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  • #278 Off The Record: Der Umzug

    Wir sind umgezogen! In der neuen Folge unseres Podcasts berichten wir von der Bürosuche in Berlin, von freundlichen Handwerkern und von der idealen Arbeitsumgebung. Und wir schwelgen in Erinnerungen, denn das Packen von Umzugskisten ist immer auch eine Reise in die Vergangenheit.

    Willkommen im neuen Büro!https://netzpolitik.org/wp-upload/2023/10/23-11-OffTR-Umzug.mp3

    Im Oktober war für uns vieles in Bewegung. Nicht nur redaktionell, sondern auch ganz praktisch. Denn wir haben Kisten gepackt, Möbel ab- und aufgebaut und sind umgezogen. Für unsere Leser:innen ist das hoffentlich kaum bemerkbar, für unser Team hingegen sehr. Deshalb sind wir wahnsinnig froh, schöne neue Räume gefunden zu haben. Auch wenn es am Anfang gar nicht danach aussah.

    Aus dem improvisierten Podcast-Studio im neuen Büro berichten euch Anna und Ingo von den Höhen und Tiefen der Suche und von liebgewonnen Erinnerungsstücken.

    In dieser Folge: Anna Biselli und Ingo Dachwitz.

    Produktion: Serafin Dinges.
    Titelmusik: Trummerschlunk.

    Hier ist die MP3 zum Download. Wie gewohnt gibt es den Podcast auch im offenen ogg-Format.

    Unseren Podcast könnt ihr auf vielen Wegen hören. Der einfachste: in dem eingebundenen Player hier auf der Seite auf Play drücken. Ihr findet uns aber ebenso bei Apple Podcasts, Spotify und Deezer oder mit dem Podcatcher eures Vertrauens, die URL lautet dann netzpolitik.org/podcast.

    Wie immer freuen wir uns über Kritik, Lob und Ideen, entweder hier in den Kommentaren oder per Mail an [email protected].

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    34 min
  • #277 On The Record: Was ist Internet Governance, Wolfgang Kleinwächter?

    In Kyoto fand diese Woche das 18. Internet Governance Forum der Vereinten Nationen statt. Aber was ist „Internet Governance“ überhaupt und wo kommt das her? Für unseren Podcast Off/On haben wir darüber mit Wolfgang Kleinwächter gesprochen, der die Debatte seit 30 Jahren verfolgt und aktiv daran teilnimmt.

    Wolfgang Kleinwächter bei einer Diskussion über Internet Governance auf dem World Economic Forum 2022 – CC-BY-NC-SA 4.0 World Economic Forum/Sikarin Fon Thanachaiaryhttps://netzpolitik.org/wp-upload/2023/10/23-10-OnTR-InternetGovernance.mp3

    Wolfgang Kleinwächter war ab 1998 bis zu seiner Pensionierung vor wenigen Jahren Professor für internationale Kommunikationspolitik und Regulierung am Department for Media and Information Sciences an der Universität Aarhus. Bereits vor 30 Jahren kam er mit den Ursprüngen von Internet Governance in Berührung, als rund um ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) Fragestellungen der (Selbst-)Verwaltung von globalen Infrastrukturen diskutiert und dabei auch umgesetzt wurden.

    ICANN verwaltet die Vergabe und Zuteilung von IP-Adressen im Netz und koordiniert gleichzeitig das Domain Name System, was wiederum als das „Adressbuch“ für Domains gilt, die im Hintergrund einer IP-Adresse zugeordnet sind. Bei der Governance-Gestaltung von ICANN spielten schon früh verschiedene Stakeholder-Gruppen eine Rolle, die dabei eingebunden wurden: Netzwerke wurden in der Regel von Unternehmen betrieben, die technische Community hatte die notwendige Expertise und war in Standardisierungsgremien aktiv, Regierungen haben schon immer überall mitsprechen wollen und die Zivilgesellschaft stand stellvertretend für all die Menschen, die das Netz nutzen.

