NeuroKompass Eltern - ADHS,ASS & Neurodiversität verstehen

NeuroKompass Eltern - ADHS,ASS & Neurodiversität verstehen

Download on the App Store

NeuroKompass Eltern - ADHS,ASS & Neurodiversität verstehen episodes

  • „Nein, nicht diese Socken!“ – Wenn Anziehen zum täglichen Kampf wird

    s ist 7:15 Uhr morgens. Ihr müsst eigentlich los.

    Die Schultasche steht bereit, das Frühstück ist gegessen – und dann kommt die Socke.

    „Nein! Diese Socken ziehe ich nicht an!“

    Du holst ein anderes Paar.

    „Die sind auch falsch!“

    Die Naht drückt, das T-Shirt kratzt, die Hose fühlt sich komisch an – und plötzlich wird aus dem ganz normalen Anziehen ein riesiger Machtkampf.

    Kommt dir das bekannt vor?

    Was für uns Erwachsene wie eine Kleinigkeit aussieht, kann sich für manche Kinder unglaublich unangenehm anfühlen.

    Gerade bei Kindern mit Autismus oder ADHS können sensorische Empfindlichkeiten eine Rolle spielen. Bestimmte Stoffe, Nähte, Etiketten oder Berührungen werden möglicherweise viel intensiver wahrgenommen.

    In dieser Folge von NeuroKompass Eltern sprechen wir darüber, warum Anziehen für manche Kinder so schwierig sein kann – und wie Eltern den morgendlichen Stress reduzieren können.

    Du erfährst:

    • warum sich Socken, Hosen oder T-Shirts für manche Kinder unerträglich anfühlen können
    • welche Rolle die sensorische Wahrnehmung bei ADHS und Autismus spielen kann
    • warum dieselbe Kleidung gestern noch okay war und heute plötzlich nicht mehr geht
    • weshalb Druck und ständige Ermahnungen die Situation oft verschlimmern
    • welche drei einfachen Strategien beim Anziehen helfen können
    • warum Verständnis nicht bedeutet, alle Regeln aufzugeben

    Denn nicht jedes Nein ist Trotz. Und nicht jede Diskussion muss gewonnen werden.

    Manchmal braucht dein Kind keine strengere Erziehung, sondern einfach eine Socke, die sich besser anfühlt.

    ❤️ Die Botschaft dieser Folge:

    Für dich ist es vielleicht nur eine Socke. Für dein Kind kann es ein Gefühl sein, das es den ganzen Tag nicht ausblenden kann.

    Es geht nicht darum, unseren Kindern alles durchgehen zu lassen. Es geht darum, ihre Wahrnehmung ernst zu nehmen und gemeinsam Lösungen zu finden.

    Mehr Informationen rund um ADHS, Autismus, Legasthenie, Dyskalkulie und Neurodivergenz sowie praktische Unterstützung für euren Familienalltag findest du auf:

    www.neurokompass-eltern.ch

    NeuroKompass Eltern – von Eltern für Eltern.

    Mehr verstehen. Weniger bewerten. Gemeinsam wachsen.

    13 min
  • Räum dein Zimmer auf! – Warum ADHS-Kinder oft nicht wissen, wo sie anfangen sollen
    „Räum bitte dein Zimmer auf!“

    Zehn Minuten später liegen die Kleider immer noch auf dem Boden, die Spielsachen sind überall verteilt und dein Kind sitzt mitten im Chaos und spielt.

    Kommt dir das bekannt vor?

    Vielleicht fragst du dich dann:

    „Warum ist das so schwierig? Es muss doch einfach nur seine Sachen wegräumen!“

    Doch gerade für Kinder mit ADHS kann Aufräumen eine echte Herausforderung sein.

    Was für uns Erwachsene wie eine einzige Aufgabe aussieht, besteht für ein Kind aus vielen kleinen Schritten: entscheiden, wo es anfangen soll, Dinge sortieren, den Überblick behalten und sich nicht ablenken lassen.

    Und genau dabei können die sogenannten exekutiven Funktionen eine wichtige Rolle spielen.

    In dieser Folge von NeuroKompass Eltern erfährst du:

    • warum Aufräumen bei ADHS so schwierig sein kann
    • weshalb dein Kind den Auftrag versteht, aber trotzdem nicht anfängt
    • warum mehr Druck und ständige Ermahnungen oft nicht helfen
    • wie kleine, klare Aufgaben den Einstieg erleichtern
    • warum feste Plätze und einfache Ordnungssysteme sinnvoll sind
    • wie du dein Kind unterstützt, ohne ihm alles abzunehmen

    Denn unser Ziel ist nicht, unseren Kindern für immer beim Aufräumen zu helfen.

