Nur eine Frage

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  • Omar Marmoush geht gerne steil

    Er war womöglich der beste Bundesligaspieler der Hinrunde. Er war so gut, dass er nun nicht mehr in der Bundesliga spielt. Omar Marmoush wechselte für 75 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt zu Manchester City. Und wie der Rest der Fußballwelt fragt sich auch "Kicken kann er", der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE: War das ein guter Move – für den Spieler, für den Verein?

    Oliver Fritsch, einer der beiden Hosts, ist skeptisch. "Es hat mich überrascht und da ist etwas Gambling dabei, vielleicht auch Verzweiflung", sagt er. Die Mannschaft von Pep Guardiola muss sich nach den fürchterlichen letzten Monaten ein wenig neu erfinden. Ob sich Marmoush allerdings für die beste Liga der Welt eignet, da ist sich Fritsch unsicher.

    Sicher ist: Marmoush hat fantastische Fähigkeiten. Er ist schnell, führt den Ball eng und hat einen souveränen, coolen Abschluss. Aber er profitierte auch von der Spielweise von Eintracht Frankfurt, die viele Freiheiten erlaubt und "Hasardeurtum goutiert und einfordert", sagt Fritsch. "Zu Marmoush passt es perfekt."

    City spielt hingegen anders. Dem anderen Host Christian Spiller fallen nicht viele Mannschaften ein, deren Spielweise einen größeren Kontrast zu City bietet. Trotzdem ist er optimistischer. "Marmoush kann mittlerweile auch enge Räume, ist kein reiner Tempospieler mehr", sagt er. Und ein netter, kluger Kerl scheint er auch zu sein. Wie ein Ausschnitt aus einem Eintracht-Frankfurt-Video zeigt, in dem er sein Spiel erklärt.

    Außerdem in diesem Podcast: Mister X über Didi Hamann und David Alaba. Warum die Golfstaaten doch dem Fußball guttun könnten. Und unsere Top 5 schmecken ein wenig nach Eigenurin.

    "Kicken kann er" ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler. Alle Folgen finden Sie hier. Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen wir unter [email protected] entgegen. 

    Szenen und Texte, über die wir im Podcast gesprochen haben: 

    • Frankfurt vs. Bayern 3:3
  • Skills von Omar Marmoush
  • Eintracht Frankfurt: So spielt Omar Marmoush
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    1 hr 1 min
  • Unsere Elf des Jahres

    "Sorry, Florian Wirtz!" So beginnt Fabian Scheler, einer der Hosts von "Kicken kann er", die letzte Fußballpodcast-Episode des Jahres. Das Leverkusener Talent hat es nämlich nicht in seine Elf des Jahres geschafft. Dafür handelt er sich einen strengen Blick vom zweiten Host, Oliver Fritsch, ein, der dem eines strengen italienischen Trainers nicht unähnlich sieht. Selbstverständlich sieht Fritsch das anders.  

    Zum Jahresende küren die beiden Hosts die wichtigsten Spielerinnen und Spieler der Saison. Geschlecht: egal. Liga und Land: egal. Aber nach dieser EM: wirklich nur ein Engländer. Die Leistungen bei der Europameisterschaft in Deutschland spielen für beide Hosts eine genauso wichtige Rolle wie die Champions League. Oder der Anteil am Leverkusener Titel. Zudem sind das olympische Turnier der Frauen und politische Bildung für diese Folge weitere Kriterien.

    Es wird in der jeweiligen Elf viel Spanisch gesprochen. Einer der besten deutschen Fußballer und der bekannteste deutsche Trainer der Gegenwart erfahren ihre kritische Würdigung. Und die meisten der Spieler, die in dieser Folge geehrt werden, sind auch die, auf die es im neuen Jahr ankommen wird.  

    Und weil am Jahresende noch letzte Dinge zu tun sind, beantworten die Hosts die drängendsten Hörerfragen. Und geben ein Versprechen für das kommende Jahr ab. 

    Diskutieren Sie mit uns. Stellen auch Sie Ihre Frage, die Sie schon immer beantwortet haben wollen. Oder kritisieren Sie uns. All das nehmen wir unter [email protected] entgegen.    

    "Kicken kann er" ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler. Alle Folgen finden Sie hier. 

