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„Weißen Feminismus canceln“, so heißt das aktuelle Buch von Sibel Schick, der Gesprächspartnerin von Lilly in dieser Podcastfolge zum Thema intersektionaler Kampf und Solidarität gegen sexualisierte Gewalt. In der Folge werden die Themen intersektionaler Feminismus und sexualisierte Gewalt zusammengedacht. Die beiden unterhalten sich unter anderem darüber, was Intersektionalität genau bedeutet, was das Problem mit weißem Feminismus ist und ob es auch einen weißen Aktivismus gegen sexualisierte Gewalt gibt. Auch zu der brennenden Frage, wie wir uns gut miteinander verbünden und solidarisch sein können, auch wenn unsere Positionierungen, Erfahrungen und Betroffenheiten ganz unterschiedlich sind, tauschen sich Sibel und Lilly aus. Eine kämpferische Folge mit vielen klaren Worten – viel Spaß beim Hören!
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Sibel Schick ist freie Autorin und Journalistin, Kolumnistin, Podcasterin, Speakerin und Social-Media-Redakteurin. Sie ist 1985 in Antalya (Türkei) geboren und wohnt seit 2009 in Deutschland. Ihre Texte erschienen bisher u.a. bei der taz, beim Missy Magazine und nd. Sie gibt den monatlichen Newsletter »Saure Zeiten« heraus und postet auf Twitter und Instagram unter @sibelschick.
Shownotes:
Asal Dardan: Traumaland. Eine Spurensuche in deutscher Vergangenheit und Gegenwart, erschienen 2025 bei rowohlt.
Christina Clemm: Gegen Frauenhass, erschienen 2023 bei Hanser.
Asha Hedayati: Die stille Gewalt. Wie der Staat Frauen alleinlässt, erschienen 2023 bei rowohlt.
Chris Kirkham: Prison Quotas Push Lawmakers To Fill Beds, Derail Reformoder, erschienen 2013 bei Huffington Post. Link: https://www.huffpost.com/entry/private-prison-quotas_n_3953483
Sibel Schick: Weißen Feminismus canceln. Warum unser Feminismus feministischer werden muss, erschienen 2023 bei S. Fischer.
Sibel Schick: Hallo, hört mich jemand? Rassismuskritische und feministische Kolumnen und Kommentare, erschienen 2020 bei edition assemblage.
Beim Thema digitale Gewalt denken die meisten wahrscheinlich zuerst an Hatespeech im Internet, die überwiegend anonym ausgeübt wird. Jule und Lilly machen es in dieser Folge etwas anders und richten den Fokus auf digitale Gewalt im sozialen Nahraum, insbesondere deren technische Aspekte. Welche Möglichkeiten zur Überwachung gibt es? Warum nur sind diese überwiegend legal? Wie kann ich herausfinden, ob mein Handy überwacht wird oder mir ein Tracker folgt? Und wie gehen Frauenhäuser und Beratungsstellen mit der Situation um, dass Partnerschaftsgewalt so oft auch mit technischer Überwachung verknüpft ist?
All diese Fragen und noch viel mehr besprechen Jule und Lilly in dieser informativen Folge, die auch insbesondere FLINTA dazu anregt, sich im Sinne der Prävention die Hoheit über die eigenen technische Geräte anzueignen.
Shownotes:
Das Projekt, für das Jule als Trainerin arbeitet: Ein Team gegen digitale Gewalt https://ein-team.org/
Die Definition von digitaler Gewalt vom bff, auf die Jule sich bezieht: https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/infothek/digitale-gewalt/was-ist-das.html
Anti-Stalking Projekt vom Frieda Frauenzentrum: https://www.anti-stalking-projekt.de/
Checkliste vom Anti-Stalking Projekt zur digitalen Trennung: https://www.anti-stalking-projekt.de/wp-content/uploads/2022/05/2022-05_18_Checkliste-Digitale-Trennung.pdf
Studie von Betroffenheit von digitaler Gewalt und Belästigung: Plan International: „Free to be online? Girls’ and young women’s experiences of online harassment“, 2020.
