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s ist 7:15 Uhr morgens. Ihr müsst eigentlich los.
Die Schultasche steht bereit, das Frühstück ist gegessen – und dann kommt die Socke.
„Nein! Diese Socken ziehe ich nicht an!“
Du holst ein anderes Paar.
„Die sind auch falsch!“
Die Naht drückt, das T-Shirt kratzt, die Hose fühlt sich komisch an – und plötzlich wird aus dem ganz normalen Anziehen ein riesiger Machtkampf.
Kommt dir das bekannt vor?
Was für uns Erwachsene wie eine Kleinigkeit aussieht, kann sich für manche Kinder unglaublich unangenehm anfühlen.
Gerade bei Kindern mit Autismus oder ADHS können sensorische Empfindlichkeiten eine Rolle spielen. Bestimmte Stoffe, Nähte, Etiketten oder Berührungen werden möglicherweise viel intensiver wahrgenommen.
In dieser Folge von NeuroKompass Eltern sprechen wir darüber, warum Anziehen für manche Kinder so schwierig sein kann – und wie Eltern den morgendlichen Stress reduzieren können.
Du erfährst:
Denn nicht jedes Nein ist Trotz. Und nicht jede Diskussion muss gewonnen werden.
Manchmal braucht dein Kind keine strengere Erziehung, sondern einfach eine Socke, die sich besser anfühlt.
❤️ Die Botschaft dieser Folge:Für dich ist es vielleicht nur eine Socke. Für dein Kind kann es ein Gefühl sein, das es den ganzen Tag nicht ausblenden kann.
Es geht nicht darum, unseren Kindern alles durchgehen zu lassen. Es geht darum, ihre Wahrnehmung ernst zu nehmen und gemeinsam Lösungen zu finden.
Mehr Informationen rund um ADHS, Autismus, Legasthenie, Dyskalkulie und Neurodivergenz sowie praktische Unterstützung für euren Familienalltag findest du auf:
www.neurokompass-eltern.ch
NeuroKompass Eltern – von Eltern für Eltern.
Mehr verstehen. Weniger bewerten. Gemeinsam wachsen.
Zehn Minuten später liegen die Kleider immer noch auf dem Boden, die Spielsachen sind überall verteilt und dein Kind sitzt mitten im Chaos und spielt.
Kommt dir das bekannt vor?
Vielleicht fragst du dich dann:
„Warum ist das so schwierig? Es muss doch einfach nur seine Sachen wegräumen!“
Doch gerade für Kinder mit ADHS kann Aufräumen eine echte Herausforderung sein.
Was für uns Erwachsene wie eine einzige Aufgabe aussieht, besteht für ein Kind aus vielen kleinen Schritten: entscheiden, wo es anfangen soll, Dinge sortieren, den Überblick behalten und sich nicht ablenken lassen.
Und genau dabei können die sogenannten exekutiven Funktionen eine wichtige Rolle spielen.
In dieser Folge von NeuroKompass Eltern erfährst du:
Denn unser Ziel ist nicht, unseren Kindern für immer beim Aufräumen zu helfen.
Unser Ziel ist, ihnen Strategien mitzugeben, damit sie immer selbstständiger werden.
❤️ Die Botschaft dieser Folge:
Ein Kind, das nicht mit dem Aufräumen beginnt, braucht vielleicht nicht mehr Druck – sondern Hilfe beim ersten Schritt.
Verständnis bedeutet nicht, dass es keine Regeln gibt. Es bedeutet, dass wir unseren Kindern helfen, diese Regeln auch umsetzen zu können.
NeuroKompass Eltern – von Eltern für Eltern.
Mehr verstehen. Weniger bewerten. Gemeinsam wachsen.
Nudeln – aber bitte ohne Sauce.
Das Brot nur von einer bestimmten Sorte.
Die Kartoffeln nur als Pommes.
Und wehe, das Lieblingsessen schmeckt plötzlich ein bisschen anders als sonst.
Kommt dir das bekannt vor?
Wenn Kinder nur eine kleine Auswahl an Lebensmitteln akzeptieren, hören Eltern schnell Sätze wie:
„Das Kind ist einfach wählerisch.“
„Ihr müsst konsequenter sein.“
„Wenn es richtig Hunger hat, wird es schon essen.“
Doch so einfach ist es nicht immer.
Gerade bei autistischen Kindern können Konsistenz, Geruch, Geschmack, Temperatur oder Aussehen eines Lebensmittels eine wichtige Rolle spielen. Auch Sicherheit und Vorhersehbarkeit können dazu beitragen, dass ein Kind immer wieder dieselben Lebensmittel bevorzugt.