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    1 hr 4 min
  • Robert Andrich, Nationalspieler auf dem zweiten Bildungsweg

    Vor einem Jahr war sein größter Erfolg noch der Hessenpokalsieg mit dem SV Wehen Wiesbaden. Jetzt ist Robert Andrich Doublesieger und Nationalspieler. Dabei ist er schon 30 Jahre alt. "Vor Kurzem war diese späte Karriere unvorhersehbar", sagt Oliver Fritsch, einer der Hosts von "Kicken kann er". Mit Christian Spiller, dem zweiten Host, einigt er sich auf folgendes Urteil: Kann man gut gebrauchen. Andrich sei ein guter Mittelfeldspieler, der vor der Abwehr ordentlich abräume und vor allem sehr selbstbewusst sei. Ein physischer 6er. 

    "Zugute ist ihm allerdings gekommen, dass in der Nationalmannschaft in den letzten Jahren so viel falsch gelaufen ist", sagt Fritsch. Da sei eine Lücke entstanden, in die Andrich reingestoßen sei. Und in Leverkusen habe er von Xabi Alonso profitiert. "Die Sterne standen gut, Andrich ist ein Glückskind." 

    "Er ist ein sehr besonderer Fußballer", sagt Spiller, der Gefallen an dem Tattoo auf Andrichs Wade findet: einer Grätsche. Zu seiner Zeit bei Hertha Mitte der Zehnerjahre habe Andrich das Nachtleben von Berlin mitgenommen. "Da hat er ein paar Spiele verpasst, aber sich auch Street-Credibility geholt." Die helfe ihm nun in Duellen mit Kylian Mbappé. 

    Fritsch hat natürlich wieder was zu meckern: Ihm sei aufgefallen, dass aktuell viele Spieler auf dem zweiten Bildungsweg in der Nationalmannschaft gelandet seien: Pascal Groß, Niclas Füllkrug, Tim Kleindienst, Deniz Undav, Oliver Baumann waren allesamt schon Ende 20 oder älter, als sie ihr erstes Länderspiel machten. Die Nationalmannschaft sei alt, aber unerfahren – keine gute Mischung, sagt Fritsch. "Das kann nicht klappen." 

    In dieser Folge erfahren Sie auch, wie viele Bundesligaspieler (wie Andrich) im Osten Deutschlands geboren wurden. Und welches Beatles-Album sich Fritsch hat tätowieren lassen. 

    "Kicken kann er" ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler. Alle Folgen finden Sie hier. Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen wir unter [email protected] entgegen.     

     

    Szenen und Texte, über die wir im Podcast gesprochen haben:    

     

    • Duell mit Mbappé 
  • Cover White Album
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    1 hr 2 min
  • Emre Can – der das Spiel nicht versteht

    Über Emre Can wundern sich viele, über Emre Can ärgern sich viele, vor allem aus Dortmund. Fabian Scheler kann das belegen. Einer der beiden Hosts von Kicken kann er liest in der neuen Folge kritische Whatsapp-Nachrichten von BVB-Fans aus seinem Freundeskreis vor. 

    Der Kapitän des BVB steht immer öfter in der Kritik, zuletzt nach einer überflüssigen Roten Karte in Mainz. Dortmund verlor in Unterzahl. Die Borussia hat einen „Mentalitätsspieler“ geholt, der schon für Juventus Turin, Liverpool und den FC Bayern spielte. Doch er enttäuscht und der Verein entwickelt sich mit Can zurück. 

    „Das ist kein Wunder, das hätte ich vorher sagen können“, sagt Oliver Fritsch, der andere Host, großspurig. Can sei zwar schnell, groß und zweikampfstark, auch könne er gut schießen. „Doch ihm fehlt etwas sehr Entscheidendes“, sagt Fritsch. „Er hat wenig Spielverständnis.“ Und das sei nun mal ein wesentliches Element im strategischen Mannschaftsspiel Fußball. 

    Als Fußballer muss man sich fragen: Wohin renne ich und warum? Was ist der Zusammenhang dieser Spielsituation? Was ist meine Aufgabe? Wie spiele ich mit den anderen? Da finde Can, sagt Fritsch, selten guten Antworten. Dieses Problem sei schon als Jugendspieler bei ihm bekannt gewesen. „Ich kenne Experten, die seit fünfzehn Jahren sagen, dass das dieser Spieler nie richtig gut wird.“ Warum Can dennoch zum Kapitän einer der wichtigsten deutschen Mannschaften wurde? Gute Frage, welche die Hosts nach Dortmund weiterreichen. In dieser Folge erfahren Sie auch, was Xabi Alonso über Emre Can denkt. 