    Das führte zum Multistakeholder-Ansatz. Diesen verfolgten die Vereinten Nationen vor 20 Jahren, als zwischen 2002 und 2005 auf globaler Ebene diese Fragen und weitere Urdebatten der Netzpolitik im Rahmen des World Summit on the Information Society (WSIS) diskutiert wurden. Die Ursprünge von netzpolitik.org reichen zu dieser Zeit zurück. Eines der Topthemen im Rahmen des WSIS-Prozesses war die geopolitische Frage, inwiefern ICANN mit einem Sitz in Kalifornien bei der Verwaltung der zentralen Internetinfrastruktur unabhängig von der US-Regierung handeln kann. Eine Debatte, die bis heute anhält, wo Staaten das Netz fragmentieren und Kontroll- sowie Zensurinfrastrukturen aufbauen.

    Als Nachfolge der WSIS-Gipfel führten die Vereinten Nationen das Internet Governance Forum ein, das seit 2006 einmal im Jahr auf globaler Ebene ein Forum für viele netzpolitische Debatten bildet. 2019 fand das Internet Governance Forum in Berlin statt. Für die kommenden Jahre sind Treffen in Saudi Arabien und Russland angekündigt. Hier gibt es große Kritik, ob die repressiven Staaten die richtigen Ausrichter für ein solches globales Forum sind. Denn in beiden Staaten werden Menschenrechte verletzt, es gibt praktisch keine freie Zivilgesellschaft und alle Anwesenden müssen davon ausgehen, dass sie vor Ort Ziel von Überwachungsmaßnahmen werden.

    Ein aktuelles Thema auf globaler Ebene ist der sogenannte Global Digital Compact, der im kommenden Jahr von den Vereinten Nationen beschlossen werden soll. Zivilgesellschaftliche Organisationen haben auch hier große Bedenken und kritisieren den Prozess, der zu einer Veränderung der Rahmenbedingungen für Internet Governance führen kann.

    Auch in Deutschland gibt es mit dem kleinen Internet Governance Forum Deutschland einen Debattenort für Internet-Governance-Fragen. Die Bundesregierung interessierte sich leider lange nicht für Multistakeholder-Ansätze, alle bisherigen Digitalgipfel wurden vor allem mit Wirtschaftsverbänden koordiniert und durchgeführt. Das soll beim nächsten Digitalgipfel im November in Jena immerhin besser werden. Einen Beweis dafür muss die Bundesregierung aber noch abliefern.

    Der On-the-Record-Podcast mit Wolfgang Kleinwächter beleuchtet viele Hintergründe und Eigenheiten dieser Internet-Governance-Debatten.

    Das Thema wurde übrigens schon mal in einem Netzpolitik-Podcast behandelt. 2007 war in Folge 47 die Netzforscherin Jeanette Hofmann zu Gast. Der Podcast ist immer noch bei uns online.

    In dieser Folge: Markus Beckedahl und Wolfgang Kleinwächter.

    Produktion: Serafin Dinges.
    Titelmusik: Trummerschlunk.

    Hier ist die MP3 zum Download. Wie gewohnt gibt es den Podcast auch im offenen ogg-Format.

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    1 hr 6 min
  • #276 Off The Record: Beruf: Chatkontrolle

    Kollege Markus Reuter packt aus: Wie ist es, zwei Jahre lang rauf und runter über ein Gesetzesvorhaben zu berichten, das viele betrifft, aber nur wenige so richtig aufregt?

    Behörden könnten Nutzer:innen über die Schulter schauen, sollten die Pläne einer Chatkontrolle zur Realität werden. – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Adem AYhttps://netzpolitik.org/wp-upload/2023/09/23-10-OffTR-Chatkontrolle.mp3

    Im Mai 2022 hat die EU-Kommission ein neues Gesetz vorgeschlagen: Um sexualisierte Gewalt gegen Kinder zu bekämpfen, will sie private Chats und Nachrichten scannen. Nicht etwa bei Verdächtigen, sondern ganz pauschal bei allen Menschen in der EU. Die so genannte Chatkontrolle. Seitdem hagelt es Kritik: Fachleute sprechen von einer „nie dagewesenen Überwachungsstruktur“ und einem „digitalen Angriff“ auf unsere Privatsphäre.

