Nerdfunk (MP3)

Nerdfunk (MP3)

By Matthias Schüssler, Kevin Rechsteiner, Christian SchmidTechnologyEducationCourses
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Nerdfunk (MP3) episodes

  • Zoff um die schreibende KI
    Die deutsche Medienbranche streitet derzeit heftig über den KI-Einsatz: Schuld sind Ministerpräsidenten (wie Mario Voigt), die ganze Gastbeiträge mittels KI verfassen lassen, inklusive erfundener Zitate. Auch Journalisten selbst (wie Stephan-Andreas Casdorff vom Berliner «Tagesspiegel») schätzen die Hilfe der KI – zumindest, bis die Sache auffliegt und eine Beurlaubung die Folge ist.
    Jetzt stehen auf der einen Seite Leute wie Springer-Chef Mathias Döpfner. Er lässt sich von Gemini eine KI-Verteidigungsrede verfassen, in der er meint, wir hätten es hier mit Ghostwriting mit anderen Mitteln zu tun – und man solle sich gefälligst nicht so haben.
    Auf der anderen Seite gibt es Leute, die den «Verlust von Seele und Haltung» beklagen und einen Angriff auf die Meinungsbildung vermuten. Diese Debatte ist längst auch in die sozialen Medien geschwappt, wo die kühlen Pragmatiker und KI-Befürworterinnen die Oberhand zu haben scheinen – so zumindest der Eindruck, den die auf Effizienz bedachten Business-Menschen auf Linkedin erwecken.
    In der Schweiz ist die Medienbranche für einmal weiter: Der Schweizer Presserat hat bereits einen Leitfaden erlassen und die Verleger haben sich zusammen mit der SRG und der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf einen Kodex geeinigt.
    Ein guter Moment, die aktuelle Debatte zusammenzufassen und selbst Position zu beziehen: Wann finden wir KI-Texte okay – und wo ziehen wir eine rote Linie?
    35 min
  • Bildung und IT: Denken lernen trotz KI?
    In den 1980er-Jahren war der Taschenrechner das leistungsfähigste technische Hilfsmittel, das an den Schulen zum Zug kam. Anfang der 1990er-Jahre hielten die Informatikräume Einzug, und seit ein paar Jahren bringen Schülerinnen und Studenten ihre eigenen Computer mit.
    Und jetzt müssen die Lehrenden und Lernenden einen Umgang mit der künstlichen Intelligenz finden. Was diese rasante Entwicklung fürs Lernen und die Lehrpläne bedeutet, besprechen wir heute. Und was ist Bildung überhaupt noch wert, wenn die KI schneller, ausführlicher und rund um die Uhr ihr Wissen darbietet?
    37 min
  • Siri wird schlau (aber hierzulande bleibt sie dumm)
    Gestern eröffnete Apple die diesjährige Entwicklerkonferenz mit einem Ausblick auf die Neuerungen, die in diesem Jahr kommen werden. Wie gelungen die Ankündigungen sind, darüber sind sich Matthias und Digichris uneins: Siri wird klüger – oder vielleicht auch nur weniger dumm –, es gibt neue Jugendschutz-Einstellungen und die Liquid-Glass-Optik wird weiter zurückgedreht.
    Aber auch heuer gilt, dass wir nicht zum Apple-Podcast mutieren. Wir sprechen auch über die Klage gegen OpenAI und dessen Chef Sam Altman: Der US-Bundesstaat Florida wirft dem Tech-Unternehmen vor, mit einer unausgereiften Technologie Kinder und Jugendliche gefährdet zu haben und die kommerziellen Interessen vor die Sicherheit gestellt zu haben.
    Ausserdem wachsen die Summen, die in die KI investiert werden, in immer schwindelerregendere Höhen: Anthropic bekam neuerdings 35 Milliarden Kredit, OpenAI will an die Börse und auch SpaceX von Elon Musk ist über die KI-Abteilung in diesem Bereich angesiedelt. Wir werden es hier mutmasslich mit dem grössten IPO (initial public offering) zu tun haben – mit einem Emissionsvolumen von 50 bis 75 Milliarden und einer Bewertung von mehr als 1,25 Billionen Dollar. Heisst: Musk könnte demnächst der erste Billionär der Geschichte sein – Dagobert Duck ist ein, pardon, Entenschiss dagegen.