     "Kicken kann er" ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler. Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen wir unter [email protected] entgegen.   

    Szenen und Texte, über die wir im Podcast gesprochen haben:   

    Emre Can Bicycle Kick 

    Rote Karte Mainz 

     

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    1 hr 9 min
  • Rodri – der das Spiel versteht

    So viel wurde über eine Wahl zum besten Fußballer der Welt lange nicht mehr diskutiert. Vinícius Júnior, der sich als Favorit gefühlt hatte, blieb kurzfristig zu Hause, weil Rodri gewann. Und das war total verdient, meinen Oliver Fritsch und Christian Spiller, die Hosts von Kicken kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT ONLINE.

    "Rodri ist der Kopf der zwei besten Mannschaften der Gegenwart: Manchester City und Spanien", sagt Oliver Fritsch und sieht weit und breit für Rodri keinen Konkurrenten. "Ich habe nicht verstanden, dass Vinícius Júnior als ernsthafter Kandidat gehandelt wurde."

    Christian Spiller hingegen findet auch Argumente für Vini Jr.: Tore, der Titel in der Champions League, Spektakel. Weshalb die diesjährige Wahl auch zu einer Grundsatzfrage wurde, wie man auf Fußball blickt: Schätzt man das kurzweilig Unterhaltende, den schnellen Genuss oder das tiefe Verständnis des Spiels.

    Oliver Fritschs Haltung ist dabei ebenso klar wie die Aktionen des spanischen Ballon-d'Or-Winners. "Rodri steht für das, was den Wert des Spiels ausmacht: dass man als Team funktioniert, dafür spielt, sich unterstützt und etwas über Jahre entwickelt", sagt er. Spiller ist da etwas unentschlossener, schließlich zählen im Fußball am Ende die Tore. Aber auch er hätte Rodri gewählt. "An ihm sieht man, wie wichtig im Fußball ist, was zwischen den Ohren passiert", sagt er.

    Die beiden Hosts reden über die Karriere und die Stärken und Schwächen des Spaniers, darüber, ob seine Körpergröße ihm hilft oder hindert, und sie versuchen zu ergründen, warum Rodri als einziger Weltstar stets gewissenhaft sein Trikot in die Hose steckt.

    Weil Rodri mal einen gebrauchten Opel Corsa gefahren ist und keine Tattoos hat und nicht auf Instagram aktiv ist, ranken sie in ihrer Rubrik Top Five die fünf bescheidensten Fußballer.


    "Kicken kann er" ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler. Alle Folgen finden Sie hier, alle Powercard-Wertungen hier. Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen wir unter [email protected] entgegen. 

    Szenen und Texte, über die wir im Podcast gesprochen haben: 

    • Best of Rodri 
  • Block gegen Kane im EM-Finale
  • ZEIT ONLINE: Endlich mal kein Stürmer
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    1 hr 2 min
  • Andrés Iniesta, der heimliche Weltfußballer

    Für den einen Host ist er der heimliche Weltfußballer. Der andere zieht sich seine Videos rein, wenn er krank ist und gesunden will. Oliver Fritsch und Fabian Scheler schwärmen in Kicken kann er diesmal von Andrés Iniesta. Der Mann, der Spanien 2010 zum ersten WM-Titel schoss, hat Anfang Oktober sein Karriereende angekündigt. 

    „Er hat die Ballbehandlung auf engem Raum zur Exzellenz getrieben, so gut wie er hatte das noch niemand gemacht“, sagt Fritsch. „Nicht mal Zidane.“ Er habe mit seinen Füßen den Ball kontrolliert, als wären es Hände. Er sei der „Ballbesitzspieler schlechthin“ gewesen, sagt Fritsch. Er symbolisiere Tiki Taka, dem dominanten Stil der Zeit von 2008 bis 2012, als Spanien und der FC Barcelona fast alles gewannen. Iniesta hat mit seinen beiden wichtigsten Toren, dem Siegtor im WM-Finale 2010 und dem im Champions League Halbfinale 2009 sogar für einen Anstieg der Geburtenrate in Spanien gesorgt. 