    Seitdem hagelt es auch Berichte, zumindest bei netzpolitik.org. Wir haben über die Chatkontrolle im vergangenen Jahr so oft und viel berichtet wie vielleicht über kein anderes Gesetzesvorhaben. 151 Beiträge haben wir geschrieben, Hintergründe zur Lobbyarbeit von involvierten KI-Firmen recherchiert, interne Dokumente veröffentlicht. Ein ganzes Team von Kolleg:innen arbeitet zum Thema und beobachtet täglich, wie es mit dem Vorhaben weitergeht.

    Bleibt die Frage: Warum beschäftigen wir uns so intensiv mit einem Gesetz, das ja bisher nicht mal verabschiedet wurde? Darüber spricht Chris in dieser Folge mit Markus Reuter.

    In dieser Folge: Chris Köver, Markus Reuter.

    Produktion: Serafin Dinges.
    Titelmusik: Trummerschlunk.

    Hier ist die MP3 zum Download. Wie gewohnt gibt es den Podcast auch im offenen ogg-Format.

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    Links und Infos
      • Zeit-Recherche: Warum Ashton Kutcher für Überwachungspläne lobbyiert (€)
      • netzpolitik.org: Recherchen decken Netzwerk der Chatkontrolle-Lobby auf
      • BalkanInsight: ‘Who Benefits?’ Inside the EU’s Fight over Scanning for Child Sex Content
      • netzpolitik.org: Berühmte IT-Sicherheitsforscher:innen warnen vor Wanzen in unserer Hosentasche
      • netzpolitik.org: Europol will Chatkontrolle-Daten unbegrenzt sammeln
      • Spiegel.de: netzpolitik.org als Frühwarnsystem
      • Freedom Not Fear Konferenz
      • netzpolitik.org: So breit ist der Widerspruch gegen die Chatkontrolle
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        23 min
      • #275 On The Record: Wie bekommen wir ein digitales Curriculum, Linn Friedrichs?

        Linn Friedrichs beschäftigt sich mit der Frage, welche digitalen Kompetenzen ein Bildungssystem vermitteln müsste, um Lernende auf die Zukunft vorzubereiten. Wir sprechen mit ihr darüber, wie ein digitales Curriculum aussehen müsste – und wie sich das System dafür verändern muss.

        Linn Friedrichs setzt sich für mehr Digitalkompetenzen ein.

        Linn Friedrichs arbeitet, lehrt und forscht zu globaler Bildung. Ob in ihrer Doktorarbeit oder auf ihren beruflichen Stationen an der New York University (NYU) in Berlin und am United World College (UWC) in der Nähe von Pune in Indien: Friedrichs beschäftigt sich mit der Entwicklung von Curricula. Dabei ging es immer um die Frage, welche Fähigkeiten wir in Zukunft benötigen werden und wie das Bildungssystem Lernende auf veränderte Rahmenbedingungen vorbereiten kann.

        https://netzpolitik.org/wp-upload/2023/09/23-09-OnTR-Linn.mp3

        Besonders am Herzen liegen ihr Digitalkompetenzen (im Englischen treffender beschrieben mit „Digital Literacy“). Aber wie können diese im aktuellen Bildungssystem vermittelt werden? Und wie müsste dieses System dafür reformiert werden? Auf der vergangenen re:publica hat Linn Friedrichs dazu einen Vortrag gehalten. Um ihre Thesen und Ideen zu vertiefen, haben wir diesen Podcast aufgenommen.

        Im ersten Teil sprechen wir über den Status Quo und die dahinter liegenden Prozesse: Wie und von wem werden Curricula überhaupt entwickelt und umgesetzt? Es geht aber auch darum, was die Aufgabe von Bildung ist und ob diese Aufgabe im traditionellen System ausreichend auf die Gegenwart und Zukunft vorbereitet. (Die wenig überraschende Antwort: nein. Das Bildungssystem ist wie ein Tanker, der gerade irgendwo im Suezkanal festgefahren ist.)