    Unser Ziel ist, ihnen Strategien mitzugeben, damit sie immer selbstständiger werden.

    ❤️ Die Botschaft dieser Folge:

    Ein Kind, das nicht mit dem Aufräumen beginnt, braucht vielleicht nicht mehr Druck – sondern Hilfe beim ersten Schritt.

    Verständnis bedeutet nicht, dass es keine Regeln gibt. Es bedeutet, dass wir unseren Kindern helfen, diese Regeln auch umsetzen zu können.

    NeuroKompass Eltern – von Eltern für Eltern.

    Mehr verstehen. Weniger bewerten. Gemeinsam wachsen.

    8 min
  • Mein Kind will immer dasselbe essen – muss ich mir Sorgen machen?

    Nudeln – aber bitte ohne Sauce.

    Das Brot nur von einer bestimmten Sorte.

    Die Kartoffeln nur als Pommes.

    Und wehe, das Lieblingsessen schmeckt plötzlich ein bisschen anders als sonst.

    Kommt dir das bekannt vor?

    Wenn Kinder nur eine kleine Auswahl an Lebensmitteln akzeptieren, hören Eltern schnell Sätze wie:

    „Das Kind ist einfach wählerisch.“

    „Ihr müsst konsequenter sein.“

    „Wenn es richtig Hunger hat, wird es schon essen.“

    Doch so einfach ist es nicht immer.

    Gerade bei autistischen Kindern können Konsistenz, Geruch, Geschmack, Temperatur oder Aussehen eines Lebensmittels eine wichtige Rolle spielen. Auch Sicherheit und Vorhersehbarkeit können dazu beitragen, dass ein Kind immer wieder dieselben Lebensmittel bevorzugt.

    In dieser Folge von NeuroKompass Eltern sprechen wir darüber, warum selektives Essen mehr sein kann als bloßes „Nicht-Wollen“.

    Du erfährst:

    • warum Essen viel mehr als nur Geschmack ist
    • welche Rolle sensorische Empfindlichkeiten spielen können
    • warum vertraute Lebensmittel Sicherheit geben können
    • weshalb Druck am Esstisch die Situation verschärfen kann
    • wie neue Lebensmittel ohne ständigen Machtkampf kennengelernt werden können
    • warum selektives Essen allein nicht automatisch Autismus oder ADHS bedeutet
    • und wann es sinnvoll ist, das Essverhalten fachlich abklären zu lassen

    Dabei geht es nicht darum, dem Kind für immer nur Nudeln oder sein Lieblingsessen zu servieren.

    Es geht darum, zuerst zu verstehen:

    Was genau macht anderes Essen für mein Kind schwierig?

    Vielleicht brauchen wir am Esstisch manchmal weniger Druck und dafür etwas mehr Neugier.

    ❤️ Die Botschaft dieser Folge:

    Hinter einem vermeintlich „wählerischen“ Essverhalten kann mehr stecken, als wir von außen sehen.

    Und wie so oft gilt:

    Verstehen bedeutet nicht, alles einfach laufen zu lassen. Verstehen hilft uns, einen besseren Weg zu finden.

    NeuroKompass Eltern – von Eltern für Eltern.

    Mehr verstehen. Weniger bewerten. Gemeinsam wachsen.

    11 min
  • Warum Planänderungen für neurodiverse Kinder so schwierig sein können

    „Aber du hast gesagt, wir gehen ins Schwimmbad!“

    Eine kleine Planänderung – und plötzlich kippt die ganze Stimmung. Dein Kind wird wütend, beginnt zu weinen, diskutiert oder kann sich kaum noch beruhigen.

    Und du fragst dich vielleicht:

    „Warum ist das jetzt so schlimm? Wir können doch einfach morgen gehen.“

    Was für uns Erwachsene nur eine kleine Änderung ist, kann sich für manche neurodivergente Kinder ganz anders anfühlen. Besonders bei Autismus, aber auch bei ADHS, können unerwartete Veränderungen und Übergänge herausfordernd sein.

    In dieser Folge von NeuroKompass Eltern sprechen wir darüber, warum feste Abläufe und Vorhersehbarkeit Sicherheit geben können – und was passiert, wenn ein bereits vorhandener „Plan im Kopf“ plötzlich nicht mehr stimmt.