    „Wir vermissen ihn sehr“, sagt Scheler, der in Iniesta die Seele des Fußballs erkennt. „Wir leben im physischen Fußballzeitalter“, sagt Fritsch. Heute sei Wucht gefragt. Ob sich Iniesta in der Premier League behauptet hätte? „Da habe ich Zweifel, denn es gab auch Mittel gegen Iniesta.“ 

    Beide Hosts sind sich einig: Der bescheidene Iniesta hätte mindestens einmal den Ballon d’or in den Händen halten müssen. Dass das seit vielen Jahren fast immer Stürmer tun, sei bedenklich. „Da lief einiges schief.“ So bestücken Scheler und Fritsch die Rubrik Top5 mit denjenigen Fußballern, die die diese Wahl nie gewannen, sie aber hätten gewinnen müssen. Außerdem bespricht erstmals Mister X ein Duo. 

    "Kicken kann er" ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler. Alle Folgen finden Sie hier, alle Powercard-Wertungen hier. Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen wir unter [email protected] entgegen. 

    Szenen und Texte, über die wir im Podcast gesprochen haben: 

    • Best of Iniesta 
  • Tor im WM-Finale 2010 
  • Fred Astaire tanzt mit einem Hutständer 
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    1 hr 1 min
  • Aleksandar Pavlović, ein neuer Kroos?

    Anarchie bei Kicken kann er: Der Stammhost Oliver Fritsch ist nicht da. Christian Spiller und Fabian Scheler, die normalerweise an Fritschs Lippen und Thesen hängen, nutzen diesen ungewohnten Moment der Freiheit, um sich Bayern Münchens Aleksandar Pavlović vorzunehmen.

    Das Profidebüt des 20-Jährigen liegt noch nicht mal zwölf Monate zurück, doch schon ist er Stammspieler im Mittelfeld der Bayern. “Weil er keinen Scheiß macht”, sagt Spiller und hebt die Passstärke und Unaufgeregtheit hervor. Und auch wenn die Zahl der Spiele, anhand derer man ihn bewerten kann, noch gering ist, hat Scheler bereits eine erhöhte Risikobereitschaft im Vergleich zu seinen ersten Einsätzen registriert. “Ihm stehen alle Türen offen, sich in der Spitzenklasse zu etablieren”, sagt Scheler. 

    Um Pavlović kreisen größere Fragen. Weil er als Münchner Kindl alle Stationen der Bayernjugend durchlaufen hat, sehen die Bayernbosse in ihm eine neue Münchner Identifikationsfigur. Kann er diese Rolle erfüllen? Die Hosts beantworten das auch dadurch, indem sie die Top-5-Fußballer aus München suchen. 

    Und in der Nationalmannschaft wird schon nach seinen ersten Länderspielen gefragt: Wird er Toni Kroos beerben? “Er wird auf Kroos' Position spielen, aber dessen Einfluss zu erreichen, wird schwer”, sagt Spiller, “weil ihm die strategische Superkraft fehlt.” Der Antwort nähern sich die Hosts, in dem sie Pavlović nicht nur mit Kroos, sondern auch mit dem derzeit Besten auf seiner Position abgleichen, dem Spanier Rodri. Schusskraft, Timing und Körperlichkeit seien die Dinge, die ihm im Vergleich zu Rodri fehlen, sagt Scheler.

    Außerdem ist keine bayerische Ergebniskrise zu klein, um sie nicht auch im Podcast zu besprechen. Die Hosts nehmen also die jüngsten Ergebnisse der Münchner (1:1 gegen Leverkusen, 0:1 gegen Aston Villa, 3: 3 gegen Frankfurt) und das TV-Duell zwischen Thomas Müller und Michael Ballack zum Anlass, ebenfalls die Systemfrage zu stellen: Spielen die Bayern zu riskant? Und welche Rolle kommt Pavlović im neuen System zu? 

    “Man erkennt erstmal wieder eine klare Idee”, sagt Scheler über den Stil von Vincent Kompany, “was schön ist, man guckt gerne zu.” Er glaubt, dass der Trainer seine riskante Spielweise im Laufe der Saison anpassen wird. “Das ist Harakiri, das ist mir zu unseriös”, sagt hingegen Spiller, der skeptischer ist und seine beiden Grundprobleme mit dem Bayernspiel erklärt. Eine Powercard gibt es natürlich auch. 