https://plan-international.org/publications/free-to-be-online/
A. Hartmann: Ergebnisse einer Umfrage unter Frauenberatungsstellen und Frauennotrufen im bff, 2017
[Hier als pdf: https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/aktionen-themen/bff-aktiv-gegen-digitale-gewalt/aktuelle-studien-und-veroeffentlichungen.html]
Um das Thema gesundheitliche Langzeitfolgen sexualisierter Gewalt fundiert aufzubereiten, haben Birte und Lilly sich mit einer echten Expertin zusammengesetzt: Martina Schröder vom Feministischen Frauen Gesundheits Zentrum (FFGZ) in Berlin, die dort schon seit vielen Jahren die “Beratungsstelle für Frauen mit gesundheitlichen Folgen nach sexueller Gewalt in Kindheit und Jugend” leitet. Mit ihr haben sie unter anderem darüber gesprochen, wie vielfältig die Folgen von sexualisierter Gewalt sein können, welche Rolle Diagnosen in diesem Bereich spielen und was medizinisches Fachpersonal tun kann, um mit Betroffenen möglichst sensibel umzugehen. Eine sehr spannende und informative Folge, viel Spaß beim Hören!
Das FFGZ Berlin findet ihr unter diesem Link: www.ffgz.de, die Beratungsstelle findet ihr unter “Beratung – Beratungsstelle Gesundheitliche Folgen”.
Unsere Quellen:
Das Themenheft des RKI “Gesundheitliche Folgen von Gewalt. Unter besonderer Berücksichtigung von häuslicher Gewalt gegen Frauen” von 2008.
Die Broschüre “Sexualisierte Gewalt: männliche* Betroffene unterstützen. Mythen, Fakten & Handlungsmöglichkeiten” von 2016.
Zum Themenkomplex sexualisierte Gewalt und TIN Personen ist auch der Artikel von Gabriel_Nox Koenig interessant: “Keine Unterstützung in Sicht? Trans und betroffen von sexualisierter Gewalt”, der im AEP Informationen Schwerpunktheft (Ausgabe 3/22) über sexualisierte Gewalt erschienen ist – leider nicht online verfügbar.
Die Bücher, die zudem erwähnt wurden, sind:
Herman, Judith. Die Narben der Gewalt. Traumatische Erfahrungen verstehen und überwinden. Kindler Verlag. München 1993.
Haines, Staci. Ausatmen. Wege zu einer selbstbestimmten Sexualität für Frauen, die sexuelle Gewalt erlebt haben. Orlanda Verlag. Berlin 2019.
Maitz, Wendy: Zulassen. Wege zur Selbstheilung für Überlebende sexueller Gewalt. Orlanda Verlag, Berlin 2020.
Mit der Gastfolge vom Podcast “Clitoria’s Secrets”, in der Birte mit den Hosts Ronja und Katrin über sexualisierte Gewalt und Gyn-Themen gesprochen hat, haben wir eine kleine Reihe zu sexualisierter Gewalt im Gesundheitssystem gestartet. Jetzt geht es weiter mit einer sehr praktischen Folge dazu, was ihr tun könnt, wenn ihr einen Übergriff durch eine*n Ärzt*in erlebt. Das ist nämlich besonders verletzend und kompliziert, was unter anderem an dem speziellen Vertrauensverhältnis zwischen Ärzt*innen und Patient*innen und Besonderheiten wie der ärztlichen Schweigepflicht liegt. Birte und Lilly besprechen die spezifischen Handlungsmöglichkeiten und deren Abläufe. Wofür ist eigentlich eine Ombudsstelle gut (und warum gibt es nur in Hessen eine)? Wie kann man den Übergriff bei der Kassenärztlichen Vereinigung oder der Ärztekammer melden? Was passiert dann genau? Lohnen sich Bewertungen auf Gesundheits-Bewertungsportalen? Und warum wird eigentlich selbst verurteilten Täter*innen oft die Approbation nicht entzogen?
All diese Themen und Fragen besprechen Birte und Lilly miteinander, auch wenn wir natürlich nicht auf alle Fragen eine (abschließende) Antwort geben können. Auch die Themen Übergriffe durch Heilpraktiker*innen und Therapeut*innen werden gestreift.
