Netz-Barrierefrei - Digitale Barrierefreiheit verstehen

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Netz-Barrierefrei - Digitale Barrierefreiheit verstehen episodes

  • Barrierefreiheit messen mit dem Maturity Model

    Wer Fortschritt in der Barrierefreiheit messen möchte, kann einen strukturierten Ansatz wie das Maturity Model bzw. Reifegrad-Modell einsetzen. Hier gibt es einen knappen Überblick über das Konzept und dessen Nutzen.

    • Transkript: Maturity-Model für die Barrierefreiheits-Messung
    • W3C Accessibility Maturity Model
    • Reifegradmodelle für Web-Accessibilityin der digitalen Produktentwicklung PDF
    • 14 min
    • Unterricht digital inklusiv - ein Interview mit Lea Schulz

      Unterricht sollte möglichst inklusiv gestaltet werden und das auch im digitalen Raum. Wie das geht, verrät uns Dr. Lea Schulz.

      • Website von Lea Schulz
      • Praxis-Seite von Lea
      • Leas Social-Media-Kanäle findet ihr auf ihrer Website
      • Das erwähnte und von ihr mit herausgegebene Buch Diklusive Lernwelten
      • Das Transkript zum Interview mit Lea Schulz zu digital-inklusivem Unterricht

        29 min
      • Was gibt es Neues in der WCAG 2.2?

        Ich habe die Namen der Erfolgskriterien mit Google übersetzt, sie können von den offiziellen Übersetzungen, wenn es sie mal geben wird abweichen.

        Das Erfolgskriterium 4.1.1 Parsing ist obsolet. Damit entfällt die Prüfung des HTML-Codes mit einem HTML-Validator.

        • 2.4.11 Fokus nicht verdeckt (Minimum) (AA)

        Elemente, welche den Tastatur-Fokus erhalten sollten zumindest teilweise sichtbar sein.
        • 2.4.12 Fokus nicht verdeckt (erweitert) (AAA)
        Elemente, welche den Fokus erhalten, sollen vollständig sichtbar sein.
        • 2.4.13 Fokuserscheinung (AAA)
        Wenn die Fokusanzeige der Tastatur sichtbar ist, erfüllt ein Bereich der Fokusanzeige alle folgenden Bedingungen:
        • mindestens so groß ist wie die Fläche eines 2 CSS-Pixel dicken Umfangs der nicht fokussierten Komponente oder Unterkomponente und
        • ein Kontrastverhältnis von mindestens 3:1 zwischen denselben Pixeln im fokussierten und unfokussierten Zustand aufweist

        • 2.5.7 Drag and Drop (AA)

        Wenn Drag and Drop erforderlich ist, gibt es gibt es eine Alternative, die nicht davon abhängt, dass man eine Maus oder Touch benutzen kann.

        • 2.5.8 Zielgröße (Minimum) (AA)

        UI-Elemente haben eine Größe von mindestens 24X24 Pixel. Sie sollen außerdem einen ausreichenden Abstand zu benachbarten UI-Elementen haben, damit nicht aus Versehen das falsche Element ausgelöst wird.

        • 3.2.6 Konsistente Hilfe (A)

        Wenn Hilfe wie ein Tutorial oder ein Chat angeboten werden, sollen sie jeweils an der gleichen Stelle auffindbar sein und überall dort, wo diese Hilfe benötigt werden könnte.

        • 3.3.7 Redundanter Eintrag (A)

        Die gleiche Information soll im gleichen Vorgang nicht zwei Mal eingegeben werden müssen. Ausnahme ist, wenn dies notwendig ist wie bei der Vergabe eines Passworts.

        • 3.3.8 Barrierefreie Authentifizierung (Minimum) (AA)

        Möchte sich eine Person authentifizieren, muss sie dafür keine komplexe Aufgabe lösen oder sich komplexe Dinge merken.

        • 3.3.9 Barrierefreie Authentifizierung (erweitert) (AAA)

        What's New in WCAG 2.2

        17 min
      • Ein Avatar für Gebärdensprache - ein Interview mit Alexander Stricker von Charamel

        Ein Avatar kann die Produktion von Inhalten in Gebärdensprache erleichtern. Darüber spreche ich mit dem Geschäftsführer der Firma Charamel, Alexander Stricker. Charamel hat ein langlaufendes Forschungsprojekt zu Avataren für Gebärdensprache.