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    Szenen und Texte, über die wir im Podcast gesprochen haben:

    • Bayern gegen Leverkusen 
  • Der FC Bayern ist wieder eine Mannschaft
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    1 hr 4 min
  • Ist Joshua Kimmich ein guter Kapitän?

    Fritz Walter, Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus, Philipp Lahm – allesamt großartige Fußballer, die noch etwas gemeinsam haben: Sie waren Kapitäne, Weltmeisterkapitäne sogar. Zu diesem Kreis würde bald auch gerne Joshua Kimmich gehören, der neue Kapitän der deutschen Nationalelf. Aber ist er dafür gut genug?

    In einer Sonderfolge des ZEIT-ONLINE-Fußballpodcasts „Kicken kann er” widmen sich die beiden Hosts Oliver Fritsch und Christian Spiller nicht wie üblich detailliert den Stärken und Schwächen eines Spielers, sondern reden über Kapitäne und das Amt an sich. „Mit einer Binde am Arm spielt es sich anders”, sagt Spiller und erzählt von früher. Auch Fritsch war natürlich Spielführer. „Ich habe mich sogar selbst zum Kapitän gemacht”, sagt er.

    Die beiden reden darüber, wofür die großen Kapitäne der Nationalelf standen – von der Begeisterung über Fritz Walter bis zur Enttäuschung über Manuel Neuer. Fritsch und Spiller sind sich einig: Der Neue, Joshua Kimmich, ist ein guter Kapitän, weil man ihm sicherlich keine mangelnde Einstellung vorwerfen kann. Fußballerisch aber kann er sich nicht bei den ganz Großen einordnen.

    Die Hosts fragen sich außerdem, wozu es überhaupt einen Kapitän braucht, warum Stürmer und Kreative seltener Kapitän sind, wie gut ein Kapitän eigentlich kicken können muss – und sie finden den besten deutschen Fußballer, der nie Kapitän war.


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    Szenen und Texte, über die wir im Podcast gesprochen haben:


    "Manchmal habe ich mir Fritz Walter als Vater erträumt"

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    55 min
  • Christoph Kramer: Reden kann er

    Würde man eine Straßenumfrage über Christoph Kramer machen, den Leuten würde vor allem über den Mann in den Sinn kommen, der im Fernsehen lustig Fußball erklärt. Darüber reden auch Fabian Scheler und Oliver Fritsch, die beiden Hosts von Kicken kann er, in der aktuellen Ausgabe. „Er ist unterhaltsam“, sagt Fritsch über Kramer, “beinahe ein Comedian”.

    Doch Kramer war auch ein sehr erfolgreicher Fußballer, zumindest für kurze Zeit. Durch glückliche Umstände landete er am 13. Juli 2014 in der deutschen Startelf, die gegen Argentinien Weltmeister wurde. Kramer wurde dadurch berühmt, dass er von einem Gegenspieler ausgeknockt wurde und nicht mehr wusste, dass es sich um das WM-Finale handelte. 

    „Er war ein unwahrscheinlicher Weltmeister“, sagt Scheler. Für kurze Zeit, sagt Fritsch, habe man bei ihm die Vorstellung gewinnen können, dass er seinen Platz im Mittelfeld der Nationalmannschaft dauerhaft finden könne. „Robust, technisch ordentlich, frech und frisch, mit Persönlichkeit ausgestattet.“ Doch nach 2014 spielte Kramer keine Rolle mehr in der Nationalelf, nicht nur weil er oft verletzt war. „Er stellte sich halt als 3er-Schüler heraus.“

    Vor kurzen dann sein tränenreicher Abschied von Borussia Mönchengladbach vor einigen Wochen, für die er 243 Bundesliga-Spiele absolvierte. Ob Kramer noch mal kickt, ist nicht gesagt. Aber reden wird er weiterhin – als ZDF-Experte, als Podcaster. Und man kann ihn sogar lesen, er ist unter die Schriftsteller gegangen.

    Auch in dieser Folge: Scheler und Fritsch stellen ihre sehr umstrittenen Top 5 TV-Experten vor. Mr. X, unser anonymer Fußballscout, ist besonders gut drauf. Und Magnus Reitschuster, der frühere Intendant des Apollo Theaters in Siegen, hat als Reaktion auf die vergangene Ausgabe eine Ode auf Granit Xhaka verfasst – und für Sie, liebe Zuhörerinnen, vertonen lassen.