In dieser Folge von NeuroKompass Eltern sprechen wir darüber, warum selektives Essen mehr sein kann als bloßes „Nicht-Wollen“.
Du erfährst:
Dabei geht es nicht darum, dem Kind für immer nur Nudeln oder sein Lieblingsessen zu servieren.
Es geht darum, zuerst zu verstehen:
Was genau macht anderes Essen für mein Kind schwierig?
Vielleicht brauchen wir am Esstisch manchmal weniger Druck und dafür etwas mehr Neugier.
❤️ Die Botschaft dieser Folge:Hinter einem vermeintlich „wählerischen“ Essverhalten kann mehr stecken, als wir von außen sehen.
Und wie so oft gilt:
Verstehen bedeutet nicht, alles einfach laufen zu lassen. Verstehen hilft uns, einen besseren Weg zu finden.
NeuroKompass Eltern – von Eltern für Eltern.
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„Aber du hast gesagt, wir gehen ins Schwimmbad!“
Eine kleine Planänderung – und plötzlich kippt die ganze Stimmung. Dein Kind wird wütend, beginnt zu weinen, diskutiert oder kann sich kaum noch beruhigen.
Und du fragst dich vielleicht:
„Warum ist das jetzt so schlimm? Wir können doch einfach morgen gehen.“
Was für uns Erwachsene nur eine kleine Änderung ist, kann sich für manche neurodivergente Kinder ganz anders anfühlen. Besonders bei Autismus, aber auch bei ADHS, können unerwartete Veränderungen und Übergänge herausfordernd sein.
In dieser Folge von NeuroKompass Eltern sprechen wir darüber, warum feste Abläufe und Vorhersehbarkeit Sicherheit geben können – und was passiert, wenn ein bereits vorhandener „Plan im Kopf“ plötzlich nicht mehr stimmt.
Du erfährst:
Denn unser Ziel ist nicht, eine Welt zu schaffen, in der sich für unsere Kinder niemals etwas verändert.
Unser Ziel ist, ihnen Strategien und Sicherheit mitzugeben, damit sie mit Veränderungen immer besser umgehen können.
❤️ Die Botschaft dieser Folge:Für dich ist es vielleicht nur eine kleine Planänderung. Für dein Kind kann gerade ein kompletter innerer Plan zusammengebrochen sein.
Manchmal hilft es deshalb, weniger auf die Größe der Veränderung zu schauen – und mehr darauf, wie groß sie sich für unser Kind gerade anfühlt.
NeuroKompass Eltern – von Eltern für Eltern.
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💛 Neu: Mein kostenloser Neurostarke-Familien-Test. In nur 3 Minuten erfährst du, wo deine Familie gerade steht – und welche 3 Schritte dir jetzt am meisten helfen: https://neurostarkefamilien.com
Dein Kind hält sich bei lauten Geräuschen die Ohren zu, bestimmte Kleidungsstücke sind kaum auszuhalten, Familienfeiern werden schnell zu viel oder nach einem ganz normalen Schultag ist es völlig erschöpft?
Dann hast du dich vielleicht schon gefragt:
„Ist mein Kind hochsensibel?“
Und vielleicht kommt irgendwann die nächste Frage:
„Oder könnte ADHS oder Autismus dahinterstecken?“
In dieser Folge von NeuroKompass Eltern schauen wir uns an, was mit Hochsensibilität gemeint ist, wo es Überschneidungen mit ADHS und Autismus geben kann – und warum wir anhand einzelner Verhaltensweisen keine vorschnellen Schlüsse ziehen sollten.
Du erfährst:
Denn wenn dein Kind sagt:
„Das ist mir zu laut.“
„Das kratzt.“
„Hier sind zu viele Menschen.“
„Ich will nach Hause.“
… dann erlebt dein Kind diese Situation möglicherweise tatsächlich ganz anders als du.
Es geht nicht darum, jede unangenehme Situation zu vermeiden oder unserem Kind alles abzunehmen.
Es geht darum, zu verstehen, bevor wir bewerten.
Vielleicht ist deshalb die wichtigste Frage gar nicht:
„Was hat mein Kind?“
Sondern:
„Was braucht mein Kind?“NeuroKompass Eltern – von Eltern für Eltern.
Mehr verstehen. Weniger bewerten. Gemeinsam wachsen.
„Hast du deine Trinkflasche eingepackt?“
„Vergessen.“
„Hast du die Zähne geputzt?“
„Oh … vergessen.“
„Aber ich habe dir das doch gerade erst gesagt!“
Kommt dir das bekannt vor?