        Website von Charamel - dort findet ihr auch die erwähnten Social-Media-Kanäle

        AVASAG - 3D-Gebärdensprach-Avatar zur automatisierten Übersetzung von Text in Gebärden
        Website von yomma GmbH

        Transkript Ein Avatar für Gebärdensprache

        23 min
      • Diskriminierung im Design und der Gender Data Gap

        Das am Anfang genannte Buch ist von Caroline Criado Perez und heißt auf Deutsch "Unsichtbare Frauen".

        Ihren kompletten zitierten Vortrag gibt es auf YouTube.
        Noch eine Ergänzung: Auch wenn ich das Buch von Perez sehr gelungen finde, hätte sie noch darauf eingehen können, dass es nicht um Männer geht, sondern vor allem um Männer des kaukasischen Typs. Viele nicht-kaukasische Männer sind anders gebaut als der durchschnittliche Europäer bzw. weiße Amerikaner.

        Die Zusammenfassung des Inhalts - heute gibt es leider kein Transkript:

        Historisch gesehen wurden Sicherheitsmerkmale und ergonomische Aspekte in der Fahrzeuggestaltung oft unter Berücksichtigung von Durchschnittsmännern entwickelt, was zu Problemen führen kann. Frauen haben in der Regel unterschiedliche Körperproportionen und -stärken, was dazu führen kann, dass Sicherheitseinrichtungen wie Airbags und Sitze nicht optimal auf sie abgestimmt sind.

        Bei Crashtests und Sicherheitsbewertungen werden häufig männliche Testdummies verwendet, was zu einem Mangel an Daten über die spezifischen Auswirkungen von Unfällen auf weibliche Insassen führt. Dies kann dazu beitragen, dass die Sicherheit von Frauen in Fahrzeugen vernachlässigt wird.

        Der Mangel an weiblichen Designern in der Automobilindustrie kann dazu führen, dass bestimmte Designtrends und -entscheidungen nicht ausreichend in Frage gestellt werden.

        Weibliche Designer können dazu beitragen, vielfältigere und inklusivere Designs zu entwickeln, die besser auf die Bedürfnisse aller Benutzer zugeschnitten sind.

        Der Gesundheits-Beruf wird nach wie vor von Männern dominiert, in der wissenschaftlichen und unternehmerischen Forschung dominieren nach wie vor Männer, auch wenn es inzwischen mehr Studentinnen und Wissenschaftlerinnen gibt. Leitende Positionen werden nach wie vor von Männern dominiert, welche am Ende die Entscheidungen treffen.

        Historisch gesehen wurden Frauen oft von klinischen Studien und medizinischer Forschung ausgeschlossen, was zu einer unzureichenden Datenbasis für die Behandlung von Frauen führt. Viele Medikamente und Therapien wurden vorwiegend an Männern getestet, was die Wirksamkeit und Sicherheit für Frauen in Frage stellen kann.

        Frauen haben einzigartige gesundheitliche Bedürfnisse, darunter die Periode, reproduktive Gesundheit, Prävention von Brust- und Gebärmutterhalskrebs sowie Wechseljahre. Diese Bedürfnisse werden manchmal nicht angemessen berücksichtigt.

        Frauen können höhere Gesundheitskosten haben, insbesondere aufgrund von Schwangerschaft und Geburt. Dies kann zu finanziellen Belastungen führen und den Zugang zu Gesundheitsdiensten einschränken.

        Sicherheit: Die meisten öffentlichen Umgebungen sind nicht so gestaltet, dass Frauen vor sexueller Belästigung und Übergriffen geschützt sind.

        Stalking und Nachstellungen betreffen überwiegend Frauen. Das Rechtssystem ist darauf nicht eingerichtet.

        Diskriminierung im Web: Der meiste Haß, Stalking und weitere Nachstellungen finden im Web und Social Media gegen Frauen statt. Die Plattformen unterstützen dies, indem sie solche Botschaften höher gewichten oder nicht löschen. Auch die Unternehmen hinter diesen Plattformen werden von Männern dominiert, von denen vermutlich keiner Erfahrung mit diesen Dingen gemacht hat.

        Um Diskriminierung durch Design zu minimieren, sind folgende Maßnahmen sinnvoll:

        1.

