
Sign up to save your podcasts
Or


Welche Potenziale für Kunst und Design birgt die Augmented Reality einer digital erweiterten Wirklichkeit? Mit der Visual Artist Nadine Kolodziey und dem Creative Coder Hongwei Tang sprechen wir über die Unterschiede zwischen Virtual und Augmented Reality, neue emotionale und visuelle Kommunikationsmöglichkeiten der Masken und Filter in den Sozialen Medien und ganz neue Wege, um mit der Wirklichkeit und mit anderen in Verbindung zu treten. Wie lassen sich Wirklichkeit und Digitalität so miteinander verknüpfen, dass unsere Erfahrungen bereichert werden? Welche neuen Erfahrungen eröffnen sich erst durch die digitale Technologie? Und wie können Kreative diese neuen Werkzeuge intuitiv nutzen, um völlig neu gestalten zu können?
Nadine Kolodziey studierte an der HfG Offenbach und ist Visual Artist, die in ihrer Arbeit den virtuellen mit dem physischen Raum verbindet, analog und digital ganze Welten entstehen lässt, die mit den Betrachter*innen interagieren.
Hongwei Tang lebt und arbeitet zurzeit in Wien, ist Art Director in unterschiedlichen Disziplinen sowie Creative Coder, der unter anderem AR Face Filter für Instagram und 3D Grafiken gestaltet.
Moderation: Felix Kosok
Es gibt keine Meldung über die Coronavirus-Pandemie, die ohne Infografiken auskommt. Informationen bestimmen unseren Alltag. Mit der Informationsdesignerin Lisa Borgenheimer sprechen wir über die Relevanz des visuellen Wissenstransfers, über die Herausforderungen, eine komplexe Welt in einer einfachen Grafik darzustellen, um Wissen über diese Welt allen zugänglich zu machen. Wie lässt sich diese Komplexität im Informationsdesign erhalten ohne die Informationen dadurch unzugänglich zu machen? Welche Bildern und Metaphern benutzen wir im digitalen Raum, um komplizierte Vorgänge vorstellbar zu machen? Und wie lassen sich Menschen in Informationsgrafiken repräsentieren, ohne dass dabei Klischees und Stereotype benutzt werden?
Lisa Borgenheimer ist seit diesem Wintersemester die neue Professorin für Informationsdesign an der HfG Offenbach. Sie studierte Kommunikationsdesign und Interaktive Medien an der Fachhochschule Augsburg. Derzeit promoviert sie zudem zum Thema »Informing Information« an der Bauhaus-Universität Weimar.
Lässt sich diese Frage eigentlich so naiv stellen? Gemeinsam mit der Designerin und Aktivistin Anja Kaiser und der Designerin und Kosmetikerin Charlotte Rohde, die beide ihre Praxis als feministisch begreifen, sprechen wir über Frauen im Grafikdesign, über inklusive Lehrformate und emanzipatorische Gestaltungsstrategien. Auf der Suche nach einer besseren Frage diskutieren wir über Technologie und Typografie. Wie lässt sich Design aus einer feministischen Perspektive neu und anders denken? Welche Klischees und Rollenbilder müssen endlich überwunden werden? Und wie schaffen wir es vielleicht doch, dass die Zukunft weiblicher wird?
Anja Kaiser ist als selbstständige Gestalterin und Künstlerin in Leipzig tätig, war von 2014 bis 2018 künstlerische Mitarbeiterin im Fachgebiet Schrift und Typografie an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Sie bewegt sich im feministisch-aktivistischen Umfeld und arbeitet zuletzt am umfangreichen Glossar des undisziplinierten Gestaltens gemeinsam mit Rebecca Stephany.
Charlotte Rohde studierte ebenso wie Anja Kaiser am Sandberg Institut in Amsterdam. Sie ist Schriftgestalterin und Künstlerin und untersucht in ihrer gestalterischen Praxis, wie Schrift als Erweiterung des Körpers funktioniert und so für feministische Diskurse genutzt werden kann. Darüber schreibt sie auch Texte und arbeitet in ihrer künstlerischen Praxis mit Keramik.
Moderation: Felix Kosok
Man sagt ja: Du bist, was du isst. Aber lässt sich das auf eine ganze Hochschule übertragen? Gemeinsam mit Felix Bröcker und Natalja Kreiter sprechen wir über ihr Projekt »Die Mensa von Morgen«, in dem sich die beiden ganz konkret mit der Ernährung an der HfG Offenbach auseinandersetzen aber zugleich auch die großen Fragen nach den Werten der Institution, Gesundheit und Nachhaltigkeit stellen. Wir sprechen über die Ästhetik des Essens, über Backen im Lockdown, über Insekten und vegetarische Ernährung. Welchen Einfluss hat unser Essen auf unser Leben und wie können diese Fragen gesamtgesellschaftlich thematisiert werden?