        Vor allem wollen wir in diesem Podcast aber über die Zukunft sprechen und über die Fähigkeiten, die vermittelt werden müssen, um souverän auf die digitale Zukunft vorbereitet zu werden. Wie würde man das „from scratch“ neu bauen? Wie muss ein Bildungssystem aufgebaut sein, das alle mitnimmt und nicht im Gestern steckenbleibt? Und wer könnte so ein dafür notwendiges digitales Curriculum entwickeln?

        In dieser Folge: Markus Beckedahl und Linn Friedrichs.

        Produktion: Serafin Dinges.
        Titelmusik: Trummerschlunk.

        Hier ist die MP3 zum Download.

        Unseren Podcast könnt ihr auf vielen Wegen hören. Der einfachste: In dem eingebundenen Player hier auf der Seite auf Play drücken. Ihr findet uns aber ebenso bei Apple Podcasts, Spotify und Deezer oder mit dem Podcatcher eures Vertrauens, die URL lautet dann netzpolitik.org/podcast/.

        Wie immer freuen wir uns über Kritik, Lob und Ideen, entweder hier in den Kommentaren oder per Mail an [email protected].

        Weiterführende Links zum Thema
        Auswahl relevanter Beschlüsse und Richtlinien der Kultusministerkonferenz:

        KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“

        KMK: Kompetenzen in der digitalen Welt

        Jahresbericht der Kultusministerkonferenz 2022 zur Bildung in der digitalen Welt

        KMK: Standards für die Lehrerbildung: Bildungswissenschaften

        Im Gespräch erwähnte Studien und Forderungen zu Lehrer*innenfortbildung:

        Wie relevant ist die gesetzliche Fortbildungsverpflichtung für Lehrkräfte? Eine empirische Untersuchung zur Fortbildungsteilnahme in verschiedenen deutschen Bundesländern

        Qualifizierung: Was macht gute Lehrerfortbildung aus?

        DPhV und Fachverbände fordern von Politik deutlich mehr Engagement bei Lehrkräftefortbildung

        Auswahl relevanter Modelle und Publikationen zu Digital- und Medienkompetenz:

        re:publica 2023: Linn Friedrichs – What is the digital literacy curriculum we need?

        EU-Kommission: Digital Competences Framework

        JIM-Studie 2022

        Stiftung Neue Verantwortung: „Quelle: Internet“? Digitale Nachrichten- und Informationskompetenzen der deutschen Bevölkerung im Test

        Buch: Screen Teens

        Im Gespräch referenzierte Initiativen und Ideen zur Transformation von Bildung:

        #NeustartBildungJetzt

        Table Media: Die Kralle des Bundes

        Deeper Learning Initiative

        Prüfungskultur.de

        Schule im Aufbruch

        Kompetenzverbund lernen:digital

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        1 hr 11 min
      • #274 Off The Record: Praktikum

        Hasset und Johannes plaudern aus dem Nähkästchen: Was hat sie an ihrem Praktikum bei netzpolitik.org überrascht? Findet man in Berlin noch eine Wohnung? Welche Tipps haben sie für mögliche Nachfolger:innen?

        Praktikum bei netzpolitik.org: „Wir kochen unseren Kaffee selbst“ – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Gabi Mirandahttps://netzpolitik.org/wp-upload/2023/09/23-08-OTR-Praktis.mp3

        Ein Praktikumsplatz bei netzpolitik.org ist begehrt. Zwei, die ihn bekommen haben, sind Hasset und Johannes. Die Publizistik-Forscherin und der Informatiker teilen in der neuen Podcast-Folge ihre Erfahrungen in unserer Redaktion. Unter anderem sprechen sie über Erwartungsdruck, Leser:innen-Feedback und den Sommer in Berlin. Spannend nicht nur für Menschen, die mal ein Praktikum bei uns machen wollen.

        In dieser Folge: Ingo Dachwitz, Hasset Tefera-Alemu und Johannes Gille.

        Produktion: Serafin Dinges.
        Titelmusik: Trummerschlunk.

        Hier ist die MP3 zum Download. Wie gewohnt gibt es den Podcast auch im offenen ogg-Format.

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        Wie immer freuen wir uns über Kritik, Lob und Ideen, entweder hier in den Kommentaren oder per Mail an [email protected].