    Du erfährst:

    • warum Planänderungen manche Kinder besonders stark treffen können
    • weshalb „Das ist doch nicht schlimm“ meistens wenig hilft
    • wie du Veränderungen besser ankündigen und begleiten kannst
    • warum ein klarer Plan B hilfreich sein kann
    • wie du die Enttäuschung deines Kindes ernst nimmst, ohne nachzugeben
    • warum Verständnis nicht bedeutet, jede Veränderung zu vermeiden

    Denn unser Ziel ist nicht, eine Welt zu schaffen, in der sich für unsere Kinder niemals etwas verändert.

    Unser Ziel ist, ihnen Strategien und Sicherheit mitzugeben, damit sie mit Veränderungen immer besser umgehen können.

    ❤️ Die Botschaft dieser Folge:

    Für dich ist es vielleicht nur eine kleine Planänderung. Für dein Kind kann gerade ein kompletter innerer Plan zusammengebrochen sein.

    Manchmal hilft es deshalb, weniger auf die Größe der Veränderung zu schauen – und mehr darauf, wie groß sie sich für unser Kind gerade anfühlt.

    NeuroKompass Eltern – von Eltern für Eltern.

    Mehr verstehen. Weniger bewerten. Gemeinsam wachsen.

    💛 Neu: Mein kostenloser Neurostarke-Familien-Test. In nur 3 Minuten erfährst du, wo deine Familie gerade steht – und welche 3 Schritte dir jetzt am meisten helfen: https://neurostarkefamilien.com

    11 min
  • Ist mein Kind hochsensibel – oder steckt ADHS oder Autismus dahinter?

    Dein Kind hält sich bei lauten Geräuschen die Ohren zu, bestimmte Kleidungsstücke sind kaum auszuhalten, Familienfeiern werden schnell zu viel oder nach einem ganz normalen Schultag ist es völlig erschöpft?

    Dann hast du dich vielleicht schon gefragt:

    „Ist mein Kind hochsensibel?“

    Und vielleicht kommt irgendwann die nächste Frage:

    „Oder könnte ADHS oder Autismus dahinterstecken?“

    In dieser Folge von NeuroKompass Eltern schauen wir uns an, was mit Hochsensibilität gemeint ist, wo es Überschneidungen mit ADHS und Autismus geben kann – und warum wir anhand einzelner Verhaltensweisen keine vorschnellen Schlüsse ziehen sollten.

    Du erfährst:

    • was unter Hochsensibilität verstanden wird
    • warum Hochsensibilität keine medizinische Diagnose ist
    • wo sich Hochsensibilität, ADHS und Autismus überschneiden können
    • warum Reizempfindlichkeit allein noch nichts über eine Diagnose aussagt
    • wann es sinnvoll sein kann, genauer hinzuschauen
    • wie du herausfinden kannst, was deinem Kind im Alltag wirklich hilft

    Denn wenn dein Kind sagt:

    „Das ist mir zu laut.“

    „Das kratzt.“

    „Hier sind zu viele Menschen.“

    „Ich will nach Hause.“

    … dann erlebt dein Kind diese Situation möglicherweise tatsächlich ganz anders als du.

    Es geht nicht darum, jede unangenehme Situation zu vermeiden oder unserem Kind alles abzunehmen.

    Es geht darum, zu verstehen, bevor wir bewerten.

    Vielleicht ist deshalb die wichtigste Frage gar nicht:

    „Was hat mein Kind?“

    Sondern:

    „Was braucht mein Kind?“

    NeuroKompass Eltern – von Eltern für Eltern.

    Mehr verstehen. Weniger bewerten. Gemeinsam wachsen.

    10 min
  • Ich hab’s vergessen! – Warum ADHS-Kinder Dinge wirklich vergessen

    „Hast du deine Trinkflasche eingepackt?“

    „Vergessen.“

    „Hast du die Zähne geputzt?“

    „Oh … vergessen.“

    „Aber ich habe dir das doch gerade erst gesagt!“

    Kommt dir das bekannt vor?

    Gerade bei Kindern mit ADHS kann dieses ständige Vergessen Eltern ziemlich an ihre Grenzen bringen. Irgendwann fragt man sich: Hat mein Kind wirklich schon wieder vergessen, was ich gesagt habe – oder hört es mir einfach nicht zu?

    In dieser kurzen Folge von NeuroKompass Eltern schauen wir uns an, warum Vergessen bei ADHS nicht automatisch etwas mit Faulheit, Desinteresse oder fehlendem Respekt zu tun hat.