Shownotes:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/36000-euro-geldstrafe-fur-berliner-hiv-spezialist-wegen-sexuellen-missbrauchs-5125051.html
https://www.buzzfeed.de/welt/trotz-metoo-missbrauch-medizin-dunkelfeld-zr-90262458.html
https://www.fr.de/frankfurt/fr-recherche-sexueller-missbrauch-in-der-medizin-90167886.amp.html
https://pinkstinks.de/kommt-ne-frau-zum-arzt/
In den an.schlägen VIII/2022 haben wir nach der Aufnahme auch noch einen Artikel zum Thema entdeckt: “Gewalt in der Medizin” von Jana Borchers, nicht online verfügbar
Was tun bei Übergriffen durch Ärzt*innen:
https://www.aekb.de/patient-innen/fragen-antworten-zu-patientenrechten
https://www.bundesaerztekammer.de/kontakt/adressen-der-landesaerztekammern
https://www.kvberlin.de/fuer-patienten/wann-hilft-die-kv-berlin
Zur Ombudsstelle für Fälle von Missbrauch in ärztlichen Behandlungen: https://www.laekh.de/ueber-uns/ombudspersonen/ombudsstelle-fuer-faelle-von-missbrauch-in-aerztlichen-behandlungen
Die Bilanz der Ombudsstelle: https://www.laekh.de/heftarchiv/ausgabe/artikel/2022/februar-2022/die-ombudsstelle-fuer-faelle-von-missbrauch-in-aerztlichen-behandlungen
Was tun bei Übergriffen durch Therapeut*innen:
https://www.therapie.de/psyche/info/fragen/beschwerden-in-der-psychotherapie/vorgehen-bei-heilpraktikern/
https://www.psychotherapeutenkammer-berlin.de/ratsuchende/rechte-und-beschwerde
Birte war kürzlich beim Podcast Clitoria’s Secrets zu Gast und hat dort mit Ronja und Katrin über sexualisierte Gewalt im Kontext von Gyn-Themen gesprochen. Die Folge ist sehr interessant und deshalb findet ihr sie jetzt – versehen mit einem kurzen Intro und zwei Ergänzungen von uns – auch in unserem Feed!
Wenn ihr unseren Podcast regelmäßig hört, könntet ihr überlegen, nach der Begrüßung direkt zu Minute 32:06 zu springen. Im ersten Teil werden zunächst grundlegende Fragen geklärt: Was ist sexualisierte Gewalt? Was sind Vergewaltigungsmythen und wie beeinflussen sie uns?
Hier findet ihr die Liste mit Forderungen vom bff in Bezug auf die medizinische Versorgung und vertrauliche Spurensicherung, die Lilly in ihrer Ergänzung erwähnt:
https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/aktionen-themen/versorgung-nach-sexualisierter-gewalt/forderungen-des-bff-zur-medizinischen-versorgung-und-vertraulichen-spurensicherung.html
Und hier ist der originale Folgentext und die Shownotes von Clitoria’s Secrets:
Content note: Wir sprechen in der Folge explizit über sexualisierte Gewalt und den exemplarischen Fall einer Vergewaltigung. Es wird hierbei auf keine Details eingegangen, sondern eher der Umgang damit (Fokus: Gyn) dargestellt.
Diese Folge war dringend nötig! Wir denken, dass es gut ist, sie mal gehört zu haben – mindestens. Und um eine top Folge abzuliefern, haben wir uns eine wunderbare Gästin angelacht, die uns bei der Folge mit ihrem Erfahrungswissen unterstützt hat.
Mit Birte Opitz sprechen wir über sexualisierte Gewalt. Wir klären, was das ist und warum das ein strukturelles Problem ist. Wir erklären, warum wir von Betroffenen sprechen und nicht von Opfern. Vor allem erklären wir, warum es wichtig ist Verbündete zu suchen, die einem glauben. Bestenfalls sind sie schon im Freund*innenkreis.
58% der Frauen und Mädchen zwischen 16-85 Jahren haben sexualisierte Gewalt erlebt, das ist mehr als jede zweite (2004).
Falls ein körperlich gewaltvoller Übergriff passiert, kann man sich auf verschiedene Arten Hilfe holen. Man hat die Mögichkeit sich einem*r Freund*in anzuvertrauen, sich an ein Hilfetelefon oder eine Beratungsstelle vor Ort zu wenden.