Felix Bröcker ist gelernter Koch, der nach einigen Jahren in der „Sterneküche“ Kochen in Kunst und Kultur praktisch, unter anderem in der Frankfurter Freitagsküche, und theoretisch für sich entdeckt hat. Dafür schloss er einen Master in Curatorial Studies ( „Kuratieren und Kritik“) an der Goethe Universität Frankfurt und der Städelschule ab und promoviert jetzt an der HfG Offenbach und untersucht visuelle Inszenierungsstrategien in der europäischen Hochküche.
Natalja Kreiter studiert an der HfG Offenbach, arbeitet im Zukunftslabor der der Hochschule aktiv an der Ausgestaltung des Neubaus mit und setzt sich diesbezüglich mit der Mensa auseinander. Folgerichtig bereitet für die Ausstellung »Aus heutiger Sicht« das Projekt »Die Mensa der Zukunft« vor, über das wir heute auch sprechen wollen.
Moderation: Felix Kosok
Was bleibt von der Kultur nach dem Lockdown? In den Räumen des geschlossenen Frankfurter Kunstvereins sprechen wir mit dessen Direktorin Franziska Nori und Ellen Wagner über die Digitalisierung der Kultur, über technologiebasierte Kunst und über Online Fatigue. Wie können Kunstinstitutionen dieser neuen Herausforderung begegnen? Was geht im Digitalen verloren und was lässt sich nicht über einen Screen übertragen? Die gesellschaftliche Rolle der Kunstinstitutionen ist in unserem Gespräch ebenso Thema wie der besondere Einsatz der Kunst ins Feld neuer Technologien.
Franziska Nori ist Kunsthistorikerin und Kuratorin sowie seit 2014 die Direktorin des Frankfurter Kunstvereins. Ebenso leitete sie 3 Jahre die Abteilung für digitale Kunst am Museum Angewandte Kunst in Frankfurt. Neben dem Verhältnis des Menschen zur Natur sowie einem Fokus auf junge Kunst aus der Rhein-Main-Region konzentrierten sich die Ausstellungen des Frankfurter Kunstvereins unter der Leitung Noris zuletzt auf technologiebasierte Kunst und die Gedankenwelten digitaler Räume. Ellen Wagner ist Teil des kuratorischen Teams der Ausstellung »Aus heutiger Sicht«, Vorsitzende des Offenbacher Kunstvereins Mañana Bold sowie Mitarbeiterin an der HfG Offenbach.
Moderation: Felix Kosok, Ellen Wagner
Wir alle brauchen Fürsorge und leisten, in verschiedenen Formen, Fürsorge für andere. Dennoch bleibt diese zentrale gesellschaftliche Tätigkeit – die oft als „Frauenarbeit“ abgetan wird – zumeist unsichtbar und unterbezahlt. Welche Rolle kann Kunst und Kuratieren darin spielen, neue Unterstützungsnetzwerke und Sichtbarkeiten der Fürsorge herzustellen? Gemeinsam mit den Kuratorinnen Sascia Bailer und Irina Denkmann sprechen wir darüber, wie sich die Ungleichheit von Sorgearbeit historisch entwickelt hat, welche Sichtbarkeiten die Corona-Pandemie hervorruft, und welches Potenzial in kuratorischer Praxis liegt, alternative Formen des Miteinanders zu kreieren. Wir diskutieren: Ist Kuratieren „systemrelevant“?
Sascia Bailer arbeitet als Kuratorin an der Schnittstelle von öffentlichem Raum, zeitgenössischer Kunst und sozialer Gerechtigkeit. Sie war die Künstlerische Leiterin (2019-2020) des M.1 der Arthur Boskamp-Stiftung in Hohenlockstedt, wo sie ihren inhaltlichen Fokus auf Care gelegt hatte. In ihrer Publikation „Curating, Care, and Corona“ (2020) reflektiert sie ihre kuratorische Praxis, über die wir heute sprechen wollen. Irina Denkmann ist Master-Studentin der Kunstgeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main mit dem Schwerpunkt auf feministische Kunst und zeitgenössische Kunst Osteuropas. Sie ist Teil des kuratorischen Teams der Ausstellung “Aus heutiger Sicht”.