    Du erfährst:

    • welche Rolle das Arbeitsgedächtnis spielen kann
    • warum ein Kind etwas hören und kurze Zeit später trotzdem vergessen kann
    • weshalb mehrere Anweisungen auf einmal schnell zu viel werden können
    • wie Checklisten, feste Plätze und sichtbare Erinnerungen helfen können
    • warum Hilfsmittel nicht bedeuten, dass wir unseren Kindern alles abnehmen
    • und wie wir Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit fördern können

    Denn unser Ziel ist nicht, unseren Kindern ihr Leben lang hinterherzulaufen und sie an alles zu erinnern.

    Unser Ziel ist, ihnen zu helfen, eigene Strategien zu entwickeln, die zu ihnen und ihrem Alltag passen.

    Die Botschaft dieser Folge:

    Vergessen ist nicht dasselbe wie nicht wichtig nehmen.

    Manchmal braucht ein Kind nicht die fünfte Ermahnung, sondern eine andere Strategie.

    Weniger bewerten. Mehr verstehen. Und gemeinsam Lösungen finden, die wirklich funktionieren.

    9 min
  • Warum mein Kind ständig dazwischenredet – Impulsivität bei ADHS verstehen
    Warum mein Kind ständig dazwischenredet – Impulsivität bei ADHS verstehen

    „Papa! Papa! Ich muss dir schnell etwas sagen!“

    Du bist mitten im Gespräch, bittest dein Kind kurz zu warten – und wenige Sekunden später redet es schon wieder dazwischen.

    Kommt dir das bekannt vor?

    Viele Eltern fragen sich irgendwann:

    „Warum kann mein Kind mich nicht einfach ausreden lassen?“

    Doch gerade bei ADHS steckt dahinter häufig nicht mangelnder Respekt oder schlechte Erziehung. Impulskontrolle, Arbeitsgedächtnis und die Fähigkeit, einen Gedanken zurückzuhalten, können eine wichtige Rolle spielen.

    In dieser kurzen Folge von NeuroKompass Eltern schauen wir darauf, was hinter dem ständigen Dazwischenreden stecken kann – und wie wir unseren Kindern helfen können, ohne das Verhalten einfach durchgehen zu lassen.

    Du erfährst:

    • warum dein Kind oft genau weiß, dass es nicht unterbrechen soll – und es trotzdem tut
    • weshalb ein Gedanke manchmal sofort ausgesprochen werden „muss“
    • was Arbeitsgedächtnis und Impulskontrolle damit zu tun haben können
    • warum Verständnis nicht bedeutet, dass es keine Grenzen gibt
    • wie ein einfaches Handzeichen beim Warten helfen kann
    • wie Kinder lernen können, einen Gedanken zu „parken“
    • und warum kleine Fortschritte wichtiger sind als sofortige Perfektion

    Eine wichtige Botschaft dieser Folge:

    Verständnis ersetzt keine Grenze. Verständnis verändert, wie wir diese Grenze vermitteln.

    Statt nur zu sagen:

    „Hör auf, mich ständig zu unterbrechen!“

    können wir unserem Kind zeigen, was es stattdessen tun kann.

    Denn unser Ziel ist nicht, jedes impulsive Verhalten einfach hinzunehmen.

    Unser Ziel ist, unserem Kind Schritt für Schritt dabei zu helfen, seine eigene innere Bremse zu entwickeln.

    Nicht alles durchgehen lassen. Aber verstehen, bevor wir bewerten.

    Dort findest du auch unseren Verein und unsere Gemeinschaft – von Eltern für Eltern.

    Mehr verstehen. Weniger bewerten. Gemeinsam wachsen.

    10 min
  • Ist Neurodivergenz nur eine Mode? – „Früher gab es ADHS und Autismus doch auch nicht!“

    „Heute hat doch plötzlich jeder ADHS.“

    „Autismus ist mittlerweile nur noch ein Modewort.“

    „Früher gab es das alles doch auch nicht.“

    Solche Aussagen begegnen Eltern neurodiverser Kinder immer wieder. Gleichzeitig sehen wir auf Social Media das andere Extrem: Fast jede Eigenart wird plötzlich mit ADHS, Autismus oder Neurodivergenz erklärt.

    Doch wo liegt die Wahrheit?

    In dieser Folge von NeuroKompass Eltern sprechen wir offen über beide Seiten.

