehsendung auftreten: In der zweiten Folge unseres dreiteiligen Jahresrückblicks laufen wir zur Höchstform auf und entwickeln nicht nur alternative Karrierepfade für wesentliche Teile des Teams, sondern küren auch die Tops und Flops bei der Software und im Web.
    Und die sind so vielfältig wie unsere digitalen Realitäten: Von der Yoga-App über einen neuen Schweizer Kalender bis zur echten Online-Bruchlandung eines Flugsimulators ist alles dabei – sodass wir bestens gerüstet sind für das grosse Finale in einer Woche.
    33 min
  • Wir entschuldigen uns erst hinterher
    Verschwundene Scheinwerfer, eine verblüffende Menge an Games aus fragwürdiger Quelle und ein weiteres Drucker-Mysterium: Aus dieser Sendung wäre um Haaresbreite ein Fall für die digitalen drei Fragezeichen geworden. Doch dann stellten wir erstens fest, dass manche von uns eine eher kriminelle, denn detektivische Ader haben. Zweitens ist unübersehbar – und eine Trübnis in dieser Sendung, von dem nur Digichris ausgenommen wird –, dass wir zu alt und zu grau für die Rolle der jugendlichen Ermittler sind. Und wir sitzen drittens nicht zu dritt, sondern zu viert an dem kniffligen Fall, welches denn die Highlights und die Tiefpunkte dieses Jahres waren.
    Ja, es ist nämlich wieder so weit: Wir rechnen in digitaler Hinsicht mit 2024 ab. Das nennt sich digitaler Realitätsabgleich, und wir fangen unsere grosse, dreiteilige Jahresendshow mit den Tops und Flops bei den Gadgets und den Softwareprogrammen an. Dieses Jahr gibt es einen alten Bekannten, einige neue Nominationen – und einige interessante Fragen: Etwa, ob ein 50’000 Franken teures Gerät noch als Gadget durchgeht.
    31 min
  • Zum vielleicht letzten Mal Kummerbox Live
    Unsere traditionsreiche Hörerinnenfragen-Rubrik steht auf dem Spiel: Im letzten Jahr ist der Zustrom an Fragen dünner geworden.
    Über die Gründe rätseln wir noch: Im Idealfall sind die Computer, Handys und das Internet inzwischen so einfach und pflegeleicht, dass keine Schwierigkeiten mehr auftreten, die unser Eingreifen erforderlich machen würden.
    Oder – und das ist die wahrscheinlichere Erklärung – gibt es weiterhin Abstürze, Pannen und unerklärliche technische Phänomene, doch die werden heute eher mittels ChatGPT, Youtube und den technisch versierten (?) Kindern gelöst.
    Für uns gibt es zwei Szenarien: Wir könnten «Kummerbox Live» erstens ganz einstellen. Oder zweitens die Rubrik nicht mehr regelmässig senden, sondern nach Bedarf, wenn genügend Fragen eingetroffen sind. Entschieden haben wir uns bisher nicht. Aber da frischer Wind dem Nerdfunk guttun würde, neigen wir eher dazu, uns ein neues, fixes Gefäss einfallen zu lassen. Vorschläge sind herzlich willkommen: Entweder via Kommentare oder aber über die anderen Kontaktmöglichkeiten.
    Doch wie der Zufall so spielt, haben uns für die heutige Sendung mehr als genügend Anliegen erreicht: Rafael möchte auf seinem iPad mehrere Benutzerkonten einrichten. Bettina fragt sich, was es mit der Meldung ihres Adobe-Programms auf sich hat, es wolle «Geräte in deinem lokalen Netzwerk finden». Vera ist es ein Anliegen, eine Datensicherung ihrer Tagebuch-App anzulegen. Und Nik kämpft mit dem alternativen Mailprogramm Mailspring.
    36 min
  • Wenn der Anbieter den Stecker zieht
    Digitale Geräte werden nicht nur durch Defekte bedroht. Auch die Abhängigkeit von der Cloud kann sie plötzlich in Elektroschrott verwandeln. Das passiert dann, wenn ein autarker Betrieb nicht vorgesehen ist und die Server abgeschaltet werden – sei es, weil der Hersteller keine Lust mehr darauf hat, ältere Modelle zu unterstützen oder der Betrieb aufgrund einer Insolvenz nicht mehr gewährleistet ist. Solche Fälle von ungeplanter Obsoleszenz gab es in der jüngeren Vergangenheit einige; betroffen waren smarte Lautsprecher, Spielkonsolen und Gadgets fürs Smarthome, aber auch ein E-Bike-Hersteller.
    Dieses Abhängigkeitsproblem stellt sich bei Webanwendungen, Dateiformaten, Apps aus zentralen App-Stores und bei den Online- und Multiplayerspielen. Diese stehen nur so lange zur Verfügung, wie der Hersteller den Betrieb für lukrativ erachtet. Doch da Games auch einen kulturellen Wert haben, ist das kollektive Gedächtnis dieser Kunstrichtung bedroht. Wäre es da nicht sinnvoll, wenn kommerziell nicht mehr genutzte Software möglichst schnell Open-Source werden würde?
    Wir diskutieren über das Problembewusstsein und darüber, wie die Hersteller dazu gebracht werden könnten, ihre Verantwortung für User, Umwelt und Gesellschaft wahrzunehmen.
    36 min

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