        Links und Infos
        • Wir kochen unseren Kaffee selbst: Infos über Praktika bei netzpolitik.org
        • Was Hasset in der Uni gelesen hat: „Medienmäzen Google: Wie der Datenkonzern den Journalismus umgarnt“
        • Podcast zur Google-Recherche: Wie Google zum größten Medienmäzen unserer Zeit wurde
        • Johannes‘ Datenrecherche: Wie eng uns Datenhändler auf die Pelle rücken
        • Podcast zur Xandr-Recherche: Die große Datenbroker-Recherche
        • Alle Texte der Xandr-Recherche: Das sind 650.000 Kategorien, in die uns die Online-Werbeindustrie einsortiert
        • Die Arbeit von netzpolitik.org finanziert sich zu fast 100% aus den Spenden unserer Leser:innen.
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          32 min
        • #273 Off The Record: Sommerpause

          Nein, nicht wir gehen in die Sommerpause, sondern die Parlamente. In unserer neusten Podcast-Folge erzählt Co-Chefredakteurin Anna Biselli, wie Gesetze auf den letzten Drücker durchs Parlament geboxt werden – und was wir tun, wenn Politiker*innen Urlaub machen.

          Es ist Saure-Gurken-Zeit (KI-generiert) – Public Domain Midjourney: „a jar with pickled cucumber on a dried up meadow, glaring summer sun, lens flare, digital photography, HD

          https://netzpolitik.org/wp-upload/2023/07/23-07-OTR-Sommerpause.mp3

          Wenn Heuschrecken zirpen, Wiesen vertrocknen und Holzkohlegrills rauchen, dann ist der Sommer da. Der Puls des politischen Betriebs schlägt spürbar langsamer, die Parlamente machen Pause. Und wir bei netzpolitik.org studieren eine Weile lang nicht mehr täglich neue Sitzungskalender, Protokolle und Gesetzespapiere.

          An einem ausnahmsweise milden Sommertag habe ich meine Kollegin Anna ins Podcast-Studio gebeten, um sie zum Sommerloch zu löchern. Wie sehr sind wir als Redaktion vom Puls des politischen Betriebs abhängig? Wie beeinflusst die Sommerpause die Entstehung von Gesetzen? Und wo hat Anna eigentlich die sauren Gurken versteckt?

          In dieser Folge: Anna Biselli und Sebastian Meineck.

          Produktion: Serafin Dinges.
          Titelmusik: Trummerschlunk.

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          Links und Infos
          • Sommer 2017: der Bundestag beschließt NetzDG und Ehe für alle
          • Sommer 2019: der Branchenverband Bitkom füllt das Sommerloch
          • Winter 2023: von Quick Freeze und Vorratsdatenspeicherung
          • Am Puls der EU: parltrack.org
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            31 min
          • #272 On The Record: Wie digital sind unsere Kommunen, Laura Dornheim?

            Laura Dornheim ist Chief Digital Officer in München und damit für die IT-Infrastrukturen der größten deutschen Kommune verantwortlich. Wir sprechen mit ihr darüber, warum der Weg zu eGovernment so steinig ist, welche Chancen Open Source bietet und wie KI-Anwendungen verantwortlich betrieben werden könnten

            Laura Dornheim – Nagy, Presseamt München

            https://netzpolitik.org/wp-upload/2023/07/23-07-OTR-Laura-Dornheim.mp3

            Laura Dornheim (@schwarzblond) ist seit bald einem Jahr IT-Stadträtin in München und damit die Leiterin des IT-Referates – auf Neudeutsch auch „Chief Digital Officer“ genannt. Die studierte Wirtschaftsinformatikerin beschäftigt sich schon lange mit netzpolitischen Themen und ist jetzt die Chefin von rund 1.400 Mitarbeiter:innen, die wiederum verantwortlich für die kommunalen IT-Infrastrukturen sind.