Moderation: Felix Kosok, Irina Denkmann
Wir alle kommen irgendwoher und bewegen uns irgendwo hin. Aber wie genau eigentlich? Mit Daniel Rese und Julian Schwarze vom Mobilitätsschwerpunkt der HfG Offenbach, project mo.de, sprechen wir gemeinsam über die Gestaltung von Mobilität. Als einem der zentralen Zukunftsthemen schließt sich bei Detailfragen zum Design von Mobilitätssystemen und Infrastrukturen direkt der Blick auf das große Ganze an: Wie wird Mobilität in Zukunft nachhaltiger? Was hat Mobilität mit Identität und Gerechtigkeit zu tun? Und vor allem: Wie können wir die zukünftigen Herausforderungen durch Design meistern?
Julian Schwarze ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am LOEWE-Schwerpunkt „Infrastruktur – Design – Gesellschaft“ an der HfG Offenbach und promoviert zu Fragen des Mobilitätstdesigns. Daniel Rese studierte an der HfG in diesem Schwerpunkt und ist nun ebenfalls wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lehrgebiet integrierendes Design.
Moderation: Felix Kosok
Was passiert eigentlich, wenn wir es nicht schaffen? Wenn uns alles zu viel wird und wir kapitulieren? Gemeinsam mit der Künstlerin Isabell Ratzinger und dem Gründer der Failed Artists International Florian Egermann sprechen wir über eine grundlegende Erfahrung menschlicher Existenz: das Scheitern. Wir fragen uns, wie ein Umgang mit diesem Scheitern unsere Einstellung zur Zukunft beeinflussen kann, wie wir das Scheitern ernst nehmen und ihm dennoch mit Heiterkeit begegnen. Über diesen individuellen Zugang hinaus diskutieren wir, was Scheitern in der Kunst und im Design jeweils unterschiedliches bedeuten kann.
Florian Egermann beschreibt sich selbst als Artist, Activist and Astronaut, der unsere zum Teil ebenso absurde Gesellschaft durch absurde und künstlerische Institutionen hinterfragt. 2017 gründete er die Failed Artists International. Isabell Ratzinger ist Künstlerin und studiert an der HfG Offenbach. Zuletzt stellte sie den Galeristen Max Pauer selbst als Exponat im 1822 Forum in Frankfurt aus.
Moderation: Felix Kosok
Was verspricht uns die Utopie, dieser Nicht-Ort, den wir immer noch nicht gefunden haben? Mit Sebastian Mühl und Ellen Wagner diskutieren wir über die politischen Implikationen von Entwürfen einer perfekten Welt. Wie geht die Kunst mit Utopien um und welche Rolle(n) kann das Design einnehmen? Nicht zuletzt auch angesichts gegenwärtiger Herausforderung fragen wir uns: Brauchen wir die Utopie vielleicht doch?
Sebastian Mühl ist Kunst- und Medienwissenschaftler und promovierte an der HfG Offenbach zu Utopiekonzepten in der Gegenwartskunst. Er war Senior Scientist an der Abteilung Visuelle Kultur der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und ist Digital Curator an der Staatlichen Kunstsammlung Dresden. Seine Interessen gelten den politischen Dimensionen künstlerischer Praxis, der zeitgenössischen Modernerezeption sowie dem Verhältnis von Kunst und Wissenschaft und Kunst und Design. Ellen Wagner ist Kunstwissenschaftlerin, Vorsitzende des Kunstvereins Mañana Bold und Mitarbeiterin an der HfG Offenbach.
Moderation: Felix Kosok, Ellen Wagner
Welche Zukunftsbilder zeigt uns die Science Fiction? Mit der Filmwissenschaftlerin und Kuratorin Prof. Marie-Hélène Gutberlet sprechen wir über unsere kollektiven Fantasien, über Mainstream und Independent Filmproduktionen, über Techno und Funk und darüber, wie wir uns die Zukunft vorstellen. Vor allem aber hinterfragen wir, wer genau mit diesem »wir« gemeint ist, das sich eine Zukunft vorstellt, und welche alternativen Bilder es gibt.
Marie-Hélène Gutberlet studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Filmwissenschaft in Frankfurt am Main und Basel. Als freischaffende Kuratorin, Autorin und Filmforschende arbeitet sie an der Schnittstelle zwischen Theorie, Kino und Kunst, und meistens in kollaborativen Konstellationen. Seit 2020 ist sie Professorin für Film an der HfG Offenbach.
Moderation: Felix Kosok
From the publisher's feed