Gerade bei Kindern mit ADHS kann dieses ständige Vergessen Eltern ziemlich an ihre Grenzen bringen. Irgendwann fragt man sich: Hat mein Kind wirklich schon wieder vergessen, was ich gesagt habe – oder hört es mir einfach nicht zu?
In dieser kurzen Folge von NeuroKompass Eltern schauen wir uns an, warum Vergessen bei ADHS nicht automatisch etwas mit Faulheit, Desinteresse oder fehlendem Respekt zu tun hat.
Du erfährst:
Denn unser Ziel ist nicht, unseren Kindern ihr Leben lang hinterherzulaufen und sie an alles zu erinnern.
Unser Ziel ist, ihnen zu helfen, eigene Strategien zu entwickeln, die zu ihnen und ihrem Alltag passen.
Die Botschaft dieser Folge:Vergessen ist nicht dasselbe wie nicht wichtig nehmen.
Manchmal braucht ein Kind nicht die fünfte Ermahnung, sondern eine andere Strategie.
Weniger bewerten. Mehr verstehen. Und gemeinsam Lösungen finden, die wirklich funktionieren.
„Papa! Papa! Ich muss dir schnell etwas sagen!“
Du bist mitten im Gespräch, bittest dein Kind kurz zu warten – und wenige Sekunden später redet es schon wieder dazwischen.
Kommt dir das bekannt vor?
Viele Eltern fragen sich irgendwann:
„Warum kann mein Kind mich nicht einfach ausreden lassen?“
Doch gerade bei ADHS steckt dahinter häufig nicht mangelnder Respekt oder schlechte Erziehung. Impulskontrolle, Arbeitsgedächtnis und die Fähigkeit, einen Gedanken zurückzuhalten, können eine wichtige Rolle spielen.
In dieser kurzen Folge von NeuroKompass Eltern schauen wir darauf, was hinter dem ständigen Dazwischenreden stecken kann – und wie wir unseren Kindern helfen können, ohne das Verhalten einfach durchgehen zu lassen.
Du erfährst:
Eine wichtige Botschaft dieser Folge:
Verständnis ersetzt keine Grenze. Verständnis verändert, wie wir diese Grenze vermitteln.
Statt nur zu sagen:
„Hör auf, mich ständig zu unterbrechen!“
können wir unserem Kind zeigen, was es stattdessen tun kann.
Denn unser Ziel ist nicht, jedes impulsive Verhalten einfach hinzunehmen.
Unser Ziel ist, unserem Kind Schritt für Schritt dabei zu helfen, seine eigene innere Bremse zu entwickeln.
Nicht alles durchgehen lassen. Aber verstehen, bevor wir bewerten.
Dort findest du auch unseren Verein und unsere Gemeinschaft – von Eltern für Eltern.
Mehr verstehen. Weniger bewerten. Gemeinsam wachsen.
„Heute hat doch plötzlich jeder ADHS.“
„Autismus ist mittlerweile nur noch ein Modewort.“
„Früher gab es das alles doch auch nicht.“
Solche Aussagen begegnen Eltern neurodiverser Kinder immer wieder. Gleichzeitig sehen wir auf Social Media das andere Extrem: Fast jede Eigenart wird plötzlich mit ADHS, Autismus oder Neurodivergenz erklärt.
Doch wo liegt die Wahrheit?
In dieser Folge von NeuroKompass Eltern sprechen wir offen über beide Seiten.
Ja, Begriffe wie ADHS, Autismus und Neurodivergenz sind heute viel sichtbarer als früher. Und ja, manchmal werden sie leichtfertig verwendet oder sogar zu einem Lifestyle-Etikett gemacht.
Aber bedeutet das, dass ADHS und Autismus deshalb Modeerscheinungen sind?
Ganz klar: Nein.
In dieser Episode sprechen wir darüber:
Denn wir müssen uns nicht zwischen zwei Extremen entscheiden:
„Heute ist irgendwie jeder neurodivergent.“
oder
„ADHS und Autismus gibt es überhaupt nicht.“
Beides wird den Menschen nicht gerecht, die tatsächlich mit diesen Besonderheiten und den damit verbundenen Herausforderungen leben.
Eine Diagnose kann Verständnis schaffen, Unterstützung ermöglichen und einem Menschen helfen, die eigene Geschichte neu einzuordnen.
Aber eine Diagnose definiert niemals den ganzen Menschen.
Die Botschaft dieser FolgeMehr Sichtbarkeit bedeutet nicht automatisch Mode.
Manchmal bedeutet sie einfach, dass wir heute Dinge erkennen und verstehen können, die früher als „faul“, „schwierig“, „schlecht erzogen“, „eigenartig“ oder „verträumt“ abgestempelt wurden.