        Bewusstseinsbildung: Bildung und Sensibilisierung sind der erste Schritt. Es ist wichtig, auf die bestehenden Probleme hinzuweisen und das Bewusstsein für die Diskriminierung von Frauen im Design zu schärfen.
        2.
        Inklusive Ausbildung: Die Ausbildung im Bereich Design sollte geschlechterneutral und inklusiv gestaltet sein. Frauen sollten ermutigt werden, sich für Designstudien und -karrieren zu interessieren, und es sollten Chancen für eine ausgewogene Geschlechterverteilung geschaffen werden.
        3.
        Förderung weiblicher Talente: Unternehmen und Organisationen sollten aktiv daran arbeiten, weibliche Talente zu fördern und ihnen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und Sichtbarkeit zu bieten. Dies kann durch gezielte Schulungs- und Mentoring-Programme geschehen.
        4.
        Geschlechtergleichheit in der Belegschaft: Designunternehmen sollten bestrebt sein, eine ausgewogene Geschlechterverteilung in ihrer Belegschaft zu erreichen. Dies erfordert eine gezielte Anstrengung bei der Rekrutierung und Förderung von weiblichen Designern und Fachleuten.
        5.
        Entlohnungstransparenz: Die Gehälter und Vergütungen sollten transparent sein, um sicherzustellen, dass Frauen nicht benachteiligt werden. Unternehmen sollten regelmäßige Gehaltsüberprüfungen durchführen, um sicherzustellen, dass Frauen und Männer gleich bezahlt werden.
        6.
        Bekämpfung von Stereotypen: Stereotypen und Geschlechterklischees im Design sollten aktiv bekämpft werden. Design sollte geschlechtsneutral sein und nicht dazu beitragen, stereotype Geschlechterrollen zu verstärken.
        7.
        Frauennetzwerke und -gemeinschaften: Die Schaffung von Netzwerken und Gemeinschaften für Frauen in der Designbranche kann Frauen dabei unterstützen, Erfahrungen und Ressourcen auszutauschen, sich gegenseitig zu unterstützen und ihr berufliches Wachstum zu fördern.
        8.
        Forschung und Daten: Um die Diskriminierung von Frauen im Design besser zu verstehen, ist es wichtig, Daten und Forschung in Bezug auf Geschlechterungleichheit und -diskriminierung zu sammeln und zu analysieren.
        9.
        Selbstbewusstsein fördern: Frauen sollten ermutigt werden, selbstbewusst und selbstsicher in der Designbranche aufzutreten. Dies erfordert Unterstützung und Ermutigung von Kollegen, Vorgesetzten und Lehrern.

        25 min
      • Warum digitale Barrierefreiheit diverser werden muss

        Trigger-Warnung: Eine Folge, in der Domingos mal wieder schimpft. Empfindliche Gemüter sollten diese Folge nicht hören. Domingos ist halt ein alter Querolant, vor dem niemand sicher ist.

        Der Behinderte erklärt das Problem, der Nicht-Behinderte löst es. So klassisch, so bekannt. Aber muss es tatsächlich so sein? In dieser Episode geht es um ein Old-Style-Bild, dass durch die heutige Inklusions- und Barrierefreiheits-Szene transportiert und verhärtet wird. Und warum wir das aufbrechen müssen.

        Transkript Warum die Barrierefreiheits-Bühne diverser werden muss

        17 min
      • Warum digitale Barrierefreiheit auf Daten basieren sollte

        Bislang gehen wir nach meiner Erfahrung eher intuitiv an das Thema Barrierefreiheit. Probleme werden durch manuelle Prüfung oder zufällig gefunden. Damit sind wir die Ausnahme im digitalen Business. In dieser Episode geht es darum, warum und wie wir digitale Barrierefreiheit daten-basiert behandeln sollten.

        • Transkript: Warum Sie digitale Barrierefreiheit auf Daten basiert betreiben sollten
        • Why you should operate digital Accessibility on Data
        • 16 min
        • Warum CAPTCHAs nicht barrierefrei sind

          Wer sich mit dem Thema beschäftigt - oder über ein wenig Menschen-Verstand verfügt - kann sich denken, dass grafische Bild-Codes - CAPTCHAs - nicht barrierefrei sind. Da gesunder Menschenverstand gerade knapp ist, erfahrt ihr hier die Gründe.

          Transkript Warum CAPTCHA's nicht barrierefrei sind

          21 min

        About Netz-Barrierefrei - Digitale Barrierefreiheit verstehen

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        Digitale Barrierefreiheit klingt kompliziert und die meisten Beiträge dazu sind es auch. In diesem Podcast möchten wir euch einen einfachen Einstieg in das Thema bieten.