    Und wo wir schon in der Finanzwelt sind: Das KI-Modell Claude Mythos von Anthropic findet anscheinend tatsächlich Sicherheitslücken, sodass es den Banken langsam mulmig wird. Europäische Banken können das Modell bislang nicht nutzen und könnten angreifbar werden. Es braucht eine massive Investition in die Cybersicherheit.
    0 min
  • Eine Sendung für alle, die bis drei zählen können
    … aber nicht bis 800. Damit meinen wir uns selbst: Als wir neulich ein grosses Jubiläum feierten, taten wir das eine Woche zu früh. Wir (sprich: Matthias) hatten uns um eine Nummer vertan und wir (sprich: Digichris und Kevin) merkten das nicht.
    Aber wer wären wir, wenn wir (sprich: Kevin, Digichris und Matthias) nicht aus der Not eine Tugend machen würden? Wir holen die ausgelassene Folge 798 nach, und wir tun das mit dem passenden Thema: den grössten Informatik-Pannen und -Fehlleistungen. Wir sprechen dabei aus eigener Erfahrung und erzählen, was wir im Lauf unserer Karrieren an Dingen verbockt haben.
    Gleichzeitig interessiert uns, welche Missgeschicke in der Öffentlichkeit publik geworden sind – natürlich am liebsten von grossen Tech-Konzernen, Regierungen oder Institutionen. Und es gilt: Je peinlicher, desto besser!
    36 min
  • Forza Papst!
    Nein, wir hatten nicht plötzlich ein religiöses Erweckungserlebnis. Der Titel ist vielmehr eine unzulässige Verkürzung mehrerer Themen in der heutigen Ausgabe des Patch Tuesday. In der heutigen Folge unseres News-Updates ist es Digichris ein Anliegen, über ein sog. Videogame namens «Forza Horizion» zu sprechen. Gleichzeitig kommen wir nicht um den Pontifex herum, da dieser sich diese Woche über die künstliche Intelligenz äusserte – das heisst aber nicht, dass wir (quasi als Gegenmassnahme) künftig katholische Glaubensrichtlinien postulieren werden. Wir wollen bloss herausfinden, wie vernünftig die Ansichten des Kirchenoberhaupts in dieser Hinsicht sind.
    Weitere wichtige Themen: Fällt die Google-Suche nun endgültig der künstlichen Intelligenz zum Opfer? Die Zeichen, die Google an der Entwicklerkonferenz aussandte, deuten in diese Richtung. Entlassungen bei Meta, erste Cyberangriffe per KI und: Microsoft sagt, Copilot diene bloss der Unterhaltung.
    36 min
  • Trotzig zünden wir die Digital-Tischbombe
    Heute steht die 800. Nerdfunk-Sendung auf dem Programm. Ein Grund zum Feiern, sollte man meinen. Doch eine (fast) wissenschaftliche Untersuchung gibt uns Grund für einen langen Blick in den Spiegel: Sind wir noch die Nerds, die wir sein wollen?
    Die Datenanalyse zeigt: Wir wurden über die Jahre ernster, gesellschaftskritischer und düsterer in der Themenauswahl und unseren Aussagen und Prognosen. Das hat natürlich mit der allgemeinen Entwicklung zu tun: Aus sympathischen kleinen Start-ups wurden gfürchige Tech-Konzerne. Die demokratische Kraft des Ur-Internets wandelte sich in Ragebaiting. Wir bekamen es mit Social-Media-Kulturkämpfen und sinnlosen, fruchtlosen Shitstorms zu tun. Und wenn die Auswertung stimmt, dann nahmen Originalität und Humor über die Zeit ab – und die Leichtigkeit blieb weitgehend auf der Strecke.
    Allerdings: Wenn wir uns nicht nur an unserer Themenauswahl orientieren, sondern auch an den heiteren Momenten, den geglückten und missratenen Witzen, dann gibt es keinen Grund, uns für alte Schwarzmaler zu halten. Es gibt sie noch, die heiteren Momente – auch wenn sie häufiger zwischendurch oder in der Preshow stattfinden. Und den Tech-Optimismus werden wir uns auch weiterhin nicht nehmen lassen.