Gleichzeitig tragen wir eine Verantwortung dafür, Begriffe wie ADHS, Autismus und Neurodivergenz nicht beliebig zu verwenden.
Denn hinter diesen Begriffen stehen keine Trends.
Dahinter stehen echte Menschen, echte Kinder, echte Familien und echte Geschichten.
NeuroKompass Eltern – von Eltern für ElternWeniger Vorurteile. Weniger Schubladen. Mehr Wissen. Mehr Verständnis.
„Aber das andere Kind mit Autismus macht das doch auch nicht.“
„Er schaut mir doch in die Augen.“
„Sie spricht doch ganz normal.“
Solche Aussagen hören Eltern autistischer Kinder immer wieder. Doch sie zeigen vor allem eines: Noch immer gibt es viele feste Vorstellungen davon, wie Autismus aussehen soll.
Dabei steckt die Antwort bereits im Begriff Autismus-Spektrum.
In dieser Folge von NeuroKompass Eltern sprechen wir darüber, warum zwei Kinder dieselbe Diagnose haben können und trotzdem vollkommen unterschiedlich sind.
Das eine Kind spricht viel, das andere wenig oder kommuniziert auf andere Weise. Ein Kind sucht Nähe, ein anderes braucht häufiger Abstand. Manche Kinder reagieren besonders empfindlich auf Geräusche, Licht oder Berührungen, während andere bestimmte Reize aktiv suchen.
Du erfährst in dieser Folge:
Wir sprechen außerdem über Stärken.
Denn genauso wenig, wie alle autistischen Kinder dieselben Herausforderungen haben, besitzen sie auch nicht automatisch dieselben besonderen Fähigkeiten.
Nicht jedes autistische Kind ist ein Mathegenie oder hat eine außergewöhnliche „Superkraft“.
Und das muss es auch nicht.
Ein Kind muss nichts Außergewöhnliches leisten, um wertvoll und einzigartig zu sein.
Die wichtigste Botschaft dieser Episode lautet deshalb:
Kennst du einen autistischen Menschen, dann kennst du einen autistischen Menschen – nicht alle.
Wir brauchen weniger Schubladen, weniger Vergleiche und dafür mehr echtes Interesse an dem einzelnen Menschen.
Denn am Ende geht es nicht darum, dass ein Kind möglichst gut in unsere Vorstellung von „normal“ passt.
Es geht darum, herauszufinden, was genau dieses Kind braucht, um sich sicher, verstanden und angenommen zu fühlen.
Dort findest du auch unseren Verein und unsere Gemeinschaft – von Eltern für Eltern.
🎙️ Den NeuroKompass Eltern Podcast findest du auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, YouTube und vielen weiteren Podcast-Plattformen.
Weniger Schubladen. Mehr Verständnis. Jedes Kind individuell sehen.
Mein Kind entschuldigt sich – und macht es fünf Minuten später wieder
„Es tut mir leid. Ich mache es nicht mehr.“
Und fünf Minuten später passiert genau dasselbe wieder.
Kennst du das?
Gerade Eltern von Kindern mit ADHS fragen sich in solchen Situationen oft: Warum macht mein Kind das immer wieder, obwohl es doch ganz genau weiß, dass es falsch ist?
In dieser Folge von NeuroKompass Eltern sprechen wir darüber, warum Wissen und Impulskontrolle zwei völlig unterschiedliche Dinge sind.
Ein Kind kann eine Regel kennen, sein Verhalten ehrlich bereuen und sich fest vornehmen, es beim nächsten Mal anders zu machen – und trotzdem im entscheidenden Moment wieder impulsiv reagieren.
Du erfährst in dieser Folge:
Wir sprechen außerdem darüber, warum Fortschritt nicht bedeutet, dass ein Verhalten von heute auf morgen verschwindet.
Vielleicht erkennt dein Kind seine Wut zunächst erst nach einem Konflikt. Später erkennt es sie währenddessen – und irgendwann vielleicht schon kurz davor.
Genau das ist Entwicklung.
Nicht Perfektion, sondern kleine Schritte.
Die zentrale Botschaft dieser Folge:
Dein Kind braucht nicht nur die Regel. Es braucht Unterstützung dabei, die Fähigkeiten zu entwickeln, um diese Regel im entscheidenden Moment auch umsetzen zu können.
Verständnis bedeutet dabei nicht, alles durchgehen zu lassen.
Wir dürfen Grenzen setzen und gleichzeitig versuchen zu verstehen, warum es unserem Kind gerade so schwerfällt, diese Grenze einzuhalten.
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