    Ja, Begriffe wie ADHS, Autismus und Neurodivergenz sind heute viel sichtbarer als früher. Und ja, manchmal werden sie leichtfertig verwendet oder sogar zu einem Lifestyle-Etikett gemacht.

    Aber bedeutet das, dass ADHS und Autismus deshalb Modeerscheinungen sind?

    Ganz klar: Nein.

    In dieser Episode sprechen wir darüber:

    • warum es ADHS und Autismus natürlich auch früher schon gab
    • weshalb heute mehr Menschen erkannt und diagnostiziert werden
    • warum „Früher gab es das nicht“ ein falsches Bild vermittelt
    • wie Social Media zu mehr Aufklärung beitragen, aber gleichzeitig vereinfachte Vorstellungen verbreiten kann
    • warum nicht jede Vergesslichkeit automatisch ADHS und nicht jede soziale Unsicherheit automatisch Autismus bedeutet
    • weshalb Selbstreflexion hilfreich sein kann, aber keine professionelle Diagnostik ersetzt
    • warum es genauso problematisch ist, ADHS und Autismus grundsätzlich nicht ernst zu nehmen
    • und weshalb wir einen verantwortungsvollen Mittelweg brauchen

    Denn wir müssen uns nicht zwischen zwei Extremen entscheiden:

    „Heute ist irgendwie jeder neurodivergent.“

    oder

    „ADHS und Autismus gibt es überhaupt nicht.“

    Beides wird den Menschen nicht gerecht, die tatsächlich mit diesen Besonderheiten und den damit verbundenen Herausforderungen leben.

    Eine Diagnose kann Verständnis schaffen, Unterstützung ermöglichen und einem Menschen helfen, die eigene Geschichte neu einzuordnen.

    Aber eine Diagnose definiert niemals den ganzen Menschen.

    Die Botschaft dieser Folge

    Mehr Sichtbarkeit bedeutet nicht automatisch Mode.

    Manchmal bedeutet sie einfach, dass wir heute Dinge erkennen und verstehen können, die früher als „faul“, „schwierig“, „schlecht erzogen“, „eigenartig“ oder „verträumt“ abgestempelt wurden.

    Gleichzeitig tragen wir eine Verantwortung dafür, Begriffe wie ADHS, Autismus und Neurodivergenz nicht beliebig zu verwenden.

    Denn hinter diesen Begriffen stehen keine Trends.

    Dahinter stehen echte Menschen, echte Kinder, echte Familien und echte Geschichten.

    NeuroKompass Eltern – von Eltern für Eltern

    Weniger Vorurteile. Weniger Schubladen. Mehr Wissen. Mehr Verständnis.

    12 min
  • Autismus ist nicht gleich Autismus – Warum jedes autistische Kind anders ist

    „Aber das andere Kind mit Autismus macht das doch auch nicht.“

    „Er schaut mir doch in die Augen.“

    „Sie spricht doch ganz normal.“

    Solche Aussagen hören Eltern autistischer Kinder immer wieder. Doch sie zeigen vor allem eines: Noch immer gibt es viele feste Vorstellungen davon, wie Autismus aussehen soll.

    Dabei steckt die Antwort bereits im Begriff Autismus-Spektrum.

    In dieser Folge von NeuroKompass Eltern sprechen wir darüber, warum zwei Kinder dieselbe Diagnose haben können und trotzdem vollkommen unterschiedlich sind.

    Das eine Kind spricht viel, das andere wenig oder kommuniziert auf andere Weise. Ein Kind sucht Nähe, ein anderes braucht häufiger Abstand. Manche Kinder reagieren besonders empfindlich auf Geräusche, Licht oder Berührungen, während andere bestimmte Reize aktiv suchen.

    Du erfährst in dieser Folge:

    • warum Autismus ein Spektrum ist
    • weshalb dieses Spektrum keine einfache Linie von „wenig“ bis „stark“ autistisch ist
    • warum sich Kommunikation, Wahrnehmung, soziale Interaktion und Selbstregulation bei jedem Kind anders zeigen können
    • weshalb ein Kind nach außen völlig unauffällig wirken und innerlich trotzdem enorm gefordert sein kann
    • warum Vergleiche zwischen autistischen Kindern problematisch sind
    • und weshalb wir nicht fragen sollten: „Was machen andere autistische Kinder?“, sondern: „Was braucht mein Kind?“

    Wir sprechen außerdem über Stärken.