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    Szenen und Texte, über die wir im Podcast gesprochen haben:

    • Eigentor Kramer in Dortmund
  • Was am 13. Juli 2014 wirklich geschah
  • Check gegen Kramer 
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    1 hr 3 min
  • Granit Xhaka oder warum Leverkusen wieder Meister wird

    Am Freitag beginnt die Bundesliga und schon wieder hat sich Leverkusen im Supercup in letzter Minute gerettet und den nächsten Titel gesammelt. Auch wenn dieser Pokal für manche die gleiche Bedeutung hat wie AGB lesen: Xabi Alonso macht damit weiter, wo er aufgehört hat.

    Kicken Kann Er beendet seine Sommerpause deshalb mit einem der wichtigsten Spieler der vergangenen Saison, dem die beiden Hosts auch in der neuen Spielzeit Großes zutrauen: Granit Xhaka ist Thema im Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Der Schweizer hatte erheblichen Anteil an Leverkusens Meisterschaft und Pokal: "Haben sie mit ihm im Sommer 2023 den Titel eingekauft?", fragt Fabian Scheler. Diese Frage deklinieren er und Oliver Fritsch anhand von Xhakas Stärken und Schwächen durch.  

    Xhaka kam 2012 nach Mönchengladbach und ging vier Jahre später in die Premier League zu Arsenal. Seit einem Jahr ist er zurück in Deutschland: "Perfekt für unseren Podcast", sagt Scheler, "man möchte doch jetzt wissen, wie groß der Anteil von Xhaka am Leverkusener Erfolg ist."

    Fritsch fasst seine These zum Spieler dieses Mal in ein einziges Wort: "Xhaka ist sauclever." Er habe sich und den Fußball verstanden, ihn genutzt zum sozialen Aufstieg und wird ihm auch noch als Trainer wohl lange erhalten bleiben.  

    Das macht ihn einzigartig, sagt Scheler, weil Xhaka der einzige Spielertrainer der Bundesliga ist. Xhaka macht parallel zu seiner Bundesligakarriere den Trainerschein bei Union Nettetal. Deswegen ist es kein Zufall, wie er und Alonso auf und neben dem Platz miteinander kommunizieren. "Seine größte Stärke: Er hat eine Aufgabe für sich gefunden", sagt Fritsch, und dass er auch erkennt, welchen Anteil der Trainer hat. "Ich könnte ihm ewig zuhören", sagt Fritsch.  

    Xhaka ist Schweizer Rekordnationalspieler und die Top 5 küren in dieser Folge die besten Schweizer, denn bei Xhaka gibt es Federer-Vergleiche. Die Hosts möchten den Stolz der Schweizer auf die Secondos, wie die in der Schweiz geborenen Kinder von Immigranten genannt werden, auch nicht bremsen. Doch es gibt fachliche Gründe, wegen der man vorsichtig bei Federer-Analogien sein muss. "Bei Arsenal wurde Xhaka aussortiert", sagt Fritsch, "weil dort seine Grenzen erkannt wurden."

    Die erste Folge vor der neuen Saison nehmen die Hosts auch zum Anlass, eine kleine Bundesligaprognose zu wagen. Und Fritsch legt sich fest: Leverkusen wird seinen Titel verteidigen. Doch beide erinnern sich auch an das verlorene Finale in der Europa League gegen Bergamo: "Das könnte ein Omen gewesen sein", sagt Fritsch, "das war nicht nur ein schlechter Tag."

    Und wie in jeder Folge bespricht der anonyme Scout "Mister X" zwei Spieler: Einen vielversprechenden Dortmunder Neuzugang. Und einen der Weltmeister von 2014. 

     

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    Szenen und Texte, über die wir im Podcast gesprochen haben:

    • DFB-Pokalfinale
  • Europa League Finale  
  • Trainerschein: "Granit Xhaka | PFA UEFA A Licence | Coaching" 
  • FAZ-Interview mit Granit Xhaka: "Xabi Alonso läuft manchmal mehr als wir"
  • Guardian: Arteta salutes Granit Xhaka’s ‘crucial’ influence on Arsenal before final bow
  • The Athletic: The ingredients behind Granit Xhaka’s Arsenal redemption arc
  • The Athletic: Dear Granit Xhaka: It has been passionate, complicated and very, very memorable
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    1 hr 5 min

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