    Also: Eine Feier, den widrigen Umständen zum Trotz, und mit der festen Absicht, auch mal wieder locker-leichte Themen paratzuhalten. Im Idealfall macht diese heutige Jubiläumssendung den Anfang!
    36 min
  • Wann es Zeit ist, mit einer App Schluss zu machen
    Es kommt vor, dass sich User und App auseinanderleben. Vielleicht – und das ist in letzter Zeit zu beobachten – weil Software schlechter wird. Aber manchmal verändern sich auch unsere Bedürfnisse. Und dann ist es Zeit für einen Neuanfang.
    36 min
  • Vibe-Coding: Softwareentwicklung als Jekami
    Mit der KI kam sehr schnell die Möglichkeit von Vibe-Coding. Es wird nicht mehr «händisch» programmiert. Stattdessen gibt man der künstlichen Intelligenz den Auftrag, eine Software herzustellen.
    Wir geben einen Einblick, wie das funktioniert, wozu man das brauchen kann – und was die Auswirkungen sein werden, wenn sich die Entwicklungszyklen massiv beschleunigen, und sich Softwareprojekte einfacher – aber mit tendenziell viel weniger Kontrolle – realisieren lassen.
    37 min
  • Zenit überschritten, Apple?
    Gleich zwei grosse Ereignisse aus Cupertino bringen uns dazu, uns in einem Schwerpunkt dem grossen Tech-Konzern zu widmen, der zusammen mit Microsoft, IBM, HP und vielleicht auch Intel zu den Urgesteinen der Branche zählt: Apple feierte vor kurzem den fünfzigsten Geburtstag und gab nur wenig später eine wichtige Weichenstellung bekannt: Steve Jobs Nachfolger Tim Cook tritt als CEO ab und übergibt an John Ternus – einen Mann, der zumindest den Nicht-Apple-Fanboys bislang unbekannt gewesen sein dürfte.
    Was bedeutet das für den Konzern, der mit Macs und dem iPhone gross und unglaublich umsatzträchtig wurde? Dürfen die Leute hoffen, die sich mehr Innovation und überraschende neue Produkte wünschen? Oder geht es im gleichen Stil weiter – mit sturer Verteidigung der Vormachtstellung über den App Store und Bezahlschnittstelle, Verweigerung der EU-Regulierung, schlechter Reparierbarkeit und mangelnder Interoperabilität?
    Wir fragen uns, wo die Grenzen des Wachstums liegen und ob es auf Dauer reicht, das Erbe von Steve Jobs zu bewirtschaften, wenn beim alles dominierenden Trend, der künstlichen Intelligenz, bislang keinerlei Zeichen gesetzt werden konnten.
    34 min
  • Deepfakes: Wie uns die visuelle Realität abhandenkommt
    Deepfakes wirken echt, sind aber reine Fantasiegeburten: Videos und Bilder, die anhand eines Textprompts von einer generativen KI erzeugt wurden und lustig, originell oder auch verblüffend sind – zumindest in ihrer harmlosen Ausprägung.
    Doch in vielen Fällen werden die Bilder zu manipulativen Zwecken eingesetzt: als Propaganda-Instrument, in Form von «AI Slop» zur Aufmerksamkeitsbewirtschaftung in den sozialen Medien und schliesslich auch bei Identitätsdiebstahl und «Deep Nudes» – das sind sexualisierte Deepfakes, die zu privaten «Vergnügen» verwendet oder auch veröffentlicht werden.
    Spätestens seit Elon Musks KI Grok solche Bilder mit minimalem Aufwand via Twitter (X) erzeugt, ist eine eigentliche Deepfake-Epidemie zu beobachten.
    Wir diskutieren über das Problem: Welche Handhabe haben wir als Betroffene, was können wir gegen solche Deepfakes tun? Welche Möglichkeiten der Prävention gibt es? Und was müsste der Gesetzgeber tun, damit die Last, gegen solche Formen des digitalen Missbrauchs vorzugehen, nicht auf den Schultern der einzelnen Opfer liegt?
    31 min

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