    Denn genauso wenig, wie alle autistischen Kinder dieselben Herausforderungen haben, besitzen sie auch nicht automatisch dieselben besonderen Fähigkeiten.

    Nicht jedes autistische Kind ist ein Mathegenie oder hat eine außergewöhnliche „Superkraft“.

    Und das muss es auch nicht.

    Ein Kind muss nichts Außergewöhnliches leisten, um wertvoll und einzigartig zu sein.

    Die wichtigste Botschaft dieser Episode lautet deshalb:

    Kennst du einen autistischen Menschen, dann kennst du einen autistischen Menschen – nicht alle.

    Wir brauchen weniger Schubladen, weniger Vergleiche und dafür mehr echtes Interesse an dem einzelnen Menschen.

    Denn am Ende geht es nicht darum, dass ein Kind möglichst gut in unsere Vorstellung von „normal“ passt.

    Es geht darum, herauszufinden, was genau dieses Kind braucht, um sich sicher, verstanden und angenommen zu fühlen.

    Dort findest du auch unseren Verein und unsere Gemeinschaft – von Eltern für Eltern.

    🎙️ Den NeuroKompass Eltern Podcast findest du auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, YouTube und vielen weiteren Podcast-Plattformen.

    Weniger Schubladen. Mehr Verständnis. Jedes Kind individuell sehen.

    9 min
  • Mein Kind entschuldigt sich – und macht es fünf Minuten später wieder

    Mein Kind entschuldigt sich – und macht es fünf Minuten später wieder

    „Es tut mir leid. Ich mache es nicht mehr.“

    Und fünf Minuten später passiert genau dasselbe wieder.

    Kennst du das?

    Gerade Eltern von Kindern mit ADHS fragen sich in solchen Situationen oft: Warum macht mein Kind das immer wieder, obwohl es doch ganz genau weiß, dass es falsch ist?

    In dieser Folge von NeuroKompass Eltern sprechen wir darüber, warum Wissen und Impulskontrolle zwei völlig unterschiedliche Dinge sind.

    Ein Kind kann eine Regel kennen, sein Verhalten ehrlich bereuen und sich fest vornehmen, es beim nächsten Mal anders zu machen – und trotzdem im entscheidenden Moment wieder impulsiv reagieren.

    Du erfährst in dieser Folge:

    • warum Impulskontrolle bei ADHS herausfordernder sein kann
    • weshalb eine Entschuldigung trotzdem vollkommen ehrlich gemeint sein kann
    • was im entscheidenden Moment zwischen Impuls und Handlung passiert
    • warum „Aber du weißt es doch!“ oft nicht weiterhilft
    • weshalb Verstehen nicht bedeutet, problematisches Verhalten einfach zu akzeptieren
    • wie du klare Grenzen setzen kannst, ohne dein Kind zu beschämen
    • warum Strafen allein fehlende Selbstregulation nicht lösen
    • wie du deinem Kind helfen kannst, seine persönlichen Auslöser früher wahrzunehmen
    • und warum auch wir Eltern manchmal unsere eigene „innere Bremse“ brauchen

    Wir sprechen außerdem darüber, warum Fortschritt nicht bedeutet, dass ein Verhalten von heute auf morgen verschwindet.

    Vielleicht erkennt dein Kind seine Wut zunächst erst nach einem Konflikt. Später erkennt es sie währenddessen – und irgendwann vielleicht schon kurz davor.

    Genau das ist Entwicklung.

    Nicht Perfektion, sondern kleine Schritte.

    Die zentrale Botschaft dieser Folge:

    Dein Kind braucht nicht nur die Regel. Es braucht Unterstützung dabei, die Fähigkeiten zu entwickeln, um diese Regel im entscheidenden Moment auch umsetzen zu können.

    Verständnis bedeutet dabei nicht, alles durchgehen zu lassen.

    Wir dürfen Grenzen setzen und gleichzeitig versuchen zu verstehen, warum es unserem Kind gerade so schwerfällt, diese Grenze einzuhalten.

    🎙️ Den NeuroKompass Eltern Podcast findest du auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, YouTube und vielen weiteren Podcast-Plattformen.

    Mehr verstehen. Weniger bewerten. Gemeinsam wachsen.

    14 min

About NeuroKompass Eltern - ADHS,ASS & Neurodiversität verstehen

From the publisher's feed

Neurokompass Eltern ist der Podcast für Mütter und Väter von Kindern mit ADHS, ASS und anderen Formen von Neurodiversität – und für alle, die sich für das Thema Neurodivergenz interessieren und mehr…