Wenn man eine Vergewaltung erleben musste, kann eine Untersuchung von einem*r Gynäkolog*in infrage kommen. Katrin erklärt welche Standards es hierbei gibt und worauf man sich einzustellen hat. Wir beraten euch bei der schwierigen Frage, ob man diese Untersuchung in Anspruch nehmen will und wie das mit einer Anzeige zusammenhängt.
Und abschließend geht es noch um die Auswirkungen von sexualisierter Gewalt auf die Frauengesundheit und wie wir uns wünschen würden, dass Gyns damit umgehen.
Wir freuen uns, wenn ihr uns Feedback zu der Folge gebt und sie weiterempfehlt. <3
Kommentare könnt ihr gerne auf der jeweiligen Folgen-Webseite hinterlassen oder auf iTunes. Kontaktaufnahmen gehen über Twitter (@clitssecrets), Instagram (Clitoria’s Secrets) oder mail[@]clitoriassecrets.de
Besten Dank für die kreative Unterstützung in Sachen Coverbild [Oliver Kübler] und Jingle [Michael Bloß]!
WUT! Darüber sprechen Birte und Lilly in dieser Folge. Jede*r kennt sie, denn sie ist ein sogenanntes “Basisgefühl”. Aber stimmt es, dass FLINTA weniger wütend sind? Oder wird uns nur von Geburt an beigebracht, dass unsere Wut nicht sein darf und auch nicht zur Durchsetzung taugt? Birte erklärt, warum Wut wichtig ist, denn sie zeigt an, wenn Grenzen verletzt werden, und hilft, für diese Grenzen einzustehen und sie zu verteidigen. Wut kann daher auch ein Tool sein, um gegen sexualisierte Gewalt und allgemein gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen. Also bäämm – lernen wir unsere Wut kennen, mit ihr zu sein und uns selbst zu lieben, wenn wir wütend sind! Denn auch das ist Selbstliebe. All das und noch viel mehr in unserer neuen Folge – und am Ende singen Birte und Lilly sogar noch gemeinsam ein Wut-Mantra!
Quellen:
– Lama Rod Owens: Love and Rage. The Path of Liberation through Anger. North Atlantic Books 2020. Beziehungsweise auf Deutsch: Lieben und Wut. Der Weg zur Befreiung durch Zorn. w_orten & meer 2022.
– Ciani-Sophia Hoeder: Wut und Böse. hanserblau 2021.
– Johanna Kuroczik: Wut! Mut zum Zorn. Zirzel Verlag 2022.
– Die Studie, auf die Lilly sich bezieht, die zeigt, dass wütende Frauen als weniger durchsetzungsstark wahrgenommen werden als wütende Männer, heißt “One angry woman: Anger expression increases influence for men, but decreases influence for women, during group deliberation” und wurde von Jessica M Salerno und Liana C Peter-Hagene durchgeführt: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26322952/
Wie kann man Betroffene von sexualisierter Gewalt gut unterstützen und gute Verbündete für sie sein? Das ist eigentlich für alle Menschen ein wichtiges Thema, denn alle kennen Betroffene von sexualisierter Gewalt (auch wenn sie es vielleicht nicht wissen). Dass es gar nicht so einfach ist, Betroffenen gut zur Seite zu stehen, wird daran deutlich, dass viele Betroffene von den Reaktionen ihres Umfeldes enttäuscht oder verletzt sind. Deshalb haben Birte, Jule und Lilly in der neuen Folge zusammengestellt, was aus ihrer Sicht gute Möglichkeiten sind, mit Betroffenen umzugehen. Dabei ist auch eine betroffenensolidarische Haltung im Alltag wichtig, damit Betroffene wissen, wem sie sich anvertrauen können.
Shownotes:
“Schweigen und Stigma – Warum wir beim Umgang mit sexualisierter Gewalt versagen” von Ein Freund*innenkreis, erschienen im Ajour Magazin: https://www.ajourmag.ch/schweigen-und-stigma/
Brennsell, Ariane; Hartmann, Ans; Schmitz-Weicht, Cai: Kontextualisierte Traumaarbeit. Beratung und Begleitung nach geschlechtsspezifischer Gewalt – Forschungsergebnisse aus der Praxis feministischer Beratungsstellen, Bundesverband Frauennotrufe und Frauenberatungsstellen (bff), Berlin 2020, S. 50.