            Grund genug, um für unseren Podcast mit ihr darüber zu sprechen, was eine Chief Digital Officer beruflich macht. Dabei geht es auch um die Frage, welche Handlungsmöglichkeiten die kommunale Ebene hat. Wofür ist der Bund zuständig, wofür die Länder und was wiederum ist Aufgabe der Kommunen? Willkommen im Föderalismus! Hier erklärt sich, warum wir in der Regel eGovernment-Anwendungen nur aus dem Weltspiegel kennen.

            Laura Dornheim ist IT-Leiterin der größten Kommune in Deutschland und verfügt über etwas mehr Personal und Haushaltsressourcen als eine kleine 30.000-Menschen-Kommune, ist aber für dieselben kommunalen Dienstleistungen und Verwaltungsabläufe zuständig. Sie erklärt anhand von anschaulichen Beispielen, wie das abläuft und warum das Online-Zugangsgesetz vor allem eine Schaufensterdigitalisierung ist.

            Die bayerische Hauptstadt ist auch bekannt für die Debatte um Linux in München. Das wurde gegen politischen Widerstand der Microsoft-Lobby eingeführt und vor Jahren durch die Vorgängerregierung wieder zurück abgewickelt. Laura Dornheim ist jetzt auch dafür verantwortlich, trotz ihrer Vorliebe für Open-Source-Software. Diese wird aber wiederum vor allem abseits des Desktops trotzdem eingesetzt.

            Wir reden auch über den Einsatz von Anwendungen mit „Künstlicher Intelligenz“ und welche Verantwortung Kommunen dabei haben oder haben könnten. Ein Transparenzregister und die Offenlegung von algorithmischen Entscheidungssystemen könnten hier ein Weg sein.

            In dieser Folge: Markus Beckedahl und Laura Dornheim.

            Produktion: Serafin Dinges.
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            59 min
          • #271 Off The Record: Die große Datenbroker-Recherche

            Diese Recherche hat meinen Kollegen Ingo Dachwitz elektrisiert. Das war mir sofort klar, als er für die Aufnahme in unser Podcast-Studio kam. Seit Jahren recherchiert er zu den Abgründen der Werbeindustrie. Jetzt konnte er ihr so tief wie nie in die Karten schauen.

            Das sonderbare Geschäft der Datenbroker (Symbolbild) – Public Domain Motiv: Midjourney („minimalistic drawing of obscure men, outlines, surrounded by many weird packages, vortex, bombastic –aspect 16:9)

            https://netzpolitik.org/wp-upload/2023/06/23-06-OTR-data-broker.mp3

            Uns Nutzer*innen vermitteln Datenhändler allzu gerne den Eindruck: Kein Grund zur Sorge, eure Privatsphäre ist sicher. Ihren Werbe-Kund*innen versprechen sie hingegen das glatte Gegenteil: Passgenaue Werbung für jede noch so spezielle Zielgruppe? Kein Problem!

            Irgendetwas kann daran nicht stimmen.

            Ingo Dachwitz berichtet beharrlich über die Abgründe der Industrie, hat sich von Dark Patterns, Cookie-Bannern und unzumutbaren Datenschutzerklärungen nicht die Laune vermiesen lassen. Durch seine neuste Recherche können wir uns jetzt selbst ein Bild vom globalen Datenhandel für digitale Werbung machen. Ein Dokument mit rund 650.000 Einträgen bietet diesen bislang einmaligen Einblick.

            Im Podcast gibt Ingo ein Making-of der Recherche: Wo fängt man bloß an, wenn einem eine so riesige Tabelle in die Hände fällt? Was kann die Enthüllung bewirken? Und wie würde sie aussehen – eine echte Zeitenwende in der Werbe-Industrie?

            In dieser Folge: Ingo Dachwitz und Sebastian Meineck.

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            Links und Infos
            • Das sind 650.000 Kategorien, in die uns die Online-Werbeindustrie einsortiert
            • Wie deutsche Firmen am Geschäft mit unseren Daten verdienen
            • So findest du heraus, was Datenhändler über dich gespeichert haben
            • In diese absurden Schubladen steckt dich die Werbeindustrie
            • Nach unserer Berichterstattung: Datenschutzbehörden stellen Werbefirmen auf den Prüfstand
            • Kommentar: Das System kann weg
            • Der Bericht von The Markup (Englisch)
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              40 min

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