Bei Steady steht (immer) noch nicht so viel, aber ihr könnt uns trotzdem schon über die Plattform unterstützen, wenn ihr wollt:
steadyhq.com/notyouropfer
Oft liest man vor Texten, Filmen oder Veranstaltungsankündigungen sogenannte Triggerwarnungen oder auch Content Notes, die darauf hinweisen, dass es um sexualisierte Gewalt gehen wird. Diese sind dafür da, Betroffene zu informieren und zu schützen – aber erfüllen sie ihren Zweck auch? Was an ihnen ist sinnvoll und was problematisch? Und wäre es nicht vielleicht besser, sich mehr Gedanken über die Darstellung sexualisierter Gewalt zu machen, als Betroffenen zu raten, sich damit nicht zu beschäftigen?
Links zur Folge:
Das ist die Studie, auf die Lilly sich bezieht: Jones, Payton J.; Bellet, Benjaming W.; McNally, Richard J. (2020): “Helping or Harming? The Effect of Trigger Warnings on Individuals with Trauma Histories”. In: Clinical Psychological Science (8) 5, S. 905-917.
Pünktlich zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen* kommt hier der zweite Teil unserer Doppelfolge zum Thema Selbstverteidigung! Haben wir uns im ersten Teil noch mit ganz praktischen Fragen beschäftigt, wird es nun abstrakter: Birte und Lilly diskutieren (für unsere Verhältnisse doch recht kontrovers :D) darüber, ob bzw. unter welchen Bedingungen Selbstverteidigung als sinnvolle Prävention gegen sexualisierte Gewalt betrachtet werden kann, und wie sich Selbstverteidigung mit unserem Wunsch nach einer gewaltlos(er)en Gesellschaft vereinbaren lässt. Auch auf das Thema Rache(-phantasien) als eine Art verzögerte Gegenwehr kommen wir im Zusammenhang mit Selbstverteidigung zu sprechen. Zuletzt fragen wir uns, ob es legitim ist, auch Vermeidungsstrategien als Selbstverteidigung zu bezeichnen.
Quellen:
Filme: “Tiger Girl” und “I care a lot”
Theater von Les Copines: “female* violent fantasies”
Judith Butler: Die Macht der Gewaltlosigkeit. Suhrkamp. Berlin 2020.
Elsa Dorlin: Selbstverteidigung. Eine Philosophie der Gewalt. Suhrkamp. Berlin 2020.
Lilly bezieht sich auch auf ihr eigenes Buch: Lilian Schwerdtner: Sprechen und Schweigen über sexualisierte Gewalt. Ein Plädoyer für Kollektivität und Selbstbestimmung. edition assemblage. Münster 2021.
Juhu, nach einer kleinen Sommerpause sind wir zurück! Diesmal quetscht Lilly Birte über ihr Wissen zu Selbstverteidigung aus. Die erzählt, warum es nicht nur total empowernd ist, die eigene Wut, Entschlossenheit und Kraft zu spüren, sondern auch, warum es (überlebens)wichtig sein kann, zu wissen, wie man sich Notfall selbst verteidigt. Wir klären die wichtigsten Punkte über Selbstverteidigung: Was ist das eigentlich und was ist der Unterschied zu Selbstbehauptung? Wann darf ich mich wehren? Wie geht das überhaupt? Und wo kann ich das lernen?
Dies ist der erste, praktische Teil einer Doppelfolge zu Selbstverteidigung.
Die Studie über den Erfolg von Gegenwehr, von der Birte spricht, heißt:
“Studie der Polizeidirektion Hannover zum Gegenwehrverhalten bei Sexualstraftaten für die Jahre 1991 bis 1994”
Die rechtlichen Aspekte zu Notwehr könnt ihr hier nochmal nachlesen:
https://www.koerperverletzung.com/grenzen-der-notwehr/
Die Seite vom Bundesfachverband feministische Selbstbehauptung und Selbstverteidigung e.V. findet ihr hier. Dort gibt es eine Übersicht über qualifizierte Trainer*innen in eurer Nähe:
https://bvfest.de/trainerin-vor-Ort.html
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